Presseaussendung vom: 25.07.2018

Familienstadt Linz: Umfassendes Angebot für Eltern und Kinder

Auch in der „schönsten Zeit des Jahres“ ist immer etwas los

In der Lebensstadt Linz wird jeder dritte Euro für Soziales ausgegeben. Der Bevölkerung steht ein vielfältiges soziales Leistungsangebot zur Verfügung und in vielen Bereichen ist die Vollversorgung erreicht.

Linz bietet besonders für Familien ein umfassendes Spektrum an Angeboten. Die Bandbreite reicht von bestens ausgebauter und hochqualitativer Kinderbetreuung in den Krabbelstuben, Kindergärten und Horten über vielfältige Leistungen in den Eltern-Kind-Zentren bis zur Erziehungshilfe und Maßnahmen der Jugendgesundheitsfürsorge.

„Die Familie steht in Linz im Fokus eines vielfältigen sozialen Angebots. In der Lebens- und Familienstadt Linz finden Eltern und Kinder für alle Bedürfnisse und Lebenslagen die passenden Leistungen. Darüber hinaus sorgt gerade jetzt in den Ferien eine Vielzahl an Aktivitäten dafür, dass Kinder und Eltern unabhängig vom Einkommen die ,schönste Zeit des Jahres‘ genießen können“, informiert Familienreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing.

Kinderbetreuung

Damit Linz eine kinder- und familienfreundliche Stadt ist und bleibt, wurden in den letzten Jahren viele Akzente und Maßnahmen im Rahmen einer an den Bedürfnissen von Kindern und Familien orientierten Sozialpolitik gesetzt.

Durch ein umfangreiches Ausbauprogramm wurde im Kindergartenbereich gemeinsam mit privaten Anbietern die Vollversorgung erreicht. Für jedes dreijährige Kind steht ein Platz in einem städtischen oder privaten Kindergarten zur Verfügung. Es gibt auch die Möglichkeit, weitere Angebote der Kinderbetreuung wie zum Beispiel Krabbelstuben, Horte und Tagesmütter, in Anspruch zu nehmen.

Anzahl betreuter Kinder in: 

 

     
 Krabbelstuben Kindergärten   Horten  Nachmittagsbetreuung / Schulen
 985  6.292  4.745  1.126

Linzer Kindergartentarifmodell

Seit 1. Februar 2018 gilt die vom Land Oberösterreich verordnete kostenpflichtige Nachmittagsbetreuung für Kinder ab dem 30. Lebensmonat in Kindergärten. Während in anderen Gemeinden bis zu 50 Prozent der Kinder auf Grund der neuen Regelung von der Ganztagsbetreuung abgemeldet wurden, sind es in der Landeshauptstadt nur acht Prozent.

Der Grund, warum die Abmeldungsziffer in Linz vergleichsweise gering ausfällt, ist das vom Gemeinderat beschlossene eigene Linzer Tarifmodell für Kindergärten. Die Eltern sparen sich in Linz zirka drei Millionen Euro pro Jahr.

Familien zahlen in Linz maximal 54 Euro. Im restlichen Oberösterreich sind es bis zu 110 Euro. Die Linzer Regelung, die für städtische und private Kinderbetreuungseinrichtungen gleichermaßen gilt, sieht vor, dass jene Familien, die über wenig Haushaltsgeld verfügen, auch in Zukunft keine Gebühren für den Nachmittagsbesuch leisten müssen. Familien mit mittlerem Einkommen zahlen fast um die Hälfte weniger als vom Land vorgesehen.

Eltern- und Mutterberatung

Die Eltern- und Mutterberatung (EMB) ist eine Anlaufstelle mit dem Ziel, Eltern Unterstützung bei ihren Aufgaben anzubieten sowie das emotionale, soziale und körperliche Wohl von Säuglingen und Kleinkindern frühzeitig zu fördern.

Der ungezwungene Zugang (freie Wahl der EMB-Stelle, keine Terminvereinbarung notwendig, keine Versicherungsdaten erforderlich…) reduziert die Hemmschwelle, Beratung anzunehmen. Die Familien sollen dadurch die Kinder- und Jugendhilfe als positives Unterstützungsangebot erleben.

Derzeit hat die Stadt Linz 12 EMB-Stellen mit 17 Beratungstagen in der Woche und eine erweiterte EMB-Stelle, das IGLU. Das Leistungsangebot umfasst unter anderem Beratung durch SozialarbeiterInnen und Kinderkrankenschwestern, ärztliche Beratung sowie Ernährungs- und Stillberatung.

Seit 17 Jahren wird das städtische Eltern-, Mutterberatungsangebot durch das IGLU, ein frühkindliches Kompetenzzentrum der Kinder- und Jugendhilfe im Franckviertel, ergänzt. Es bietet neben den klassischen Angeboten noch Einzelberatungen durch eine Psychologin und Sozialarbeiterin, Ernährungsrunden, Kochtreffs, Sprachförderung, Trageberatung, Stillberatung und Stillrunden sowie verschiedene Elternrunden und Fachvorträge.

Eltern-Kind-Zentren

Eine weitere wichtige Komponente bei den speziellen Angeboten der Stadt Linz für Familien bilden die Eltern-Kind-Zentren.

Diese Einrichtungen stehen als Beratungseinrichtungen, Treffpunkte, Kommunikations- und Veranstaltungszentren in den Stadtteilen zur Verfügung. Beim offenen Zentrumsbetrieb können Kinder und Eltern andere Kinder und deren Eltern kennenlernen, Erfahrungen austauschen und Informationen einholen.

In den städtischen Zentren Ebelsberg und Pichling werden zusätzlich Leistungen in sozialer, psychologischer, juristischer und medizinischer Hinsicht offeriert. Auch Kinderkrankenschwestern sowie Pädagoginnen und Pädagogen stehen zur Verfügung.

In der Stadt Linz gibt es zwei städtische Eltern-Kind-Zentren in Pichling und im Ennsfeld sowie neun private Einrichtungen.

Erziehungshilfe: Ambulante und mobile familienergänzende Erziehungshilfe

Bei belasteten Familiensituationen und in jenen Fällen, in denen eine Unterstützung der Erziehung nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) erforderlich ist, wird den Linzer Familien in ihrer Erziehungsverantwortung geholfen. Gemeinsam mit den Familien werden Hilfspläne erstellt und anschließend unter Heranziehung externer Dienstleister umgesetzt. Den Abschluss bilden eine Rückschau mit den Beteiligten und eine schriftliche Evaluierung, um den Erfolg der Maßnahmen zu dokumentieren.

Bei familiären Problemen erfolgt eine Begleitung durch gezielte Sozialarbeit mit dem Ziel, den Familien individuelle und ressourcenorientierte Lösungen zu ermöglichen.

Jährlich werden 500 Kinder in den Familien durch mobile Angebote der Kinder- und Jugendhilfe unterstützt. Dafür werden etwa 3 Millionen Euro aufgewendet. Darüber hinaus werden pro Jahr etwa 300 Familien unmittelbar durch die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter der Sprengelsozialarbeit unterstützt.

Besuchscafé

Für Kinder ist es im Falle der Trennung ihrer Eltern von größter Bedeutung, dass der Kontakt zu Mutter und Vater weiter bestehen bleibt. Dabei erfüllt ein von der Stadt eingerichtetes Besuchscafé eine wichtige Funktion.

Das Besuchscafé am Hofmannsthalweg 8 findet zwei Mal pro Monat an einem Samstagvormittag und zwei Mal pro Monat an einem Freitagnachmittag statt. Es besteht dort die Möglichkeit zu begleitenden Besuchskontakten zwischen getrennt lebenden Elternteilen und ihren Kindern. Insgesamt wurden dort im Vorjahr 103 Familienbesuche organisiert.

Ferienangebote für Linzer Familien

Neben diesen ganzjährigen Fördermaßnahmen der Stadt Linz für Familien sorgen zahlreiche Angebote für die gemeinsame Freizeitgestaltung von Eltern und Kindern. Besonders in den Ferien wird deutlich, dass „Familienstadt Linz“ kein bloßes Schlagwort ist, sondern ein Begriff, der gelebt wird.

Pippi Play im Park

Auch heuer führt das Projekt „Pippi Play im Park“ an 100 Tagen durch drei Stadtteile. Seit der zweiten und dritten Juliwoche ist in Auwiesen, Franckviertel und Zöhrdorferfeld im positiven Sinne „der Bär los“.

Kindern, für die es in den Ferien sonst kein Angebot gäbe, die für den Spielplatz zu alt und für den Besuch eines Jugendzentrums zu jung sind beziehungsweise ansonsten unbetreut wären, wird dabei mit Unterstützung durch versierte Betreuerinnen und Betreuer volles Programm geboten.

An „Pippi Play im Park“ nehmen jährlich etwa 1.400 Kinder teil. Für heuer sind in Summe 336 Stunden Parkbetreuung an 100 Projekttagen geplant.

Die Angebote vor Ort sind auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt. Dazu gehören Ballspiele, Ausflüge, gemeinsames Kochen, Fotoshooting, Geländespiele, Bildungsaktivitäten wie Stadtteilrallye, Kennenlernen der Angebote in Linz und Aufarbeiten von Themen, die das vergangene Schuljahr betreffen. Da durch dieses Programm auch viele Kinder mit Migrationshintergrund angesprochen werden, spielt auch das Thema Sprachkompetenz eine wichtige Rolle. „Pippi Play im Park“ ist somit sicherlich auch ein Beitrag zur gelebten Integration.

Ferien@home

Weiters wird mit dem Projekt Ferien@home mit Unterstützung der Stadt Linz berufstätigen Eltern eine Betreuung ihrer Kinder in der Ferienzeit geboten. Ferien@home ermöglicht den Kindern eine pädagogisch wertvolle Freizeitgestaltung mit einer kompetenten Betreuung im Familienzentrum Bulgariplatz kidsmix.

Die Stadt Linz fördert die Ferien zu Hause mit einem Betrag pro Kind und Woche. Die Anmeldung erfolgt jeweils für eine Woche. Sind freie Plätze verfügbar, können die Kinder auch für mehrere Wochen angemeldet werden. Die Betreuung der Kinder wird durch geschultes pädagogisches Personal durchgeführt.

Das Programm von Ferien@home richtet sich nach Alter und Gruppengröße. Neben zahlreichen kreativen Angeboten bleibt stets auch genügend Zeit, sich draußen auszutoben und Ausflüge in die Umgebung zu machen. Abends und an den Wochenenden sind die Kinder wieder in der Familie. Neben der flächendeckenden Kinderbetreuung fördern Angebote wie Ferien@home die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Die Zielgruppe von Ferien@home sind Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren. Die Palette der Angebote reicht von den Bereichen Kreativität, Bewegung, sozialer Umgang bis hin zu Großgruppen- und Outdoor-Spielen zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls bei Ausflügen.

112 Kinder- und Jugendspielplätze

Auf dem Linzer Stadtgebiet gibt es insgesamt 112 öffentliche Kinder- und Jugendspielplätze, ergänzt durch eine Vielzahl an Basketball-, Skateboard-, Beachvolleyball-Anlagen und Fun-Courts. Neue Spielräume werden mit den zukünftigen Nutzerinnen und Nutzern – den Familien, Kindern und Jugendlichen – gemeinsam geplant und von den Expertinnen und Experten der Stadt Linz umgesetzt.

Ferienaktionen

Jedes Jahr wird von der Stadt Linz die Teilnahme von Kindern aus Familien mit wenig Einkommen an Ferienaktionen unterstützt. In den jeweiligen Camps steht ein vielfältiges Freizeitangebot zur Verfügung, das sie mit Gleichaltrigen erleben können. Zielgruppe sind Familien, die aus Sicht der Kinder- und Jugendhilfe auf Grund besonderer Belastungssituationen eine Entlastung benötigen.

2018 werden vier Ferienturnusse in Klaffer/Hochficht, Eben/Pongau, Rainbach im Mühlkreis und Döbriach/Millstättersee angeboten. In Obertraun/Hallstättersee und Freistadt finden je zwei Turnusse statt. In Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendhilfe werden je nach Einkommen Entlastungen bei den regulären Kosten gewährt, wobei der Selbstbehalt der Familien durch die zuständigen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter in Ausnahmefällen bis auf null Euro reduziert werden kann.

Ferien in den UGL

Besonders die Unternehmensgruppe Linz bietet Familien zahlreiche und vielfältige Freizeitmöglichkeiten an. Im Sommer sind die Bäder der LINZ AG beliebte Treffpunkte. Für Kinder unter 12 Jahren gibt es zudem freien Eintritt in die sieben Kinderfreibäder.

Das Ars Electronica Center bietet in den Ferien (außer Montag) jeweils um 11:30 und um 14:30 Uhr eine eigene eineinhalbstündige „Family Tour“ an. Der Eintritt für Kinder unter 14 Jahren ist dabei frei.

Auch über das Kinder- und Jugendservice der Stadt Linz (KJS) wird heuer Kindern und Jugendlichen von sechs bis 15 Jahren und ihren Familien im Rahmen der „Aktiv-Tage“ ein umfangreiches Programm zur Freizeitgestaltung in den Sommerferien angeboten.

Tipp-Topp für Linzer Familien

Um den Linzerinnen und Linzern eine Informations- und Austauschplattform für Freizeitmöglichkeiten zu bieten, wurde auf Initiative von Familienreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing eine eigene Facebook-Seite ins Leben gerufen. Auf „Tipp-Topp für Linzer Familien“ stehen dabei Erfahrungsberichte über Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung in Linz im Mittelpunkt. Die Seite wurde bisher von 3.200 Personen abonniert.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Familien- und Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing zum Thema „Leistungen der Stadt Linz für Familien“ )

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