Presseaussendung vom: 02.08.2018 |

Vom Bienenstock zum köstlichen Linzer Honig: Vom Bienenstock zum köstlichen Linzer Honig: Schleuder im Wissensturm läuft auf Hochtouren

Klimawandel, intensive Landnutzung und die Agrarindustrie bedrohen die Bienen insbesondere im ländlichen Raum. In Städten wie Linz mit der Vielzahl an blühenden Parks, dem Botanischen Garten, Vorgärten, Kleingartensiedlungen und Balkonen fühlen sich Bienen jedoch erstaunlich wohl. Vom Frühjahr bis in den späten Herbst hinein finden die eifrigen Insekten ein reiches Angebot an Pollen und Nektar vor. Im Wissensturm steht auf Initiative von Umweltstadträtin Mag.a Eva Schobesberger eine Honigschleuder, welche gegen eine geringe Gebühr auch öffentlich zugänglich ist. „Bienen sind für unser Stadtökosystem unersetzlich und leisten einen entscheidenden Beitrag für die Lebensgrundlage der Tier- und Pflanzenwelt. Daher freue ich mich besonders, dass das Interesse stetig zunimmt und die Zahl der Imkerinnen und Imker in unserer Stadt wächst“, sagt Umweltstadträtin Schobesberger.

Eine vollautomatische Vier-Waben-Schleuder steht im zehnten Obergeschoß des Wissensturmes und ist dafür verantwortlich, dass der Honig aus den Bienenwaben der verschiedensten Linzer Bienenstöcke gewonnen wird. Nachdem die Tiere den gesammelten Nektar in ihren Stöcken verarbeiten, lagern ihn die Insekten in Waben ein und verschließen diese anschließend mit einem Wachsdeckel. Wenn der Honig reif für die Ernte ist, entnehmen die ImkerInnen die Waben und entfernen die Wachsschicht. Um den Honig, der in den Waben klebt, lösen zu können, kommt dann die Honigschleuder zum Einsatz. Während des Schleudervorganges wird der Honig von beiden Seiten der jeweiligen Waben „geerntet“ und läuft danach in den Auffangbehälter.

Wer die Honigschleuder selbst nutzen möchte, bekommt eine Einweisung durch BienenexpertInnen, die sicherstellen, dass der vom Bienenvolk gesammelte Honig fachgerecht geschleudert und verarbeitet werden kann. Voraussetzung für die Nutzung ist zudem ein absolvierter Hygienekurs beim Landesverband der ImkerInnen und der Besuch eines Praxiskurses in der VHS Linz.

Viele Kurse rund um Bienen und das Imkern

Auch abseits des Honigschleuderns bietet die VHS zahlreiche Kurse, Veranstaltungen und Workshops rund um das Thema Bienen an. Angefangen vom Praxiskurs Imkern bis hin zur Anleitung für den Bau eines Insektenhotels, bietet die Volkshochschule verschiedene Angebote für BienenfreundInnen und alle, die es noch werden möchten. Mit den vielfältigen Angeboten trägt die Volkshochschule dem gestiegenen Interesse der Bevölkerung am Stadt-Imker-Handwerk Rechnung.

Zahlreiche Initiativen, damit sich die Bienen in unserer Stadt heimisch fühlen, setzt auch das Umweltressort der Stadt Linz. So erhalten die Stadtbauern und Stadtbäuerinnen jährlich eine Förderung in Höhe von 90.000 Euro. Damit werden unter anderem bienenfreundliche Maßnahmen wie die Erhaltung und Pflege von Heuwiesen, Blumenböschungen, Ackerrandstreifen und Rainen unterstützt. Dass sich die Bienen in der Stadt erstaunlich wohlfühlen, ist auch den zahlreichen Grünflächen in der Stadt zu verdanken. Die verschiedenen blühenden Parks, der Botanische Garten, Vorgärten, Kleingartensiedlungen locken vom Frühjahr bis in den späten Herbst dank der Pollen und des Nektars zahlreiche Insekten.

Für die Gesundheit der Bienen können wir alle einen Beitrag leisten: Indem wir im Garten, am Balkon oder mit dem kleinsten Blumenkistel Bienen gezielt durch die Bepflanzung unterstützen. Zum Beispiel: Anstatt Geranien lieber Kapuzinerkresse oder Kräuter wie Thymian, Basilikum oder Salbei einsetzen. Ein wesentlicher Beitrag für den Schutz der Tiere ist der Verzicht von glyphosathaltigen Spritzmitteln. Deshalb hat sich die Linzer Umweltstadträtin in den vergangenen Jahren erfolgreich dafür eingesetzt, dass die Stadt sowie die städtischen Unternehmen auf die Verwendung von Glyphosaten verzichtet.

LinzerBiene fördert das Imkern in der Stadt

Ausgelöst hat den Bienen-Boom nicht zuletzt das Engagement der Plattform LinzerBiene, die sich die Erhaltung und Förderung der Stadtimkerei in Linz zum Ziel gesetzt hat. Konkret sollen die Bürgerinnen und Bürger für das Handwerk des Imkerns begeistert werden und für den unverzichtbaren Anteil am Ökosystem von (Wild)-Bienen und Schmetterlingen geworben werden. Zugleich versucht die Plattform öffentliche und halböffentliche Standorte in Linz sowie Kooperationen und Patenschaften zu finden, um dadurch eine Trendumkehr in Linz in Richtung steigender Zahl an Bienenvölkern einzuleiten.  

Mit wenigen Stöcken angefangen, hat sich die Zahl der Standorte in den vergangenen Jahren regelmäßig erhöht. Ein begehrter Platz für die Bienen findet sich seit einigen Jahren vor dem Büro von Stadträtin Schobesberger auf dem Balkon des Neuen Rathauses. Der dortige Bienenstock erfüllt hohe ökologische Aufgaben. Neben der Bestäubung unzähliger Blütenpflanzen rund um das Rathaus sind die Bienen ein Garant für die zahlreiche Ernte des Linzer Rathaus Honigs. 

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bildungs- und Umweltreferentin Stadträtin Mag.a Eva Schobesberger zum Thema „Honigschleudern in der VHS Linz“)

Weitere Gesprächspartner:
Mag. Belmir Zec / Leiter VHS Linz
Mag. Bernhard Rihl/ Linzer Biene

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