Presseaussendung vom: 22.08.2018

Berufsfeuerwehr bildet sechs Einsatztaucher aus Lehrgang startete im Dezember und dauert noch bis Oktober

In dem 173-Mann starken Einsatzteam der Berufsfeuerwehr Linz befinden sich 24 Einsatztaucher. Bei regelmäßigen Bedarfserhebungen wird sichergestellt, dass immer genügend „Froschmänner“ in der Mannschaft bereit stehen. Es muss vorausschauend agiert werden, denn die Ausbildung dauert etwa ein Jahr. 14 Feuerwehrmänner unterzogen sich im Dezember 2017 der Leistungsüberprüfung und den medizinischen Tests. Sechs begannen im Jänner die Ausbildung im Olympiazentrum auf der Gugl.

Im April ist die Freiwasserausbildung in den Gewässern in und um Linz gestartet, wo die Taucher teilweise extreme Bedingungen vorfinden – mit schlechter bis keiner Sicht und starken Strömungen. Tieftauchgänge werden im Salzkammergut absolviert. Erst wer das Tauchen perfekt beherrscht, lernt mit dem umfangreichen Equipment umzugehen, wie Antriebshilfen, Rettungsbrett, Hebeballons, Hebegurte oder dem Eisretter, ein Schlauchboot mit Kufen. Bis September dauert noch die Einsatzausbildung, zu der Navigieren, Nachttauchen, Suchen und Bergen, Arbeiten unter Wasser sowie Arbeiten vom Boot aus gehören. Im Oktober findet die Abschlussübung statt, im Februar 2019 folgt noch der Sonderlehrgang „Eistauchen“. Für die Ausbildung stehen sechs Tauchlehrer zur Verfügung, die ebenfalls Einsatztaucher sind oder waren. Somit bringen sie umfassende Erfahrung und Wissen aus erster Hand mit, was die Taucher-Anwärter erfahren müssen, um bestmöglich für ihre amphibischen Aufgaben gerüstet zu sein. 

Für das Spezialteam von Tauchoffizier Klaus Thallinger gibt es im Linzer Stadtgebiet mit mehr als 600 Hektar Gewässer genug zu tun. Zu Donau, Traun, Weikerlsee, Pichlinger See, den Kraftwerkskanälen oder die benachbarten Badeseen Pleschinger See und Ausee wird die Tauchmannschaft zu Einsätzen gerufen. Auch im Handelshafen, Winterhafen, Tankhafen und im Sportboothafen Traun haben die Einsatztaucher zu tun. Vom Auto bis zum Tresor reicht die Liste der Gegenstände, die aus dem Wasser an Land befördert wurden. Enorm ist die psychische Belastung für die Taucher, wenn es Menschen zu bergen gilt.

Die Taucher bilden eine Sondereinheit innerhalb der Feuerwehr. Jeder hat auch weitere Funktionen, die er während des 24-Stunden-Wechseldienstes erfüllt. Mindestens drei Einsatztaucher befinden sich immer unter den diensthabenden Feuerwehrmännern auf den Wachen. Denn ein Tauchtrupp besteht aus zwei Einsatztauchern und einem Sicherungstaucher. Der steht bereit, falls es unter Wasser zu einem Zwischenfall kommt. Die Qualifikation „Einsatztaucher“ wird durch ständige Übungen erhalten. Dabei wechselt bei jedem Tauchgang der Partner, sodass sich die Spezialisten immer neu aufeinander einstellen müssen.

„Die Arbeit der Einsatztaucher birgt große physische und psychische Belastungen. Es ist immer ungewiss, welche Situation unter Wasser vorgefunden wird. Dementsprechend fordernd und schwierig ist auch die Ausbildung. Ich bedanke mich bei allen, die sich diesen Herausforderungen stellen zum Wohle der Mitmenschen. Den Teilnehmern des Lehrganges wünsche ich gutes Gelingen für die Abschlussübung und einen unfallfreien Berufsalltag! betont Sicherheitsreferent Vizebürgermeister Detlef Wimmer.

Berufsfeuerwehr Linz

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