Presseaussendung vom: 26.09.2018

Linz „exportiert“ 30.000 Arbeitskräfte an die Umlandgemeinden Linz „exportiert“ 30.000 Arbeitskräfte an die Umlandgemeinden

Mit 210.000 Arbeitsplätzen ist Linz Wirtschaftsmotor für Oberösterreich. Zwei Drittel aller LinzerInnen im Alter von 15 bis 64 Jahren stehen mitten im Erwerbsleben. Bestens qualifizierte MitarbeiterInnen machen es möglich, dass die Landeshauptstadt diese wirtschaftliche Stärke auf-weist. Sowohl für die städtische Bevölkerung als auch für viele Menschen aus dem Umland stellt Linz den Arbeitsmittelpunkt dar. 108.000 Menschen pendeln zur Arbeit in die Landeshauptstadt. Damit ist mehr als jeder zweite Arbeitsplatz mit einer Nicht-Linzerin oder einem Nicht-Linzer besetzt. Im Vergleich dazu gehen „nur“ 30.000 erwerbstätige LinzerInnen ihrer Berufstätigkeit außerhalb von Linz nach. Diese starken Pendlerverflechtungen machen es notwendig, verstärktes Augenmerk auf Gesamtverkehrskonzepte zu legen.

Die aktuelle Auswertung der Statistik Austria lässt die enorme Bedeutung von Linz als Arbeitsort für die umliegenden Mühlviertler Gemeinden erkennen. Teilweise pendeln mehr als 50 Prozent der dort wohnhaften Erwerbstätigen in die Landeshauptstadt. Darüber hinaus erfasst die Statistik Austria erstmals die Distanz zwischen Wohn- und Arbeitsort in Straßenkilometern bzw. Autominuten. Maximal neun Kilometer trennen zwei Drittel der LinzerInnen von ihrer Arbeitsstätte in Linz. 51 Prozent der Linzer Erwerbstätigen benötigen 14 Minuten, um von der eigenen Haustür bis zum Arbeitsplatz zu gelangen. EinpendlerInnen nehmen eine längere Wegstrecke in Kauf. 34 Prozent fahren bis zu 40 Kilometer tagtäglich. Zwei Drittel fahren bis zu 45 Minuten von den Umlandgemeinden bis nach Linz.

Bürgermeister Klaus Luger weiß, wie wichtig Mobilität für den Wirtschaftsstandort Linz ist: „Schnelle Verbindungen sind sowohl stadtintern als auch überregional wachstumsfördernd. Der Ausbau des Verkehrsnetzes im Zentralraum ist dafür ausschlaggebend. Die neue Donaubrücke, die beiden Bypass-Brücken der Autobahnbrücke sowie die Westumfahrung bilden dabei Hauptschlagadern dieses Straßennetzes. Die neuesten Auswertungen lassen klar erkennen, dass der Ausbau des öffentlichen Verkehrs von wesentlicher Bedeutung ist. Vor allem die Wege in Linz lassen sich dadurch erleichtern.“

Zwei von drei in Linz Berufstätigen haben ihren Hauptwohnsitz nicht in Linz

Mitte September veröffentlichte die Statistik Austria die aktuelle Pendlerstatistik. Mit Stichtag 31. Oktober 2016 zählte die Statistik Austria in Summe 108.063 ErwerbseinpendlerInnen nach Linz. Gemessen an allen in Linz aktiv Erwerbstätigen liegt der EinpendlerInnenanteil bei knapp 63 Prozent. Somit haben zwei von drei in Linz Berufstätigen ihren Hauptwohnsitz nicht in der Landeshauptstadt.

Seit 1981 ist die Zahl an EinpendlerInnen um knapp 50 Prozent auf 108.000 gestiegen. Der Anteil der EinpendlerInnen (von 46 auf 63 Prozent) hat sich in den vergangenen 35 Jahren massiv erhöht. Diese Tatsache besteht auch darin begründet, dass Linz über mehr Arbeitsplätze als EinwohnerInnen verfügt. Mit insgesamt 210.000 Arbeitsplätzen ist die Landeshauptstadt der Jobmotor von Oberösterreich. Vor allem industrienahe Dienstleistungen wie IT, Wirtschaftsservices, die Angebote im Gesundheits- und Sozialwesen oder auch die Tourismusbranche gewannen in den vergangenen Jahrzehnten stark an Bedeutung. Gezielte Investitionstätigkeiten sicherten bestehende Arbeitsplätze bzw. schufen neue.

Auch die Anzahl der AuspendlerInnen in Umlandgemeinden ist in den ver-gangenen Jahren kräftig gestiegen. 1981 verließen 9.000 (9 Prozent aller erwerbtätigen LinzerInnen) ihren Wohnort Linz und gingen einer Arbeit in einer der Umlandgemeinden nach. 35 Jahre später betrug diese Zahl bereits 30.000 Personen (32 Prozent aller erwerbtätigen LinzerInnen). 

Linz „exportiert“ Arbeitskräfte an die Umlandgemeinden

Jeder zweite Arbeitsplatz mit eine/r Nicht-Linzer/in besetzt

Die oberösterreichische Landeshauptstadt weist darüber hinaus stärkere Pendlerverflechtungen mit dem Umland auf als jede andere Landeshauptstadt: 108.000 Menschen pendeln zur Arbeit in die Landeshauptstadt. Damit ist mehr als jeder zweite Arbeitsplatz mit einer Nicht-Linzerin oder einem Nicht-Linzer  besetzt.

Fast zwei Drittel der EinpendlerInnen stammen aus Linz-Land oder aus einem der vier Mühlviertler Bezirke. Insgesamt besitzen 86 Prozent der EinpendlerInnen ihren Hauptwohnsitz in Oberösterreich.

Von neun Gemeinden aus dem Umland fahren mehr als die Hälfte der dortigen Erwerbstätigen nach Linz arbeiten

Viele Personen aus den Gemeinden rund um Linz pendeln zum Arbeiten nach Linz. Aus neun Gemeinden (Puchenau, Lichtenberg, Steyregg, Engerwitzdorf, Gramastetten, Altenberg, Luftenberg, Hellmonsödt, Leonding) pendeln sogar über 50 Prozent der dort ansässigen erwerbstätigen Bevölkerung nach Linz.

32 Prozent der Linzer Erwerbstätigen arbeiten in den Umlandgemeinden

Etwa 30.000 erwerbstätige LinzerInnen pendeln aus der Landeshauptstadt in umliegende Bezirke oder andere Bundesländer aus. Mehr als 40 Prozent pendeln nach Linz-Land, etwa 12 Prozent arbeiten im Mühlviertel sowie rund 11 Prozent in Wels oder Wels-Land. Insgesamt pendeln 79 Prozent in einen anderen oberösterreichischen Bezirk aus. Etwa neun Prozent pendeln nach Wien.

PendlerInnen nach Wirtschaftsbereichen

Vergleicht man die Ein- und AuspendlerInnenanteile in Linz nach Wirtschaftsbereiche, so fallen diese sehr unterschiedlich aus. Mehr als 50 Prozent der EinpendlerInnen sind in der Warenproduktion, im Handel, in Banken, im Gesundheits- und Sozialwesen, am Bau, in Verkehrsbetrieben sowie in der öffentlichen Verwaltung tätig.

Die AuspendlerInnen sind zu mehr als 50 Prozent in der Gastronomie, im Wohnungswesen sowie im Wirtschaftsbereich Kunst und Unterhaltung beschäftigt.

Maximal neun Kilometer trennen zwei Drittel von ihrem Arbeitsplatz

Fahrzeit von maximal 14 Minuten für über die Hälfte der Linzer Erwerbstätigen

Von der Statistik Austria wird die Distanz zwischen Arbeitsort und Wohnort sowie die dafür durchschnittlich auf Straßen benötigte Zeit näherungsweise berechnet. Regelmäßige Verzögerungen auf stauanfälligen Strecken werden dabei berücksichtigt.

Die meisten aktiv erwerbstätigen LinzerInnen wohnen in der Nähe ihres Arbeitsortes. Knapp zwei Drittel der arbeitenden LinzerInnen trennen maximal neun Straßenkilometer von ihrer Arbeitsstätte. Etwas mehr als 50 Prozent der in Linz wohnhaften Bevölkerung benötigt maximal eine Viertelstunde im Auto für ihren Arbeitsweg.

70 Prozent der LinzerInnen, deren Arbeitsort in Linz liegt, benötigen ebenfalls maximal 15 Minuten auf der Straße für den Arbeitsweg. Jeder zweite Linzer Erwerbstätige ist maximal vier Kilometer von seiner Arbeitsstätte in Linz entfernt. Von den aus Linz auspendelnden Erwerbstätigen benötigen etwa 42 Prozent zwischen 15 und 30 Autominuten für den Arbeitsweg.

Der Großteil der EinpendlerInnen fährt zwischen 20 bis 40 Kilometer von ihrer Heimatgemeinde bis zur Arbeitsstätte nach Linz. Nahezu 40 Prozent nehmen täglich bis zu einer halben Stunde für das Einpendeln in Kauf. 26 Prozent legen täglich bis zu 45 Minuten zu ihrer Arbeitsstätte zurück.

Effizientes Verkehrsnetz attraktiviert Wirtschaftsstandort Linz

Mobilität stellt einen wesentlichen Standortfaktor dar. Dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs wird mit der zweiten Schienenachse durch Linz absolute Priorität eingeräumt. Wichtiger Bestandteil dieser Achse ist die neue Donaubrücke, deren Errichtung begonnen hat. Das bringt jedoch nur Erleichterung auf den Verkehrswegen, die vom Norden in die Stadt führen. Die Westumfahrung ist für die Mobilisierung des Stadtverkehrs genauso wichtig wie Ausbau und Verdichtung des öffentlichen Verkehrsnetzes in Verbindung mit Park&Ride-Anlagen rund um Linz.

Das betrifft vor allem auch die Verkehrsströme, die über den Linzer Süden ins Stadtgebiet kommen: hier wäre eine Verdichtung und Verbesserung des öffentlichen Verkehrsangebots durch eine „Süd-Bahn“ besonders dringend notwendig. Mit dem zunehmenden Ausbau des öffentlichen Verkehrs (Mühlkreisbahn, Summerauerbahn, RegioTram Gallneukirchen, Verlängerung Straßenbahn nach Traun) wird auch eine Erweiterung der Nahverkehrsdrehscheibe Hauptbahnhof sowie eine weitere Nahverkehrsdrehscheibe im Norden der Stadt unabdingbar.

„Eine gute Infrastruktur ist in vielerlei Belangen wesentlich für Investitionsentscheidungen von Unternehmen. Dazu zählen der viel beschworene Breitbandausbau und ausreichende Bildungsangebote für den Fachkräftenachwuchs genauso wie ein gutes soziales Netz – etwa in der Kinderbetreuung – und ein effizientes Verkehrsnetz“, sagt Bürgermeister Klaus Luger.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger zum Thema „Linz „exportiert“ 30.000 Arbeitskräfte an die Umlandgemeinden - 108.000 Personen pendeln täglich nach Linz“)

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