Presseaussendung vom: 11.12.2018

Bilanz 2018: Mit Innovation ein optimales Umfeld schaffen Ziel: Linz als „Second City“ – innovativster urbaner Raum

Linz soll die innovativste Stadt Österreichs werden und sich zur „Second City“ als innovativster urbaner Raum entwickeln. Die oberösterreichische Landeshauptstadt will Wegbereiterin für ein neues Industriezeitalter sein und als Vorreiterin in den Bereichen Industrie 4.0 und digitale Transformation gelten. Linz soll kreative und innovative Köpfe hervorbringen, fördern sowie engagierte GründerInnen unterstützen, von Oberösterreich aus die Welt zu erobern. Das Ziel des neu geschaffenen Linzer Innovationsressorts ist klar: ein optimales Umfeld für Innovation und Unternehmertum in Linz zu schaffen!

Der Wandel von der dominanten Stahlstadt der Nachkriegszeit in die bunte Lebensstadt mit ihrem industriellen Schwerpunkt von heute ist vollzogen. Die Region verfügt über einen guten Mix aus traditionellen Fertigungsbetrieben, etablierten Leitunternehmen, zahlreichen hoch erfolgreichen mittelständischen Unternehmen und einer lebendigen Start-up-Szene. Die wesentliche Stärke des Wirtschaftsraumes besteht darin, dass dieses unterschiedliche Ökosystem gegenseitig befruchtet. Großunternehmen suchen bereits jetzt vermehrt die Kooperation mit jungen, innovativen Start-ups, um deren Innovationen in ihrem Geschäftsmodell einzusetzen. Für Start-ups bieten Kooperationen mit etablierten Unternehmen erste Sicherheit und Beständigkeit am Markt.

Mit dem Beschluss des ersten Linzer Innovationsprogrammes im Mai dieses Jahres wurde der offizielle Startschuss für die zukünftige Innovationsstrategie gesetzt. 2018 stand im Zeichen der ersten Umsetzungen und Weichenstellungen.

„Um den Standort des oberösterreichischen Zentralraums zukunftsfit zu machen, sind jetzt die Weichen zu stellen. Die Arbeitsplätze von morgen werden vielfach andere als jene von heute sein. Um nachhaltig auf der Seite der Gewinner zu stehen, müssen wir Vieles neu denken und entsprechend umsetzen. Dafür wollen wir die optimalen Voraussetzungen für Innovation und kreative Köpfe mit unternehmerischem Spirit schaffen. Linz soll die innovativste Stadt Österreichs werden – der Grundstein dafür ist gelegt. Nun geht es daran konsequent umzusetzen“, betont Bürgermeister Klaus Luger.

Im Jahr 2018 wurden folgende Maßnahmen beschlossen, auf den Weg gebracht oder umgesetzt:

Neues innovatives Wahrzeichen für Linz – NeuBau 3 der Tabakfabrik

Im Jänner dieses Jahres fiel die Entscheidung im Bieterverfahren zum NeuBau 3 der Tabakfabrik Linz. Etwa 10.800 Quadratmeter Grundstücksfläche stehen für diesen städtebaulichen Meilenstein zur Verfügung. Der NeuBau 3 soll einen Mix aus Arbeits-, Wohn- und Ausbildungsstätten, Shops, Gastronomie und einem Hotel beheimaten. Dieses Linzer Landmark wird eine Schlüsselrolle im innerstädtischen Gefüge einnehmen und steht als neues innovatives Wahrzeichen für Linz.

Neue Ausstellung im AEC

Das Museum der Zukunft, eines der internationalen Aushängeschilder der Stadt Linz, erhält zwei Millionen Euro für die Kuratierung einer neuen Dauerausstellung. Mit rund 550.000 BesucherInnen jährlich ist das Ars Electronica Center das meistbesuchte Museum in Oberösterreich. Die Erneuerung erfolgt auf Basis einer Sonderfinanzierung durch die Stadt Linz, nachdem das Land Oberösterreich die Förderung ablehnte. Im April wurde diese im Gemeinderat beschlossen. 

Linzer Innovationsprogramm auf Schiene

„Linz soll die innovativste Stadt Österreichs werden“, so die Kernaussage von Bürgermeister Klaus Luger bei der Präsentation des neuen Innovationsprogramms, das im Mai 2018 vom Linzer Gemeinderat mit großer Mehrheit verabschiedet wurde. In diesem strategischen Positionspapier findet sich ein klares Bekenntnis: Linz in den nächsten Jahren bei Digitalisierung, Gründertum und Innovation zu einer der führenden Städte Europas zu machen.

LINZ AG setzt auf E-Mobilität – Start des neuen Mobilitätsprojektes tim

Die LINZ AG setzt weiterhin verstärkt ihr Augenmerk auf moderne umweltfreundliche Antriebstechnologien und forciert seit Jahren die E-Mobilität: etwa im öffentlichen Verkehr, bei eigenen Firmenautos, im Bereich der Ladeinfrastruktur und immer wieder auch mit Leuchtturm-Initiativen. So sind bereits mehr als 80 Millionen der insgesamt 112 Millionen Fahrgäste der LINZ LINIEN mit Straßenbahn und Obus elektrisch unterwegs. Dabei ist das elektrische Liniennetz 53 Kilometer lang und schließt vier Obuslinien sowie die vier Straßenbahnlinien inkl. der jüngsten Anbindung von Traun mit ein.

Als jüngstes Leuchtturmprojekt wurde im Mai diesen Jahres das neue, zukunftsorientierte Mobilitätsprojekt tim der LINZ LINIEN als Ergänzung zum öffentlichen Verkehr vorgestellt. Über sogenannte multimodale tim-Knoten werden unterschiedliche Verkehrsmittel – beispielsweise die Straßenbahn mit E-Carsharing-Autos – miteinander verknüpft.

Linz startet umfangreichen City Branding-Prozess

Mit einem breit angelegten Marken-Entwicklungsprozess will sich Linz im „Wettbewerb“ der Städte fit für die Zukunft machen. Der Startschuss dafür fiel mit Juni im Gemeinderat, in dem ein Grundsatzbeschluss für ein modernes City Branding gefasst wurde.

In einem mehrstufigen Prozess soll in den kommenden beiden Jahren der neue Markenkern der Stadt definiert und in einer Kampagne schließlich nach außen kommuniziert werden. Den Anstoß zum Projekt liefert das Linzer Innovationsprogramm, in dem der Gemeinderat bereits im Mai insgesamt 35 Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Wirtschaftsraums fixiert hat. Unter Punkt 6 „Kultur und Image“ stellen zwei konkrete Vorschläge die Weichen für den neuen City Branding-Prozess.

Linzer Innovation Center

Zur Umsetzung des Linzer Innovationsprogramms, zur Realisierung jener 35 Ansätze, die Linz dem Ziel näherbringen, innovativste Stadt Österreichs zu werden, braucht es klare organisatorische Strukturen. In der Septembersitzung des Gemeinderates wurde der formale Beschluss dafür gesetzt. Am Linzer Hauptplatz wird das Linzer Innovation Center entstehen, welche die Durchführung der geplanten Maßnahmen garantiert, für eine optimale Vernetzung zwischen den Stakeholdern sorgt und die notwendige Kommunikation zwischen allen Beteiligten sicherstellt.

Digitale Agenda – Bündelung der Digitalisierungsaktivitäten

Linz hat sich zum Ziel gesetzt, Herzstück der Oberösterreichischen Digitalregion und innovativste Stadt Österreichs zu werden. Im Hinblick auf diese Zielsetzung sowie auf veränderte Arbeitsabläufe und der vermehrten Digitalisierung kommunaler Aufgaben beschloss der Linzer Gemeinderat im September diesen Jahres die Erstellung einer Digitalen Agenda.

Um in Zukunft innovativ, zielführend und wirtschaftlich arbeiten zu können, werden alle laufenden und zukünftig zu entwickelnden Digitalisierungsaktivitäten der Stadt Linz in einem einheitlichen Programm erfasst, gebündelt und koordiniert. Die Digitale Agenda wird unter der Leitung des neuen CIO der Stadt Linz unter Einbindung relevanter Stakeholder erarbeitet. Neben einer effizienten Verwaltung, zielgerichteten Services für Verwaltungsverfahren, einem schnellen Zugang zu Daten und Informationen geht es auch um eine Vernetzung von Verwaltung und Wirtschaft.

Mit Innovation die Stadt verbessern – Wettbewerb für innovative Köpfe startete im Oktober

Die Open Commons Linz lobte Anfang Oktober den Wettbewerb „Mit Innovation die Stadt verbessern“ aus. Gesucht sind die besten Ideen, die mit Innovation und Offenheit die Stadt verbessern. Ob sensationelles Konzept oder fertige App – alle innovativen Einreichungen sind willkommen. Menschen, die bereit sind, ihre Idee Wirklichkeit werden zu lassen und selbst an der Umsetzung arbeiten möchten, sollen angesprochen werden. Die Einreichfrist läuft bis einschließlich Freitag, 1. März 2019. Konzepte, Projekte oder Anwendungen können per E-Mail an open.commons@linz.at gesendet werden.

In den beiden Kategorien „Erwachsene“ sowie „Kinder und Jugendliche“ werden hochwertige Preise vergeben. Die Palette reicht von einem Arbeitsraum für ein Jahr in der Tabakfabrik Linz über einen brandneuen Dash Roboter bis zur einjährigen Gratis-Mitgliedschaft beim Makerspace „Grand Garage“.

„Mit Innovation die Stadt verbessern“ spricht jene Bürgerinnen und Bürger an, die das Motto in die Tat umsetzen wollen. Sei es durch die Entwicklung von Anwendungen oder Plattformen, durch ehrenamtliches Engagement (z.B. Citizen Science, Wikipedia, etc.) oder durch spannende Ideen und Konzepte. Mitmachen können alle mit Linzbezug (Geburtsort oder Wohnsitz) bzw. deren Projekte einen direkten Bezug zur Stadt Linz vorweisen. Neben Einzelpersonen sind Vereine, Schulen, Universitäten, Unternehmen oder Start-ups herzlich eingeladen mitzumachen.

Linz als „City of Innovation“ – neue Landkarte der Innovation

Unter www.cityofinnovation.at entsteht eine neue Präsenz für ImpulsgeberInnen von Fortschritt und Innovation. Auf einer interaktiven Landkarte werden diese vor den Vorhang geholt. Die neue Webpräsenz ist mit Ende Oktober gestartet. Neben der Kartographierung von Innovationen made in Linz soll die Citymap einen Überblick aktueller Ansiedlungsangebote und kreative Communities geben. Das Ziel ist es Vernetzung zu fördern, Räume für Kollaboration zu eröffnen und internationale Talente anzuziehen, die in Linz eine neue Heimat finden.

Hauptstraße der Innovation – Strada del Start-up in der Tabakfabrik

Mit der Strada del Start-up entstand in der Tabakfabrik Linz eine europaweit einzigartige, rund 230 Meter lange Produktionsstraße für Start-ups und InnovatorInnen. Mitte November wurde sie eröffnet. Von aktuell 57 fertiggestellten Büroeinheiten, die den Indoor-Straßenzug säumen und rund 300 Arbeitsplätze bieten, sind bereits rund 80 Prozent „bewohnt“, also vergeben. Gemeinsam mit der factory300 bildet die Strada del Start-up ein Innovations-Ökosystem auf fast 3000 Quadratmetern, das Zugang zu Räumen, Veranstaltungen, Netzwerk, Kapital und Talenten gewährt.

Bespielt und betreut wird die neue Hauptstraße der Innovation von der Stadt Linz, dem Land Oberösterreich und privaten Initiativen – verantwortlich zeichnen die Tabakfabrik Linz, die factory300, die CREATIVE REGION Linz & Upper Austria sowie tech2b. Die Strada del Start-up adressiert einerseits Start-ups aus dem Hard- und Softwarebereich, andererseits etablierte Unternehmen, die Kontakt zu innovativen GründerInnen suchen.

Zukunftswerkstatt als wichtiges Entwicklungsinstrument

Linz bekommt als erste Stadt Österreichs eine Zukunftswerkstatt. Ende November wurde dafür der Startschuss gegeben. Mit dieser werden aktuelle Entwicklungen und Innovationen aufgegriffen, die eine Bereicherung für die Stadt Linz darstellen können. Als Thinktank können Ideen interdisziplinär weiterentwickelt werden. Dabei werden verschiedene kommunale Bereiche wie Mobilität, Wohnen, Arbeit, Wirtschaft, Standort, Energie, Bürgerpartizipation, öffentlicher Raum, Kultur, Altenpflege, Sicherheit, Integration und Kinderbetreuung einbezogen. Bestehen wird die Zukunftswerkstatt aus einem Beirat (Bürgermeister, Infrastrukturreferent, Vertreter der Gemeinderatsfraktionen, Direktor des Geschäftsbereichs „Planung, Technik und Umwelt“), dem die Rolle des Auftraggebers und Entscheiders zukommt. Die Umsetzung und Organisation kommt einem Exekutivkomitee bestehend aus Vertretern einer Universität sowie weiteren Experten aus verschiedenen Disziplinen zu. Die Administration des Projekts wird vom Geschäftsbereich PTU (Planung, Technik und Umwelt) übernommen.

Linz ist zum 5. Mal Zentrum für Innovation und Kreativwirtschaft

Das FORUM CREATIVE INDUSTRIES wird 5 und feiert unter dem Motto „THE FABULOUS. FACTORY“ mit internationalen Speakern, Workshops und kreativen Köpfen in der Tabakfabrik Linz. Die CREATIVE REGION Linz & Upper Austria öffnet mit dem Festival der Kreativwirtschaft erstmals die Türen der neu renovierten Lösehalle. Von 3. Dezember bis heute geht das Festival der Kreativwirtschaft.

Linz Institute of Technology

Die Johannes Kepler Universität formt gemeinsam mit PartnerInnen aus Industrie und Wirtschaft die Zukunft: Interdisziplinäre Forschungsteams arbeiten künftig im Open Innovation Center des Linz Institute of Technology (LIT) samt Industrie-4.0-Pilotfabrik LIT Factory. Im Dezember erfolgten die offiziellen Spatenstiche.

Die Kooperation zwischen Linzer Leitbetrieben, der Johannes Kepler Universität, dem Land Oberösterreich sowie der Stadt Linz zeigt, dass ein gemeinsames Vorgehen zum Erfolg führt. Es unterstreicht das Vorhaben, Linz als innovativste Stadt in Österreich zu positionieren. Mit dem LIT Open Innovation Center wird die JKU zu einer Drehscheibe für Industrie 4.0 beziehungsweise Digitalisierung. Der direkte Know-how-Transfer in die Wirtschaft wird verbessert. Die LIT Factory stellt einen wesentlichen Faktor für die Schaffung der Arbeitsplätze der Zukunft dar.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger zum Thema „Ziel: Linz als „Second City“ – innovativster, urbaner Raum“)

Zum Betrachten von PDF-Dokumenten benötigen Sie einen PDF-Reader:

Die Stadt Linz fördert im Rahmen der Open Commons Region Linz den Einsatz von freier, anbieterunabhängiger Software. Freie PDF-Reader für Ihr Betriebssystem finden Sie auf der Seite pdfreaders.org (neues Fenster), einem Angebot der Free Software Foundation Europe. Sie können auch den PDF-Reader von Adobe verwenden.

pdfreader.org - Freie PDF-Reader (neues Fenster)     PDF-Reader von Adobe (neues Fenster)

Umfrage –
Gewinnspiel
Mitmachen & gewinnen

Wie sehen Sie Linz? Ihre Meinung ist gefragt! Nehmen Sie an der Umfrage teil und gewinnen Sie mit etwas Glück einen E-Scooter, Gutscheine der Linz AG oder Linz-Goodie-Bags.

Mehr dazu