Presseaussendung vom: 17.12.2018

Kontrollamt sieht Ars Electronica wirtschaftlich bestens geführt Kontrollamt sieht Ars Electronica wirtschaftlich bestens geführt - 56 Seiten, keine einzige Beanstandung

Heute Nachmittag tagt der Kontrollausschuss des Linzer Gemeinderates, in dem unter anderem die wirtschaftliche Entwicklung der Ars Electronica Linz GmbH & Co KG Thema ist. Einen weiteren Gegenstand der Beratungen stellt auch ein 56 Seiten starker Bericht des Linzer Kontrollamts dar, der der Ars Electronica ein rundum gutes Zeugnis ausstellt.

Ars Electronica hat sehr gut gewirtschaftet

„Das Kontrollamt bestätigt die exzellente Arbeit, die bei Ars Electronica geleistet wird“, zeigt sich Beiratsvorsitzende Doris Lang-Mayerhofer erfreut. In der Bewertung der wirtschaftlichen Entwicklung des städtischen Unternehmens führt das Linzer Kontrollamt keine einzige Beanstandung an, sondern hebt sogar hervor, dass Mittelkürzungen der öffentlichen Hand dank kräftiger Erlössteigerungen kompensiert und die Basis für die künstlerische Arbeit gesichert und verbessert wurden. „Angesichts der schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen, ist es alles andere als selbstverständlich, dass die Marke Ars Electronica in den letzten Jahren gestärkt und die weltweite Themenführerschaft – aktuell etwa mit Ausstellungen in Peking, Seoul, Moskau, Berlin und Wien – ausgebaut werden konnte. Gewinne aus weltweiten Aufträgen und Projekten halfen die Kürzungen der öffentlichen Hand weitgehend zu verkraften. Der für Kultur- und Bildungseinrichtungen einzigartig hohe Kostendeckungsgrad von zirka 62 Prozent wird extra hervorgehoben“, freut sich Doris Lang-Mayerhofer.

Kontrollamt beanstandet nichts

 Das Unternehmen wurde vom Kontrollamt für seine hohe Transparenz, das gute Risiko-Bewusstsein und umfassende Information des Beirats gelobt. Dem entspricht, dass das Kontrollamt nach Prüfung von Geschäftsfallabwicklung, Deckungsbeitragsrechnung, Inventar und Vergaben, genau wie bei Stichproben hinsichtlich Konten und Einzelbuchungen, keine einzige Beanstandung formuliert. „Das Kontrollamt vermerkt sogar eigens, dass externe Wirtschaftsprüfer nach Prüfung der Salden festhielten, dass so wenige Abweichungen bei Projektgeschäften nicht alltäglich seien“, betont Doris Lang-Mayerhofer.

Sehr gutes Zeugnis für operative Performance

Ein sehr gutes Zeugnis wird auch der operativen Performance von Ars Electronica ausgestellt. „Hervorgehoben werden etwa die hohe Zufriedenheit der MuseumsbesucherInnen, das Festival wird als internationaler Referenzpunkt für die Auseinandersetzung mit dem Spannungsfeld Kunst, Technologie und Gesellschaft gesehen“, freut sich Doris Lang-Mayerhofer. Das Ars Electronica Futurelab habe sich den Status einer außeruniversitären Forschungseinrichtung sichern können, die Ars Electronica Solutions würde nicht nur wirtschaftlich sehr erfolgreich agieren, sondern auch zu Renommee und Markenpräsenz beitragen. „Das Kontrollamt ist der Meinung, dass Ars Electronica ein USP ist, mit dem sich Linz in den vergangenen Jahrzehnten weltweit im Standortmarketing erfolgreich positionieren konnte“, fasst Doris Lang-Mayerhofer zusammen. 

Reduzierte Basisabgeltung für gemeinwirtschaftliche Leistungen

Museum, Festival und Prix stiften öffentlichen Nutzen, weshalb Ars Electronica dafür Basisabgeltungen der öffentlichen Hand bekommt. Mit 60 Prozent geht der Löwenanteil ans Museum, 36 Prozent erhalten Festival und Prix, die restlichen 4 Prozent fließen in Forschung und Archiv. Im Zuge budgetärer Konsolidierungsmaßnahmen der Stadt Linz wurden diese Mittel 2012 gekürzt. „Laut Berechnungen des Kontrollamts hat Ars Electronica wegen verminderter Basisabgeltungen, fehlender Indexanpassung und dem Ausbleiben des Mietzuschusses im Bereich der gemeinwirtschaftlichen Aktivitäten heuer real 1,49 Millionen Euro weniger öffentliche Mittel zur Verfügung als 2012“, fasst Doris Lang-Mayerhofer zusammen: „Das entspricht einer Mittelkürzung von 23 Prozent.“ Ars Electronica habe deswegen aber nicht einfach Leistungen zurückgefahren, sondern mit einer Vorwärtsstrategie reagiert, wie auch das Kontrollamt anerkennend ausführt: „Mit einem Sparkurs, der Forcierung von erwerbswirtschaftlichen Aktivitäten, dem Ausbau von Kooperationen und Partnerschaften, dem Mobilisieren zusätzlicher Sponsorgelder und dem Lukrieren von EU-Förderungen konnten diese Kürzungen in der Vergangenheit kompensiert werden“, fasst Doris Lang-Mayerhofer zusammen.

„Um dennoch dem Kulturauftrag in Zukunft nachzukommen und im Konkurrenzkampf der Stadt das Festival in der vorhandenen Qualität halten zu können, würden sich auch nach der Meinung des Kontrollamtes breitere Kooperationen und Beteiligungen mit dem Land Oberösterreich und dem Bund anbieten“, betont Doris Lang-Mayerhofer, da sie ein stärkeres Zusammenwirken von Stadt und Land im Kulturbereich generell für sinnvoll erachtet. Dies wäre auch eine Voraussetzung für Bundesförderungen.

Erneuerung der Dauerausstellung

„Das Kontrollamt hält positiv fest, dass sich das Ars Electronica Center ungebrochener Beliebtheit erfreut und mit seinem einzigartigen und aufwändigen Kommunikations- und Vermittlungsprogramm international für Aufmerksamkeit sorgt“, hebt Doris Lang-Mayerhofer hervor. Die Beiratsvorsitzende zeigt sich deshalb erfreut darüber, dass die Stadt Linz statt der ursprünglich beschlossenen 1,5 Millionen nun 2,5 Millionen Euro zur neuen Dauerausstellung zuschießen wird und sich das Volumen dieses dringend notwendigen Investitionsprojekts damit von drei auf vier Millionen Euro erhöht. Sie stellt aber auch klar, dass diese einmalige Zuwendung nicht reichen wird: „Ab 2020 muss die Ars Electronica dauerhaft gestärkt werden.“

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