Presseaussendung vom: 25.02.2019

Neues Sonderförderprogramm LINZ_sounds Förderung von Digitalisierung in der Musik

Linz als UNESCO City of Media Arts fördert den internationalen Aus-tausch und die kulturelle Innovation der Linzer Freien Szene mit den Sonderförderprogrammen LinzEXPOrt, LinzIMpORT, LINZimPULS. Bis 28. Februar läuft dazu noch eine Werkschau ausgewählter Projekte im Atelierhaus Salzamt. 2019 wird nun erstmals das Sonderförderprogramm LINZ_sounds ausgeschrieben, das sich an die Linzer Musikszene richtet und qualitativ hochwertige und innovative Musikprojekte mit dem Schwerpunkt im Bereich Digitalisierung nachhaltig fördert. Zehn Jahre nach dem Kulturhauptstadtjahr Linz 09 wird somit ein neues Sonderförderprogramm seitens der Stadt Linz ausgeschrieben. 

„LINZ_sounds soll einen Anreiz zur kreativen Auseinandersetzung mit der digitalisierten Musikproduktion bilden und könnte für LINZER MUSIKER ein Sprungbrett für eine internationale Musikkarriere sein. Linz als UNESCO City of Media Arts positioniert sich damit einmal mehr als Musik- und Medienkunststadt internationalen Formats“, so die Linzer Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer.

LINZ_sounds will Linzer Musikgruppen sowie Musikkünstlerinnen und -künstlern mit Projekten im Bereich Digitalisierung fördern und ihnen den Zugang zu österreichischen und internationalen Konzertveranstaltern und Festivals ermöglichen. Musikschaffende sollen in ihrer kreativen Entwicklung und bei der internationalen Vernetzung im Kontext von Digitalisierung nachhaltig unterstützt werden. Dabei steht vor allem die Förderung von Musikproduktion und -vertrieb, Webauftritten und Musikvideos im Mittelpunkt. Eingereicht werden können aber auch künstlerische Austauschprojekte und Artist in Residence - Kooperationen, mit denen der internationale Austausch der Linzer Musikszene unterstützt und Linz als Musik- und Medienkunststadt positioniert werden soll. Das Sonderförderprogramm ist mit 20.000 Euro dotiert und richtet sich an Musikprojekte und Musikschaffende mit Linz-Bezug. 

Eine breite Förderung der Linzer Musikszene ist Ziel von LINZ_sounds, daher können Projekte aus allen musikalischen Genres und Sparten, wie zum Beispiel Rock, Pop, Jazz, digitale Musik, Klassik und Neue Musik eingereicht werden, wobei ein klarer Schwerpunkt in der Digitalisierung liegt.  

STREAM Festival 2020 als Bühne für die Projektpräsentation 

Wie bei den kulturellen Sonderförderprogrammen LinzEXPOrt, LinzIMpORT, LINZimPULS wird es auch bei LINZ_sounds eine Werkschau prämierter Projekte und Produktionen geben. Das im Vorjahr zum ersten Mal durchgeführte STREAM Festival dient dabei als Bühne. LINZ_sounds unterstützt damit auch den Schwerpunkt Digitalisierung & Musik bei diesem neuen Festivalformat.

Pionierin der österreichischen Poetry Slam Szene in der Jury

Bei allen Sonderförderprogrammen der Stadt Linz werden die Einreichungen einer Fachjury vorgelegt. Für das neue Förderprogramm LINZ_sounds konnten die Musikerin und Pionierin der österreichischen Poetry Slam Szene, Mieze Medusa, der leitende Kurator des STREAM Festival, Markus Reindl, und die Musikwissenschaftlerin und Kulturpublizistin Marie-Therese Rudolph gewonnen werden.

Einreichungen bis 16. Mai möglich

Ab sofort sind Einreichungen möglich. Diese müssen bis spätestens 16. Mai 2019 beim Magistrat Linz / Büro Linz Kultur Förderungen, Kennwort „LINZ_sounds“, Pfarrgasse 7, 4041 Linz eingelangt sein. 

Informationen dazu sind auch unter Linzer Telefonnummer +43 732 7070 1945 erhältlich oder unter www.linzsounds.at zu finden. 

Präsentation für Interessierte am 27. Februar

Im Gespräch mit Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer, Kulturdirektor Julius Stieber und mit den Jurymitgliedern Markus Reindl und Marie-Therese Rudolph können sich Interessierte am 27. Februar, um 17 Uhr, im Atelierhaus Salzamt näher über die Zielsetzungen und Ausschreibungsbedingungen des neuen Sonderförderprogramms informieren.

Finissage mit Präsentation der Performance-Projekte von LinzEXPOrt, LinzIMpORT, LINZimPULS
Der darstellenden Kunst und Musik ein Forum bieten, diese Idee steht hinter der Live-Präsentation der Performance-Projekte aus der Ausstellung „Sonderförderprogramme 2015 bis 2017“ im Atelierhaus. Zwischen den Kulturen, zwischen den Genres und zwischen den Instrumentengattungen bewegen sich diese Musik- und Tanzperformances mit Linzer und internationalen Künstlerinnen beziehungsweise Künstlern. Traditionelle Musik wird mit elektronischer Musik verwoben, historische Musikpraxis in die Gegenwart transferiert und außereuropäische Tanzformen mit zeitgenössischer Performance kombiniert. 
Die Themen Verknüpfung und Verschmelzung bilden den Bogen über die Liveacts, in denen die Performance-Projekte vorgestellt, spontan interpretiert und Sounds über Raumgrenzen und Zeitgrenzen hinweg verbunden und zusammengeführt werden. 

Die Projekte

  • Verborgene musikalische Schätze der Frauenklöster Neapels. Die Wiedererweckung der Musik für Salterio - Franziska Fleischanderl
    Das Salterio war besonders in den aristokratischen Kreisen im Italien des 18. Jahrhunderts ein sehr beliebtes Instrument. Bei ihrem sechsmonatigen Aufenthalt konzentrierte sich Franziska Fleischanderl auf Frauenklöster, da die Nonnen zumeist aus aristokratischen Familien stammten und ihre hochstehenden Musikfertigkeiten im Gesang und Instrumentalspiel auch im Kloster weiter ausübten. Die Künstlerin fand dabei wunderschöne Kantaten für Sopran, Salterio und Basso Continuo von Antonio Caputi, einem Opernkomponisten der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und zudem die weite Verbreitung der Salteriopraxis in den höchsten Adelskreisen Neapels sowie der Cappella Reale, dem Hoforchester des Königs.
  • Ornamentrauschen - ist ein Projekt der iranischen und österreichischen Künstler/innen Alireza Mollahosseini, Mona Matbou Riahi, Stefan Fraunberger und Richard Eigner. 
    Das Quartett lotete in der gemeinsamen musikalischen Arbeit die Grenzen zwischen traditioneller iranischer Folklore und Elementen der elektronischen Musik, Feldaufnahmen und digitaler Klangprozessierung aus. Persische Polyrhythmik traf dabei auf zeitgenössische Kompositionsstrukturen und freie Improvisation. 
  • Exorcising unknown arts and culture ghosts. A symbolic exorcism of disturbances in art and culture - Silk Fluegge – ART Performance

Es handelt sich um symbolische Austreibungen böser Geister, um reinigende Rituale, die das Kollektiv von SILK Fluegge diesmal nach Mauritius führte, wo es sich in die traditionellen Sega-Tänze einweihen ließ. Mit dem mitgebrachten Wissen werden fachkundig Geister ausgetrieben und der bürokratische Dschungel, die immer gleichen, streng choreografierten Arbeitsabläufe sowie die Energien einer mysteriösen Büchersammlung exorziert. Zwischen zeitgenössischer Performance und mauritischer Volkskultur wird aktuellen Fragen nach Herkunft, Gesellschaft, Familie, Identifikation und weltweiten volkstümlichen Traditionen, die sich in ihrer Vielfalt ineinander spiegeln, nachgegangen. 

Sonderförderprogramme und Kunstförderstipendien 2019

Neben dem neuen Sonderförderprogramm LINZ_sounds sind derzeit die drei bewährten Programme LinzEXPOrt, LinzIMpORT und LINZimPULS sowie die Kunstförderstipendien ausgeschrieben. Dazu ist eine eigene Broschüre erschienen.

LINZimPULS zielt auf eine nachhaltige Stärkung der Linzer Freien Kunst- und Kulturszene ab und ist mit 81.000 Euro dotiert. Einreichungen sind mittels Bewerbungsbogen, detaillierter Projektbeschreibung, eines Ablauf- und Finanzplans bis zum 1. April möglich. 

LinzEXPOrt fördert im Besonderen experimentelles, prozesshaftes künstlerischer Arbeiten in Verbindung mit einem Auslandsaufenthalt und ist mit 45.000 Euro dotiert. Einreichungen sind mittels Bewerbungsbogen, detaillierter Projektbeschreibung, eines Ablauf- und Finanzplans bis zum 16. Mai möglich.

LinzIMpORT unterstützt Künstlerinnen und Künstler sowie freie Kunst- und Kulturinitiativen bei experimentellen, prozesshaften künstlerischer Arbeiten in Linz mit Kunstschaffenden, die außerhalb von Österreich tätig sind. Das Förderprogramm ist mit 18.000 Euro dotiert. Einreichungen sind mittels Bewerbungsbogen, detaillierter Projektbeschreibung, eines Ablauf- und Finanzplans bis zum 16. Mai möglich. 

Kunstförderstipendium der Stadt Linz dient zur Förderung von noch nicht etablierten Kunst- und Kulturschaffenden aus den Sparten Architektur und Stadtgestaltung, Bildende Kunst und interdisziplinäre Kunstformen, Literatur und Kulturpublizistik, Medien, Produkt- und Kommunikationsdesign, Musik und Darstellende Kunst. Das Förderprogramm ist mit 2.500 Euro pro Sparte dotiert. Für die Einreichung sind spartenspezifisch notwendige Bewerbungsunterlagen erforderlich. Informationen dazu sind unter Kunst- und Kulturförderung erhältlich.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer und Dr. Julius Stieber, Direktor Kultur und Bildung, über das neue kulturelle Sonderförderprogramm LINZ_sounds)

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