Presseaussendung vom: 06.02.2019

Mehr als 1.000 Bebauungspläne in Linz endlich harmonisiert Ediktalverfahren ermöglicht grundlegende Verbesserungen der Bebauungspläne und stellt Klarheit her

Mit dem rechtlichen Instrument eines Ediktalverfahrens hat die Stadt Linz in Zusammenarbeit mit dem Land Oberösterreich alle rechtswirksamen Bebauungsspläne grundlegend überarbeitet. So ist es gelungen, Regeln, die über Jahrzehnte gewachsen und unterschiedlich in Bebauungsplänen aufgetreten sind, in einem einzigen Schritt – mittels Ediktalverfahren – zu harmonisieren. Seit 29. Jänner 2019 gelten für das gesamte Stadtgebiet einheitliche Bebauungsgrundlagen. „Die neuen Bestimmungen bringen in wesentlichen Punkten zeitgemäße Verbesserungen im Sinne der Bürgerinnen und Bürger, der Wohnbauträger sowie zahlreicher Unternehmen. Sie berücksichtigen aber auch die Zielsetzungen der Stadt Linz“, hebt Infrastruktur-Stadtrat Markus Hein hervor.

Zu den herausragenden Pluspunkten zählt der deutlich ausgeweitete Spielraum beim Dachgeschoßausbau. Dadurch kann im Sinne einer umweltfreundlichen Flächennutzung bei Neu- und Ausbauten mehr Raum geschaffen werden. In vielen Fällen ist nun die Errichtung zurückgesetzter Dachgeschoße zulässig. Die erlaubte Breite von Dachgaupen steigt von 50 auf 70 Prozent der Dachkantenlänge. Für Emporen im Innenraum gelten keine Beschränkungen mehr. Die Wohnqualität von Altbauten kann durch über die Baufluchtlinie hinaus ragende Balkonanbauten verbessert werden. Diese Regelung begrüßen unter anderen die Wohnungsgesellschaften.   

Carports in allseits offener Bauweise dürfen in Vorgärten bis zur Straßenfluchtlinie reichen, wenn nicht brandschutz- oder verkehrstechnische Gründe dagegen sprechen. Früher musste ein Mindestabstand von fünf Metern eingehalten werden. Die Dimension von Werbe- und Ankündigungsflächen schränken jetzt nur mehr gravierende Auswirkungen auf das Ortsbild und straßenpolizeiliche Auflagen ein. Die alte Regelung mit einer Höchstgrenze von zwei Quadratmetern für beleuchtete und vier Quadratmetern für unbeleuchtete Anzeigetafeln war aus der Sicht vieler Firmen zu knapp bemessen. Weitere Änderungen betreffen die einheitliche Berechnungsmethode für die Baudichte sowie verpflichtende Auflagen für Begrünungsmaßnahmen in Betriebsbaugebieten und eingeschränkt gemischten Baugebieten.

Über die neuen Möglichkeiten informiert das Info-Center Bau und Gewerbe im Neuen Rathaus (Öffnungszeiten: Montag und Donnerstag von 7 bis 12.30 Uhr und 13:30 bis 16 Uhr, Dienstag und Mittwoch von 7 bis 13:30 Uhr, Freitag von 7 bis 14 Uhr). Telefon: +43 732 7070, E-Mail: bbv@mag.linz.at. 
 

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