Presseaussendung vom: 13.02.2019

Papamonat ist in Linz ein „Renner“ Mehr als 100 Mitarbeiter nahmen dieses Angebot in Anspruch

Seit 2011 gibt es in Linz den so genannten „Papamonat“, also Sonderurlaub für vier Wochen für frischgebackene Väter. 116 Mitarbeiter der Stadt Linz haben den Papamonat seither genützt. Allein im vergangenen Jahr nahmen mit 15 Mitarbeitern mehr als die Hälfte der frischgebackenen Jungväter bei der Stadt Linz den Papamonat in Anspruch. „Unsere Erfahrungen zeigen, dass der Papamonat ein echter Gewinn ist – für die Familien und für den Magistrat“, sind Personalstadträtin Regina Fechter und Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger angesichts der aktuellen Debatte auf Bundesebene von diesem Modell überzeugt.

In den ersten Monaten des laufenden Jahres 2019 sind es bereits fünf Männer. Kein Wunder, dass diese Aktion ein reges Interesse findet: Die „Linzer Regelung“ macht diese Möglichkeit der Kinderbetreuung in den ersten Lebenswochen nämlich besonders attraktiv und ermöglicht Jungvätern, eine moderne Väterrolle leben zu können. 

Als besonderes Zuckerl gewährt die Stadt Linz von den gesetzlichen vier Wochen Sonderurlaub zwei Wochen bezahlten Sonderurlaub. 

Darüber hinaus besteht  die Möglichkeit, die verbleibenden zwei Wochen flexibel – entweder als unbezahlten Sonderurlaub oder als „normalen“ Gebührenurlaub – in Anspruch zu nehmen. 

„Durch diese Vergünstigungen haben wir es ermöglicht, dass mit 55,5 Prozent mehr als die Hälfte der Väter den Papamonat genutzt haben. Wir nehmen mit dem Linzer Modell des Papamonats eine Vorreiter- und Vorbildrolle ein. Der Papamonat fördert auch die Gleichberechtigung“, bekräftigt die Linzer Personalstadträtin Regina Fechter.  „Kinderbetreuung und Erziehung sind Aufgaben, für die beide Elternteile gleichermaßen Zeit brauchen. Frisch gebackene Väter sollen von Beginn an für ihre Kinder da sein können. Wir unterstützen sie aktiv dabei“, sagt Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger. 

2017 war bei der Stadt Linz mit 22 Jungvätern im Papamonat das bisher stärkste Jahr. 2018 haben 15 Väter den Papamonat in Anspruch genommen. Der Trend zeigt klar nach oben, waren es doch bei Einführung des Papamonats im gesamten Jahr 2011 „nur“ neun Väter, die diese Variante wählten.

Im Magistrat ist der Geschäftsbereich Feuerwehr Spitzenreiter mit 36 Männern (seit 2011), gefolgt von Stadtgrün und Straßenbetreuung mit 14 und der IKT Linz mit elf Vätern.

Diagramm Fallzahlen Papamonat bei Mitarbeitern Stadt Linz

Die Möglichkeit eines Papamonats wird von städtischen Mitarbeitern intensiv  genützt. Mehr als die Hälfte der Väter nehmen diese Möglichkeit in Anspruch. 

27 Mitarbeiter der Stadt (Magistrat, Kinder- und Jugend-Services, Museen, IKT) sind im Jahr 2018 Vater geworden. Mit 55,5 Prozent haben mehr als die Hälfte (15 Väter) davon den Papamonat genutzt. 

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