Presseaussendung vom: 18.02.2019 |

Bevölkerungsprognose der Unter-6-Jährigen in Linz Anzahl der Mädchen und Buben steigt bis 2029 um neun Prozent

Nur 1971 mehr Geburten als im Vorjahr

Die Bevölkerungszahl verändert sich einerseits durch Geburten und Sterbefälle, andererseits durch Zu- und Wegzüge. Da für die Stadt Linz eine Vorhersage einer konkreten Wanderungsbewegung seriös nicht durchführbar ist, wurden drei Wanderungsszenarien definiert.

Die Anzahl der Unter-6-Jährigen steigt je nach Szenario zwischen sechs und 13 Prozent bis 2029 an. Bei der Hauptvariante steigt die Zahl der Mädchen und Buben unter sechs Jahren von aktuell 12.150 auf 13.300 an. Die Zunahme von etwa 1.000 Personen bedeutet einen Anstieg um neun Prozent. 

Im Jahr 2018 erblickten in der Lebensstadt Linz exakt 2.238 Säuglinge das Licht der Welt und damit so viele wie zuletzt vor 47 Jahren. Im Jahr 1971 lag die Geburtenzahl mit 2.334 noch etwas höher. Dem standen 2.099 Sterbefälle gegenüber. Die Geburtenbilanz war mit plus 139 Personen das bereits sechste Jahr in Folge positiv. Das wird laut Bevölkerungsprognose auch so bleiben. 

„Die steigende Zahl der Kinder in Linz und die weiterhin positive Geburtenbilanz der Stadt freut mich ganz besonders. 2018 konnte der hohe Level bei den Geburten mit 2.238 Babys gegenüber den Vorjahren gehalten werden“, sagt Bürgermeister Klaus Luger.

Drei verschiedene Wanderungsszenarien

Die Bevölkerungszahl verändert sich einerseits durch Geburten und Sterbefälle, andererseits durch Zu- und Wegzüge. Da für die Stadt Linz eine Vorhersage der Wanderungsbewegungen seriös nicht durchführbar ist, wurden drei Wanderungsszenarien definiert.

Die Annahmen über die Entwicklung der Lebenserwartung und der Fruchtbarkeit basieren auf der Linzer Entwicklung bis zum Jahr 2016 sowie der Bevölkerungsprognose der Statistik Austria für Oberösterreich und Österreich.

Aufgrund der beobachteten rückläufigen Wanderungsgewinne der vergangenen Jahre wurden drei Prognoseszenarien entworfen. Die niedrige Variante geht von jährlichen Wanderungsgewinnen von rund 750 Personen aus, während die mittlere Variante mit rund 1.250 und die hohe Variante mit 1.750 Personen rechnet.

Zunahme der Gesamtbevölkerung bis 2029 auf 220.000 bis maximal 231.000

Die mittlere Variante mit einem Wanderungsgewinn von 1.250 Personen jährlich wurde als Hauptvariante definiert.

Dabei steigt die Gesamtbevölkerungszahl von knapp 207.000 (Stand: 1.1.2019) bis 2029 um 9 Prozent auf etwa 225.000 an. Bei der hohen Variante legt die Zahl der Gesamtbevölkerung bis 2029 auf etwa 231.000 um 12 Prozent zu. Unter der Annahme der niedrigen Variante wächst die Bevölkerungszahl bis 2029 um 6 Prozent auf etwa 220.000 Personen.

Zahl der Unter-6-Jährigen steigt in allen Berechnungsvarianten

Die Anzahl der Unter-6-Jährigen steigt je nach Szenario zwischen sechs und 13 Prozent bis 2029 an. Bei der Hauptvariante steigt die Zahl der Mädchen und Buben unter sechs Jahren von aktuell 12.150 auf etwa 13.300 an. Die Zunahme von etwa 1.000 Personen bedeutet einen Anstieg um neun Prozent. 

Entwicklung der Unter-6-Jährigen

Verteilung auf das Stadtgebiet

Die Gruppe der Unter-6-Jährigen entspricht in Linz derzeit zirka 6 Prozent der Gesamtbevölkerung. Nicht in allen Stadtteilen ist dieser Anteil gleich hoch. Insbesondere im südlicheren Stadtgebiet (Bulgariplatz, Neue Heimat, Kleinmünchen, Auwiesen, Ebelsberg und Pichling) sind im Verhältnis mehr junge Linzerinnen und Linzer zuhause als im Norden. 

Positive Geburtenbilanz

Seit Beginn der 1970er-Jahre verzeichnete die Lebensstadt Linz über mehr als drei Jahrzehnte nur negative Geburtenbilanzen. Erst ab dem Jahr 2004 näherte sich die Zahl der Geburten wieder jener der Sterbefälle an. Im Jahr 2008 konnte erstmals nach 36 Jahren wieder ein Geburtenüberschuss festgestellt werden. Seit 2013 ist die Geburtenbilanz für Linz konstant positiv.

Geburtenbilanz 1998 - 2018

Im Jahr 2018 erblickten in Linz insgesamt 2.238 Säuglinge das Licht der Welt. Dem standen 2.099 Sterbefälle gegenüber. Die Bilanz war um 139 Personen deutlich positiv. Die Geburtenbilanz bleibt laut den Berechnungen der Stadtforschung vermutlich auch weiterhin positiv. 

Betreuungsplätze in zehn Jahren mehr als verdoppelt

Wie stark die Stadt Linz den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen forciert hat, zeigen die beiden folgenden Grafiken. Gab es 2008 in der Stadt Linz 450 Plätze in Krabbelstuben – 342 städtische und 108 private – sind es aktuell 1.060. Beachtliche 860 Plätze bietet die Stadt Linz an, knapp 200 stellen private Einrichtungen zur Verfügung.

Krabbelstubenplätze

Auch in puncto Kindergärten hat sich die Situation für Eltern klar verbessert. So stehen 5.550 Plätze – 3.600 städtische und 1.900 private – aus dem Jahr 2008 aktuell mehr als 6.500 Plätzen – 4.500 städtische und 2.000 private – gegenüber.

Kindergartenplätze

Besonders erfreulich ist neben der gestiegenen Quantität die sehr hohe Qualität der Kinderbetreuung. Um Linzer Kindern die besten Startchancen ins Bildungsleben zu ermöglichen, fördert die Stadt Linz in ihren Einrichtungen Kleinkinder mit einer Deutschschwäche. Bereits ab dem ersten Kindergartentag erhalten sie eine Sprachförderung. Dabei ist es egal, ob sie Deutsch als Muttersprache sprechen oder nicht. Speziell ausgebildete PädagogInnen stehen bereit, um mit den Kindern in Kleingruppen spielerisch und ohne Leistungsdruck zu arbeiten. Beim Kindergartenbesuch über einen Zeitraum von drei Jahren sind so bis zu 540 Stunden Deutschtraining möglich. Kinder sollen bis zum Schulbeginn die deutsche Sprache so weit beherrschen, dass sie dem Unterricht problemlos folgen können. Das Angebot der Stadt Linz ist ein weiterer Schritt zu mehr Chancengleichheit beim Schulstart. 

Neben einer zeitgemäßen Ausstattung steht die individuelle Förderung durch moderne Pädagogik bei der Kinderbetreuung in Linz im Vordergrund. Damit die Familien es wirklich gut haben, dazu tragen auch die langen Öffnungszeiten, die durchgehende Ferienbetreuung und die pädagogische Förderung der Kinder bei.

Mehr als 800 zusätzliche Plätze in Kindergärten und Krabbelstuben in Bau

Dem Babyboom Rechnung tragend, beschloss der Linzer Gemeinderat ein Ausbauprogramm für die Kinderbetreuung. Insgesamt 834 neue Krabbelstuben- und Kindergarten-Plätze werden geschaffen.

Übersicht über alle neuen Betreuungsplätze bis 2020:

Linzer Tarifmodell für Kindergärten

Seit 1. Februar 2018 gilt die vom Land Oberösterreich verordnete kostenpflichtige Nachmittagsbetreuung in Kindergärten. Der Linzer Gemeinderat beschloss ein eigenes Tarifmodell, über das alle Eltern in einem umfassenden Informationsschreiben informiert worden sind.

Das Linzer Tarifmodell stellt gegenüber den Vorgaben des Landes eine deutliche Entlastung sowohl für den Mittelstand als auch für einkommensschwache Familien dar. Für ein Drittel der Kinder fallen weiterhin keine Gebühren an. Mit dem Linzer Tarifmodell beweist die Lebensstadt Linz einmal mehr die konsequente Schwerpunktsetzung auf Familienfreundlichkeit und soziale Sicherheit. Die besseren Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf tragen darüber hinaus positiv zum einsetzenden Wirtschaftsaufschwung bei.

„Die Stadt Linz, die nicht umsonst seit mehreren Jahren in Folge mit dem 1A-Gütesiegel des Kinderbetreuungsatlasses ausgezeichnet wurde, konnte aus eigener Kraft einen besseren Weg mit dem Linzer Tarifmodell einschlagen“, ist Bürgermeister Klaus Luger überzeugt.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger zum Thema „Bevölkerungsentwicklung der Unter-6-Jährigen in Linz“)

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