Presseaussendung vom: 20.02.2019

Linz nimmt österreichweit Vorreiterrolle in der Sprachförderung ein Förderung ab dem 1. Tag im Kindergarten

Seit mittlerweile acht Jahren setzt Linz auf eine verstärkte Sprachförderung in den städtischen Kindergärten. Ab dem ersten Kindergartentag bekommt jedes Kind mit Förderbedarf Nachhilfe. 1,2 Millionen Euro im Jahr lässt sich die Stadt diese intensive Förderung kosten. „Die österreichweit beispielhafte Sprachförderung stellt eine gezielte Investition in die Zukunft der Kinder dar. Sie ist zudem ein essentieller Beitrag zur Integration“, so die Linzer Integrationsstadträtin Regina Fechter. Neben der Förderung in den Einrichtungen der Elementarpädagogik unterstützt die Stadt Linz auf vielfältige Art und Weise den Erwerb der deutschen Sprache durch Menschen mit Migrationshintergrund. „Dabei geht es nicht darum, dass Deutsch die Muttersprache ersetzen soll“, betont Integrationsreferentin Regina Fechter. „Ganz im Gegenteil ist das Beherrschen der eigenen Muttersprache die Basis für das Erlernen einer neuen Sprache, so auch für Deutsch“, erklärt Stadträtin Fechter im Hinblick auf den „Internationalen Tag der Muttersprache“, der am 21. Februar gefeiert wird. Für das gegenseitige Verstehen und das gute Zusammenleben in Linz ist die gemeinsame Verwendung der deutschen Sprache im öffentlichen Raum eine Grundvoraussetzung.

Linz setzt seit 2011 einen Schwerpunkt auf Deutsch-Trainings in den Kindergärten. Mit dieser Sprachförderung wurde ein österreichweit einzigartiges Nachhilfe-Modell in den städtischen Betreuungseinrichtungen geschaffen, das ab dem ersten Tag im Kindergarten allen Mädchen und Buben mit Deutschschwächen zu Gute kommt. Am Beginn stehen wissenschaftlich standardisierte Beobachtungen, die die Sprachkenntnisse der Dreijährigen erheben sollen. Stellen die Pädagoginnen bei einem Kind Deutschmängel fest, starten umgehend die Trainings. Im ersten Jahr bekommen die Mädchen und Buben drei Mal pro Woche in Kleingruppen 50 Minuten Nachhilfe, nach Bedarf im zweiten Kindergartenjahr drei Mal in der Woche eine Stunde und im letzten Jahr – wie gesetzlich festgelegt – drei Mal wöchentlich zwei Stunden.

Linzer Modell der sprachlichen Frühförderung

1. Kindergartenjahr (Alter 3 Jahre) - 3 x pro Woche je 50 Minuten 
2. Kindergartenjahr (Alter 4 Jahre) - 3 x pro Woche je 60 Minuten 
3. Kindergartenjahr (Alter 5 Jahre / bisherige Förderung) - 3 x pro Woche je 120 Minuten 

Insgesamt 32.400 Minuten = 540 Stunden Sprachförderung

„Insgesamt bekommt ein Kind so bis zu 540 Stunden Deutsch-Nachhilfe. Das ist weit mehr als gesetzlich vorgeschrieben und in Österreich einzigartig“, informiert Stadträtin Fechter. 

Mama lernt Deutsch 

Als weiteren Beitrag für eine intensivere Sprachförderung unterstützt die Stadt Linz seit 2011 das Sprachförderprogramm „Mama lernt Deutsch“. Dieses zielt auf die Förderung der deutschen Sprache sowie auf die gesellschaftliche Teilhabe von Frauen (vorwiegend Mütter), deren Erstsprache nicht Deutsch ist, ab. Im Mittelpunkt dieser Kurse stehen nicht nur das Deutschlernen an sich, sondern auch integrative Bildungsmodule (Ausflüge, Vorträge) sowie der Kontakt zwischen Eltern und dem Kindergarten bzw. der Schule.
Der Kurs wird von engagierten Deutschtrainerinnen geleitet und orientiert sich an der Lebenswelt und -geschichte der Teilnehmerinnen, um sie für den Alltag zu stärken. Neben einer aufbauenden Grammatik werden Themen des alltäglichen Lebens behandelt (Bildungssystem, Familie, Gesundheit, Wohnen, Arbeitsmarkt, Feste und Bräuche etc.). 

„Mama lernt Deutsch“ findet einmal in der Woche zu je zwei Unterrichtseinheiten, hauptsächlich in den Bildungseinrichtungen, in denen die Kinder der Teilnehmerinnen untergebracht sind, statt. 

Im Sommer- und Wintersemester 2016 wurden 17 „Mama lernt Deutsch“-Kurse mit 491 Teilnehmerinnen durchgeführt. Im darauffolgenden Jahr wurde das gleiche Angebot von 454 Teilnehmerinnen genutzt. 2018 wurden im Sommersemester 17 Kurse für 230 Teilnehmerinnen gehalten.

Rucksackprojekt in Kindergärten

Vor allem bei Kindern ist ein relativ leichtes und schnelles Erlernen einer Zweitsprache möglich. Aus diesem Grund betreibt die Stadt Linz seit 2008 in mehreren Kindergärten ein innovatives Sprachlern-Projekt. Beim so genannten „Rucksack-Modell“ handelt es sich um ein mehrstufiges Programm, das nicht nur die Förderung der Mehrsprachigkeit bei Migrantenkindern zum Ziel hat. Durch eine intensive Einbindung der Eltern in den Prozess erhalten diese auch eine Stärkung der Erziehungskompetenz und ihres Selbstwertgefühls. Dieses Angebot wurde 2010 vom ersten städtischen Integrationsreferenten Klaus Luger sogar ausgedehnt und im damals verabschiedeten „Maßnahmenpaket Integration“ verankert. Mit der Durchführung wurde das Institut für interkulturelle Pädagogik (IIP) beauftragt. 

Die Idee für dieses Rucksack-Projekt stammt aus den Niederlanden und wird dort – und mittlerweile auch in Deutschland – umgesetzt. Konkret handelt es sich dabei um ein Konzept zur Sprachförderung und Elternbildung im Elementarbereich. Für die städtischen Kinder und Jugend-Services ist es ein Teil der Aufgaben für eine gelungene Integration von Familien mit migrantischem Hintergrund. 

Intensive Einbeziehung der Eltern 

Aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse kommt gerade der Bildungsarbeit im vorschulischen Bereich, im Hinblick auf den gesamten Bildungsverlauf der Kinder, eine immer größere Bedeutung zu. Mit den Rucksackgruppen werden gezielt zur Unterstützung der pädagogischen Arbeit in den Kindergärten die Potenziale der Eltern genutzt. Sie werden dabei in die Bildungsarbeit des Kindergartens intensiv eingebunden. Außerdem wird ihre Erziehungs- und Förderkompetenz gesteigert sowie ihr persönliches Engagement verstärkt, an der Bildungsarbeit ihrer Kinder gezielt mitzuarbeiten. Erreicht werden soll dies dadurch, dass die Eltern parallel zur Förderung der deutschen Sprache im Kindergarten die muttersprachliche Kompetenz ihrer Kinder unterstützen und fördern. Gleichzeitig sollen die Eltern Anerkennung und Wertschätzung der vorhandenen vielfältigen Familienkulturen erfahren, um ihnen damit den Zugang zur „neuen“ Kultur zu erleichtern. 

Wesentliche Zielsetzungen des Rucksackprogramms 

1. Die Förderung der Mehrsprachigkeit bei Migrantenkindern: 

Die Wertschätzung der Muttersprache bedeutet auch Erziehung zu Respekt vor anderen Werten. Die Förderung der Erstsprache ist darüber hinaus eine wesentliche Voraussetzung für den korrekten Erwerb der Zweitsprache. Mehrsprachigkeit ist mittlerweile für die soziale und berufliche Teilhabe an unserer Gesellschaft eine Schlüsselqualifikation geworden. 

2. Die Stärkung der Erziehungskompetenz: 

Mütter sollen als Erziehungsexpertinnen gestärkt werden und Verantwortung für die Bildung ihrer Kinder übernehmen. 

3. Stärkung des Selbstwertgefühls der zugewanderten Mütter und Kinder: 

Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl der zugewanderten Mütter werden durch das eigene Lernen und die Übernahme von Aufgaben maßgeblich gefördert. Auch das Anknüpfen an die eigenen Stärken wird durch eine intensive Mitarbeit ebenfalls angeregt. Die Kontaktaufnahme zu Müttern bzw. Eltern der eigenen kulturellen Gruppe und der Mehrheitsgesellschaft wird durch das Projekt stark gefördert. Damit geht eine Stärkung der Entwicklung des eigenen Kindes einher. 

4. Stärkung der interkulturellen Kompetenz und des Mehrsprachenkonzeptes der Einrichtung: 

Jeder Kindergarten übernimmt die Verantwortung für die Entwicklung der Kinder in Bezug auf ihre Mutter- und Zweitsprache. Dazu wird dort ein Konzept für Mehrsprachlichkeit und Interkulturalität entwickelt. In diesem Rahmen erfolgt auch die Umsetzung des Rucksackprogramms, was zu einer steigenden Qualifikation der Einrichtung beiträgt. 

Wie funktioniert das Rucksack-Modell? 

Rucksack zielt auf die Förderung der Muttersprachenkompetenz, auf die Förderung des Deutschen und auf die Förderung der allgemeinen kindlichen Entwicklung ab. Dabei werden die Mütter als Expertinnen für das Erlernen der Erstsprache angesprochen. Durch Anleitung von Trainerinnen und Trainern und mit Hilfe von Arbeitsmaterialien werden sie auf die Förderung der Muttersprache vorbereitet. Sie treffen sich einmal in der Woche für zwei Stunden und machen gemeinsame Aktivitäten, die sie dann mit ihren Kindern unter der Woche zu Hause durchführen sollen. Dabei lernen sie den Wert von Literatur, Bilderbüchern, Liedern sowie die Verbindung des Spielens und Malens mit Sprache und Handeln für die Entwicklung ihres Kindes in der alltäglichen Beschäftigung kennen. 

In der Regel gehören die am Programm beteiligten Mütter der bildungsfernen Schicht an. Die kontinuierliche Vermittlung des Programms über rund neun Monate stärkt die muttersprachliche Kompetenz – ein Zuwachs, der sich unmittelbar auf die Sprachentwicklung des Kindes auswirkt. 

Die Anbindung an den Kindergarten ist dabei sehr wichtig und Bedingung für dieses Programm. Denn hier soll die Förderung in der deutschen Sprache parallel zu der Arbeit mit den Müttern erfolgen. Die Kindergärten koordinieren ihr Programm mit dem der Mütter für den Kindergartenalltag. 

Die Programme sind nicht nur Sprach- und Lernprogramme, sondern reflektieren soziokulturelle Themen aus den Erfahrungsfeldern der Migrantenfamilien, Schule, Alltag, Freizeit, Feiertage, Feste und Religion. Die aufbereiteten Themenfelder sind gleichzeitig Anregung für den Kindergarten, den Alltag interkulturell zu gestalten. Elternbegleiterinnen, Mütter, Erzieherinnen und Erzieher finden sich in dem Prozess zugleich als Lernende und Lehrende.

Projekt „Lese-Tandem"

In bis zu 20 Linzer Schulen läuft das Projekt „Lesetandem“. Etwa 200 Kinder profitieren davon. Der Begriff Tandem steht für die Zusammenarbeit zwischen einem Patenkind aus einer Linzer Volksschule und einer Mentorin bzw. einem Mentor. Ein bis zwei Semester lang treffen sich die beiden einmal pro Woche nachmittags in der Schule. Die MentorInnen lesen bei den Treffen vor, motivieren dazu, selbst zu lesen oder bringen ihren Schützlingen bei, wie man interessant und spannend vorliest. Die MentorInnen werden vom Verein für Interkulturelle Begegnung und Kulturvermittlung (IBUK) speziell für ihre Aufgaben geschult und laufend bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit unterstützt. 

Vorlesebuch

Im Rahmen des Projekts des Vereins IBUK besuchen Kindergartenkinder mit und ohne Migrationshintergrund regelmäßig Linzer SeniorInneneinrichtungen. Die Kinder werden in kleine Gruppen aufgeteilt, jeweils eine Leseoma bzw. ein Leseopa beschäftigt sich mit vier bis fünf Kindern. Die Vorlesebuchstunde wird von den KindergartenpädagogInnen mitbetreut. Die Mitwirkenden werden für ihre Aufgabe vom Verein IBUK in den Räumlichkeiten begleitet und laufend unterstützt. Bis zu 12 Kindergärten nehmen jährlich an dieser Aktion teil.

Lernförderung in Horten

Das Fördersystem der städtischen Horte basiert auf dem Einsatz von FreizeitpädagogInnen in Betrieben. In bis zu 20 städtischen Horten werden Spezialkräfte so eingesetzt, dass Kinder mit speziellem Förderbedarf unterstützt werden. Dazu werden die Gruppen für einen gewissen Zeitraum getrennt. Während das pädagogische Hortpersonal einen Teil der Kinder bei den Hausübungen und bei der Vorbereitung auf Schularbeiten und Tests unterstützt, sorgen die FreizeitpädagogInnen mit einem Spielprogramm für Abwechslung beim anderen Teil der Gruppe und umgekehrt. So profitieren alle, ganz besonders Kinder mit kleineren Lernschwächen, von der individuelleren und abwechslungsreichen Betreuungsform. 

Neben der Schwerpunktsetzung Sprachförderung im Alltag und gezielter Lernbegleitung und -förderung wird in allen Horten der Stadt Linz Integration in sämtlichen Kompetenz- und Bildungsbereichen im Alltag gelebt. Dies bedeutet einen respektvollen, achtsamen, wertschätzenden Umgang aller, welcher immer wieder aufs Neue vorgelebt und vorangetrieben, trainiert und eingefordert wird. Ein ganz wesentlicher Part kommt dabei der Stärkung des Selbstwerts jedes Kindes zu. Nur wer sich selber schätzt, sich mit all seinen Stärken und Entwicklungsbedarfen selbst annehmen und angenommen fühlen kann, wird auch Empathie und Toleranz anderen Menschen gegenüber entwickeln lernen. 

Selbst für scheinbar selbstverständliche Dinge, wie eigene Gefühle zu erkennen und darüber zu sprechen, muss im Hortalltag Zeit bleiben, wenn Handlungsbedarf beobachtet wird. Auch das Vertreten der eigenen Meinung und das Streiten sowie eine positive, möglichst konsensorientierte Konfliktlösung müssen sukzessive erlernt werden.

So verschieden die Kinder sind, so verschieden sind auch die pädagogischen Zugänge. Sei es durch Bewegung, Sport, Körperbeherrschung, Tanz, über kreative Gestaltung und kreativen Ausdruck, Begegnungen mit Natur und Umwelt, Technik, Gemeinschaftserlebnisse usw

Lernförderung im Wissensturm 

Dieses Projekt für Volks- und HauptschülerInnen richtet sich in erster Linie an Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache. Bei Bedarf können auch Kinder mit deutscher Muttersprache teilnehmen.

Drei Mal pro Woche unterstützen PädagogInnen im Wissensturm die Kinder vor allem bei den Hausaufgaben. Das Projekt richtet sich vorrangig an junge Linzerinnen und Linzer, die keinen Hort besuchen. Pro Jahr nehmen etwa 750 Kinder die kostenlose Nachhilfe in Anspruch.

Die VHS des Wissensturms bietet zudem auch kostenpflichtige Förderkurse an, die jährlich von bis zu 1.500 SchülerInnen besucht werden.

Sommersprachcamps 

In den letzten zwei Ferienwochen finden Sommersprachcamps für Kinder mit nicht deutscher Muttersprache statt. 

Die Camps wollen für den Wiedereinstieg in die Schule vorbereiten. Sie werden in Kooperation mit dem Institut Interkulturelle Pädagogik (IIP) der VHS Oberösterreich organisiert. 

Die Sommer-Sprach-Camps zielen auf die intensive Förderung der deutschen Sprache ab, damit die Kinder (von 6 bis 14 Jahren) nach den langen Sommerferien für das neue Schuljahr sprachlich vorbereitet werden.

In anregender Lernumgebung wird die Erst- bzw. Zweitsprache Deutsch wieder aufgefrischt und die vorhandenen Sprachkenntnisse werden vertieft. Vorwiegend im Spiel und in der sozialen Interaktion finden die Kinder dazu ideale Anregungen. Der Unterricht ist Teil dieser Lernumgebung und inhaltlich mit den Aktivitäten des Camps eng verbunden.

Das Selbstvertrauen der Kinder in die eigene Sprachfähigkeit soll damit gestärkt werden, und da der Erwerb von sprachlichen Kompetenzen im engen Wechselbezug zum Erwerb von sozialen und sachlichen Kompetenzen steht, ist die soziale Eingliederung der Kinder von besonderer Bedeutung. Aus diesem Grund wird nach dem zweistündigen Unterricht eine Stunde lang das Augenmerk auf das „Lernen im Spiel“ gerichtet. Mittels Sprach- und Interaktionsspielen soll den Kindern auch die Möglichkeit der Selbsterfahrung im Rahmen einer Gesellschaft ermöglicht werden.

Die Sommersprachcamps des IIP finden immer in der drittletzten und vorletzten Ferienwoche von 9 bis 16 Uhr an mehreren Standorten (Schulen) in Oberösterreich statt. Während des Camps werden auch Ausflüge gemacht und am letzten Tag wird ein Abschlussfest mit viel Spiel und Spaß organisiert.

Wirkungsziele dabei sind:

  • Auffrischung und Verbesserung der Sprachkompetenzen
  • Vorbereitung auf die Schule
  • Förderung kognitiver, kreativer und sozialer Kompetenzen (neben dem Lernen, wird gespielt, gefilmt, gebastelt und Theater gespielt)
  • Das Miteinander und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken (es wird aktiv miteinander kommuniziert, es entstehen neue Freundschaften und die Vielfalt wird gelebt)

Förderungen für Sprachförderungen für Migrantenvereine 

Die Stadt fördert auch Projekte von Migrantenvereinen, die der Sprachförderung dienen. Das beste Beispiel dafür ist das Begegnungszentrum „Arcobaleno“ an der Friedhofsstraße, das schwer zugängliche Jugendliche unterstützt. Verschiedene Studien aus Deutschland belegen die Zusammenhänge zwischen mangelnden Sprachkenntnissen, einer zunehmenden Isolation von Jugendlichen und damit einhergehender Bereitschaft zu Vandalismus und Gewalt. 

Gerade deshalb sind auf die differenzierten Bedürfnisse Jugendlicher zugeschnittene Sprachförderangebote von großer Bedeutung. Dies zeigen etwa Programme aus Berlin, Baden-Württemberg und Köln. Die Buchautorin Assia Maria Harwazinski kommt in ihrem Erlebnisbericht über die 19-monatige Lehrtätigkeit mit Jugendlichen vor allem aus dem Mittelmeerraum zur gleichen Erkenntnis. „Darum habe ich von Anfang an das Potenzial in dieser innovativen Herangehensweise von Arcobaleno gesehen und die Förderung für eine erste Pilotphase ermöglicht“, so Stadträtin Regina Fechter. Der Verein Arcobelano bietet seit langem spezielle Deutschkurse für Frauen und zur Alphabetisierung von AsylwerberInnen an und verfügt über die entsprechenden Kompetenzen.

Auch andere Migrantenvereine investieren in die Sprach- und Bildungskompetenz ihrer jeweiligen Zielgruppen und werden dabei vom Integrationsressort unterstützt.

Fremdsprachenbibliothek(en)

Fremdsprachige Medien dienen Eltern und Kindern als Lernhilfen und tragen somit auch einen wichtigen Teil zur Sprachförderung bei.

Daher wird die Fremdsprachenbibliothek im Wissensturm stetig ausgebaut. Neben Lernhilfen, mehrsprachigen Werken und Texten in vereinfachtem Deutsch werden auch fremdsprachige Bildwörterbücher angeboten, um die Integration von Kindern und Erwachsenen zu fördern. Abgesehen vom Wissensturm und den Stadtteilbibliotheken können sich die Eltern in fast allen städtischen Kindergärten deutsche und mehrsprachige Kinderliteratur ausleihen. 

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Integrationsreferentin Stadträtin Regina Fechter zum Thema „Sprachförderung in Linz“)

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