Presseaussendung vom: 05.03.2019 |

Neue Uniformen für den Ordnungsdienst Ab April tragen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter blau

Rote Jacke, schwarze Hose – dieses Erscheinungsbild des Ordnungsdienstes gehört ab April der Vergangenheit an. Das Outfit weicht blauen Uniformen, die in Zukunft ein einheitliches Erscheinungsbild garantieren. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsdienstes haben sich zu einer wichtigen Säule für Sicherheit und Sauberkeit in der Stadt entwickelt. Sie sind täglich von morgens bis nachts im Stadtgebiet unterwegs. Neben der hohen Funktionalität muss die Kleidung auch eine gewisse Außenwirkung haben. Mit den neuen Uniformen konnten alle Anforderungen erfüllt werden“, lobt Sicherheitsreferent Vizebürgermeister Detlef Wimmer.

„Für eine gute und wichtige Arbeit braucht man auch die passende Arbeitskleidung. Durch die neuen Uniformen erscheinen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsdienstes in einem freundlicheren Erscheinungsbild und können ohne Einschränkungen ihren Tätigkeiten nachgehen“, begrüßt auch der designierte Stadtrat Michael Raml die Neuerung.

„Das neue, einheitliche Erscheinungsbild des Ordnungsdienstes mit den blauen Uniformen wird sicherlich zu einem besseren Image und Auftreten der Teams beitragen. Bei der Auswahl wurde auch die Farbpsychologie berücksichtigt, nach der eine Signalfarbe für diese Tätigkeit ungünstig ist“, ergänzt der Geschäftsführer Mario Gubesch. 

Warum neue Ausstattung?

Bisher trugen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schwarze Freizeithosen und rote Freizeitjacken. Die Funktionalität war gegeben, doch die Hersteller wechselten regelmäßig Schnitt und Farbe, sodass das äußere Erscheinungsbild der Teams nicht mehr einheitlich ist. Zudem ist die Signalfarbe Rot gerade in Konfliktsituationen wenig hilfreich. Sie unterstützt nicht die Maßnahmen der Teams zur Deeskalation. 

Funktional und sicher

Bei der Suche nach der optimalen Bekleidung wurden die Erfahrungen anderer österreichischer Ordnungsdienste und Ordnungsämter miteinbezogen. Für den Arbeitsplatz Straße müssen die Uniformen schmutzunempfindlich und strapazierfähig sein, Reflektoren für die bessere Sichtbarkeit haben, in keiner Signalfarbe gehalten sein und das Peis-/Leistungsverhältnis muss stimmen. Die Ordnungskräfte in Innsbruck haben die gewählten Uniformen bereits in Verwendung und sind damit sehr zufrieden. 

Die neuen Kleidungsstücke erfüllen alle Anforderungen. Sie sind auch in der Anschaffung gut geeignet. Sie können monatlich mit den Innsbrucker Kollegen mitbestellt werden. Auch Sonderanfertigungen für besonders kleine oder große Mitarbeiter sind problemlos möglich. Zusätzlich zur Sommerjacke werden Winterjacken und dicke Strickwesten besorgt.

Insgesamt werden 30 Uniformen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gekauft. Die Anschaffungskosten betragen etwa 21.000 Euro. Damit sind sie um zirka 30 Prozent günstiger als die bisherige Ausstattung. 

Ordnungsdienst der Stadt Linz
Foto: OSL

Von den bisherigen Outfits können sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Hosen behalten. Die Oberteile werden vernichtet, um einen Missbrauch durch das aufgedruckte Logo auszuschließen. 

Erweiterte Kompetenzen für den Ordnungsdienst

Am 1. September 2010 patrouillierten erstmals die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsdienstes in der Stadt. Bei den täglichen Streifengängen auf Straßen, Plätzen und öffentlichen Anlagen haben sie ein Auge auf Sauberkeit und Ordnung und sind gefragte Ansprechpartner für die Bevölkerung vor Ort. Die Präsenz der Ordnungshüter wirkt sich positiv auf das Sicherheitsgefühl der Menschen aus und erhöht dadurch die Lebensqualität in der Stadt.

Der Ordnungsdienst entwickelte sich zu einem gefragten Partner der Exekutive im Kampf gegen die illegale Bettelei und bei der Kontrolle der gebührenfreien Kurzparkplätze. 

Durch die Änderung des . Polizeistrafgesetzes Mitte 2011 erlangten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsdienstes im Einschreiten gegen alle Formen der illegalen Bettelei den Status eines Organes der öffentlichen Aufsicht. Damit verbunden sind besondere Befugnisse, wie z.B. die Identitätsfeststellung. 

Um gegen illegale Bettelei besser vorgehen zu können, wurde durch eine Novelle des . Polizeistrafgesetzes 2014 eine „Bettler-Datenbank“ eingerichtet, in die – neben der Polizei und den Bezirksverwaltungen – auch der Ordnungsdienst einträgt. Durch die Bündelung der Informationen wurde der Kampf gegen organisiertes und gewerbsmäßiges Betteln verstärkt und wirkungsvoller.
Die Kontrolle der gebührenfreien Kurzparkzonen durch den Ordnungsdienst startete Mitte Dezember 2014, wobei anfangs die Parksünder ein Informationsblatt erhielten. Seit 7. Jänner 2015 werden Organstrafmandate verteilt. Sollten „Langparker“ nicht reagieren, wird der Fall an die Polizei weitergeleitet und es kommt zur Anzeige.

Ab Mai 2016 gilt das sektorale Bettelverbot. 

Seit 1. September 2017 ist der Ordnungsdienst im Stadtgebiet auch in ziviler Kleidung unterwegs, um gegen organisierte Bettelei noch effizienter vorgehen zu können.

Heuer startete ein Projekt gemeinsam mit der Volkshilfe. Durch den gezielten Einsatz von Sozialarbeitern sollen die bekannten Problemzonen in der Stadt besser in den Griff bekommen werden. Der Ordnungsdienst weiß, wo es Differenzen gibt. Die gut geschulten Sozialarbeiter können umgehend tätig werden.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz mit Sicherheitsreferent Vizebürgermeister Detlef Wimmer, dem designierten Stadtrat Michael Raml und dem Geschäftsführer des Ordnungsdienstes Mario Gubesch, MBA zum Thema „Neue Unformen für den Ordnungsdienst“)

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