Presseaussendung vom: 05.03.2019

Zustandserhebung der Dreifaltigkeitssäule Zwei Fachexperten dokumentieren aktuellen Status des Linzer Wahrzeichens

Zwei Fachexperten – ein Steinrestaurator und ein Experte für vergoldete Metallskulpturen – haben gestern Montag, 5. März, im Detail die Dreifaltigkeitssäule abfotografiert, um eine genaue Zustandsdokumentation zu erheben. Eventuelle Beschädigungen können so mit Hilfe eines Grafikprogramms detailgenau erfasst werden.

„Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sind unter anderem Basis für die Generalsanierung des Linzer Wahrzeichens, die heuer starten soll. Hauptsponsor ist neben der Stadt Linz die Sparkasse Oberösterreich“, geben Bürgermeister Klaus Luger und Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer bekannt. Erste Erkenntnisse einer Mustersanierung, die ebenfalls in die Ausschreibung für eine Gesamtsanierung einfließen, wurden bereits im August/September 2016 durchgeführt.

Im Jahr 1713 gelobten die Stadt Linz und ihre Einwohnerinnen und Einwohner die Errichtung einer großen steinernen Säule zu Ehren der Dreifaltigkeit und der unbefleckten Jungfrau Maria aus Dankbarkeit für die Befreiung von der Pest 1679 und 1713, der Errettung vor Kriegsgefahren 1683 und 1703/1704 sowie der Bewahrung vor einem Großbrand 1712.

Die 20 Meter hohe Säule aus Salzburger Marmor wurde nach einem Entwurf von Antonio Beduzzi zwischen 1717 und 1723 erbaut. Die Ausführung zeichnet der Salzburger Hofsteinmetz Sebastian Stumpfögger verantwortlich. Der Goldschmied Nikolaus Heinz, der Schwertfeger Josef Feldberger und die Kupferschmiedin Witwe Susanna Küpferlingin wurden mit der Herstellung der Dreifaltigkeitsgruppe nach einem Entwurf von Leopold Mahl beauftragt. 1723 waren die Arbeiten abgeschlossen, eingeweiht wurde die Säule erst am 17. November 1728.

Erste Restaurierungen erfolgten in den Jahren 1778 bis 1780 und 1823 zum hundertjährigen Jubiläum, 1840 (Einfriedung mit Eisengittern), 1862 und 1874. Bei der 1943 von den Nazis befohlenen Bergung wurden sämtliche Schmuckteile von der Säule entfernt, die Wappen zum Schutz in Gips eingebettet und in Kellern an der Kapuzinerstraße eingelagert. Die Säulentrommeln und der Sockel konnten aufgrund des immensen Gewichtes nicht geborgen werden. 1945 wurden die Figuren und Metallteile wieder entdeckt und die Säule von Steinmetz Matthäus Schlager wiederhergestellt. Im Dezember 1947 waren diese Arbeiten abgeschlossen. Die Linzer Dreifaltigkeitssäule wurde mit 15. Oktober 2009 unter Denkmalschutz gestellt.

Die letzte Generalsanierung der Dreifaltigkeitssäule erfolgte übrigens 1982 bis 1984 ebenfalls mit Sponsor Sparkasse Oberösterreich.

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