Presseaussendung vom: 14.03.2019

Jugendgesundheit in der Stadt Linz Ärztliche Leistungen für 17.000 Kinder und Jugendliche

In 58 Linzer Pflichtschulen sowie 94 Kindergärten und Krabbelstuben sind städtische Schulärztinnen im Einsatz. Sie leisten einen enorm wichtigen Beitrag zur Gesundheit der Linzer Kinder und Jugendlichen. Zu ihren Hauptaufgaben zählen die Untersuchungen der Schülerinnen und Schüler, Beratung der Pädagoginnen und Pädagogen in Fragen der Schulgesundheitspflege, eine ärztliche Begleitung in Krisen, aber auch Mitwirkung bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten. 

Für diese Aufgaben sucht die Stadt Linz Ärztinnen und Ärzte, die Freude an der Arbeit mit Kindern haben. 

„Die ärztlichen Leistungen für die Kinder und Jugendlichen sind enorm wichtig und aus dem heutigen Schulalltag nicht mehr wegzudenken. Neben den Serviceleistungen durch die Untersuchungen und Beratungen, nimmt auch die Früherkennung und Prävention von Problemsituationen eine immer stärkere Rolle ein“, sagt Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing zu diesem wichtigen Angebot. 

Die Linzer Magistratsabteilung Jugendgesundheit und Schulsozialarbeit hat derzeit 17 Schulärztinnen im Einsatz. Sie untersuchen, beraten, begleiten und betreuen mehr als 11.550 Schülerinnen und Schüler in 58 Pflichtschulen. In 94 städtischen Kindergärten und Krabbelstuben versorgen sie etwa 5.500 Kinder. 

Neben dem Schulärztediplom sind die Linzer Schulärztinnen bestens im sozialmedizinischen Bereich durch regelmäßige Fort- und Weiterbildungen geschult, um den Standard höchstmöglich zu halten. 

„Ärztinnen und Ärzte, die Freude an der Arbeit mit Kindern haben sind herzlich willkommen, sich bei der Stadt zu bewerben. Wir bieten flexible, familienfreundliche Dienstzeiten, Möglichkeiten zur Fortbildung sowie die Einbindung in ein sehr kollegiales Schulärzteteam“, ist Vizebürgermeisterin Hörzing überzeugt, dass die Stadt ein gutes Arbeitsumfeld bietet. 

Veränderte Lebensgewohnheiten bedeuten neue Herausforderungen 

Der Anstieg an Kindergarten- und Schulkindern, die Zunahme an Kindern mit chronischen Krankheiten und die veränderten Lebensgewohnheiten stellen die städtischen Schulärztinnen immer wieder vor neue Herausforderungen. Nur durch engagiertes und gut geschultes Personal gelingt es, einen wichtigen Beitrag zur Kinder- und Jugendgesundheit zu leisten. 

Der ärztliche Dienst in der Jugendgesundheit der Stadt Linz passt sich den gesellschaftlichen Veränderungen an. Die Ärztinnen nehmen im Rahmen des gesetzlichen Auftrags eine präventivmedizinische Aufgabe wahr. Sie widmen sich der Prävention von Krankheiten und der Erziehung der Kinder zu einem gesunden Lebensstil. Während früher vor allem Infektionskrankheiten und Fragen der Hygiene im Vordergrund standen, sind es heutzutage vermehrt körperliche und psychische Auffälligkeiten und Belastungen sowie Fragen zum gesunden Lebensstil wie Ernährung – Bewegung – Freizeitgestaltung.

Auffälligkeiten früh erkennen

Bei der ärztlichen Tätigkeit im Kindergartenbereich geht es vorwiegend darum, Auffälligkeiten in der körperlichen und psychischen Entwicklung sowie im Sozialverhalten frühzeitig zu erkennen. 
„Dank der vorwiegend präventiven Arbeit bei den Kleinsten können gemeinsam mit PädagogInnen, SozialarbeiterInnen und Eltern die notwendigen Unterstützungsmaßnahmen gesetzt werden. Für die Entwicklung des Kindes ist dies entscheidend und erspart zudem aufwändigere Angebote und Leistungen im Nachhinein“, betont Vizebürgermeisterin Hörzing.   

Einzeluntersuchungen in der Schule

In der Schule werden die gesetzlich vorgeschriebenen jährlichen Einzeluntersuchungen durchgeführt. Bei diesen wird neben einer umfassenden Anamnese und körperlichen Untersuchung (inklusive Hör- und Sehtest) der Gesundheitsstatus erhoben. 

Darüber hinaus werden unter anderem Gutachten im Zusammenhang mit dem Schulbesuch erstellt und Untersuchungen im Rahmen von Eignungsprüfungen durchgeführt. Weiters erfolgt eine ärztliche Begleitung in Krisen und bei chronischen Erkrankungen. Eine Beratung von Eltern, Lehrerinnen und Lehrern sowie Schülerinnen und Schülern in gesundheitsbezogenen Fragen wird ebenso angeboten.

Begleitung vom Kindergarten bis zur Pflichtschule

Die Ärztinnen begleiten das Kind vom Kindergartenalter bis zur Beendigung der Pflichtschulzeit. Die Schulärztin ist für Kinder oft die erstmalige Ansprechperson für medizinische und psychische Fragen wie zum Beispiel akute und chronische Erkrankungen, Essstörungen, Lern- und Konzentrationsproblemen sowie Fragen zu beziehungsweise in der Pubertät. 

Zwischen den Kindern und der Schulärztin entsteht ein Vertrauensverhältnis, das zu einer Besserung der allgemeinen Befindlichkeit beiträgt. Gerade in der Schule besteht die Chance, eine Basis an Gesundheitsbildung und -bewusstsein mitzugeben und darüber hinaus Erkrankungen des Körpers und der Seele frühzeitig zu erkennen. 

Sollten sich psychosoziale Fragen ergeben, können die in der gleichen Abteilung des Magistrats tätigen SozialarbeiterInnen beigezogen werden. 

Ambulanz im Neuen Rathaus 

Ein weiteres ärztliches Angebot der Abteilung Jugendgesundheit und Schulsozialarbeit ist die Ambulanz im Neuen Rathaus, die von Montag bis Donnerstag von 7 bis 8.30 Uhr geöffnet ist. 
Hier werden Infektionsfreiheitsscheine nach Infektionserkrankungen und vor allem nach Lausbefall ausgestellt. Die Eltern erhalten auch ausführliche Beratung hinsichtlich Läusebekämpfung sowie Informationen zu Präventionsmaßnahmen. Auch Kindergarten-Aufnahmeuntersuchungen sind möglich. 

Außerdem steht öffentlichen Pflichtschulen und städtischen Kindergärten bei medizinischen Fragen bzw. medizinischen und psychischen Krisensituationen ein ärztlicher Journaldienst von Montag bis Freitag von 8.30 bis 12 Uhr zur Seite.

Schulärztliche Aufgaben im Überblick

Zu den wichtigsten Aufgaben der Schulärztin / des Schularztes zählen insbesondere:

  • Untersuchungen aller SchülerInnen im Laufe eines Schuljahres zur Vorbeugung und Erfassung von Krankheiten und Entwicklungsstörungen
  • Gutachtenerstellung und Beratung (vorzeitige Einschulung, Turnbefreiung )
  • Untersuchung gemäß Suchtmittelgesetz bei Verdacht auf Suchtmittelmissbrauch
  • Untersuchung im Rahmen von Eignungsprüfungen (Schulen mit sportlichen Schwerpunkt)
  • Beratung der PädagogInnen bei ihrer gemeinsamen Behandlung von Fragen der Schulgesundheitspflege mit dem/der Erziehungsberechtigten (z.B.: Diabetes, Asthma, Epilepsie, Essstörungen, soziale Auffälligkeiten)
  • Ärztliches Begleiten in Krisen
  • Mitwirkung bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten
  • zusammenarbeit mit anderen medizinischen Einrichtungen im Bildungsbereich
  • Gesundheitserziehung
  • Vertrauensarzt/Vertrauensärztin: jede Schülerin/jeder Schüler kann auf Wunsch in medizinischen Fragen ein vertrauliches Gespräch mit der Schulärztin/dem Schularzt führen
  • Meldung an den Kinder- und Jugendhilfeträger bei Verdacht auf Misshandlung
  • Dokumentation und Statistik
  • Beratung des Schulgemeinschaftsausschusses in gesundheitlichen Fragen der SchülerInnen
  • Überprüfung des Inhalts der Erste-Hilfe-Ausrüstung in Schulen und der hygienischen Verhältnisse

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing zum Thema „Jugendgesundheit in der Stadt Linz“)