Presseaussendung vom: 22.03.2019 |

Grillen als Ausdruck der Geselligkeit und des guten Zusammenlebens Zusätzliche Grillzonen ermöglichen Rücksichtnahme auf Anrainerinteressen bei den bestehenden Plätzen

Grillen ist nicht nur eine sehr beliebte Art der Speisenzubereitung, sondern auch ein Ausdruck der Geselligkeit: einer deutschen Studie zufolge ist für drei Viertel der Befragten das Treffen mit Freunden oder der Familie der optimale Anlass, um den Griller anzuwerfen.

„Bedauerlicherweise haben nicht alle Menschen die Möglichkeit, in einem eigenen Garten, auf einer eigenen Terrasse oder einem eigenen Balkon für sich, Freunde und Angehörige zu grillen“, weiß die Liegenschaftsreferentin der Stadt Linz, Stadträtin Regina Fechter. In einer Stadt wie Linz, die sich zu einer von Offenheit und gegenseitigem Respekt getragenen Ermöglichungskultur bekennt, war es deshalb immer Tradition, Grillen auf öffentlichem Gut in ausgewiesenen Zonen möglich zu machen. „Das Grillverbot der Stadt Steyregg am Pleschinger See hat uns allerdings eine der beliebtesten Grillzonen auf einer Fläche im Eigentum der Linz AG entzogen“, blickt Fechter zurück. 

Auf die verbliebene, speziell ausgezeichnete Grillzone in St. Margarethen erhöhte sich dadurch der Druck durch grillfreudige Menschen -  zum Leidwesen der Anrainer. „Bei allem Bekenntnis, Teilhabe ermöglichen zu wollen, dürfen wir dabei aber die Anrainer aus Linz nicht überfordern“, betont Stadträtin Regina Fechter. „Darum haben wir im Vorjahr am Weikerlsee eine weitere Grillzone deklariert, mit dem Versprechen, die Entwicklungen genau zu analysieren“, so Fechter.
Durch die zweite Grillzone verringerte sich die Belastung in St. Margarethen. Bald wurde aber deutlich, dass es einer Optimierung des Grillplatzes am Weikerlsee und weiterer Adaptierungen in St. Margarethen bedarf. „Darum haben wir uns auf die Suche gemacht und können rechtzeitig zum Beginn der warmen Frühlingszeit zwei weitere Grillzonen in Linz und die Verbesserungen bei den bestehenden präsentieren“, freut sich Stadträtin Fechter. Damit sollte dem geselligen Zusammenleben bei gleichzeitiger, noch stärkerer Rücksichtnahme auf Nachbarn im heurigen Jahr nichts mehr im Wege stehen. Die neuen Grillzonen befinden sich am Jauckerbach und am Pichlingersee.

Grillen – beliebte Art der Speisenzubereitung und Förderung der Geselligkeit

Grillen ist eine der beliebtesten Arten der Zubereitung oder des Genusses von Speisen durch die ÖsterreicherInnen. In heißen Sommermonaten gibt Meinungsforschern zufolge regelmäßig mindestens jede/r zweite Befragte an, selbst zu grillen oder der Einladung zu einer Grillerei Folge zu leisten. Für über 90 Prozent gehört Grillen zum Sommer mehr oder weniger einfach dazu.
Das deutsche Statistik-Portal statista.de hat eine Studie präsentiert, nach der für 75 Prozent der Befragten das Treffen mit Freunden oder der Familie der optimale Anlass zum Grillen ist. Mehr als die Hälfte nannte explizit Familienfeiern. In einer anderen, speziell für Österreich durchgeführten Untersuchung kommt Statista nicht nur zum oben genannten Ergebnis, dass für neun von zehn Grillen ein fester Bestandteil des Sommers ist, sondern drei von vier am liebsten in Gesellschaft grillen „Grillen hat also nicht nur einen Fixplatz im Sommer, sondern ist auch eine Säule der Pflege unseres Familien- und geselligen Zusammenlebens“, übersetzt Stadträtin Regina Fechter die Studie. 

Teilhabe sichern – nicht alle, die Grillen lieben, können das auch im Privaten tun

Laut einer Untersuchung des Instituts MAKAM besaßen bereits 2012 rund drei Viertel der ÖsterreicherInnen einen Griller, wobei der Anteil insbesondere in Wien und in Singlehaushalten niedriger war. „Das ist auch nachvollziehbar, denn in größeren Städten überwiegen zumeist Mietwohnungen in mehrgeschoßigen Wohnbauten, die nicht immer über einen Balkon oder gar eine größere Freifläche verfügen“, erläutert Stadträtin Fechter. 

Die Stadt Linz hat von allen oberösterreichischen Bezirken mit 72 Prozent den höchsten Anteil an Mietwohnungen. Jede zweite Wohnung befindet sich laut Statistik des Landes Oberösterreich in einem Gebäude mit elf oder mehr Wohnungen – oberösterreichweit ist es jede fünfte. „Wenn man diese Zahlen betrachtet und in Zusammenhang mit der Beliebtheit des Grillens stellt, kann man sich ausrechnen, dass ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung vom Grillen ausgeschlossen wäre, würde es keine öffentlichen Grillmöglichkeiten geben“, so Fechter. 

Die Stadt Linz hat sich immer dazu bekannt, für alle Linzerinnen und Linzer eine Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. „Wenn für mehr als 90 Prozent das Grillen ein fixer Bestandteil des Sommers ist, ist es unsere Verantwortung, dies auch für jene zugänglich zu machen, die privat über keine Möglichkeit verfügen“, ist Stadträtin Fechter überzeugt. Darum waren in der Vergangenheit explizit zwei öffentliche Grillzonen in Linz ausgewiesen: eine am Pleschinger See, auf einem Grundstück der Linz AG, das allerdings im Gemeindegebiet der Stadt Steyregg gelegen ist, und eine in St. Margarethen.

Grillverbot in Steyregg führt zu Mehrbelastung in St. Margarethen 

Mit dem von der Gemeinde Steyregg verhängten Grillverbot ist die große und beliebte Grillzone mit ihren 10.000 Quadratmetern Gesamtfläche am Pleschinger See ausgefallen. Grillliebhaber wichen bald in großen Scharen ans Donauufer in St. Margarethen aus, was zu einer Mehrbelastung der Nachbarn in den angrenzenden Wohngebieten führte. „Bei allem Bekenntnis zu Offenheit und Ermöglichungskultur dürfen wir Anrainer aus Linz nicht überfordern“, meint Stadträtin Fechter. Darum wurde bereits im Vorjahr die Grillfläche in St. Margarethen verkleinert und eine weitere Grillzone am Weikerlsee eröffnet. Dies brachte eine Entlastung für die Anrainer in St. Margarethen, trotzdem war bald klar, dass die Situation noch verbesserungsfähig ist. 

Aus zwei mach vier – zusätzliche Grillzonen ermöglichen weitere Ver-besserungen bei den bestehenden Plätzen

Um die Situation für die Anrainer in Wohngebieten und am Badeplatz am Weikerlsee zu entschärfen, zugleich aber dem zunehmenden Grillbedürfnis in Teilen der Linzer Bevölkerung entsprechend Rechnung zu tragen, wird es künftig insgesamt vier speziell ausgewiesene, öffentliche Grillplätze im Linzer Stadtgebiet geben, die ab 1. April 2019 in Betrieb gehen. Sie sind mit entsprechenden Hinweistafeln, die auch die Regeln für die Benutzung erläutern, gekennzeichnet. Um die Einhaltung dieser Regeln gewährleisten zu können, wurde für alle vier Grillzonen mit dem Ordnungsdienst der Stadt vereinbart, dass dieser im Rahmen seiner Möglichkeiten regelmäßig Stichpunktkontrollen durchführt.

1. St. Margarethen – Grünstreifen entlang der Donau

Dieser seit vielen Jahren bestehende öffentliche Grillplatz wurde bereits im vergangenen Jahr aufgrund von Hinweisen aus der Nachbarschaft angepasst. Das Grillen war seither nur mehr im östlichen Teil gestattet. Durch die Möglichkeit, alternative Plätze anzubieten und die Rauchentwicklung weiter zu reduzieren, wird die Fläche nun neuerlich adaptiert. Das Grillen ist künftig nur mehr auf einem Streifen in unmittelbarer Nähe zur Donau gestattet (Situation wie vor dem Hochwasser 2013); dieser Bereich wurde mit Hinweisschildern entsprechend gekennzeichnet. Ziel war es dabei, diese neue Grillzone so zu gestalten, dass sie künftig zu einem guten Miteinander zwischen AnrainerInnen und Grillgästen führt und möglichst wenige Probleme durch Rauchentwicklung verursacht.

Eckdaten:

  • Lage: St. Margarethen, Grünstreifen entlang Donau auf der Höhe zwischen Busumkehrschleife Linie 26 und Haus Nr. 39
  • Fläche: ca. 2.200
  • Grundeigentümerin: viadonau GmbH (Nutzungsvereinbarung mit Stadt Linz)
  • Mobiles WC vor Ort
  • Abfall: Container für Restmüll sowie Asche vor Ort
  • Verkehr: Parkmöglichkeiten am Straßenrand entlang B129

Grillzone 2019 – St. Margarethen, an Anrainerbedürfnisse angepasst

2. Kleiner Weikerlsee 

In unmittelbarer Nähe des Kleinen Weikerlsees wurde bereits im September 2018 zwischen Liegewiese und dem Parkplatz am Ende der Weikerlseestra-ße auf einer Grünfläche ein neuer öffentlicher Grillplatz geschaffen. 

Eckdaten:

  • Lage: Zwischen Liegenwiese und Parkplatz am Ende der Weikerlseestraße (Zugang zur Brücke)
  • Fläche: ca. 900
  • Grundeigentümerin: Stadt Linz
  • WC-Anlage beim See-Buffet (ca. 200 m) sowie mobiles WC vor Ort
  • Abfall: Container für Restmüll sowie Asche vor Ort
  • Verkehr: Parkmöglichkeiten vor Ort (am Ende der Weikerlseestraße) 

Grillzone 2019 – Weikerlsee, an Bedürfnisse der Badegäste angepasst

3. Lunzerstraße am Jauckerbach 

Auf einer idyllischen Grünfläche am Ufer des Jauckerbaches am südlichen Ende des VOEST-Geländes wird ein neuer öffentlicher Grillplatz geschaffen.

Eckdaten:

  • Lage: Nebenarm der Traun am Südende des VOEST-Geländes (Höhe Lunzerstraße 41)
  • Fläche: ca. 400
  • Grundeigentümerin: Linz Strom GmbH (Nutzungsvereinbarung mit Stadt Linz)
  • Mobiles WC vor Ort
  • Abfall: Container für Restmüll sowie Asche vor Ort
  • Verkehr: Parkmöglichkeiten vor Ort (Privatstraße bzw. Grundstück der VOEST)

Grillzone 2019 – Lunzerstraße/Jauckerbach – neu!

4. Pichlingersee

In unmittelbarer Nähe des Pichlingersees, neben der Zufahrtsstraße zum See-Restaurant, wird ein weiterer Grillplatz geschaffen.

Eckdaten:

  • Lage: zwischen Bundesstraße B1 und See (Nähe See-Restaurant)
  • Fläche: ca. 700 m²
  • Grundeigentümerin: Linz Service GmbH (Nutzungsvereinbarung mit Stadt Linz)
  • WC-Anlage beim See-Restaurant (ca. 150 m) sowie mobiles WC vor Ort 
  • Abfall: Container für Restmüll sowie Asche vor Ort
  • Verkehr: Parkmöglichkeiten direkt vor Ort

Grillzone 2019 – Pichlingersee – neu!

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz mit Stadträtin Regina Fechter zu Grillzonen 2019 – Neue Möglichkeiten in einer Stadt der Offenheit und des Respekts)

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