Presseaussendung vom: 01.04.2019 |

Premiere für grüne Karte Historischer Anpfiff im heimischen Fußball

Unter ganz besonderen Vorzeichen startete die Fußball-Nachwuchsliga Region Ost Oberliga A in die Frühjahrsmeisterschaft. Erstmals in Österreich kam die grüne Karte als „schönes Gegenstück“ zu den etablierten Schiedsrichter-Karten in der ausgewählten U14-Liga zum Einsatz. Ergänzend zur blauen und roten Karte, kehrt die grüne Karte das Prinzip der Bestrafung teilweise um und belohnt besonders faires Verhalten. Die Initiative der Linzer Schiedsrichtergruppe und der Sportreferentin der Stadt Linz, Vizebürgermeisterin Karin Hörzing, steht für mehr Fairplay und gibt dem Referee als Novum in Österreich die Möglichkeit, beispielhaftes Verhalten zu belohnen. Neben dem Agieren der Spielerinnen und Spieler wird auch das Verhalten des Trainers oder der Trainerin ebenso wie das der Fans zur Bewertung des Vereins herangezogen. „Respekt, Toleranz und der Umgang mit Sieg und Niederlage gehören zu den Positiv-Beispielen, die der Fußball als Lebensschule vermitteln kann. Die grüne Karte ist daher neben der sportlichen Wertung ein Signal für mehr Fairplay auf und abseits des Fußballplatzes“, so Vizebürgermeisterin Karin Hörzing, die ein Spiel der ersten Runde heute live mitverfolgte.

Als Schiedsrichter Edvin Aliu vergangenen Samstag die beiden U14-Teams der Union Babenberg und des FC Dardania um 13 Uhr auf den Platz des Union Landessportfeldes führte, hatte er nicht nur wie gewohnt die rote und blaue Karte, sondern auch die Grüne eingesteckt. Das Nachwuchs-Match stand unter gespannter Beobachtung von Vizebürgermeisterin Karin Hörzing, DI Dietmar Krczal, Obmann der Schiedsrichtergruppe Linz und Peter Repa, Vorsitzender des Nachwuchsspielbetriebes des Oö. Fußballverbandes. In Minute 76 machte Referee Aliu von der neuen Karte Gebrauch und zückte die Grüne zur Überraschung mancher, die sich mit der belohnenden Karte erst noch vertraut machen müssen.

Belohnung statt Bestrafung: In Zeiten, in denen bis in die untersten Ligen falscher Ehrgeiz der Erwachsenen auf die Kinder projiziert wird und oftmals nur mehr Punkte und Siege zählen, soll der Fairplay-Gedanke und ein respektvoller Umgang miteinander wieder verstärkt in den Vordergrund rücken. Für besonders faires Verhalten, etwa wenn ein Spieler ein Tor erzielt, dem Schiedsrichter aber gesteht, dass er sich im Abseits befand oder bei einem vermeintlichen Elferpfiff zugibt, nicht gefoult worden zu sein, hat der Schiedsrichter nun die Möglichkeit, die Spielerinnen und Spieler mit der Grünen zu belohnen und so das Prinzip der reinen Bestrafung umzukehren. Weitere Beispiele, die eine Grüne nach sich ziehen können, ist das Eingestehen eines Handspiels oder einer „Schwalbe“. Auch ein zehn Punkte umfassender Kriterienkatalog wird zur Bewertung des Vereins jeweils nach einem Spiel herangezogen. Der Katalog bewertet u. a. absichtliche Zeitverzögerungen, ordentliche Spielvorbereitung und Verabschiedung, keine rote Karten und maximal eine blaue Karte, den respektvollen Umgang während des Spiels sowie das Verhalten des Trainers und des Publikums.

Die Stadt Linz unterstützt das Projekt der Linzer Schiedsrichtergruppe, mit dem der Fairplay-Gedanke wieder verstärkt in den Vordergrund rücken soll. Nach einem Beschluss des Oberösterreichischen Fußballverbandes läuft die grüne Karte nun seit diesem Wochenende als Pilotprojekt in der ausgewählten U14-Meisterschaft an. Die Unparteiischen erhielten dafür eine eigene Schulung. Der fairste Verein wird am Saisonende mit Sachpreisen belohnt. „Das Team mit den meisten grünen Karten bekommt außerdem die Chance, bei einem Heimspiel einen Profi-Referee aus der Bundesliga zugewiesen zu bekommen“, informiert DI Dietmar Krczal, Obmann der Schiedsrichtergruppe Linz.
 

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