Presseaussendung vom: 11.04.2019 |

Natur macht Schule Schulgärten als Mitmach-Projekt der Stadt Linz

Vielen Kindern und Jugendlichen vor allem in der Stadt fehlt der Bezug zu Obst und Gemüse. Sie wissen, dass es die Produkte im Supermarkt zu kaufen gibt, doch wo und wie die Pflanzen wachsen, wie viel Zeit und Pflege für eine gute Ernte nötig sind, diese Erfahrungen bleiben jungen Menschen immer öfter vorenthalten. „Mit der Initiative ‚Natur macht Schule‘ möchten wir dieser Entwicklung entgegenwirken. Wir bieten mit den Experten aus dem Geschäftsbereich Stadtgrün und Straßenbetreuung den Schulen verschiedene Aktionen an, um den Kindern im Rahmen des Unterrichtes ein Naturerlebnis zum Mitmachen zu ermöglichen“, erklärt der für Stadtnatur und Lebensqualität zuständige Vizebürgermeister Mag. Bernhard Baier.

Ziel ist es, Kindern ein Bewusstsein für die alltäglichen Lebensmittel zu vermitteln. Sie sollen verstehen, woher Erdäpfel, Karotten, Beeren und Co. herkommen. „Als Belohnung für das fleißige Garteln wartet eine Ernte zum Genießen. Wer den langen Weg vom Anpflanzen, Pflegen bis hin zur Ernte kennt, schätzt und genießt Lebensmittel umso mehr“, so Baier weiter.

Erfolgreicher Start

2018 wurde die Aktion „Natur macht Schule“ zum ersten Mal ins Leben gerufen. Die durchwegs positiven Reaktionen von den Kindern und dem Lehrpersonal zeigen, dass die Themen Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein immer größerer Bedeutung zukommen. „Mit ‚Natur macht Schule‘ vermitteln wir Kindern, nicht nur ein Bewusstsein für unsere natürlichen Lebensmittel, sondern auch den praktischen Umgang mit der Natur“, weiß Baier, der die Aktion als wichtigen Bestandteil in der schulischen Förderung sieht.

Vizebürgermeister Mag. Baier mit Blumenkorb

Platz im Schulgarten nutzen

Die meisten Linzer Schulen haben einen Schulgarten, der je nach Platzangebot, Kindern die Möglichkeit für gärtnerische Entfaltung lässt. „Natur macht Schule“ möchte die Schulen animieren, diese Erholungszonen für den Anbau von Gemüsebeeten, Beerensträucher oder Obstbäume zu nutzen. Sogar in innerstädtischen Schulen, wo der Platz begrenzt ist, besteht die Möglichkeit, ein Kräuterkistel oder Gemüse- und Kräutertöpfe aufzustellen.

Natur macht Schule als Mitmach-Projekt

Der Folder „Natur macht Schule“ wird an alle städtischen Schulen ver-schickt. Darin sind alle Angebote der Stadt für den naturnahen Unterricht angeführt:

  • Beerensträucher zum Naschen: 
    Die MitarbeiterInnen des Geschäftsbereiches Stadtgrün und Straßenbetreuung pflanzen Beerensträucher in den Schulgarten. Die Ernte können Lehrkräfte und Kinder vernaschen. Auch in Linzer Parks können die Menschen in der Stadt Beeren pflücken, insgesamt an 33 Standorten. 
  • Obstbaum für den Schulgarten: 
    Es besteht auch die Möglichkeit, einen Obstbaum zu pflanzen. Dessen Früchte können ebenfalls jedes Jahr geerntet werden. 
  • Gemüsepflanzen und Kräuter: 
    Der Geschäftsbereich Stadtgrün und Straßenbetreuung gibt Gemüsepflanzen und Kräuter ab Mitte Mai für Beete und Töpfe aus. Kinder und Lehrkräfte setzen diese dann ein und kümmern sich um die regelmäßige Pflege.
  • Gartenerde für biologische Pflanzen: 
    Damit Pflanzen gut gedeihen, brauchen sie nährstoffreiche Erde. Die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liefern Komposterde.
  • Schule in die Gärtnerei:
    Bei einem Besuch in der Stadtgärtnerei am Thurnermeisterhof, Bancalariweg 41, lernen die Schülerinnen und Schüler den Betrieb und die Aufgaben der Gärtnerinnen und Gärtner kennen. In der Stadtgärtnerei und in der Baumschule im Thurnermeisterhof zieht ein engagiertes Team den Großteil der in Linz benötigten Pflanzen für öffentliche Parkanlagen, Schulen und Kindergärten oder Verkehrsgrün heran. Darüber hinaus werden Bäume, Sträucher, Stauden und Gräser kultiviert. Der Linzer Gehölz-Nachwuchs (außer Obstbäume) kommt ebenso aus der stadteigenen Baumschule am Thurnermeisterhof. Dort werden sie standortgerecht an das Linzer Klima angepasst und in großer Artenvielfalt ohne eingeschleppte Schädlinge ökologisch nachhaltig herangezogen. Die Führungen durch die stadteigene Gärtnerei werden durch die Landwirtschaftskammer organisiert.

Neues Angebot: Kräuter als Bienenfutter

Kräuter und Gemüsejungpflanzen warten schon bald in der Stadtgärtnerei, um abgeholt zu werden. Bewährt hat sich auch die Kartoffelpyramide. Im Rahmen des Werkunterrichts bauen die Kids Pyramiden aus Holz, die mit Erde befüllt und bepflanzt werden. 

Auch Beerensträucher können gesetzt werden. Für das Pflanzen von Obstbäumen muss der Herbst abgewartet werden.

Kinder im Garten

Der oft sorglose Umgang mit der Natur gefährdet die Bienen. Diese Entwicklung hat für die Menschen negative Folgen. Die Stadt Linz agiert nachhaltig. Im Stadtgebiet finden die nützlichen Insekten gute Bedingungen vor. Die vorausschauende Bewirtschaftung und Gestaltung der Grünflächen sowie der Verzicht auf schädliche Pestizide schaffen ein gesundes und vielfältiges Lebensumfeld sowohl für die Linzer Bevölkerung als auch für die heimische Tierwelt. Als wichtige Nahrungsquelle für die fleißigen Honigsammler integrieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Stadtgrün und Straßenbetreuung gezielt Bienenfutterpflanzen in den Blumen- und Staudenbeeten, die bis in den Herbst hinein blühen. Sie wirken so der Trachtlücke entgegen - jener Zeit ab Juni, wenn die Baumblüte abgeschlossen und wenig Futter verfügbar ist. Informationstafeln bei den Beeten machen auf die Bienenfutterpflanzen aufmerksam. 

Die Zahl der Blumenwiesen, Hecken und Staudenbeete ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Bereits seit 1998 werden gezielt Obstbaumgärten angelegt, in denen alte Obstsorten gedeihen. „Durch die Aktion ‚Natur macht Schule‘ wird auch in den Schulgärten auf diesen Aspekt geachtet. Alle können mithelfen, dass die Bienen genug Nahrung in der Stadt finden. Jeder noch so kleine Kräuter- oder Blumentopf am Fenster wird von den fleißigen Insekten angeflogen“, erklärt Bernhard Baier. 

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz „Natur macht Schule“ mit dem für Stadtnatur und Lebensqualität zuständigen Vizebürgermeister Mag. Bernhard Baier) 

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