Presseaussendung vom: 15.04.2019 |

GWG investiert 51 Millionen Euro für Wohnungsbau 2019 Aktuell 700 Wohnungen in Bau oder Planung

Bau- und Sanierungsprogramm sichert Arbeitsplätze

Mit mehr als 19.000 Wohnungen für 40.000 Menschen ist die städtische Linzer Wohnungsgesellschaft GWG die größte gemeinnützige Gesellschaft in Oberösterreich. Dem nach wie vor ausgeprägten Wohnungsbedarf in Linz trägt die GWG Linz mit zahlreichen Neubauprojekten Rechnung. Dafür werden 2019 29 Millionen Euro investiert. Weiters sind 15 Millionen Euro für Großinstandsetzungen und Modernisierungsmaßnahmen vorgesehen. 7 Millionen Euro stehen für Instandhaltung und Wohnungsverbesserungen zur Verfügung. Insgesamt investiert die GWG damit 51 Millionen Euro. 

„Dieses Investitionsvolumen sichert etwa 600 Arbeitsplätze jährlich in Linz. Besonders in der Bauwirtschaft wirken sich Investitionen konjunkturfördernd aus und erhöhen die regionale Wertschöpfung. Bei den Arbeiten kommen fast ausschließlich regionale Firmen zum Zug“, betont Bürgermeister Klaus Luger. 

„Die Gesamtfläche aller verwalteten Einheiten beträgt bereits etwa 1,2 Millionen Quadratmeter. Insgesamt werden 17 Prozent aller Wohnungen in Linz, also jede sechste Wohnung in der Landeshauptstadt, von der GWG betreut. Die GWG ist bei der aktuellen Entwicklung des Wohnbaus eine treibende Kraft“, informiert GWG-Aufsichtsratsvorsitzender Hermann Kepplinger. 

Die Gesamtzahl der Wohnungen in Linz stieg im vergangenen Jahr von 115.000 auf den historischen Höchststand von 116.000. Diese rege Wohnbautätigkeit der vergangenen Jahre deckt nicht nur die Nachfrage am Wohnungsmarkt, sie spielt auch für den Erhalt von Arbeitsplätzen eine wichtige Rolle.

Dennoch ist der Wohnungsbedarf nach wie vor sehr groß. 28.000 von 46.000 Wohnungssuchenden in Oberösterreich möchten nach Linz ziehen, davon 10.000 aus Dringlichkeitsgründen. Das sind Menschen, die einen Hausstand gründen, eine Trennung hinter sich haben oder Kinder bekommen. Wesentliche Gründe für den nach wie vor hohen Bedarf sind das Arbeitsangebot im Zentralraum und die damit verbundene Sogwirkung bei Wanderungsbewegungen.

Die daraus resultierende steigende Einwohnerzahl zeigt deutlich, dass in Linz mehr Neubauwohnungen denn je notwendig sind, um den hohen Bedarf zu decken und die Preise am Wohnungsmarkt stabil zu halten. 

11.600 Personen sind an GWG-Wohnungen interessiert 

Mit etwa 11.600 vorgemerkten InteressentInnen für Wohnungen in Linz verzeichnet die GWG zudem einen Spitzenwert bei der Nachfrage nach Wohnraum. Es ist daher nur ein logischer Schritt, die Wohnbauleistung an den Bedarf in der Stadt Linz mit etwa 210.000 Arbeitsplätzen anzupassen.

Schon im Vorjahr erreichte das Bauvolumen von etwa 500 Wohnungen einen Spitzenwert. 475 Wohneinheiten sind aktuell bereits in Bau, der Start für weitere 220 Wohneinheiten soll noch heuer erfolgen. Je 70 Wohnungen werden an der Auhirschgasse (2. Etappe) in Pichling sowie an der Wiener Straße/Zeppelinstraße in Kleinmünchen errichtet, 63 Wohneinheiten an der Derfflingerstraße (2. Bauetappe) im Kaplanhofviertel und 15 Wohnungen an der Schubertstraße (Innere Stadt). 

„winkler park“ fertiggestellt

Das größte Projekt der jüngsten Vergangenheit am früheren „Winklerbahnhof“ (Planung Archinauten Dworschak & Mühlbacher) südlich des neuen Stadtteils Grüne Mitte wurde im Februar 2019 übergeben. Unter dem Projektnamen „winkler park“ entstanden hier auf einem 13.300 Quadratmeter großen Areal 193 geförderte Mietwohnungen. Damit wurde städtebaulich ein weiteres Umnutzungsprojekt realisiert, das mit dem ehemaligen Frachtenbahnhofareal als größtes innerstädtisches Projekt begonnen hat und heute mehr als 800 Wohnungen umfasst. 


Projekt „winkler park“

Aktueller Schwerpunkt im Süden − GWG-Bautätigkeit in Pichling

Im Linzer Süden befinden sich 39 Wohnungen des Projekts „Schlossblick“ im Herzen von Alt-Ebelsberg (Planung DI Gerald Anton Steiner) in der Bauendphase. Diese und zwei Geschäftslokale, darunter eine Bäckerei mit Café, zur Belebung des Ebelsberger Zentrums werden im Juni dieses Jahres übergeben. 


„Schlossblick“ in Ebelsberg

Noch weiter im Süden von Linz, in Pichling, haben im Vorjahr die Arbeiten am Projekt „Auhirschgasse“ begonnen. 


Auhirschgasse in Pichling

Dieses Bauvorhaben umfasst im ersten Abschnitt 50 Wohnungen, die speziell auf „Junges Wohnen“ ausgerichtet sind und noch im Dezember 2019 an die „Start-BewohnerInnen“ übergeben werden sollen. Darüber hinaus errichtet die GWG in zwei weiteren Etappen zusätzliche Wohnungen. Die erste wird 102 Wohnungen, die zweite Etappe mit Baubeginn April 2019 nochmals 69 Wohneinheiten anbieten. Seinen Abschluss findet dieses Projekt in der dritten Etappe mit weiteren 90 Wohnungen sowie einer Kinderbetreuungseinrichtung, sodass damit mehr als 300 Wohneinheiten errichtet werden.

Im Stadtteil Kleinmünchen werden heuer Ende Juni die Arbeiten an 94 Wohnungen an der Karl-Steiger-Straße (Planung DI Jörg Stögmüller) abgeschlossen. 


Karl-Steiger-Straße in Kleinmünchen

Im Linzer Osten viel Neues 

Neben der Bautätigkeit im Zentrum und im Linzer Süden setzt die GWG im Linzer Osten – an der Sintstraße – einen weiteren Schwerpunkt: Mit dem Projekt „Wohnen beim Hafen“ (Planung x architekten) errichtet die
GWG neben vier Punkthäusern mit 60 Wohnungen ein eigenes Objekt, das exklusiv der Kinderbetreuung zur Verfügung stehen wird und damit den Bedarf in diesem neu belebten Stadtteil decken wird. Die „Eroberung“ des Kindergartens und der Krabbelstube soll im Herbst 2019 erfolgen, die Wohnungen werden unmittelbar daran anschließend übergeben. Dem Gedanken des innovativen Wohnbaus folgend, setzt die GWG in einem Gebäude ein Pilotprojekt um, bei dem die Warmwasserbereitung mit Photovoltaik-Elementen erfolgt.


Wohnen beim Hafen – Sintstraße im Hafenviertel 

Derfflingerstraße (Kaplanhofviertel) 

Im November 2016 finalisierte die GWG einen Architekturwettbewerb für das Areal westlich der so genannten „Derfflingerkaserne“ mit insgesamt 10.000 Quadratmetern, aus dem die mitiska.wäger architekten aus Bludenz als Sieger hervorgingen. In zwei Bauabschnitten werden hier seit Dezember 2018 83 beziehungsweise ab Ende 2019 66 Wohnungen realisiert.

Das Baugelände umfasst Grundstücke, die seit Jahrzehnten von der GWG verwaltet werden. Diese wurden 2015 von der Stadt Linz angekauft. Zusätzliches Potenzial ergibt sich durch die Erweiterung des Projektes auf ein Areal im Nordwesten an der Derfflingerstraße. 


Wohnprojekt Derfflingerstraße (Kaplanhofviertel)

Liebigstraße (Franckviertel) 

An der Liebigstraße werden – basierend auf einer Planung der pora architekten – bis Oktober 2019 35 Wohneinheiten errichtet. 


Bebauung an der Liebigstraße im Franckviertel
Fotocredit: alle Luftbilder PTU/Pertlwieser

An drei Gebäudeseiten sind vier Meter breite Eigengärten situiert, daran schließen sich Grünflächen mit Rundumweg, Sitzplätzen, Gemeinschaftsgarten und Naturspielplatz an.

Zuvor wurden hier bereits auf einem von der SIVBEG (Strategische Immobilien Verwertungs-, Beratungs- und Entwicklungsgesellschaft) erworbenen Areal das städtische Seniorenzentrum Liebigstraße, eine Mutter-Kind-Wohnanlage mit 17 Wohneinheiten und 50 altersgerechte Wohnungen gebaut.

Wiener Straße/Zeppelinstraße (Kleinmünchen) 

Ein Projekt von Architekt DI Franz Kneidinger sieht an der Ecke Wiener Straße/Zeppelinstraße im Stadtteil Kleinmünchen 70 Wohnungen und Geschäftsflächen in der Erdgeschoßzone vor. Der Gestaltungsbeirat beurteilte das Projekt bereits im April 2017 positiv. Der Baustart wird voraussichtlich noch Mitte 2019 erfolgen.


Wiener Straße/Zeppelinstraße (Kleinmünchen)
Rendering: DI Franz Kneidinger

Schubertstraße (Innere Stadt)

An der Schubertstraße 22 wird ein Eckhaus mit 15 Mietwohnungen errichtet. Hier entstand auf Grund der guten ÖV-Anbindung ein Pilotprojekt für ein Verkehrsmanagementkonzept mit einem reduzierten Stellplatzschlüssel für PKW sowie einer erhöhten Anzahl an Fahrradabstellplätzen. Baubeginn ist Ende 2019, die Übergabe ist für 2021 geplant.

Stadtblick II (Stadtteil Magdalena)

Nach Plänen der R² Projektmanagement werden im Stadtteil Magdalena seit August 2018 12 frei finanzierte Wohnungen im Rahmen des Projekts „Stadtblick II“ errichtet. Die Fertigstellung soll bis Anfang 2020 erfolgen. 


Stadtblick II im Stadtteil St. Magdalena, Foto: PTU/Pertlwieser

Reconstructing Wimhölzel Hinterland

Nach Abschluss des kooperativen Planungsverfahrens wird an der Freimachung der ersten Etappe und den Planungsleistungen gearbeitet, um mit den Bauarbeiten 2020 beginnen zu können. Die Planungsleistungen erfolgen durch die Architekturbüros transparadiso, Lichtenwagner & Frötscher und Werner Neuwirth sowie dem Freiraumplaner SI Landschaftsarchitektur.


Wimhölzel Hinterland, Foto: PTU/Pertlwieser


Rendering: transparadiso 

Unter Miteinbeziehung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen werden hier 400 Wohnungen in vier Etappen neu errichtet. Damit die Mieten auch für Personen mit geringerem Einkommen leistbar bleiben, finanziert die Stadt Linz einen Sozialplan mit mehr als einer Million Euro.

Investitionsschwerpunkt Sanierungen

Heuer investiert die GWG insgesamt auch 22 Millionen Euro in die Modernisierung von Wohnanagen sowie in Wohnumfeld-Verbesserungsmaßnahmen. Damit kann die Wohnqualität bei mehr als 1.700 Wohnungen verbessert werden.

„Neben kontinuierlichen Neubauaktivitäten ist die GWG Linz bestrebt, die Lebensqualität in den bestehenden Wohnanlagen zu erhöhen, und setzt wesentliche Beträge dafür ein, um Wohnungs- und Wohnumfeld-Verbesserungen erzielen zu können“, betont der Linzer Bürgermeister Klaus Luger. Und ergänzt: „Die Maßnahmen sind äußerst vielfältig. Das breite Spektrum der Arbeiten reicht von Wärmeschutz bis zum nachträglichen Loggieneinbau.“

Im Gleichtakt mit den Instandhaltungsmaßnahmen werden die Außenanlagen neu gestaltet, Einhausungen für die Müll- und Fahrradanlagen errichtet sowie Gehwege erneuert.

Auch das subjektive Sicherheitsempfinden der BewohnerInnen wird durch Verbesserungen in den Stiegenhäusern und in den Außenanlagen, zum Beispiel durch helleren Anstrich und bessere Beleuchtung, gesteigert. Darüber hinaus werden Vollwärmeschutzelemente zur Energieeinsparung installiert sowie, falls erforderlich, die Fenster ausgetauscht. 

Einen wesentlichen Faktor für die Erhöhung der Wohnqualität stellen auch die nachträglichen Lifteinbauten dar. Bislang haben etwa 10.000 Menschen in GWG-Wohnungen von 300 nachträglichen Liftnachrüstungen profitiert. 

Am meisten profitiert der Stadtteil Urfahr vom Instandsetzungsprogramm der GWG im laufenden Jahr. Hier werden 6,3 Millionen Euro für Instandsetzungsmaßnahmen bereitgestellt. Ein Schwerpunkt der Sanierungen betrifft die während der NS-Zeit errichteten Wohnanlagen an der Leonfeldner Straße. Die baulichen Maßnahmen erfolgen in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt. 

Je etwa 2,5 Millionen Euro fließen in Instandsetzungsprojekte im Franckviertel und im Kaplanhofviertel, 2 Millionen Euro in Sanierungsmaßnahmen an der Karl-Steiger-Straße in Kleinmünchen und eine Million Euro in Wohnanlagen an der Unionstraße im Bulgariplatzviertel. Die restlichen Investitionen entfallen auf Projekte im gesamten Linzer Stadtgebiet.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger und GWG-Aufsichtsratsvorsitzendem Hermann Kepplinger. Weitere Gesprächspartner: Direktor Mag. Nikolaus Stadler und Direktor Wolfgang Pfeil MBA, Geschäftsführer der GWGIng. Peter Mair, Leiter des Baumanagements zum Thema „Investitionen der GWG - Bilanz und Vorschau“)

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