Presseaussendung vom: 18.04.2019 |

Bürgermeister prämierte innovativste Ideen zur Stadt-Verbesserung Sechs Projekte in zwei Alterskategorien ausgezeichnet

Die besten Ideen, die auf innovative Art und Weise die Stadt noch ausgetüftelter, partizipativer, demokratischer, angenehmer, effizienter oder auch intelligenter gestalten, zeichnete Bürgermeister Klaus Luger gestern Mittwoch, 17. April, abends in der Tabakfabrik aus. Sechs Projekte in zwei Alterskategorien – drei in der Kategorie bis 18 Jahre, drei in der Kategorie Erwachsene – wurden  durch eine ExpertInnen-Jury aus den Bereichen Kreativwirtschaft, Technologie, Wissenschaft und Kunst für einen Preis ausgewählt. Die Ausschreibung für den Wettbewerb unter dem Motto „Mit Innovation die Stadt verbessern“ erfolgte von der Open Commons Linz.

Im Rampenlicht standen Projekte, die sich durch ihren offenen, gemeinwohlorientierten Charakter auszeichnen und deren Ergebnisse der Gemeinschaft zur freien Nutzung zur Verfügung stehen. Originellen Konzepten soll so zur Realisierung verholfen werden – in einem Umfeld, in dem sich kreative Menschen wohlfühlen und gegenseitig befruchten. Als Preise wurden deswegen ein Arbeitsplatz in der Tabakfabrik und Jahresmemberships der Grand Garage vergeben. 

Die Preisträgerprojekte 

  • Kategorie Erwachsene

Platz 1: OpenAir
Roland Jankowski, Florian Humer

Die Idee ist einfach, aber wirkungsvoll: Im Sinne der Maker- und Hands-On-Mentalität lernen BürgerInnen in Workshops, wie Feinstaubsensoren selbst gebaut werden können. Mit Hilfe offener Hardware können so die Feinstaubdaten der jeweiligen Lebensumgebung von jedem erfasst und dargestellt werden. Begleitende Workshops tragen neben der Vermittlung von technischen Kenntnissen vor allem zur Sensibilisierung auf das Thema Umwelt bei. Damit überzeugte OpenAir die Jury nicht nur durch seine technische Offenheit, sondern auch durch seinen partizipativen Charakter.

Platz 2: Responsible Packaging
Victoria Berger

Anhand der Picknick-Kultur im öffentlichen Raum widmet sich die Künstlerin Victoria Berger mit ihrem Konzept eines faltbaren, wiederverwendbaren Picknick-Bags der Frage, wie Müll im Stadtraum vermieden werden kann. Das Projekt greift auf kreative Weise eine große Umweltschutz-Herausforderung auf und befasst sich zudem auf sinnliche Weise mit Materialien und Falttechniken, die einen vielfältigen und nachhaltigen Praxiseinsatz erlauben. Zum Abschluss wird im Rahmen eines öffentlichen Picknick-Happenings auf das Thema Umweltschutz auf lustvolle Weise sensibilisiert.

Platz 3: Allfred / Alltag – Freizeit – Dienstleistung
Diakoniewerk Oberösterreich

Die Online-Serviceplattform allfred.at bietet älteren Menschen, die Abwechslung in ihren Alltag bringen wollen oder Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben benötigen, eine unkomplizierte Form der sozialen Begegnung und des persönlichen Austausches. Über die Plattform werden sozial engagierte Menschen, die helfen möchten und eine sinnstiftende Betätigung suchen, mit unterstützungsbedürftigen SeniorInnen und  Senioren zusammengebracht. Die Plattform vermittelt auf diese Weise nicht nur konkrete Hilfe im Alltag, sondern rückt so auch das Tabuthema Einsamkeit im Alter ins Zentrum. Überzeugend ist für die Jury dabei einerseits der generationenverbindende Ansatz und dass durch das Projekt Werte wie Empathie und Solidarität mit Hilfe digitaler Mittel gestärkt werden.

  • Kategorie Kinder & Jugendliche

Platz 1: Tiny houses – Das Minimalhaus
Klasse 4bpp der HBLA Lentia, Team Chiara Haidinger, Lara Untersberger und Victoria Hügel

Das Projekt greift das Thema urbanes Wohnen auf und liefert ein ausgeklügeltes Konzept, wie Wohnen auf kleinstem Raum sozial verträglich, umweltfreundlich und günstig funktionieren kann. Es soll den Platzmangel in bestimmten Regionen und Teilen der Erde bekämpfen helfen, indem der vorhandene Platz optimal und billig genutzt wird – dabei wird auf Überlegungen bezüglich Wohnqualität nicht verzichtet.

Besonders hervorzuheben ist dabei der Fokus auf die ökologische und preisgünstige Entwicklung des Minimalhauses: Der Einsatz nachhaltiger Materialien und eine energieeffiziente Planung schonen die Umwelt und sollen die Wohneinheit auch für breite Bevölkerungsschichten leistbar machen.

Platz 2: Pet-Hotel
Xihe Zhu. 11 Jahre

„Wenn eine Familie mit Haustier in den Urlaub fliegen will, aber das Tier nicht mitkann, was dann?“

Dieser Frage hat sich die 11jährige Xihe Zhu angenommen. Sie schlägt die Entwicklung einer Online-Plattform vor, die sich um die Vermittlung von vorübergehender Tierpflege kümmert. 

Besonders hervorzuheben ist dabei der soziale Gedanke des Projekts, denn dabei sollen auch insbesondere Kinder über das Verhalten von Tieren und ihre Pflege lernen. Indem das Pet-Hotel überdies am besten dort angesiedelt ist, wo ältere Menschen wohnen, soll so zudem eine generationenübergreifende Begegnung ermöglicht und unterstützt werden.

Platz 3: EBS – Elektronisches Beschilderungssystem
HTL Perg, Philipp Diesenreither, Benjamin Ellmer, Fabian Lange, Simon Straßer

Die Schüler der HTL Perg möchten Beschilderungen jeglicher Art revolutionieren. Egal ob das Preisschilder im Supermarkt sind oder es um die Beschriftung von Büro- oder Klassenräumen geht: das „Internet of Things“ macht vor Beschilderungen nicht halt. Und weil es tatsächlich viel zu beschildern gibt, soll ein Prototyp für ein energiesparendes E-Paper Display entwickelt werden, dessen Aufschrift per Internet verändert werden kann. Der pragmatische und nützliche Ansatz und die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten hat die Jury überzeugt. So könnte die Technologie darüber hinaus z.B. auch zur Kommunikation/dem Hinterlassen von Nachrichten im öffentlichen Raum genutzt werden.

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