Presseaussendung vom: 29.04.2019 |

Digitaler Führer durch den Botanischen Garten Freigelände und Glashäuser virtuell erleben

Dem anstrengenden Alltag entkommen oder einfach nur in der Natur die Seele baumeln lassen: Der Botanische Garten Linz ist gerade im Frühjahr die richtige Adresse dazu. Auf 4,2 Hektar sind mehr als 10.000 Pflanzenarten zu sehen und in den fünf Gewächshäusern entfalten vor allem exotische Pflanzen ihre Pracht. In Europa ist der Botanische Garten in Linz auch für seine einzigartige Kakteensammlung bekannt.  

Regelmäßige Ausstellungen und ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm machen den Garten zum Ort der Begegnung, des Kulturgenusses und der Naturvermittlung.

„Einen Einblick in den Botanischen Garten bekommen NaturliebhaberInnen neuerdings nicht nur auf der Homepage botanischergarten.linz.at und über den visitlinz-Blog der Touristinformation, sondern auch über einen digitalen Gartenführer“, informiert der für Stadtnatur und Lebensqualität zuständige Linzer Vizebürgermeister Mag. Bernhard Baier. „Der Sparkasse als Sponsorin danke ich herzlich für die Unterstützung dieser Aktion“.

Bereits in den Gründungsstatuten der Sparkasse von 1849 wurde der soziale, kulturelle und gesellschaftliche Auftrag des Geldinstitutes klar definiert. Diesem Gründungsauftrag kommt die Sparkasse bis heute nach. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Unterstützung regionaler und innovativer Fortbildungsprojekte. 

„Als kundenstärkste Regionalbank Oberösterreichs fühlen wir uns unserer Region, den Menschen und somit natürlich auch unserer Umwelt verpflichtet. Der „Digitale Gartenführer“ ermöglicht es auf einzigartige und neue Weise, sowohl die heimische als auch die internationale Pflanzenwelt zu erleben sowie hautnah über sie und von ihr zu lernen. Wir freuen uns sehr, dieses innovative Projekt zu unterstützen“, so Sparkasse -Direktor Gerald Gutmayer.

Die Garten-App ist als Bildungsprojekt des Vereins der Freundinnen und Freunde des Botanischen Gartens im Rahmen der „Schule der Botanik“ entstanden. Bereits im Vorjahr wurden Broschüren für Kinder verschiedener Altersstufen („Entdeckerkarte“ für Volksschüler, „Kräutersuche“ für 10- bis 14-Jährige) fertig gestellt. Der nunmehr vorliegende „Digitale Gartenführer“ ist für interessierte GartenbesucherInnen gedacht und steht ab Mai zur Verfügung. Die auf „augmented reality“ basierende App führt zu hundert unterschiedlichen Stationen im Garten und bietet Informationen zu verschiedenen Themengebieten.

Sponsoring durch die Sparkasse

Die Entwicklung der didaktischen Materialien für den Botanischen Garten im Rahmen der „Schule der Botanik“ (Kräutersuche, Entdeckerkarte und digitaler Gartenführer) wurde von der Sparkasse mitermöglicht. Vom Freundesverein werden von diesen Mitteln auch noch drei Tablet-Computer für den Botanischen Garten angeschafft, die sich „NichtsmartphonenutzerInnen“ kostenlos an der Kassa ausborgen können.

Die App mit dem Namen „Botanischer Garten Linz“ ist für Smartphones und Tablets aller gängigen Betriebssysteme geeignet und kann über den APP- oder Play-Store kostenlos am Handy installiert werden. Sie vermittelt Hintergrundinfos und interessante Details von 100 unterschiedlichen Themen bzw. Pflanzenarten, zum Beispiel Herkunft, Verbreitung, Blütenbiologie, botanische Besonderheiten etc.


Eingangsbereich und Glashäuser

Digitaler Rundgang durch das Areal

Für die digitale Reise durch das Pflanzenparadies auf der Gugl wurden 100 Themen ausgewählt, davon 70 im Freiland und 30 in den Glashäusern. Die virtuelle Besichtigung beginnt im Eingangsbereich mit den Zierbeeten mit Wechselbepflanzung. Erklärt werden weiters sukkulente Pflanzen, Arten wie die Lotosblume und Pflanzen aus Afrika

Die Expedition führt ebenso zu den Atlas-Zedern und zu Pflanzen aus Osteuropa und aus der Pannonischen Region. Weiters werden wertvolle Baumarten wie die Edelkastanie, die Sicheltanne, der Maulbeerbaum, der Mammutbaum und andere Gehölze aus Amerika in Wort und Bild vor Augen geführt.

Auch farbenprächtige Blumen kommen beim virtuellen Besuch nicht zu kurz. Tropische Orchideen sind genauso vertreten wie prächtig blühende Magnolien. Auch eines der Aushängeschilder des Botanischen Gartens, der Rosengarten mit seinen vielfältigen Erscheinungsformen der Rosen, darf nicht fehlen.

Dazu kommen schwimmende Blüten wie Seerosen, farbenprächtige Schwertlilien und ein Ausflug in den Heidegarten, um nur einige Attraktionen zu nennen.


Entspannung beim Rosarium

Thema der Reise im Freiland ist auch ein Blick in den Bauergarten mit seinen alten Gemüsesorten, Küchenkräutern und Genusspflanzen wie Hopfen und Wein. Abschließend steht die Erkundung von Heil- und Giftpflanzen wie Herbstzeitlose, Blauer Eisenhut, Fingerhut, Schlafmohn und Schafgarbe auf dem Programm.

Virtuelle Expedition in die Glashäuser

Faszinierend gestaltet sich die Weiterreise in die Schauhäuser des Botanischen Gartens: Im Eingangshaus finden sich unter anderem insektenfangende Pflanzen oder der Teestrauch. Es folgt ein Ausflug in die Welt der Orchideen – der Botanische Garten verfügt über deine der größten Orchideensammlungen Europas – und ins Kakteenhaus, wo die verschiedensten Arten von Sukkulenten nach ihren Heimatgebieten Afrika, Mittel- und Südamerika und Mexiko zu sehen sind.

Ein Highlight ist natürlich auch das Tropenhaus, dessen Flora einen Eindruck vom Klima im tropischen Regenwald vermittelt.

Zum Ende des digitalen Rundgangs können wir uns via App über bekannte tropische Nutzpflanzen wie Kaffee, Kakao, Vanille, Ananas, Vanille und Ingwer informieren, ebenso über auffällige exotische Pflanzen, wie die Riesen-Seerose oder die fleischfressende Kannenpflanze.


Riesenseerose als Blickfang

Die 100 Stationen des Digitalen Gartenführers

Freiland:

  1. Eingangsbereich – Zierbeete mit Wechselbepflanzung
  2. Sempervivum-Hügel – sukkulente Pflanzen
  3. Senkgarten – Dauerbepflanzung mit Zierstauden
  4. Lotosblume – Nelumbo nucifera
  5. Alpinum – Bergpflanzen
  6. Pflanzen aus Afrika
  7. Atlas-Zedern – Cedrus atlantica
  8. Pflanzen aus Osteuropa – Pannonische Region
  9. Zwergmandel – Amygdalus nana
  10. Edelkastanie – Castanea sativa
  11. Farne und Pflanzen humider Klimazonen
  12. Rhododendren
  13. Eibe – Taxus baccata
  14. Waldpflanzen aus Nordamerika
  15. Rauhblatt-Hortensie – Hydrangea aspera
  16. Wiesenmoor – Moorteich
  17. Kaukasusweg – Gehölze aus Asien
  18. Unterirdisches Stollensystem – Entlüftungsschächte
  19. Sicheltanne – Cryptomeria japonica
  20. Pflanzen aus Ostasien – japanische Zierkirschen
  21. Narzissenwiese
  22. Riesen-Bärenklau – Heracleum mantegazzianum
  23. Heimischer Laub-Mischwald auf Kalk
  24. Heimischer Laub-Mischwald auf Silikat
  25. Rosengarten
  26. Magnolien
  27. Heimische Wildrosen
  28. Ruderalflur / Brachfläche
  29. Steinmauer / Holzstoß / Insektenhotel (Naturschutz im Garten)
  30. Tiere im Garten – Nisthilfen
  31. Bodensaurer Halbtrockenrasen
  32. Heidegarten
  33. Ginkgo – Ginkgo biloba
  34. Pfingstrosen – Paeonia
  35. Besondere Fruchtfärbungen – Blauschotenstrauch, Schönfrucht
  36. Maulbeerbaum – Morus alba
  37. Taschentuchbaum – Davidia involucrata
  38. Duft-Schneeball – Viburnum x bodnantense
  39. Gehölze aus Amerika
  40. Pflanzen feuchter Standorte – Uferpflanzen
  41. Seerosen – Pöstlingberg-Seerose
  42. Pflanzen trockener Standorte (Steppengarten)
  43. Bitterorange – Poncirus trifoliata
  44. Winterharte Kakteen – Opuntien
  45. Schwertlilien – Iris
  46. Mammutbaum – Sequoiadendron giganteum
  47. Lederhülsenbaum – Gleditsia triacanthos
  48. Amberbaum – Liquidamber styraciflua
  49. Sumpf-Zypressen – Taxodium distichum
  50. Mammutblatt – Gunnera tinctoria
  51. Vom Aussterben bedroht! Rote Liste-Pflanzen
  52. Bestäubungstypen
  53. Bauerngarten
  54. Geologie – Gesteine aus dem . Zentralraum
  55. Wacholder – Juniperus sp.
  56. Pflanzen des heimischen Auwaldes
  57. Pflanzen der Sumpfwiese
  58. Nutzpflanzengarten
  59. Öl-, Faser-, Färbepflanzen
  60. Genusspflanzen (Hopfen, Wein)
  61. Nahrungspflanzen (Getreide)
  62. Gewürzpflanzen
  63. Heilpflanzen / Giftpflanzen
  64. Herbstzeitlose – Colchicum autumnale
  65. Blauer Eisenhut – Aconitum napellus
  66. Fingerhut – Digitalis purpurea
  67. Tollkirsche – Atropa belladonna
  68. Kleines Mädesüß – Filipendula ulmaria
  69. Schlafmohn – Papaver somnifera
  70. Schafgarbe – Achillea millefolium

Glashaus

  1. Eingangshaus
  2. Fleischfressende Pflanzen – Insectivoren
  3. Teestrauch – Camellia sinensis
  4. Citrusgewächse – Citrus sp.
  5. Wollemie – Wollemia nobilis
  6. Baumfarn
  7. Orchideen
  8. Tillandsien
  9. Blattlose Orchideen
  10. Fockea – Fockea edulis
  11. Frauenschuh-Orchideen
  12. Kakteenhaus
  13. Königin der Nacht – Selenicereus grandiflorus
  14. Agaven
  15. Aloen – Aloe ferrox
  16. Lebende Steine – Lithops sp.
  17. Pflanzen aus afrikanischen Trockengebieten
  18. Welwitschie – Welwitschia mirabilis
  19. Tropenhaus
  20. Kannenpflanzen – Nepenthes sp.
  21. Kaffee – Coffea
  22. Kakao – Theobroma cacao
  23. Riesen-Seerose – Victoria cruciana
  24. Vanille – Vanilla sp.
  25. Begonien
  26. Ingwer – Zingiber officinalis
  27. Ananas – Ananas comosus
  28. Mimose – Mimosa pudica
  29. Pfeffer – Piper nigrum
  30.  Hirschgeweihfarn – Platycerium

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz „Digitaler Gartenführer“ mit Vizebürgermeister Mag. Bernhard Baier)

Weitere GesprächspartnerInnen:

Dr. Friedrich Schwarz, Leiter Botanischer Garten und Naturkundliche Station
Dir. Gerald Gutmayer/Sparkasse
Dr.in Katja Hintersteiner/Obmann-Stv.in des Vereins der Freundinnen und Freunde des Botanischen Gartens
Mag.a Elisabeth Aichinger/APP Entwicklung – Inhalt
Gunther Mühlehner/APP Entwicklung – Technik

Frag ELLI!
Frag ELLI! – Chatbot der Stadt Linz

ELLI ist digital, hilfsbereit und immer zur Stelle, wenn Antworten auf Fragen zu ausgewählten Themen rund um die Stadt Linz benötigt werden. 

Mehr dazu