Presseaussendung vom: 12.06.2019

Etwa 6.650 BürgerInnen-Meldungen im Jahr 2018 Generell weniger Beschwerden seit 2015

„Schau auf Linz“-App mit 57 Prozent Spitzenreiter 

Verkehrsanliegen und Verschmutzungen dominieren

Mit Wünschen, Anregungen sowie Beschwerden tragen immer mehr Linzerinnen und Linzer zur Verbesserung der Lebensqualität in ihrer Stadt bei. Im Jahr 2018 wurden insgesamt etwa 6.650 Meldungen eingebracht. 

Vor allem die 2013 eingerichtete Online-Plattform „Schau auf Linz" nutzen mehr denn je als direkten Draht zur Lebensstadt Linz. 57 Prozent aller Meldungen erreichten über diesen Kommunikationskanal das BürgerInnenservice. Nur mehr ein Viertel der Anliegen langen auf telefonischem Wege ein.

Hauptthema in allen Bezirken ist der Verkehr, wobei es sich zum überwiegenden Teil um Anregungen oder Schadensmeldungen handelt. Besonders im Stadtzentrum spielt auch Müllablagerung eine wichtige Rolle, während in den Randbezirken andere Themen, wie Grünschnitt oder Schadensbehebungen, Gewicht haben.

Auf den ersten drei Plätzen der wichtigsten Anliegen 2018 liegen Müllablagerung, Verkehrsmaßnahmen und verschmutzte Verkehrsflächen. 

„Die Sorge für eine hohe Lebensqualität und der Anspruch auf beste Servicequalität zählen zu den wichtigsten Zielen der Stadt Linz und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Daher schätzen wir den Dialog mit der Bevölkerung sehr. Die Meldungen helfen uns, Probleme rasch zu beheben und potenzielle Schwachstellen rechtzeitig zu erkennen“, sagt Bürgermeister Klaus Luger.

Informationsdrehscheibe BürgerInnenservice 

Als Informationsdrehscheibe für die Anregungen, Wünsche und Beschwerden der Bevölkerung agieren seit 2006 die montags bis freitags von 7:00 bis 18:00 Uhr erreichbaren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Teleservice Centers im Neuen Rathaus (Linzer Telefonnummer 7070). Sie betreuen die auf unterschiedliche Weise übermittelten Anfragen vom Einlangen bis zur Beantwortung. Von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Teleservice-Centers werden die einlangenden Beschwerden und Anregungen gefiltert sowie zur weiteren Bearbeitung oder Stellungnahme an zuständige Ansprechpartnerinnen und -partner weitergeleitet. Auch externe PartnerInnen wie Linz AG oder Polizei werden eingebunden. 

„Schau auf Linz“ mit Topwerten

Im Jahr 2018 sind insgesamt 6.633 Meldungen eingebracht worden. Das sind um 12 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Rückgang der Fallzahlen von 2017 auf 2018 dürfte überwiegend witterungsbedingt sein. Durch den milden Winter 2018 haben sich die Zahlen beim Winterdienst und anderen ursächlich damit zusammenhängenden Kategorien verringert (etwa weniger Schäden an Verkehrsflächen). Wegen des trockenen Sommers gibt es einen deutlichen Rückgang bei den Kategorien, die mit dem verringerten Pflanzenwachstum zusammenhängen.

Seit Anfang 2015 steht das TSC zusätzlich als offizielle Anlaufstelle für BürgerInnen zur Verfügung, die vom Ordnungsdienst (OSL) ein Organmandat in der gebührenfreien Kurzparkzone erhalten haben. In den Jahren 2015 und 2016 sind jeweils rund 600, in den Jahren 2017 und 2018 jeweils rund 400 Fälle zu diesem Thema eingegangen.

Der am häufigsten frequentierte Infokanal ist die Plattform „Schau auf Linz“ mit 57 Prozent. Etwas mehr als ein Viertel (27 Prozent) der BürgerInnenanliegen langten auf telefonischem Wege ein. Die Einführung von „Schau auf Linz“ hat keine nennenswerte zahlenmäßige Verlagerung von den herkömmlichen Eingangskanälen verursacht, sondern wurde von den Bürgerinnen und Bürgern als zusätzliche Kommunikationsschiene angenommen.

Viele AnsprechpartnerInnen

Von den MitarbeiterInnen des BürgerInnen-Service (TSC) werden die einlangenden Anregungen gefiltert und zur weiteren Bearbeitung oder Stellungnahme an zuständige AnsprechpartnerInnen weitergeleitet. Bei den 809 Beschwerden, die in der Grafik unter Ordnungsdienst aufscheinen, handelt es sich um Fälle, in denen das TSC den Ordnungsdienst beauftragt hat.

Nicht für alle Anliegen ist eine Fachabteilung des Magistrates – im Folgenden als „interne“ AnsprechpartnerInnen bezeichnet – zuständig. Im Jahr 2018 fielen rund 58 Prozent aller eingelangten Anregungen in den Aufgabenbereich eines Geschäftsbereiches des Magistrats. Insgesamt wurden 3.815 Fälle an eine Fachabteilung weitergeleitet. Die Gesamtzahl der zu bearbeitenden Eingänge sank gegenüber 2017 um 13 Prozent.

Von Linz AG bis zur Polizei

Unter den „externen“ AnsprechpartnerInnen waren der Ordnungsdienst (OSL), die Linz AG und die Elin EBG (defekte Beleuchtung und Ampeln) für den Hauptteil der 2.818 im Jahr 2018 eingegangenen Anliegen zuständig. Rund 69 Prozent aller Fälle, die an nichtmagistratische Einrichtungen weitergeleitet wurden, entfielen auf eine dieser drei Einrichtungen. Die Gesamtzahl der Beschwerden, die in den Zuständigkeitsbereich einer externen Ansprechpartnerin oder eines Ansprechpartners entfielen, sank 2018 gegenüber dem Vorjahr um 326 Fälle oder 10 Prozent. Die starke Zunahme beim Ordnungsdienst (OSL) ab dem Jahr 2015 ist der Agenda „Gebührenfreie Kurzparkzone“ zuzuschreiben. Sonst ging es großteils um Beschwerden über HundehalterInnen, BettlerInnen, StraßenmusikantInnen, Jugendliche und die Durchsetzung der AnrainerInnenverpflichtung durch den OSL.

Aufreger Müll

Das BürgerInnen-Service ordnet die einzelnen Beschwerden sowie Anregungen vordefinierten Begriffen (= Themen) zu. Diese basieren auf Erfahrungswerten, das heißt für häufig auftretende BürgerInnenanliegen wurden eigene Begriffe festgelegt. Durch verschiedene Veränderungen im Laufe der Jahre, insbesondere seit der Einführung von „Schau auf Linz“ 2013, haben sich die Themenschwerpunkte verlagert. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, wurde der gesamte Themenkatalog überarbeitet und neu strukturiert. Der vorliegende Jahresbericht 2018 wurde auf Basis des neuen Themenkataloges erstellt. 

Das am öftesten genannte Thema (613) ist die Müllablagerung. Zu sonstigen Verkehrsmaßnahmen sind beim Teleservice Center im Jahr 2018 exakt 499 Anliegen eingegangen. Auf dem dritten Platz rangierten „verschmutzte Verkehrsflächen“ (448). Die Bandbreite der weiteren BürgerInnen-Meldungen ist sehr breit und reicht von „Grünschnitt“ über „Hunde“ bis hin zu „Geruchsbelästigung“.

Verteilung der Anliegen

Die größte Anzahl an einlangenden Beschwerden und Anregungen betrifft den Statistischen Bezirk Innere Stadt, gefolgt von Urfahr und Bulgariplatz. Besonders auffällig war im Jahr 2015 die Zunahme in den Bezirken Urfahr und Bulgariplatz. In beiden Fällen ist diese Veränderung auf die deutlich gestiegenen Fallzahlen aufgrund der Kontrolle der gebührenfreien Kurzparkzonen durch den Ordnungsdienst zurückzuführen.

Hauptthema in allen Bezirken ist der Verkehr, wobei es sich zum überwiegenden Teil um Anregungen oder Schadensmeldungen handelt. Besonders im Zentrum (Statistischer Bezirk Innere Stadt, Urfahr und Bulgariplatz) spielt auch die Müllablagerung eine wichtige Rolle. Die Überwachung der Kurzparkzonen ist besonders in den Gebieten Bulgariplatz, Urfahr und Franckviertel von Bedeutung.

Mehr als die Hälfte der Anliegen positiv erledigt

Von den MitarbeiterInnen des TSC wird hinsichtlich der Bearbeitung eines BürgerInnenanliegens oder einer -beschwerde zwischen „erledigt“ im Sinne der Melderin oder des Melders oder „wird nicht umgesetzt/keine Zuständig-keit“ unterschieden. Als positiv erledigt sind jene Fälle zu verstehen, die exakt im Sinne der MelderInnen erledigt wurden. Möchte beispielsweise jemand die Montage einer Bodenschwelle erreichen, gilt dieses Anliegen nur dann als positiv erledigt, wenn eine solche auch errichtet wird. Wird jedoch eine andere verkehrsberuhigende Maßnahme umgesetzt, so wird das BürgerInnenanliegen als „nicht umgesetzt“ gekennzeichnet. Nicht alle Anregungen und Beschwerden fallen in den Zuständigkeitsbereich des Magistrats. Diese Fälle werden nach Möglichkeit an externe AnsprechpartnerInnen weitergeleitet. Häufig erfolgt auch eine Rückmeldung. In manchen Fällen ist eine Umsetzung nach rechtlichen oder sachlichen Gründen oder wegen mangelnder Zuständigkeit (z. B. Nachbarschaftskonflikte) nicht möglich.

In diesem Sinne konnten von den 6.633 im Jahr 2018 eingelangten BürgerInnenanliegen und -beschwerden 3.504 (53 Prozent) einer positiven Erledigung im Sinne der Melderin oder des Melders zugeführt werden. 3.096 Anliegen (47 Prozent) konnten nicht umgesetzt werden. Die Erledigungsrate differiert erheblich je nach Thema: So weist die Behebung von Schäden (beispielsweise defekte Ampel, defekte Straßen- und Außenbeleuchtung, etc.) eine hohe Erledigungsrate auf, da es sich lediglich um Reparaturen handelt. Bei komplexeren Vorschlägen zu Verkehrsmaßnahmen, wie etwa andere Ampelregelung, neuer Radweg oder Errichtung eines Kreisverkehrs, kommt eine Umsetzung naturgemäß seltener vor. 

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger zum Thema „Feedbackmanagement-Bericht 2018“)

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