Presseaussendung vom: 13.06.2019 |

Open-Air-Premiere im Botanischen Garten Grünes Wohnzimmer der Linzer wird im Sommer zur Shakespeare-Bühne

Ein besonderer Kulturgenuss im Grünen erwartet die Gäste des Botanischen Gartens. Von Juni bis August findet neben der bereits traditionellen Reihe „Wort & Klang“ mit diesmal acht Konzerten auf der Gartenbühne, auch eine Sommertheater-Premiere statt. 

Im Juli wird der Botanische Garten erstmals zur Bühne für Shakespeares Sommernachtstraum. Dahinter steht Limbic 3000 Theater & Kulturverein in enger Kooperation mit dem Ars Electronica Center. Das Team rund um den Theaterregisseur David Jentgens inszeniert Shakespeares Sommernachtstraum neu. Als hochaktuelles Stück rund um den Klimawandel und den Botanischen Garten als intakte Naturlandschaft, hält es uns auf charmante Art und Weise den Spiegel vor. William Shakespeare als Seher des 21. Jahrhunderts. Als Stationentheater konzipiert, finden Szenen und Kunstinstallationen auf unterschiedlichen Arealen der mehr als 4 ha großen Gartenanlage statt. 

„Das grüne Wohnzimmer der Stadt mit mehr als 10.000 verschiedenen Pflanzenarten ist die ideale Bühne für ein außergewöhnliches Sommertheater. Der Botanische Garten glänzt nicht nur mit seiner großen Sammlung, sondern auch mit seinem vielfältigen Kulturprogramm“, freut sich der für Stadtnatur und Lebensqualität zuständige Vizebürgermeister Bernhard Baier über das Kulturprojekt, das unter anderem Kunstinstallationen des AEC sowie der Kunstuni umfasst. „Dass der Garten nun zur Bühne für eine Neuinszenierung William Shakespeares Sommernachtstraum wird, finde ich großartig. Ich bedanke mich bei allen Mitwirkenden, die diese Premiere ermöglichen,“ so Baier. Es hat sich bereits in der Vergangenheit mit der Reihe „Wort & Klang“ gezeigt, dass der Botanische Garten besonders gut für Kulturveranstaltungen eignet.

„Ein Botanischer Sommernachtstraum“ –  Durch das Wurmloch für einen Abend in eine andere Welt

Vor der floralen Kulisse des Gartens entführt das Limbic Theater für einen Abend in eine andere Welt, durchs Wurmloch und in die fantastische Welt der Feen, Geister und Spiele. Gemeinsam verleihen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Linzer Ars Electronica Centers, der Kunstuni Linz, des Botanischen Gartens sowie Kunst- und Kulturschaffende dem Stück einen noch nie da gewesenen Reichtum an Facetten. 

„Mit dem Sommernachtstraum schaffen wir ein einzigartiges Kulturangebot in Linz. Den Botanischen Garten als Kulisse für ein Sommertheater anzubieten, ist ein lang gehegtes Projekt. Schön, dass es jetzt mit den Partnern von Limbic Theater, dem Regisseur David Jentgens, dem AEC und der Kunstuniversität umgesetzt wird“, freut sich der Leiter des Botanischen Gartens in Linz Dr. Friedrich Schwarz. 

Zentraler Projektinhalt ist ein sogenanntes Stationentheater, dessen Szenen und Kunstinstallationen auf unterschiedlichen Arealen des Botanischen Gartens stattfinden. Shakespeares frühe Aussage „Die Jahreszeiten haben ihre Gewänder getauscht” animiert auch dazu, den Klimawandel anzusprechen. Ganz besonders rückt dabei der Botanische Garten als Repräsentation einer intakten Naturlandschaft in den Mittelpunkt. Der Garten wird in einem neuen, noch nie da gewesenen Gewand erleuchten. 

Im Sinnesrausch durch den Botanischen Garten

Jeweils drei Kunstinstallationen (Plastikmüll – Elio Seidl, beleuchtetes Pilznetzwerk - AEC, Natur hören - Kunstuniversität Linz) und Stationen im Botanischen Garten entführen die Besucher in eine fremde Welt. Die drei Stationen (Titanias Schlafzimmer im Rosengarten - sehen und riechen; Verwirrung zwischen den Liebhabern beim Teich - sehen und hören; Handwerker in der Remise - schmecken und sehen) beschäftigen sich mit den menschlichen Sinnen und nehmen den Sinnesrausch thematisch auf. 

„Sommertheater ist für mich idealerweise sowieso eine Komödie von Shakespeare. Wenn sich dann auch noch die Möglichkeit eröffnet, einen Botanischen Garten zu bespielen, ist die Brücke zum Sommernachtstraum einfach zu verführerisch, um nein zu sagen," so Regisseur David Jentgens. Wichtiger Kooperationspartner des Projektes ist das Ars Electronica Center. 

„Als Ars Electronica unterstützen wir künstlerische Aktivitäten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Kräften und freuen uns auf anregende Unterhaltung in einer einzigartigen Umgebung“ erklärt Christoph Kremer, Leiter des Ars Electronica Centers. 

Limbic 3000 – Theater & Kulturverein

Limbic 3000 organisiert sich als ehrenamtlicher Verein und bringt eine Mischung aus professionellen TheaterkünstlerInnen, TänzerInnen, ProjektmanagerInnen und KulturmanagerInnen, aber auch Amateuren aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammen. KünstlerInnen aus den Niederlanden, Deutschland, Polen und Italien treffen mit Linzer Kulturschaffenden zusammen. Mit dem Projekt möchten sie den Linzer Kultursommer bereichern. Das Projekt soll auch vermehrte Aufmerksamkeit auf den Botanischen Garten Linz lenken, ihm so zu noch höherer Bekanntheit verhelfen und ihn gleichzeitig für neue Zielgruppen erschließen. 

Inhalt und Termine

Im Sommer 2019 wird der Botanische Garten zum Hof Athens und Zentrum bedeutender Geschehnisse. Theseus, Fürst zu Athen lädt zur Hochzeit und alle kommen. Doch der Hochzeit steht eine Vielzahl von Hindernissen im Weg. Die Natur ist im Streit, eine Zwangsheirat bahnt sich an und die Handwerker stoßen auf Probleme bei der Inszenierung ihres Ehrenstücks. Die Welt wandelt sich und das Schicksal vieler steht auf dem Spiel. 

Auf einzigartige Art und Weise werden dem Publikum Problemstellungen des 21. Jahrhunderts näher gebracht. Das Konzept lädt zum autonomen Erforschen, Erfahren und Nachvollziehen ein und will nicht bloß unterhalten. Alles dreht sich um Begegnung und Bewegung. Jedoch keineswegs mit erhobenem Finger, als vielmehr mit einem Augenzwinkern.

Premiere ist am 18. Juli um 20 Uhr. Weitere Vorstellungen folgen am 19., 20., 21., 25., 26. und 28. Juli. Der Eintritt beträgt 29,50 Euro. Karten sind im Vorverkauf unter https://limbic.kupfticket.at und an der Kassa des Botanischen Gartens erhältlich. Restkarten an der Abendkasse. Das Kartenkontingent ist beschränkt, pro Vorstellung können maximal 200 Personen dabei sein. 

„Wort & Klang“: Konzertsommer mit zahlreichen Highlights

Acht Konzerte der Reihe „Wort & Klang“ sind in den Sommermonaten geplant. Beginn ist jeweils um 19 Uhr. Karten sind am jeweiligen Veranstaltungstag erhältlich. Bei Schlechtwetter wird bei Möglichkeit in den Seminarraum gewechselt. „Die Gäste des Botanischen Gartens dürfen sich auf ein reichhaltiges Kulturprogramm mit zahlreichen Highlights freuen“, so Vizebürgermeister Bernhard Baier.

„Die Wort & Klang-Konzerte auf der Open-Air-Bühne im Botanischen Garten sind seit beinahe 20 Jahren fixer Bestandteil der sommerlichen Musikangebote in Linz. An einem lauen Sommerabend inmitten blühender Natur bei Vogelgezwitscher toller Musik lauschen – das ist Genuss pur!“, freut sich Friedrich Schwarz bereits auf die Konzerthighlights. 

19. Juni: Lena and the Jazzanovas (Jazz, Pop and Soul): Mit Klavier, Schlagzeug und Stimme interpretiert die Linzer Band Stücke aus Jazz, Pop und Soul. Genießen Sie ein abwechslungsreiches Konzertprogramm, dargeboten von Pianist und Multiinstrumentalist Günter Wagner, Sängerin Lena Hoffelner, sowie Schlagzeug-Student der Bruckneruniversität Danny Walter. Eintritt 15 Euro.

26. Juni: Leinoel (Familienband in Concert): Die „Kelly Family des Granit“, eine aus dem Mühlviertel stammende Familienkombo, spielt einen grenzenlosen Stilmix aus Tradition, Funk, Rock, Pop, Calypso und Afro-Rhythmen. Anlässlich ihres 10-Jahre-Jubiläums präsentierten sie im Herbst 2018 ihr viertes Album mit dem Namen „Lånd in Sicht“. Eintritt 15 Euro.

3. Juli: Alles Wagner (David Wagner erstmals solo): Nach vielen Jahren in verschiedenen Formationen (Die Niederträchtigen, die zebras, Die Mädchen u.a.m.) und als Begleiter und Komponist auf den Bühnen des Landes präsentiert der Klavierlehrer an der Linzer Musikschule mit ALLES WAGNER nun zum ersten Mal ein gesamtes Programm mit eigenen Liedern sowie ein oder zwei umgetexteten Klassikern. Texte, Kompositionen, Gesang, Klavier, Keyboard, Geige, Gitarre, Glockenspiel, Kazoo – David Wagner macht alles selbst. Es gilt die Devise: Unterhalten ohne Plattitüde, Berühren ohne Kitsch. Eintritt 15 Euro.

10. Juli: The Folks (Volkslieder aus ganz Europa): MusikerInnen aus Bulgarien, Tschechien und Österreich interpretieren Folksmusik und was dahinter steckt. Sie geben dem Genre einen neuen künstlerischen Ausdruck. Das gegenseitige Ineinander Aufgehen, dazu die feinen Arrangements von Stilana Popova-Kuritko lassen die Musik wie frisch erfunden wirken. Die Melodien sind voller Kraft, Lebenslust und Leidenschaft. Eintritt 15 Euro.

17. Juli: Nathalie Brun (Französische Chansons): Als gebürtige Kanadierin ist die Sängerin Nathalie Brun mit zwei Sprachen aufgewachsen. Und gerade in dieser organischen Verschmelzung von Englisch und Französisch liegen die kostbaren Klangerlebnisse, über die uns Nathalie in die große weite Welt entführt. Der Bassist ist Christian „Stoni“ Steiner, Nathalies Ehemann, Helmar Hill (Akkordeon und Klavier), Kurt Erlmoser (Gitarre) und Michael Leibetseder (Schlagzeug). Texte und Lieder aus eigener Feder, Filmmusik, Jazz-Standards und Chansons von Gainsbourg, Aznavour und Piaf. Veranstaltung mit Unterstützung durch die Linz AG. Eintritt 18 Euro.

24. Juli: Die Punte (Werner Puntigam's Mini-Blaskapelle mit Greatest Hitz): Die Dreier-Kombination von Blech und Holz garantiert nicht nur höchste Flexibilität bei der Erarbeitung maßgeschneiderter Arrangements, sondern erlaubt auch ein weites Spektrum zwischen U und E im Konzertrepertoire des Trios. Hits der Rolling Stones, The Kinks, von Queen, Lenny Kravitz, Robbie Williams oder James Brown werden da ebenso eigenwillig und rotzfrech interpretiert wie echte Volksmusik und Gassenhauer aus dem klassischen Fach. Werner Puntigam (Posaune), Günther Schmidhuber (Klarinette), H.G. Guternigg (Tuba). Eintritt 15 Euro.

31. Juli: 4Now (John, Paul & Bob - Beatles / Dylan Undercover): Die Popmusik des 20. Jahrhunderts wurde von Bob Dylan und den Beatles entscheidend beeinflusst. Einzelne Perlen dieser herausragenden Popgiganten präsentiert die Linzer Musikgruppe "4 NOW" „Undercover“. Die vier Musiker gehen dabei sensibel auf das Werk von John (Lennon), Paul (McCartney) und Bob (Dylan) ein und interpretieren es auf ihre spezielle Art. Eintritt 15 Euro.

7. August: Trio Phönix (Klassik-Glanz & Tango-Tanz): Angelika Gruber (Oboe), Qinqian Feng-Schütz (Violoncello), Martina Haselgruber (Klavier). Eintritt 18 Euro.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz über das „Kulturprogramm im Botanischen Garten“ mit Vizebürgermeister Mag. Bernhard BaierDr. Friedrich Schwarz (Leiter des Botanischen Gartens), David Jentgens (Regisseur) und Christoph Kremer (Leiter des Ars Electronica Centers))

Creative Commons-Lizenz
Dieser Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.

Die Veröffentlichung der Bilder ist für Medien honorarfrei, jedoch nur mit Fotonachweis. Falls nicht anders angegeben ist anzuführen: "Foto: Stadt Linz". Bei gewerblicher Nutzung bitten wir um Kontaktaufnahme.

Umfrage –
Gewinnspiel
Mitmachen & gewinnen

Wie sehen Sie Linz? Ihre Meinung ist gefragt! Nehmen Sie an der Umfrage teil und gewinnen Sie mit etwas Glück einen E-Scooter, Gutscheine der Linz AG oder Linz-Goodie-Bags.

Mehr dazu