Presseaussendung vom: 25.06.2019

Linzer Innovations-Hauptplatz startet durch Katalysator auf dem Weg zur innovativsten Stadt Österreichs

Eröffnung und Open Day am 2. Juli: Chatbot, Robot-Programmieren für Kinder und Virtual Reality-Brille  

Linz soll Europäische Innovationshauptstadt werden

Die Weiterentwicklung der Lebensstadt Linz hängt eng mit ihrer Innovationskraft zusammen. Durchschnittlich werden zwei Unternehmen pro Tag in Linz neu gegründet. Nahezu jede Woche punkten findige Betriebe mit einer Patentanmeldung. Hinsichtlich Erfindergeist ist unsere Stadt für die Zukunft also gut gerüstet. Dieser Trend wird mit dem Linzer Innovationsprogramm gefördert, das von Expertinnen und Experten erarbeitet wurde. Es berücksichtigt die Anforderungen und Ideen von Unternehmen, Investoren sowie der Lehrenden von Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen. Die Leitlinien dieses Programms stellen die Weichen für den Aufbruch in eine erfolgreiche Wirtschaftszukunft. 

Das Ziel dabei ist: Linz soll innovativste Stadt Österreichs werden. „Ein wesentlicher Schritt auf diesem Weg ist die Einrichtung eines so genannten Innovations-Hauptplatzes, der am Hauptplatz seine Pforten öffnet. Er wird allen an Neuerungen interessierten LinzerInnen wie auch für Unternehmen, Start-Ups und Institutionen zur Verfügung stehen und soll gleichsam wie ein Katalysator das vorhandene Innovationspotential bündeln und forcieren“, umreißt Bürgermeister Klaus Luger die Be-weggründe für die Schaffung der neuen Einrichtung mit dem treffenden Namen „Innovations-Hauptplatz“. 

„Innovations-Hauptplatz“ signalisiert auch ein Leuchtschild an der Ecke zur Pfarrgasse, das die Besucherinnen und Besucher zum Eingang des Innovationsbüros der Stadt Linz führt. 

„Der Innovations-Hauptplatz soll wesentliche Beiträge dazu leisten, mithilfe von Kooperationen Innovation sichtbarer zu machen und diese zu fördern“, sagt Mag.a Bettina Gumpenberger, MSc, Leiterin der Abteilung  Innovationshauptplatz im Geschäftsbereich Büro Stadtregierung.
Der Innovations-Hauptplatz dient der Umsetzung und Weiterentwicklung des Innovationsprogrammes der Stadt Linz. Als zentrale Ansprechstelle für die Wirtschaft soll es helfen, Doppelgleisigkeiten mit bestehenden Einrichtungen zu vermeiden. Zudem sollen Innovationsprojekte rascher umgesetzt werden. Zu den ersten Aufgaben des Innovationsbüros zählt die Bewerbung von Linz als europäische Innovationshauptstadt. Diesen Preis vergibt die Europäische Kommission jährlich. 

„Der Innovations-Hauptplatz hat zwei Hauptaufgaben: Erstens koordiniert er die Umsetzung und Weiterentwicklung des Innovationsprogramms der Stadt Linz. Zweitens ist er in innovationsrelevanten Fragen die zentrale Ansprechstelle bzw. der wesentliche Kontaktpunkt der Stadt Linz im Zentralraum. Wir wollen zu einer Ermöglichungskultur beitragen, welche die Realisierung toller Ideen erleichtert – mit Kontakten, Experten, Ressourcen und einem direktem Draht zu Politik, Verwaltung und Institutionen in Linz“, betont Bürgermeister Klaus Luger.

Eröffnung und Open Day am Dienstag, 2. Juli  

Am Dienstag, 2. Juli 2019, wird der Innovations-Hauptplatz nun eröffnet. Von 10 bis 17 Uhr präsentieren Unternehmen der Unternehmensgruppe Linz am Hauptplatz sowie im und vor dem Innovationsbüro in der Pfarrgasse 3 eine Auswahl städtischer Innovationsleistungen. Neben Linz AG, LIWEST, Tabakfabrik Linz sowie Ars Electronica Center werden die Open Commons Roboterprogrammierkurse für Kinder anbieten, im Innovations-Hauptplatz liegt eine Virtual Reality-Brille zum Testen bereit. Die Gewinner des Linzer App Contest zeigen, wie man Feinstaubsensoren selber bauen kann. Erstmalig kann auch der Linzer Chatbot Elli ausprobiert werden.

Innovationsprogramm als Ausgangsbasis 

Ausgangsbasis für die Idee eines Innovationsbüros ist das im Mai 2018 im Gemeinderat beschlossene Linzer Innovationsprogramm. In Summe beinhaltet das Programm 35 Handlungsansätze. Basis für das Programm war eine auf drei Jahre angelegte Studie der Johannes Kepler Universität Linz. Das Ziel bestand darin, die im oberösterreichischen Zentralraum erbrachte Innovationsleistung zu erfassen sowie die in der Region vorhandenen förderlichen und hinderlichen Bedingungen für Innovation zu identifizieren. Workshops mit dem Öko-System sowie den Innovatoren ergänzten den Innovationsprozess. Konkrete Ergebnisse liegen nun im Linzer Innovationsprogramm vor.

Was ist Innovation?

Laut Duden kennzeichnet Innovation im wirtschaftlichen Sinn die Realisierung einer fortschrittlichen Lösung für ein Problem, etwa durch ein entsprechendes Produkt oder Verfahren. Grundsätzlich bedeutet es einfach Neuerung.

Die Definition, was eine Neuerung ist, ist bereits viel schwieriger. Ganz zu schweigen von der Beurteilung von Bedingungen, Wirkungsweisen und dem richtigen Umgang damit. Ein chinesisches Sprichwort besagt, dass, wenn der Wind der Veränderung weht, die einen Windmühlen und die anderen Mauern bauen. 

Linz hat den ersten dieser beiden Zugänge gewählt. Das ist bereits eine wesentliche Entscheidung, sie gibt jedoch nur die Richtung vor und erteilt weder über den Weg noch die zu erwartenden Anstrengungen oder die dafür nötige Ausrüstung Auskunft. Eines ist jedoch klar: eine rein technologisch fokussierte Sichtweise wird nicht ausreichen. Und unsere Stadt Linz nicht weit genug voranbringen.

Was bedeutet Innovation für Linz?

Innovativste Stadt Österreichs. Das ist das Ziel, das sich Linz steckt. Dafür muss sie jedoch sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene eine vernetzte Größe werden. Ist sie bereit dafür, diese auch zu erreichen?

Es ist nicht wenig, was bereits zur Aufrüstung der Startrampe geleistet wurde. Ars Electronica, Tabakfabrik, JKU und Kunstuni als zentrale Leitmodule sind dabei nur die größten unter vielen Komponenten, unter denen die Industrie ebenfalls eine Hauptrolle spielt. Aber genügt das, um abzuheben? Wozu sind die Einrichtungen, Angebote und Förderungen von öffentlicher und privater Seite in der Lage? Was muss verbessert werden? Was fehlt noch? Und wie kann die Bevölkerung motiviert werden, diesen Weg mitzugehen?

Wie jeder Bühnenkünstler weiß, sind die LinzerInnen ein kritisches Publikum, das nur mit Leistung zu überzeugen ist. Genau diese Einstellung ist jedenfalls die beste Voraussetzung für den Erfolg. Denn auch die innovativsten Ideen können nur mit Tatkraft verwirklicht werden. 

Open for new ideas… das Innovationsbüro startet durch 

Was ist der Innovations-Hauptplatz?

Innovative Initiativen gibt es an vielen Orten in Linz. Auf eigene Faust von privaten Unternehmen. Gezielt entwickelt von Bildungs- und Kultureinrichtungen. Oder im konkreten Auftrag von Institutionen wie Wirtschaftskammer und Tabakfabrik.

Eines ist dabei jedoch offensichtlich: jedes dieser Kraftzentren kümmert sich um seine Ziele und Zielgruppen, um seine Agenda und Interessen. Die Angebote und Möglichkeiten sind wenig aufeinander abgestimmt, wer nicht ins Raster des definierten Beuteschemas passt, wird erst gar nicht angesprochen. Das ist kein Vorwurf. Die Grand Garage hat beispielsweise eine ganz andere Aufgabe als das AEC. Dennoch werden potentielle Innovatoren dadurch oft von Pontius zu Pilatus geschickt, erleben sie Prozesse als intransparent, ineffizient und mühsam. Was fehlt, ist eine zentrale Ansprechstelle, ein Koordinationszentrum, das vernetzt, vermittelt, verbindet und innovative Projekte auch abseits von Startups und IT-Wirtschaft ermöglicht. Was bisher fehlte. Denn mit dem Innovations-Hauptplatz, dem Innovationsbüro der Stadt Linz, ist genau diese Lücke nun geschlossen. 

Bettina Gumpenberger und ihre beiden MitarbeiterInnen freuen sich auf ihre neuen Aufgaben 

3-köpfiges Team mit innovativen Ideen

Das 3-köpfige Team des Innovationsbüros freut sich auf seine neuen Aufgaben und hat schon zahlreiche Ideen entwickelt.  

Die nächsten Ziele sind: 

  • Bewerbung von Linz zur Innovationshauptstadt Europas iCapital
  • Etablierung einer E-Partizipationsplattform für die LinzerInnen 
  • Entwicklung eines Innovations-Kennzahlensystems für die Stadt
  • Vorantreiben des Ausbaus der Hotspots 
  • Symposium Urban Mobility
  • Projekt „Tablets für Schulkinder“

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger zum Thema „Eröffnung des Linzer Innovationsbüros“)

Weitere Gesprächspartnerin: 
Mag.a Bettina Gumpenberger, Leiterin der Abteilung Innovationshauptplatz im Geschäftsbereich Büro Stadtregierung:
 

Frag ELLI!
Frag ELLI! – Chatbot der Stadt Linz

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