Presseaussendung vom: 09.07.2019

Gestaltungsbeirat gab grünes Licht für JKU College Fassadengestaltung der Tech Base konnte noch nicht überzeugen

Ein unkonventionelles Studentenheimprojekt stand auf der Tagesordnung der Juli-Sitzung des Gestaltungsbeirates. Das “JKU College” wird ausschließlich 99 Studierenden der Technisch-Naturwissenschaftlichen Studienrichtungen vorbehalten sein, die in vier Semestern einen Master-Abschluss anstreben. Neben Wohnmöglichkeiten werden die drei westlich des TNF-Turmes entstehenden Gebäude im Erdgeschoß auch Seminarräume bieten, wo Lehrende der Universität die angehenden NaturwissenschafterInnen speziell betreuen werden. Der Entwurf des Welser Architekturbüros Luger & Maul kann nach der Klärung von Detailfragen durch die Planungsvisite realisiert werden. Die JKU sucht für das Vorhaben mit einer Ausschreibung einen Bauträger. Die Bundes-Immobiliengesellschaft wird als Eigentümerin des Grundstücks ein Baurecht vergeben. Wenn alles nach Plan vorläuft, sollen die Studierenden bereits im Sommersemester 2021 einziehen. Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein, selbst Informatiker, ist von der Philosophie des Projekts begeistert: “Das JKU College motiviert zusätzlich, ein aussichtsreiches Masterstudium in den MINT-Fächern abzuschließen”. 

Das JKU-College besteht aus drei durch verglaste Brücken verbundenen Baukörpern mit drei Obergeschoßen in Holzbauweise mit jeweils 33 Einzelzimmern. Die Seminarräume befinden sich in dem in massiver Bauweise konzipierten Erdgeschoß. Der Gestaltungsbeirat regte an, an der Nordseite mit Grünblick attraktivere Räume zu schaffen.

Eingehend diskutiert hat der Beirat die Fassadengestaltung des Großprojekts “Tech Base” der Linzer Firma Neuson Real des Immobilieninvestors Ing. Hans Neunteufel. Im Dezember 2018 hatte das Gremium die Grundstruktur des von den Linzer Architekturbüros Kneidinger und Klinglmüller geplanten Vorhabens genehmigt. Drei Haupt-Baukörper mit bumerang-ähnlichen Grundrissen werden in einigen Jahren das Siemens-Gebäude an der Wolfgang-Pauli-Straße umgeben. Ihre Höhe reicht von drei bis zehn Geschoßen. Eine Brutto-Geschoßfläche von zirka 36.000 Quadratmetern – das entspricht etwa fünf Fußballfeldern – erschließt vielfältige Perspektiven für die Wirtschaft. Die aktuelle Projektversion berücksichtigt Anregungen des Gestaltungsbeirates. Die Grünraumfläche steigt um ein Viertel auf 5.800 Quadratmeter. Die Zahl der oberirdischen Parkplätze wurde auf etwa 20 für den geplanten Supermarkt reduziert. Die Fassadenstruktur weist nun eine ausgeprägte horizontale Gliederung auf. Der Gestaltungsbeirat kritisierte die für den Sonnenschutz sorgenden, sehr großen dunklen Fensterbänder und regte als Alternative eine weniger Kühlenergie erfordernde Doppelverglasung mit innenliegender Beschattung an. Die überarbeitete Fassadengestaltung wird in der nächsten Sitzung des Gremiums im Herbst diskutiert. Der Geschäftsführer von Neuson Real, Mag. (FH) Christian Richter, MSc, MBA, möchte 2020 mit dem ersten Bauabschnitt beginnen, zu dem auch ein 40 Meter hoher Büroturm im Norden des Siemens-Gebäudes zählt. 2023 soll der letzte Abschnitt bezugsreif sein. Das ursprünglich vorgesehene Hotel ist kein Thema mehr.
 

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