Presseaussendung vom: 30.07.2019

Sommerbetreuung für mehr als 3.000 Kinder Städtische Krabbelstuben und Kindergärten punkten mit familienfreundlichen Öffnungszeiten

Linz ist in der Kinderbetreuung seit vielen Jahren vorbildlich. Nicht nur in puncto Vollversorgung und pädagogische Qualität, sondern auch bei den Öffnungszeiten. Täglich von Montag bis Freitag zwischen 6.30 Uhr und 17 Uhr, in ausgewählten Betrieben sogar von 6 Uhr bis 20 Uhr, ermöglicht die Stadt Linz eine echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf. 

Ein wirkliches Alleinstellungsmerkmal sind die Jahresöffnungszeiten in Krabbelstuben und Kindergärten. Die Einrichtungen sind jährlich 51 Wochen geöffnet, lediglich in der Weihnachtswoche schließt der Großteil der Häuser. Zwei bleiben jedoch offen um Familien, die auch in dieser Zeitspanne auf das städtische Angebot angewiesen sind, zu versorgen.

„Besonders für AlleinerzieherInnen stellen viele Wochen Sommerferien bei einem eigenen Urlaubsanspruch von fünf Wochen eine große Belastung dar. Während in anderen Gemeinden durch die langen Schließungszeiten die Betreuung in Ferienzeiten für viele Eltern eine große Herausforderung darstellt, unterstützt die Stadt Linz mit den großzügigen  Sommeröffnungszeiten die Linzer Familien“, sagt Bildungsstadträtin Mag.a Eva Schobesberger.

Mit der durchgehenden Öffnung während des ganzen Sommers entlasten die Krabbelstuben und Kindergärten Eltern und Kinder. Für Eltern bedeutet das eine unabhängige Urlaubsplanung, die Vereinbarkeit mit den beruflichen Ansprüchen und auch die Möglichkeit, mit der Familie in der Vor- sowie Nachsaison zu deutlich attraktiveren Preisen Urlaub genießen zu können.

Die Vorteile für die Kinder liegen auf der Hand: Sie müssen in kein ihnen fremdes Haus zu ihnen nicht vertrauten PädagogInnen und Kindern wechseln, sondern bleiben in der vertrauten Umgebung. Das ist besonders bei sehr jungen Kindern ein unbezahlbarer Vorteil

Sorgfältige Planung

Um die ganzjährige Versorgung der Mädchen und Buben in städtischen Krabbelstuben und Kindergärten zu ermöglichen ist eine sorgfältige Planung vonnöten. Die Eltern geben im Februar, soweit es ihnen möglich ist, ihre Urlaubspläne bekannt. In den Betreuungseinrichtungen wird die interne Planung darauf abgestimmt, damit auch die MitarbeiterInnen ihren Urlaub konsumieren können. Auch wenn sich die Urlaubspläne der Eltern in der Praxis nicht immer tatsächlich so umsetzen lassen, gibt es durch die Ausgleichseffekte eine hohe Übereinstimmung der Anzahl der angemeldeten Kinder und der dann auch tatsächlich anwesenden Kinder. In all den Jahren, sind die Eltern auf Nummer Sicher gegangen, und es waren immer etwas weniger Kinder als angemeldet tatsächlich in den jeweiligen Betreuungseinrichtungen.

Hoher Betreuungs-Bedarf

Heuer wurden für die Zeit der Sommerschulferien (Juli und August) im Kindergarten von insgesamt 4.618 Kindern exakt 3.034 Kinder für den Besuch angemeldet, das sind knapp 66 Prozent. Von insgesamt 904 Krabbelstubenkindern sind für die Sommerferien 769 Kinder angemeldet, das entspricht über 85 Prozent. Für die Kindergärten ergibt das gegenüber dem Vorjahr ein leichtes Plus, in den Krabbelstuben bleiben die Anmeldezahlen auf hohem Niveau gegenüber 2018 beinahe konstant. Die Zahlen belegen, wie wichtig das städtische Sommerangebot für die Eltern ist.

Krabbelstuben: 11 neue Gruppen

Ab 1. September startet das neue Bildungsjahr. Dafür hat die Stadt Linz bereits knapp 1.000 Kindern einen Kindergartenplatz zugewiesen. Nicht nur denen, die mit September das dritte Lebensjahr vollendet haben, sondern auch denen, die erst später drei Jahre alt werden. Die städtischen Krabbelstuben freuen sich mit Beginn des neuen Bildungsjahres auf knapp 200 neue Kinder. Zur Deckung des Bedarfs schafft die Stadt Linz im kommenden Bildungsjahr 11 neue Gruppen.

983 MitarbeiterInnen betreuen Kinder

Die bestmögliche Betreuung der Kinder erfordert eine entsprechende Anzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Mit Stand Juli 2019 beschäftigt die Stadt Linz 983 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den städtischen Krabbelstuben und Kindergärten. In Vollzeitäquivalenten ausgedrückt sind das exakt 785,3. Laut Voranschlag 2019 belaufen sich die Personalkosten auf 35,5 Millionen Euro. 

Hochwertiges Pädagogisches Konzept 

Die Stadt Linz setzt auf hochwertige pädagogische Betreuung. Eine zentrale Säule hierfür sind die Bildungs-Werkstätten. Diese sind Ergebnis einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der pädagogischen Konzepte in den Linzer Kinderbetreuungseinrichtungen. Um die Mädchen und Buben optimal auf die sprachlichen, kognitiven, aber auch emotionalen Anforderungen der Schule vorzubereiten, bieten die Kindergärten seit Jahren eine Reihe von erzieherischen Schwerpunkten an. Diese reichen von geschlechtssensibler und interkultureller Erziehung über computergestütztes Lernen bis hin zur Montessori-Pädagogik.

Die städtischen Bildungs-Werkstätten sind in unterschiedliche Themengebiete eingeteilt. Projektideen liefern zudem Vorschläge, wie die Themen aufgearbeitet werden können. Themengebiete sind:

  • Körper, Bewegung und Gesundheit 
  • Literacy, Kommunikation, Sprache, Schriftkultur und Medien 
  • Kreativität  -  Bildnerisches Gestalten 
  • Mathematische Grunderfahrungen 
  • Musik 
  • Naturwissenschaftliche und technische Grunderfahrungen 

Spielen – die wichtigste Grundlage kindlichen Lernens

Arbeit in Bildungswerkstätten basiert grundsätzlich auf der Erkenntnis, dass das Spiel eine umfassende Grundlage für das Lernen der Kinder ist und für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder eine Notwendigkeit darstellt. Im Spiel bringen Kinder sich selbst mit ihren Fähigkeiten und ihrem Wissen ein, sie probieren aus, bilden oder verwerfen ihre Theorien und suchen passende Verhaltensweisen. So bauen Kinder besonders durch Erkenntnisprozesse im Spiel bleibendes Wissen auf. Kommunikationsfähigkeit, Selbst-, Sozial-, Sach- und Lernmethodische Kompetenz werden durch die spielerische und eigenständige Nutzung der Bildungswerkstätten besonders gestärkt. Erst wenn das Kind Vertrauen, Orientierung und verlässliche Beziehungen zu pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Freundinnen und Freunden gefunden hat, kann die Arbeit in Bildungswerkstätten gut funktionieren.

Übergreifender Schwerpunkt Sprachförderung

Ein über alle Lernwerkstätten hinweg verankertes vorrangiges Bildungsziel ist die durchgängige Sprachförderung.  Das Arbeiten in Klein-  und Teilgruppen in der Werkstattzeit erweist sich vor allem  für den Erwerb der deutschen Sprache als besonders hilfreich. Die Pädagogin hat die Möglichkeit in überschaubaren Schritten gezielt die Materialien ihres Schwerpunktraumes einzuführen und einzusetzen, welches den Kindern hilft, sprachliche Informationen zu verstehen, nachzuvollziehen und schrittweise den Wortschatz zu erweitern. Durch kognitive Förderung in den Bildungswerkstätten soll auch der Schritt von der Kommunikations- zur Bildungssprache erleichtert werden.

Zusatz-Angebot Aktiv-Tage

Die Sommerferien sind voll im Gang. Kinder und Jugendliche können ihre sommerliche Freizeit genießen. Damit keine Langeweile aufkommt hat das Linzer Kinder- und Jugendbüro mit den „Aktiv-Tagen 2019“ ein umfassendes Programm auf Lager: Ob beim Billardkurs, dem Erlebnisabend in der Sternwarte Linz oder zahlreichen weiteren Veranstaltungen. In der „Aktiv-Tage“-Broschüre finden Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 15 Jahren alle Infos über das gesamte Linzer Ferien- und Freizeitprogramm. Etwa 180 unterschiedliche Programmpunkte stehen zur Auswahl.

Dank dem Sommerangebot der Stadt Linz bekommen vor allem Linzer Familien, die in den Ferien nicht fortfahren können oder wollen, ein vielseitiges, interessantes und sinnvolles Ferienprogramm für ihre Kinder geboten. Das gedruckte Ferien- und Freizeitprogramm liegt in Linzer Schulen, Horten, Bibliotheken und Jugendklubs auf. Online ist es unter www.linz.at/aktivtage.asp abrufbar. 
„Ich lade alle Kinder und Jugendlichen herzlich ein, das umfangreiche Aktiv-Tage-Ferienprogramm zu nutzen. Es stehen wieder viele Sport- und Kreativangebote sowie Aktionswochen auf dem Programm“, sagt Bildungsstadträtin Mag.a Eva Schobesberger. 

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Stadträtin Mag.a Eva Schobesberger und Abteilungsleiterin Regina Stieber (Kinder- und Jugend-Services Linz) zum Thema „Sommerbetreuung in den städtischen Kindergärten und Krabbelstuben“)