Presseaussendung vom: 26.08.2019 ||

Leistungsbilanz 2018 der Berufsfeuerwehr Linz Knapp 4.450 Einsätze jährlich und zwölf pro Tag absolviert

Zahl der Brandeinsätze stabil – Technische Einsätze dominieren

Mehr als zwei Millionen Euro für neue Fahrzeuge

Durchschnittlich 12 Einsätze pro Tag absolvierte im Vorjahr die Mannschaft der Berufsfeuerwehr Linz. Insgesamt 4.447 Mal rückte das erfahrene Team aus, um Menschen und Tiere in unterschiedlichen Notlagen zu helfen. Das 186 Mann starke Team der Berufsfeuerwehr absolvierte 2.903 Technische Einsätze, davon sechs Katastrophenhilfseinsätze. Von den 1.544 Brandeinsätzen waren 792 Melderalarme. Insgesamt galt es im Vorjahr 404 Brände zu löschen. 

„Durchschnittlich zwölf Einsätze pro Tag veranschaulichen, welch großes Arbeitspensum die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr für die Sicherheit der Linzerinnen und Linzer absolviert haben. Die Feuerwehrmänner erbringen rund um die Uhr die vielfältigen und oft gefährlichen Aufgaben zum Wohl der Bevölkerung. Und das 365 Tage im Jahr. Voraussetzung dafür ist, dass die Mannschaft bestens organisiert, geschult und trainiert ist.“, lobt Bürgermeister Klaus Luger die qualitativ hochwertige Arbeit der Berufsfeuerwehr. 

„Die Berufsfeuerwehr arbeitet schnell und effektiv. Innerhalb von 30 Sekunden rücken die Feuerwehrmänner aus und sind spätestens in sieben Minuten an jedem Einsatzort in Linz. Dieses rasche und richtige Handeln in den ersten Minuten ist entscheidend für den weiteren Schadensverlauf und minimiert das Einsatzrisiko“, zeigt sich Sicherheitsstadtrat Michael Raml von der Professionalität der Berufsfeuerwehr beeindruckt. 

404 Brände – um 40 mehr als 2017

Insgesamt 404 Brände galt es im Vorjahr zu löschen, davon 68 Gebäude, 34 Fahrzeuge und 73 Müllbrände. 792 Alarme gingen über die etwa 672 angeschalteten Brandmeldeanlagen ein. Insgesamt absolvierte das Team 1.544 Brandeinsätze. 

Die Zahl der Brandeinsätze blieb in den vergangenen Jahren in etwa gleich hoch. Mitverantwortlich dafür ist sicherlich die Präventivarbeit im Bereich des Vorbeugenden Brandschutzes. Das Expertenwissen der Berufsfeuerwehr fließt bereits in die Planung von Neubauten ein. Auch bei der Einrichtung von Großbaustellen wie aktuell beim Bau der Bypassbrücken erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr. Die Brandschutzprofis führen zudem regelmäßig Kontrollen an bestehenden Gebäuden durch und prüfen die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen.

2.900 Technische Einsätze – um 60 mehr als 2017

Die technischen Einsätze machen mit 2.900 den Hauptteil der zu bewältigenden Arbeit aus. Die Einsatzkräfte retteten oder bargen im Vorjahr knapp 580 Personen, davon 198 Menschen aus defekten Aufzügen und 19 nach Verkehrsunfällen. Wegen Unfallverdacht öffneten sie 318 Wohnungen. 

1.129 Einsätze betrafen Tiere, davon 725 Bienen, Wespen und Hummeln, 81 Tiertransporte – doppelt soviele als im Jahr 2017, 206 Tiere wurden aus Notlagen befreit und 63 tote Tiere geborgen.

431 Mal fielen Sicherungsarbeiten an, darunter 309 Sicherungsdienste Straße (beispielsweise bei einer Ölspur), 69 Sicherungsdienste an Gebäuden und 53 Sicherungsdienste Unwetter (zum Beispiel werden vorsorglich kleinere Brücken gehoben). Es gab 47 Gefahrenstoffeinsätze, 26 Mal war austretendes Gas die Ursache. 

Katastrophen Hilfs-Einsätze

Im Katastrophenfall sind das Know-how und die Leistungsfähigkeit der geschulten Berufsfeuerwehr-Mannschaft von unschätzbarem Wert. Wetterextreme mit Stürmen, sintflutartigen Regenfällen und Hagel erforderten im Vorjahr das Ausrücken der Einsatzkräfte. 

Die Katastrophenschutzpläne werden laufend aktualisiert. Zudem widmen sich die Sachverständigen dem Szenario, wenn für längere Zeit die Stromversorgung ausfällt und die gesamte Infrastruktur lahmgelegt ist. Es werden Konzepte und Maßnahmen erarbeitet, wie die Berufsfeuerwehr trotzdem schlagkräftig agieren kann. Außerdem wird das Programm DIGIKAT implementiert. Die Internetanwendung unterstützt im Katastrophenfall Behörden und Einsatzorganisationen, die anfallenden Aufgaben gut aufeinander abgestimmt auszuführen. 

689 Einsatzkräfte für ganz Linz

Vier Freiwillige Feuerwehren und acht Betriebsfeuerwehren unterstützen die Berufsfeuerwehr Linz bei der Bewältigung der Aufgaben. Somit sorgten im vergangenen Jahr 689 Feuerwehrleute für die Sicherheit der Bevölkerung: 186 bei der Berufsfeuerwehr, 120 bei den Freiwilligen Feuerwehren und 383 Mitglieder der Betriebsfeuerwehren. Um die Schlagkraft zu erhöhen und um die Ortskenntnisse zu verbessern, werden regelmäßig gemeinsame Übungen abgehalten. 

Durch die starke Nord-Süd-Ausdehnung des Stadtgebietes sind die vier Freiwilligen Feuerwehren sehr wichtig. Im Norden von Linz stehen die Freiwilligen Feuerwehren Pöstlingberg und St. Magdalena für die Bevölkerung im Einsatz. Der Linzer Hausberg mit den schmalen und steilen Zufahrtswegen erschwert für die Berufsfeuerwehr das rasche Eingreifen. Die Unterstützung vor Ort durch die freiwilligen Kräfte ist daher immens wichtig für die erste Brandbekämpfung, Menschenrettung und die Löschwasserversorgung. Im Linzer Süden sind die Freiwilligen Feuerwehren Ebelsberg und Pichling sofort zur Stelle – letztere verfügt über eine gut ausgebildete Wasserwehr. 

Der hohe Stellenwert der acht Betriebsfeuerwehren ist unumstritten. Die gut geschulten Einsatzkräfte mit hervorragenden Ortskenntnissen leisten entscheidende Erstmaßnahmen in ihren Ausrückebereichen und bemühen sich um den vorbeugenden Brandschutz. Folgende Linzer Betriebe haben eine Betriebsfeuerwehr: voestalpine, Chemiepark Linz, Landestheater Linz MOB, Linz AG, ÖBB Technisches Services-Werk Linz, Siemens, Linz Textil und Schiffswerft AG Linz. 

Im Berichtsjahr führte die Berufsfeuerwehr 14 Übungen außerhalb des Wachegeländes durch, teilweise gemeinsam mit den Freiwilligen Feuerwehren und den Betriebsfeuerwehren. Anschließend gibt es Nachbesprechungen, wo genau analysiert wird, ob Optimierungspotenzial vorhanden ist, das in Zukunft umgesetzt werden kann.

Leitstellenverbund für mehr Sicherheit

Gemeinsam mit dem OÖ. Landesfeuerwehrverband und der Freiwilligen Feuerwehr Wels hat sich die Berufsfeuerwehr Linz zum Leitstellenverbund zusammengeschlossen. Ziel ist es neben der unabhängigen Einsatzabwicklung und Einsatzverwaltung jeder einzelnen Einsatzorganisation für den Starklastfall und sonstige Großereignisse gerüstet zu sein. Dazu wurden die Räumlichkeiten der Nachrichtenzentrale in den Jahren 2017 und 2018 im zweiten Obergeschoß der Hauptfeuerwache neu errichtet. 

Die Installation der Sprachkommunikationsanlage und der Haustechnik wurde 2018 umgesetzt, sodass die neue Einsatzleittechnik folgen kann. Die Implementierung der neuen Systeme gemeinsam mit der Umstellung auf Digitalfunk wird die Abteilung NEV noch die nächsten Jahre bis zur endgültigen Inbetriebnahme in Anspruch nehmen. 

Stadt Linz investiert 2,34 Millionen Euro in modernen Fuhrpark

Der Fuhrparkt wurde um vier neue Rüstlösch-Fahrzeuge modernisiert. Die Berufsfeuerwehr verfügt über insgesamt sieben dieser Spezialgeräte. Bei durchschnittlich zwölf Einsätzen pro Tag werden diese dementsprechend beansprucht. Zwei dieser Fahrzeuge fahren bei Einsätzen neben dem Kommandofahrzeug und der Drehleiter immer aus. Sie sind wesentlicher Bestandteil des Zugs. Um am neuen Stand der Technik agieren zu können, investierte die Stadt Linz 2,34 Millionen Euro in die Modernisierung des Fuhrparks Jeweils zwei Rüstlöschfahrzeuge werden in der Hauptfeuerwache an der Wiener Straße und in der Feuerwache Nord an der Dornacher Straße stehen. Die alten Einsatzwägen erhalten die Linzer Freiwilligen Feuerwehren, wo sie noch gute Dienste leisten werden. Die Berufsfeuerwehr arbeitet mit den Freiwilligen Feuerwehren Pöstlingberg, St. Magdalena, Ebelsberg und Pichling eng zusammen. Es ist bei Einsätzen von Vorteil, wenn im Feuerwehrbezirk Linz-Stadt gleiche Fahrzeuge verwendet werden.

Feuerwehr erzeugt Strom - Photovoltaikanlage in Betrieb

In einem gemeinsamen Projekt mit der Linz AG wurde am der Dach der Hauptfeuerwache eine Photovoltaikanlage installiert mit einer Leistung von 63 kWp. Damit leistet die Berufsfeuerwehr einen Beitrag zum Schutz der Ressourcen. Der selbst erzeugte Strom wird unter anderem zur Blackout-Vorsorge genutzt, um die Notstromaggregate zu entlasten. 

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger, Sicherheits- und Feuerwehrreferent Stadtrat Michael Raml und Branddirektor Dr. Christian Puchner über die „Leistungsbilanz 2018 der Berufsfeuerwehr Linz“)

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