Presseaussendung vom: 19.09.2019

20 Jahre First Love Ambulanz Beratung für Jugendliche rund um das Thema Sexualität

Kostenlose Serviceeinrichtung – auf Wunsch anonym

Die Pubertät ist die Zeit der ersten Verliebtheit und der ersten sexuellen Erfahrungen. Das Thema Sexualität kann meist weder mit den Freundinnen und Freunden, noch mit den Eltern ausreichend besprochen werden. Auch das Internet ist nicht immer eine zufriedenstellende Informationsquelle. Die First Love Ambulanz bietet Mädchen für diese Fragen kompetente Beratung und Hilfe an. Diese kostenlose Serviceeinrichtung im Kepleruniklinikum MED-Campus III kann auf Wunsch auch anonym in Anspruch genommen werden. Heuer feiert die First Love Ambulanz das 20-Jahre-Jubiläum. Stadträtin Mag.a Eva Schobesberger lobt die hervorragende Arbeit der Service-Einrichtung: „Die First Love Ambulanz ist eine wichtige Anlaufstelle speziell für Mädchen, die hier mit viel Feingefühl kompetente Beratung durch eine Psychologin und Ärztin anbietet!“

2.300 Beratungen durchgeführt – Workshops für Schulen

Vor 20 Jahren, genau am 1. September 1999, ging die First Love Ambulanz im damaligen AKH in Betrieb. Bereits seit 1974 werden im Institut für Familien- und Jugendberatung – zu dem die First Love Ambulanz gehört – Jugendliche zum Themenkreis „Sexualität, Verhütung, Gesundheitsvorsorge“ beraten. In den vergangenen zehn Jahren führte das Team der First Love Ambulanz etwa 2.300 Beratungsgespräche durch. Neben den Einzelberatungen werden auch Workshops für Schulklassen zum Thema Sexualität und Verhütung angeboten.

Ohne e-Card und anonym

Mädchen von zwölf bis 18 Jahren können kostenlos die First Love Ambulanz im Kepleruniklinikum MED-Campus III, Bau B, im 1. Stock besuchen. Jeden Mittwoch von 15 bis 17 Uhr erhalten sie Hilfe, Unterstützung und Antworten rund um das Thema Sexualität: „Das erste Mal“, eine neue Beziehung, Probleme in der Beziehung, Verhütungsfragen, eine erste Untersuchung bei der Frauenärztin, Unsicherheiten bezüglich des Körpers und seiner Veränderungen, die Regel, Aids und andere Geschlechtskrankheiten usw. Eine Psychologin, eine Ärztin und eine Ambulanzhelferin kümmern sich hier um die Anliegen der jungen Menschen, die auch anonym bleiben können. Anmeldung und e-Card sind nicht erforderlich. Selbstverständlich herrscht hier die ärztliche Schweigepflicht.

Die Ambulanz ist grundsätzlich jeden Mittwoch geöffnet, Ausnahmen sind der Monat August und die Weihnachtsferien. Während der Semesterferien und der Karwoche kann in Ausnahmefällen keine Gynäkologin da sein. Es empfiehlt sich daher, vorher telefonisch anzufragen.

Kompetentes Ärztinnenteam

In der First Love Ambulanz spricht anfangs die Psychologin mit den Hilfesuchenden. Hier zeigt sich, dass neben Fragen zum eigenen Körper und zur Verhütung meist auch persönliche Probleme in der Partnerbeziehung oder mit den Eltern, sowie sexueller Missbrauch, Identitätsproblematiken oder ungewollte Schwangerschaft bestehen. Um medizinische Fragen kümmert sich die Ärztin, die auf Wunsch auch gynäkologische Untersuchungen durchführt und Verhütungsmittel verschreibt.

Unwissenheit trotz Informationsflut im Internet

Obwohl im Zeitalter des Internets Jugendliche scheinbar jede Möglichkeit haben Informationen über Themen rund um Sexualität zu bekommen, ist ihr Wissen darüber oft erschreckend gering. Fragen wie „Kann ich vom Küssen schwanger werden“ zeigen oft, wie wenig die Jugendlichen über ihren Körper Bescheid wissen. Internetseiten mit pornografischen Inhalten verunsichern Jugendliche und vermitteln ihnen eine völlig falsche Form von Sexualität. Hier setzt die Vermittlung von Medienkompetenz ein, die von der Psychologin im persönlichen Gespräch, aber auch in Workshops mit Schulklassen vermittelt wird. Ziel der Beratungen ist es auch, durch Aufklärung ungewollte Schwangerschaften zu verhindern. In Österreich werden immerhin jedes Jahr 1.700 Mädchen vor ihrem 20. Lebensjahr meist ungewollt schwanger.

(Informationsunterlage für die Pressekonferenz anlässlich „20 Jahre First Love Ambulanz“ mit Stadträtin Mag.a Eva Schobesberger und Mag. Josef Kobler, Direktor der Kinder- und Jugend-Services Linz)

Weitere Gesprächspartnerinnen:
Mag.a Barbara Spranger, Abteilungsleiterin Familien- und Jugendberatung
Mag.a Magdalena Stürmer, Leiterin der First Love Ambulanz
 

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