Presseaussendung vom: 07.10.2019

Private Kinderbetreuungs-Einrichtungen ergänzen städtisches Angebot optimal Lebensstadt Linz punktet mit garantiertem Betreuungsplatz

Die hohe Lebensqualität für Familien in der Landeshauptstadt Linz beruht zu einem großen Teil auf den umfangreichen Versorgungsangeboten für Linzer Kinder. Vor allem die Sicherheit einen garantierten Betreuungsplatz für sein Kind vorzufinden, ermöglicht Familien eine solide Lebensplanung. Neben den städtischen Einrichtungen bieten auch zahlreiche private Organisationen Betreuungsleistungen in Kindergärten, Horten und Krabbelstuben an. Ziel sowohl städtischer als auch privater Kinderbetreuungs-Einrichtungen ist eine optimale Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

„Das große Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen in der Landeshauptstadt baut auch auf die Unterstützung von privaten Trägern. Aus diesem Grund investiert die Stadt auch insgesamt fast fünf Millionen Euro pro Jahr für diese Betreuungsleistungen. Das einheitliche Linzer Tarifmodel erleichtert Eltern die Wahl des Wunschkindergartens ohne auf unterschiedliche Kosten achten zu müssen. Auch die Nachmittagsbetreuung bleibt so für alle Familien leistbar“, zeigt sich Familienreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing über das umfangreiche Angebot der Lebensstadt Linz erfreut.   

Mehr als 3.600 Kinder privat betreut

Das flächendeckende Netz an Kinderbetreuungseinrichtungen wird durch zahlreiche private Angebote unterstützt. 2018 wurden in den privaten Einrichtungen mehr als 3.600 Kinder betreut. 1.602 davon in privaten Kindergärten, 49 in privaten Krabbelstuben und 365 nahmen einen privaten Hortplatz in Anspruch. Die größte Anbieterin ist die Pfarrcaritas mit insgesamt 49 Gruppen, gefolgt von den Kinderfreunden mit 17 Gruppen. Der Hort Franziskanerinnen der Brucknerschule bietet sieben Gruppen, alle weiteren elf Anbieterinnen je zwischen einer und fünf Betreuungsgruppen.

1.085 Kinder fanden einen Platz in einer der flexiblen Einrichtungen, wie „Das Nest“, „Schaukelpferd“ oder wurden durch eine der 20 Linzer Tagesmütter betreut. Private Betriebskindergärten in Unternehmen und heilpädagogische Einrichtungen ergänzen das vorhandene Angebot mit etwa 50 Gruppen.

Linzer Kinder sind bestens versorgt

Derzeit besuchen mehr als 13.000 junge Linzerinnen und Linzer eine Krabbelstube, einen Kindergarten oder einen Hort. Mehr als 10.000 (80 Prozent) von ihnen betreuen die städtischen Kinder- und Jugendservices (KJS). Von den 1.139 Krabbelstubenplätzen bieten die KJS 940 (83 Prozent) an. Bei den 6.942 Kindergartenplätzen beträgt der Anteil 71 Prozent (4.890 Plätze) und bei den 5.445 Hortplätzen 89 Prozent (4.830 Plätze). Auch wenn der Anteil an städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen bereits sehr hoch ist, sind die privaten Häuser für die Vollversorgung eine wesentliche und notwendige Stütze. Darüber hinaus erhöhen sie die Wahlfreiheit für Linzer Familien, in welcher Form bzw. bei welchem Träger sie ihre Kinder betreuen lassen wollen.

103.000 Euro städtische Förderungen für flexible Betreuung

Die zwei Kinderbetreuungseinrichtungen „Das Nest“, Blumauerstraße 45, und „Schaukelpferd“ an der Wiener Straße 260 wurden mit dem Zweck gegründet, eine leistbare, stundenweise Kinderbetreuung anzubieten. Damit tragen sie wesentlich zur Betreuung der unter zwei-jährigen Kinder in Ergänzung zu den bestehenden städtischen und privaten Kinderbetreuungseinrichtungen bei.

Im Jahr 2018 wurden insgesamt 401 Kinder betreut und 30.974 Betreuungsstunden geleistet. Für das Jahr 2019 wird mit einem ähnlichen Ergebnis gerechnet.

Für Eltern mit geringem Beschäftigungsausmaß oder in Ausbildung ist durch diese Einrichtungen gewährleistet, dass kein Linzer Kind aufgrund formaler Aufnahmevoraussetzungen (die für die Zuteilung eines Krabbelstubenplatzes erforderlichen 20 Wochenstunden) von der Betreuung in einer Linzer Einrichtung ausgeschlossen ist.

Das Angebot dieser stundenweisen Versorgung zeichnet sich durch seine große Flexibilität aus und ermöglicht es Eltern auch kurzfristig ein Betreuungsangebot für deren Kinder zu erhalten. Diese Flexibilität erfordert einen Personaleinsatz, der am Mindestpersonaleinsatz in Krabbelstuben angelehnt ist, um für nicht kalkulierbare Auslastungsspitzen gerüstet zu sein.

Da die beiden Einrichtungen einen wichtigen Beitrag zur Versorgung mit flexiblen Kinderbetreuungsplätzen im Stadtgebiet leisten, fördert die Stadt Linz die Häuser im Betreuungsjahr 2018/2019 mit insgesamt 103.000 Euro („Nest" mit 50.000 Euro und „Schaukelpferd" mit 53.000 Euro) für den laufenden Betrieb.

Linzer Tarifmodell gilt auch für private Kindergärten

Das soziale Linzer Tarifmodell für die kostenpflichtige Kindergarten-Nachmittagsbetreuung gilt auch für private Kindergärten.

Bis zu einem monatlichen Brutto-Einkommen der Familien von 1.524 Euro (ohne Transferleistungen wie Familien- und Wohnbeihilfe) gilt in Linz der Nulltarif. Ab 4.070 Euro verrechnet die Stadt Linz den Höchstbetrag von 55,90 Euro. Im restlichen Oberösterreich sind es dagegen bis zu 110 Euro.

Stadt Linz fördert private Einrichtungen mit fast 5 Millionen Euro

Die Kosten für Kinderbetreuungseinrichtungen setzen sich aus der Förderung des Landes, den Elternbeiträgen und einer Kostenbeteiligung (Abgang) der Wohnortgemeinde zusammen. Voraussetzung für die Förderung einer Kinderbetreuungseinrichtung durch das Land ist, dass sich die Standortgemeinde zur Deckung des Abgangs verpflichtet. Die Pflicht zur Abgangsdeckung der privaten Einrichtungen ist laut §29 Abs. 1 OÖ. Kinderbetreuungsgesetz mit der Höhe der durchschnittlichen, vergleichbaren Kosten gemeindeeigener Einrichtungen begrenzt. Für Linz bedeutet das einen jährlichen Zuschuss an private Kindergärten, Krabbelstuben und Horte in der Höhe von 4,8 Millionen Euro. Hinzu kommen noch 0,2 Millionen Euro für die flexiblen Betreuungsleistungen oder Tagesmütter. Somit unterstützt die Stadt Linz private Einrichtungen mit fast 5 Millionen Euro. In Summe mit den städtischen Einrichtungen belaufen sich die Zuschüsse auf rund 33 Millionen Euro.

Vollversorgung macht Linz zu attraktivem Wirtschaftsstandort

Die flächendeckende Linzer Kinderbetreuung, die durch die Kombination der städtischen und privaten Einrichtungen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtert, macht Linz als Wirtschaftsstandort besonders attraktiv. 

„Von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wird eine immer höhere Flexibilität verlangt. Die Linzer Kinderbetreuung nimmt darauf Rücksicht und ermöglicht es Eltern, arbeiten zu gehen. Gleichzeitig wissen sie, dass ihre Kinder optimal betreut sind und die entsprechenden Bildungseinrichtungen in der Stadt Linz zur Verfügung stehen“, betont Vizebürgermeisterin Hörzing.

Darüber hinaus hat die Attraktivität eines Standortes viele unterschiedliche Facetten. „Unternehmen ist es wichtig, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auch abseits der Arbeit optimale Lebensbedingungen und eine gute Lebensqualität vorfinden. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat neben einer gut ausgebauten Infrastruktur, einem optimalen Wohnumfeld, einer gesicherten Gesundheitsversorgung, Bildungs- und kulturellen Einrichtungen einen hohen Stellenwert. Das wissen die hier angesiedelten Betriebe zu schätzen“, ist Sozialreferentin Hörzing überzeugt.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing)

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