Presseaussendung vom: 14.10.2019

Region Linz-Wels erzielt nach Wien mit 26 Milliarden Euro die größte Wertschöpfung Jeder zweite Euro Oberösterreichs wird in der Region Linz – Wels erwirtschaftet

AHS für Digitalisierung soll Wirtschaftsregion stärken

Der oberösterreichische Zentralraum ist der Wirtschaftsmotor unseres Bundeslandes und liegt in Sachen Wirtschaftsleistung österreichweit gleich nach Wien im absoluten Spitzenfeld. Gemeinsam mit der Statutarstadt Wels und 76 anderen Gemeinden aus dem Großraum erwirtschaftet die Stadt Linz im Rahmen der NUTS 3-Region Linz-Wels mit 26 Milliarden Euro die absolut gesehen höchste Bruttowertschöpfung unter den Landeshauptstädten. Die vergleichbaren Regionen Graz sowie Salzburg und Umgebung erzielen jeweils 18 bzw. 17 Milliarden Euro an Bruttowertschöpfung. Nur die Bundeshauptstadt Wien liegt als größter Ballungsraum Österreichs mit 81 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung vor der Region Linz-Wels. Auf das Land Oberösterreich bezogen (gesamte Bruttowertschöpfung 54 Milliarden Euro), lässt sich somit feststellen: Jeder zweite Euro des Bundeslandes wird im Raum Linz-Wels erwirtschaftet.

Auch beim Bruttoregionalprodukt, jener Wert, der die Wertschöpfung pro Arbeitsplatz in einer Region beschreibt, liegt der Raum Linz mit 51.300 Euro pro EinwohnerIn im Spitzenfeld und deutlich über dem Österreich-Schnitt von 40.800 Euro. Lediglich Salzburg und Umgebung generierte 2016 einen marginal höheren Wert (52.900 Euro pro EinwohnerIn), ein Durchschnitts-Arbeitsplatz in Wien erwirtschaftet „nur" 49.200 Euro Wertschöpfung pro Jahr.

Das Bruttoregionalprodukt ist zwischen 2008 und 2016 um insgesamt 17 Prozent gewachsen, einzig im Krisenjahr 2009 wurde ein Minus verzeichnet. „Dieser Indikator zeigt, dass in den Krisenjahren die richtigen Schlüsse gezogen und die richtigen Maßnahmen gesetzt wurden. Die größte Herausforderung derzeit ist die Digitalisierung vieler Lebens- und Arbeitsbereiche. Auch hier gilt es, als Stadt eine Vorreiterrolle einzunehmen und die Infrastruktur für innovative Wirtschaftsbetriebe weiter auszubauen", analysiert Bürgermeister Klaus Luger die Wirtschaftsdaten.

Dass in der Region Linz-Wels die Zeichen auf Wachstum stehen, belegt auch die Anzahl schnellwachsender Unternehmen. 2017 zählte Linz in dieser Kategorie insgesamt 248 Betriebe – deutlich mehr als in den Vergleichsregionen Graz (197), Salzburg und Umgebung (184) und Innsbruck (116).

„Eine Stadt wie Linz darf niemals aufhören, sich weiter zu entwickeln, um die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen. Der Bau der Westring-Brücke und der Neubau der Donaubrücke entlastet die Innenstadt vom Autoverkehr und macht das Linzer Straßennetz leistungsfähiger. Gleichzeitig liegt der Fokus am Ausbau des Öffentlichen Verkehrs, wie etwa dem viergleisigen Ausbau der Westbahnstrecke im Südosten der Stadt oder dem S-Bahn-Ausbau in Richtung Gallneukirchen bzw. Pregarten", betont Bürgermeister Klaus Luger.

Ein wesentlicher Baustein des wirtschaftlichen Erfolges liege darüber hinaus in der über Jahre forcierten Vernetzung der Stadt Linz und ihrer Kreativ-Hotspots – allen voran der Tabakfabrik als Vorreiterin in Sachen Innovation – mit der Johannes-Kepler-Universität, der Industrie und dem Land Oberösterreich. „Vor allem in der Bildung stehen wir vor großen Herausforderungen, um den Bedarf an qualifizierten, zukunftsfitten Fachkräften abdecken zu können. Neben dem Studium der ‚Artificial Intelligence‘, das seit diesem Wintersemester an der JKU angeboten wird, machen wir uns als Stadt auch für die Ansiedelung einer Digitalisierungs-AHS stark. Da Digitalisierung sämtliche Lebens- und Arbeitsbereiche umfasst, muss auch die Lehrausbildung junger Menschen in dieser Hinsicht ohne Zweifel reformiert werden", erklärt Bürgermeister Klaus Luger abschließend.

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