Presseaussendung vom: 17.10.2019

Linzer Familien haben es leichter als im Rest von Oberösterreich Nur 11 Prozent aller Kindergärten ganzjährig geöffnet, davon mehr als zwei Drittel in Linz

Linzer Kinderbetreuung stärkt Wirtschaftsstandort

Betrachtet man die Anzahl der Schließtage in den Kindergärten, so haben laut Statistik Austria 66 Prozent der Kindergärten in Oberösterreich mehr als fünf Wochen pro Jahr geschlossen. Österreichweit sind es 47 Prozent. „Was aus der Statistik nicht hervorgeht, ist die Tatsache, dass die Einrichtungen in Linz den oberösterreichweiten Durchschnitt retten", betont Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing. „Die Linzer Einrichtungen haben durchgehend geöffnet, auch in den Ferienzeiten können die Eltern darauf vertrauen, dass ihre Kinder gut versorgt sind", so Hörzing weiter. Nur zwischen Weihnachten und Neujahr öffnen sie nicht ihre Tore. Die ganztägige und ganzjährige Öffnung der Kindergärten erleichtert nicht nur die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sondern stärkt die Berufstätigkeit von Frauen und damit den Wirtschaftsstandort Linz.

Konkret zeigt die Kindertagesheimstatistik 2018/19 der Statistik Austria folgendes Bild:

Von allen 724 Kindergärten in Oberösterreich haben nur 80 Kindergärten weniger als eine Woche geschlossen. Das entspricht einem Anteil von 11 Prozent. Der Großteil davon befindet sich in der Landeshauptstadt: So betreibt alleine die Stadt Linz 55 Kindergärten, die eine durchgehende Betreuung der Kinder garantieren. „Mehr als zwei Drittel aller Kindergärten mit weniger als einer Woche Schließzeit befinden sich in Linz. Rechnet man die 55 städtischen Kindergärten heraus, so zeigt sich, dass über 70 Prozent der Einrichtungen in Oberösterreich mehr als fünf Wochen pro Jahr geschlossen haben", erklärt Hörzing.

„Damit hat sich die Situation seit dem letzten Jahr für die oberösterreichischen Eltern noch einmal verschlechtert. Während 2017/18 noch 92 Kindergärten ganzjährig geöffnet hatten, waren es 2018/19 nur mehr 80", zeigt sich Hörzing verärgert. Die Zahl jener Kindergärten, die 42 Wochen oder weniger geöffnet haben, ist hingegen von 15 auf 18 angestiegen.

Ein Bild, das sich mit dem Ergebnis des Kinderbetreuungsatlas der Arbeiterkammer deckt: Demnach haben nur 20 Prozent aller Gemeinden (88) einen Kindergarten mit Öffnungszeiten, die beiden Elternteilen eine Vollzeitbeschäftigung ermöglichen. Darüber hinaus gibt es in 38 Gemeinden (9 Prozent) überhaupt keine Betreuung für Unter-3-Jährige. In 30 Gemeinden (7 Prozent) fehlt eine durchgehende Nachmittagsbetreuung für Volksschulkinder. 28 Gemeinden (7 Prozent) bieten kein tägliches Mittagessen im Kindergarten. Und in 139 Gemeinden (32 Prozent) hat der Kindergarten weniger als 8 Stunden geöffnet.

„Die Stadt Linz ist Vorreiterin bei der Kinderbetreuung und mitverantwortlich für das gute Abschneiden von Oberösterreich im Bundesländer-Vergleich. Das darf nicht überdecken, dass es in Gesamt-Oberösterreich einen enormen Aufholbedarf gibt, um den Eltern eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen", betont Vizebürgermeisterin Hörzing.

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