Presseaussendung vom: 23.10.2019

Altersgerechtes Wohnen – beliebte Wohnform für SeniorInnen Aktuell 668 Wohnungen an 25 Standorten

28 neue Wohnungen im Juni 2020 fertiggestellt 

Die Wohnform des altersgerechten Wohnens ist speziell auf die Bedürfnisse von Menschen im höheren Alter ausgerichtet. Neben einem barrierefreien Wohnraum steht vor allem das selbstständige Leben für die Bewohnerinnen und Bewohner in den eigenen vier Wänden im Vordergrund. Eine zusätzliche mobile Betreuung erfolgt nur so weit wie notwendig und gewünscht.

In Linz liegt die Zahl der fertiggestellten Einheiten bei mittlerweile 668 Wohnungen für Seniorinnen und Senioren. Sie sind an insgesamt 25 Standorten über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Vom Land OÖ. wird die Errichtung altersgerechter Wohnanlagen nach der Novellierung der Wohnbauförderung 2013 wieder gefördert.

„Altersgerechte Wohnungen werden sehr stark nachgefragt. So auch beim neuesten Projekt der Elisabethinen in der Innenstadt, wo die Wohnungen noch in der Bauphase vergeben werden. Kein Wunder, bietet dieses Wohnmodell älteren Menschen doch eine sichere und barrierefreie Umgebung, um auch im höheren Alter selbstständig leben zu können,“ zeigt sich SeniorInnenreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing von den Vorteilen dieser Seniorenwohnungen überzeugt.

Vielfältige Vorteile des altersgerechten Wohnens 

Die „ältere Generation“ von heute ist – nicht zuletzt durch die steigende Lebenserwartung – in vielen Belangen mobiler als in den vergangenen Jahrzehnten. Sie ist zudem häufig imstande, ihren Haushalt noch selbst zu führen. Die Unterbringung in stationären Einrichtungen erfolgt daher viel später als in der Vergangenheit. Seniorinnen und Senioren sollten jedoch die Sicherheit haben, dass im Notfall Pflegedienste zur Stelle sind. Genau in diesem Bereich setzt das Angebot für altersgerechtes Wohnen an. 

Das altersgerechte Wohnen bietet zahlreiche Vorteile: 

  • Man verbleibt meist im gewohnten Umfeld bzw. Stadtviertel; bestehende soziale Kontakte gehen nicht verloren
  • Eigene barrierefreie Wohnung – die Privatsphäre bleibt gewahrt
  • Die Selbstbestimmtheit bleibt erhalten
  • Aktive Lebensgestaltung: selbständige, sinnerfüllte Tagesgestaltung und eigenständige Lebensführung
  • Unterstützung und Betreuung für individuelle Bedürfnisse
  • Pflege im Bedarfsfall: Zusammenarbeit mit örtlichen mobilen Diensten
  • Altersgerechtes Wohnen bietet Sicherheit und ist zudem schon allein auf Grund der überschaubaren Wohnungsgrößen kostengünstig und somit gut leistbar
  • Es besteht die Möglichkeit der Tagesbetreuung 

Die Errichtung von altersgerechten Wohnungen in Linz erfolgte bzw. erfolgt vor allem an möglichst zentralen Standorten, bei denen eine gewisse Nähe zu Pflegestützpunkten und Hilfseinrichtungen bzw. auch zu Nahversorgern gegeben ist. Auch eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel ist für die Standortwahl wichtig.

Beratung durch Sozialberatungsstellen „Kompass“

Die Beratung über die zur Verfügung stehenden Standorte und die laufenden Projekte des altersgerechten Wohnens in Linz erfolgt im Rahmen von Informationen über regionale Hilfsangebote (wie mobile Betreuung und Hilfe, Beratung und bei Bedarf Anmeldung für Linzer SeniorInnenheime etc.) hauptsächlich über die Linzer Sozialberatung Kompass mit ihren vier Außenstellen (Nord, Ost, Süd und Auwiesen). Kompass informiert auch über alle Anbieterinnen des altersgerechten Wohnens (Wohnbauträger, Caritas, Kreuzschwestern, Diakoniewerk,…) und Hilfsorganisationen für mobile Dienste. 

Sieben Anbieterinnen und Anbieter mobiler Dienste 

In den altersgerechten Wohnungen werden mobile Dienste durch die Volkshilfe, die Caritas, den Arbeiter-Samariterbund, das Rote Kreuz, das Oberösterreichische Hilfswerk, die Evangelische Diakonie und den Verein Miteinander angeboten. 

Landesplanungen übererfüllt

Der Bedarfs- und Entwicklungsplan des Landes sieht für Linz insgesamt 615 altersgerechte Wohneinheiten vor. Mit den bisher fertiggestellten Neubauten hat sich diese Zahl auf 668 erhöht. Die vorgeschriebene Wohnungsanzahl für Seniorinnen und Senioren werden damit weit übertroffen.

Ab 2020: 700 altersgerechte Wohnungen in Linz

Das Angebot an derzeit verfügbaren seniorengerechten Wohnungen wurde seit dem Jahr 2000 (Ebelsberg/Sennweg) kontinuierlich ausgebaut. Es ist nun flächendeckend in allen Stadtteilen verfügbar und umfasst bereits 25 Standorte. Die größte Anbieterin an Wohneinheiten ist die GWG Linz mit insgesamt 287 Wohnungen, gefolgt von der Baureform Wohnstätte mit 74. Die WAG und die Caritas liegen mit 55 und 54 Wohnungen fast gleichauf. 

Manche Wohnungen werden noch unter dem ursprünglichen Konzept des betreubaren Wohnens angeboten. Hierbei gibt es eine Größenbeschränkung der barrierefreien Wohnung auf 50 Quadratmeter Wohnfläche. Ein Vorteil sind die vorhandenen Gemeinschaftsräume für Feste und Feiern, die das Zusammenleben unterstützen und fördern. Betreubares Wohnen kann in Anspruch genommen werden ab einem Alter von 60 Jahren mit mangelhaftem, nicht altersgerechtem Wohnungsstandard, ab einem Alter von 70 Jahren jedenfalls mit leichtem bis mittlerem Pflegebedarf.

Die Anmeldung für das Betreubare Wohnen und für die Altersgerechten Wohnungen erfolgen über die jeweiligen Bauträger bzw. freien Träger. Weiters sind dort auch Informationen über die angebotenen Leistungen und Kosten erhältlich.

Fertiggestellte Projekte:

GWG, Liebigstraße 50
GWG, Muldenstraße 50
GWG, Falterweg 23 25
GWG, Hochwangerstraße 3-5 32
GWG, Dürerstraße 23-25 26
GWG, Bethlehemstraße 33 32
GWG, Rudolfstraße 8-12 28
GWG, Rudolfstraße 8a 44
Caritas, Am Steinbühel 29a 12
Caritas, Wohnhaus Borromäus, Harrastraße 23 15
Caritas, Leondinger Straße, Froschberg 27
Baureform, Lenaupark, Hamerlingstraße 38 15
Baureform, Haselgrabenweg 1 15
Baureform, Grüne Mitte Linz 44
WAG, Sennweg 2 18
WAG, Lebensoase, Kaplitzstraße 2 37
Kolpingfamilie Linz 39
Kolpinghaus, Gesellenhausstraße 1-7 8
Samariterbund, Ferihumerstraße 17 32
VLW, Karl-Steiger-Straße 15 33
Diakonie, Haus für Senioren, Körnerstraße 34 5
Wohnpark Diakonissen, Weißenwolffstraße 13 21
Volkshilfe, Lebensoase, Maderspergerstraße 22 24
Kreuzschwestern, Stockhofstraße 2 18
Stadt Linz, Neue Heimat, Neubauzeile 2 18
Summe 668

 

Aktuell in Bau:

Konvent der Elisabethinen, Elisabethstraße / Harrachstraße 28

Neues Projekt der Elisabethinen in der Innenstadt

Bereits sehr weit fortgeschritten sind die Bauarbeiten zum neuesten altersgerechten Wohnprojekt in der Linzer Innenstadt. Hier errichtet der Konvent der Elisabethinen Linz-Wien an der Elisabethstraße einen zirka 50 Meter und an der Harrachstraße etwa 20 Meter langen Eckkomplex. In diesem Bauwerk mit vier Obergeschoßen und ausgebautem Dachgeschoß werden 28 altersgerechte Wohnungen in den Größen von 30 bis 68 Quadratmetern zur Verfügung stehen und vom Konvent der Elisabethinen betreut werden. Als Gesamtprojekt unter dem Titel Generationenwohnen entstehen im gleichen Komplex eine Betriebskinderbetreuungseinrichtung für 20 Kinder, fünf Gemeinschaftswohnungen für 22 Studierende sowie 14 Mietwohnungen. Ein Gemeinschaftsraum sowie die Möglichkeit den Elisabethgarten mitzubenutzen, ergänzen das Angebot.

Die Übergabe der Wohnungen ist für Juni 2020 vorgesehen. Alle Details dieses altersgerechten Wohnenprojekts finden sich unter https://wohnen.die-elisabethinen.at/. Die Wohnungsvergabe hat bereits begonnen. Vormerkungen sind unter der Telefonnummer +43 677 63483323 bei Schwester Luzia noch möglich.

Grafik: Konvent der ElisabethinenGrafik: Konvent der Elisabethinen

Grafik: Konvent der Elisabethinen

Neues Landeskonzept für „Alternative Wohnformen (AWF)“

Das Land Oberösterreich hat ein Konzept für alternative Wohnformen vorgestellt. Dabei ist vorgesehen, künftig neben der stationären Pflege in Alten- und Pflegeheimen sowie Mobilen Diensten ein zusätzliches Angebot zu möglichst bedarfsgerechten Pflegemodellen zu schaffen. Diese „Alternativen Wohnformen“ sind Wohnangebote für betreuungs- bzw. pflegebedürftige Menschen von Pflegestufe 1 bis Pflegestufe 3. Diese neue organisierte Wohn- und Betreuungsmöglichkeit ergänzt die bestehenden Angebote für ältere pflegebedürftige Personen. Das Pflege- und Betreuungspaket wird für die Bewohner/innen individuell durch den regionalen Träger Sozialer Hilfe, insbesondere durch die regionalen KoordinatorInnen für Betreuung und Pflege zusammengestellt.

Das Fördermodell sieht vor, dass die öffentliche Hand eine von Pension und Pflegegeld abhängige personenbezogene Förderung bereitstellt. Durch diese Förderung wird ein individuelles Leistungsangebot wie z.B. Tagesbetreuungsangebote, gemeinschaftliche Aktivitäten, Anlaufstellen (je nach Organisation zumindest an Werktagen), Mobile Dienste, Hauskrankenpflege, Essen auf Rädern und ehrenamtliche Angebote etc. ermöglicht. 

Für die Schaffung Alternativer Wohnformen ist jedoch ein geeigneter Standort erforderlich. Daher ist die Umwandlung von bestehenden betreubaren Wohnungen ebenfalls angedacht.

Die ersten fünf Pilotstandorte mit über 120 Betreuungsplätzen werden in den Bezirken Schärding, Urfahr Umgebung, Linz Land), Braunau) und Freistadt sein. In der Stadt Linz ist derzeit mit der Volkshilfe ein Pilotprojekt zur alternativen Wohnform in Vorbereitung.

Infobroschüre Linz für SeniorInnen 

Alle Informationen zum Altersgerechten Wohnen in gedruckter Form bietet die Broschüre 'Linz für SeniorInnen'. Sie beinhaltet Angebote und Serviceleistungen für SeniorInnen in der Stadt Linz. Etwa über das Pflegegeld, das altersgerechte Wohnen inklusive Kontaktadressen und Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige. Die Broschüre ist im BürgerInnen-Service im Neuen Rathaus und in den Stadtbibliotheken erhältlich sowie online:

Broschüre Linz für SeniorInnen (PDF | 2,29 MB) 

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz „Altersgerechtes Wohnen in Linz“ von Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing)
 

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