Presseaussendung vom: 25.11.2019 |

Ausstellung „Horst Grafleitner (1939 – 2010)“ Werkauswahl des Künstlers bis 10. Jänner 2020 im Wissensturm zu sehen

Horst Grafleitner, ehemaliger Linzer Gemeinderat und leidenschaftlicher Künstler, hätte heuer seinen 80. Geburtstag gefeiert. Der Wissensturm zeigt daher eine umfassende Werkauswahl. Zahlreiche Zeichnungen und Grafiken werden erstmals der Öffentlichkeit präsentiert und zeugen von seiner großen Vielseitigkeit. Eröffnet wird die Ausstellung am Montag, 25. November, um 18:30 Uhr durch Bürgermeister Klaus Luger im Foyer.

Horst Grafleitner begann sein bildnerisches Schaffen 1973. In der frühen Phase der Ölmalerei setzte er bereits das Thema Mensch in den Mittelpunkt. Das Lesen von Körpersprache und Figürlichkeit wusste Grafleitner in seiner eigenen Bildsprache umzusetzen. Ein Schwerpunkt seiner Kreativität lag in der Druckgrafik. Mit Rudi Hörschläger fand er einen kongenialen Drucker und Partner, der seiner experimentierfreudigen Aufgeschlossenheit Raum gab und ein technisch ausgereiftes Oeuvre von mehr als 360 Arbeiten ermöglichte. „Grafleitner ist der Pionier meiner Druckkunst“, dieses Kompliment von Hörschläger bestätigte die immense Produktivität und Qualität der grafischen Blätter. In relativ geringer Auflage von sechs bis zwölf Drucken entstanden Kaltnadelradierungen und Strichätzungen der reinen Linie, fein abgestufte, nuancierte Aquatinta und Farbradierungen, Schabtechniken sowie die aufwendige Aussprengtechnik mit Zuckertusche. Neben dem Druck auf Metallplatten war die Lithographie, also der Steindruck, ein weiteres spannendes Medium seines künstlerischen Schaffens. Hier vollzog er eine stilistische Weiterentwicklung von der expressiven, realistischen Bildauffassung hin zur freien abstrakten Komposition.

In späteren Jahren wendete sich Grafleitner wieder verstärkt der Federzeichnung zu. Das Prinzip Zeichnung galt für ihn als elementares Ordnungssystem eines Bildes: Landschaften, Waldbilder und Bäume, die als Sinnbild des menschlichen Lebens schlechthin gelesen werden können, schließen den Kreis zum Figurativen und bestätigen sein Einfühlungsvermögen, das Menschsein a priori zu ergründen und hinter die Fassaden und reinen Posen zu blicken. „Für mich existieren zwei Wirklichkeiten, die visuelle Äußere und die Innere, zu Fühlende. Ich brauche und lebe beide Welten, im Alltag, wie im künstlerischen Schaffen. So gesehen bin ich ein Pendler zwischen gegenständlichem und abstrakt spirituellem Gestalten.“

Die Ausstellung kann bis 10. Jänner 2020 zu den Öffnungszeiten des Wissensturms bei freiem Eintritt besichtigt werden – von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr, außer an Sonn- und Feiertagen sowie am 24., 27., 30., 31. Dezember und 1. Jänner.

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