Presseaussendung vom: 26.11.2019 |

Zwischenbericht zum Kulturentwicklungsplan Umfrage: Kultur wird zum prägenden Image der Stadt

Der im Jänner 2013 vom Linzer Gemeinderat beschlossene Kulturentwicklungsplan (KEP) hat die kulturstrategischen Grundlagen der Stadt Linz neu definiert. Mit seinen vier Leitlinien und zwölf Schwerpunkten, die für einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren formuliert wurden, beschreibt der KEP in Form von Zielen und Maßnahmen das kulturelle Handlungsfeld nach dem Europäischen Kulturhauptstadtjahr Linz09. Der Beschlussfassung im Gemeinderat ging ein zweijähriger Diskussions- und Rechercheprozess voraus, der unter Einbindung aller wesentlichen Stakeholder die kulturellen Entwicklungen in der Stadt reflektierte und sich grundlegende Gedanken machte, wie sich auf den bisherigen Erfolgen aufbauend die Kultur nachhaltig und zukunftsorientiert weiterentwickeln sollte.

Eine Evaluierung des KEP in Form eines Zwischenberichts wurde nun unter Mitarbeit des Stadtkulturbeirates Linz abgeschlossen und wird dem Gemeinderat zur Kenntnis gebracht. Das Ergebnis ist ein umfassender Leistungsnachweis, der unter Beweis stellt, dass Linz den Schwung der Europäischen Kulturhauptstadt Linz09 voll aufgegriffen hat und auf neue Entwicklungen in Gesellschaft und Kultur offensiv reagiert hat.

„Kulturentwicklung verstehe ich als wesentliches Element einer modernen Stadtentwicklung. Mit dem Zwischenbericht zum Kulturentwicklungsplan Linz liegt nun ein Leistungsergebnis vor, das eine ausgezeichnete Ausgangsbasis für eine erfolgreiche Kulturstadt Linz darstellt. Der Stadtkulturbeirat Linz hat sich hier dankenswerterweise sehr engagiert eingebracht“, so Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer. 

Umfrage: Kultur prägt das Image der Stadt 

Auf die Frage „Wenn Sie an Linz denken, was fällt Ihnen dann spontan ein?“ gab es von den knapp 4.800 Personen der Online-Befragung zum Image der Stadt die meisten Nennungen zum Bereich Kunst, Kultur und Feste. „Gerade zehn Jahre nach dem Kulturhauptstadtjahr ist dies für die Kulturentwicklung der Stadt ein höchst bemerkenswertes und erfreuliches Umfrageergebnis. Kultur hat Linz verändert und Kultur wird immer mehr zum prägenden positiven Image der Stadt“, freut sich Kulturstadträtin Lang-Mayerhofer. 

Spontane Assoziation

KEP Zwischenbericht 2016-2018

Nach dem ersten Zwischenbericht 2013-2015 liegt nun der zweite Zwischenbericht zum Linzer Kulturentwicklungsplan für die Jahre 2016-2018 vor. Dieser zweite Evaluierungsbericht wurde unter Mitarbeit des Stadtkulturbeirates Linz erstellt, der als beratendes Gremium die Sicht der Kulturschaffenden, also der Akteurinnen und Akteure des Linzer Kulturlebens, eingebracht hat. 

Die Schwerpunkte in den letzten Jahren sind in folgenden Themenfeldern zu finden: niederschwellige Zugänge und Barrierefreiheit bei Kunst und Kultur verstärken, Rahmenbedingungen für die freie Kunst- und Kulturszene verbessern, öffentliche Räume für Kunst und Kultur nutzbar halten, junge Menschen für Kultur begeistern, Kooperationen im Kulturbereich am Standort Linz forcieren, die Aufarbeitung der Zeitgeschichte aktiv gestalten und die Internationalisierung und den Kulturtourismus weiterentwickeln. 

Viele neue Impulse, die über die im KEP genannten konkreten Maßnahmen hinausgehen, konnten im Berichtszeitraum verwirklicht werden. So wurde im Zuge der Ernennung von Linz zur UNESCO City of Media Arts das Thema Medienkunst bzw. digitale Kunst weiter vertieft. Neben dem Ars Electronica Festival in der Post City und der neuen Dauerausstellung im AEC seien hier insbesondere die Gründung des VALIE EXPORT Center, das neue Stream Festival für Musik, Popkultur und Digitalisierung, das neue Sonderförderprogramm LINZ_sounds für Digitalisierung & Musik sowie das neue Festival LINZ FMR, das im Kontext Media Arts und öffentlicher Raum anzusiedeln ist, erwähnt.

Ein weiterer Akzent konnte mit dem 2018 begonnenen Markenbildungsprozess für die Brucknerregion Linz und Oberösterreich gesetzt werden. Dieser Prozess ist gleichzeitig der Startschuss für das Jubiläumsjahr 2024, in dem der 200. Geburtstag Anton Bruckners gefeiert wird.

Ein Schwerpunkt des KEP liegt auch in der Internationalisierung und bei den Kooperationen. Kultureinrichtungen der Stadt wie Ars Electronica, Brucknerhaus, Brucknerfest und LENTOS Kunstmuseum stehen mit ihren weltweiten Netzwerken und ihren Programmangeboten für diese Internationalisierung. Aber auch die Tabakfabrik Linz mit ihrer Start-up-Szene und als kreativwirtschaftlicher Hotspot steht für das internationale Format von Linz.

Ein Beispiel für eine gelungene Zusammenarbeit auf Basis eines gemeinsamen Interesses ist die neue Museumskooperation zwischen dem Land und der Stadt Linz, die 2018 offiziell vereinbart wurde und im Sinne einer nachhaltigen kulturtouristischen Wirkung auch den Tourismusverband Linz und den Tourismus als wesentliche Akteure einbezieht. Damit werden nicht zuletzt auch wichtige kulturtouristische Impulse gesetzt und museale Inhalte und Anliegen überregional platziert.

Stadtkulturbeirat Linz

Der Stadtkulturbeirat hat sich im Laufe des heurigen Jahres nicht nur in seinen Gremien mit dem KEP befasst, sondern auch den Dialog mit den politisch Verantwortlichen gesucht. Beispiel dafür ist das FORUM KEP zum Thema „6 Jahre Kulturentwicklungsplan NEU“, bei dem Ende Mai ein intensiver Meinungsaustausch mit allen im Gemeinderat vertretenen politischen Parteien stattgefunden hat. 

„Bei der Mitarbeit an diesem Zwischenbericht waren uns zwei Aspekte wichtig: Erstens: Eine möglichst breite Vielfalt. Auch abseits der städtischen Einrichtungen. Gerade die Freie Szene trägt dazu bei, dass Zielsetzungen im KEP Gestalt annehmen. Zweitens: Eine Zwischenbilanz soll auch aufzeigen, bei welchen Maßnahmen im KEP noch Handlungsbedarf besteht. Dazu zählen: Bessere Rahmenbedingungen für neue, junge Initiativen. Leistbare und niedrigschwellige Räume – Ateliers, Büros, Werkstätten. Oder die Kulturarbeit in den Stadtteilen.“, so der Vorsitzende des Linzer Stadtkulturbeirates, Mag. Otto Tremetzberger.

Herausforderungen für die Zukunft

Eine Stadt benötigt laufend neue Impulse von Seiten der Kultur. Neben den Kultureinrichtungen der Stadt Linz und des Landes , der Kunstuniversität Linz, den Einrichtungen der Kreativwirtschaft, dem Tourismus und dem Creative Cities Network der UNESCO, in dem Linz als City of Media Arts seit 2014 vertreten ist, ist dabei auch die freie Linzer Kunst- und Kulturszene zu erwähnen. Die Potenziale dieser sehr lebendigen und innovativen Szene wurden auch im Kulturentwicklungsplan besonders hervorgehoben.

Eine Maßnahme zur Verbesserung der Rahmenbedingungen, die auf den KEP zurückgeht, ist die ab 2020 vorgesehene signifikante Erhöhung des städtischen Förderbudgets für die freie Kunst- und Kulturszene um 13 Prozent. Damit sollen einerseits die Basisabgeltung für Kulturinitiativen und Kulturschaffende erhöht und andererseits neue Impulse – auch im Sinne der UNESCO City of Media Arts – gesetzt werden. Im Vorfeld hat sich auch dazu der Stadtkulturbeirat sehr konstruktiv in seiner beratenden Funktion eingebracht.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Kulturstadträtin Doris Lang-MayerhoferKulturdirektor Dr. Julius Stieber und Mag. Otto Tremetzberger, Vorsitzender des Stadtkulturbeirates Linz, zum Thema „Kulturentwicklungsplan der Stadt Linz – Zwischenbericht 2016-2018“)

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