Presseaussendung vom: 10.12.2019

Zirka 11,6 Millionen Euro für Sport und Freizeit im Jahr 2020 Stadt greift mit jährlich etwa 400 Einzelsubventionen und kostenlosen Mäharbeiten den Vereinen unter die Arme

Umfassendes Infrastrukturpaket mit Jahrhundertlösung im Fußball 

Gut aufgestellt ist das Sportbudget der Stadt Linz auch 2020. Etwa 11,6 Millionen Euro halten den Breiten- und Spitzensport in Schwung. Zu den herausragenden Einzelausgaben zählen zirka 3,5 Millionen Euro für die LIVA und die TipsArena. Das städtische Unternehmen betreibt auch das Stadion sowie die Sportparks Auwiesen, Lissfeld und Pichling. Knapp 4,1 Millionen Euro gehen an die Linz AG. Dieses Geld dient vor allem für eine Jahresrate des Bäder-Ausbauprogramms (2,3 Millionen Euro), die Ausfinanzierung der kürzlich fertig gestellten Erweiterung der Eissporthalle mit 900.000 Euro und den Betrieb dieser Heimstätte der „Black Wings“. 1,5 Millionen Euro kommen Dachverbänden (114.000 Euro) und Vereinen zugute. In dieser Summe sind 581.000 Euro für die Spitzensport- und 163.000 Euro für die Nachwuchsförderung sowie 2000.000 Euro für die Adaptierung von Sportstätten enthalten. Weitere 360.000 Euro stehen für die Förderung von Sportveranstaltungen zur Verfügung. Insgesamt werden jährlich etwa 400 Einzelförderungen beschlossen.

„Die Stadt hat ihr inklusive der Leistungen für LIVA und Linz AG etwa 11,6 Millionen Euro umfassendes Sportbudget nicht gekürzt und agiert weiterhin als starke Partnerin der Linzer Sportvereine, die hervorragende Arbeit leisten. Mehr als 450 städtische und private Sportanlagen im Stadtgebiet sowie das Angebot von beinahe 300 Sportvereinen bieten den sportbegeisterten Linzerinnen und Linzern ein attraktives Betätigungsfeld“, betont Sportreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing.

581.000 Euro für Spitzen- und Leistungssport

Die Stadt investiert 2020 insgesamt 581.000 Euro in die direkte Spitzen- und Leistungssportförderung der Linzer Vereine. Mehr als 100 Clubs erfüllen derzeit die Voraussetzungen für diese Kategorie der städtischen Sportförderung. „Die Erfolge der Linzer Teams sind Teil der Identität unserer Stadt. Mit der Spitzensportförderung unterstützen wir sie nach Kräften“, unterstreicht Vizebürgermeisterin Karin Hörzing. 

Einen Aktionsschwerpunkt bildet die Förderung von Sportlerinnen. Ähnlich wie im Frauenfußball soll hier die leistungs- und geschlechterspezifische Gleichstellung weiter vorangetrieben werden. Nach dem Herzschlagfinale im Handball und dem erfreulichen Verbleib des HC Linz AG in der obersten Liga trumpften in diesem Jahr vor allem die Volleyballerinnen von ASKÖ Linz-Steg mit dem historischen Double-Gewinn auf. Auch die Eishockeycracks des EHC LIWEST Black Wings Linz rechtfertigen ohne Titelgewinn, aber mit Spitzenleistungen die Unterstützung aus diesem Budgettopf und darüber hinaus die Investitionen in ihre Heimstätte an der Donaulände. „Ob im Fußball, Handball, Volleyball, Eishockey oder als herausragendes Beispiel einer aufstrebenden Sportart auch im Floorball, die Linzer Vereine waren 2019 stark unterwegs und tragen damit ganz wesentlich zum Image der Stadt bei“, berichtet Sportreferentin Karin Hörzing.

Darüber hinaus geben die Olympischen Spiele 2020 Anlass, sportlichen Höchstleistungen entgegenzufiebern. Mit den Ausnahmekönnerinnen und -könnern wie Gewichtheber Sargis Martirosjan vom SK Vöest, Sofia Polcanova von ASKÖ Linz AG Froschberg oder den routinierten Kanutinnen Victoria Schwarz und Anna-Roxana Lehaci des KRV Schnecke haben Linzer Vereinssportlerinnen und -sportler berechtigte Chancen auf einen Start in Tokio.

Sportstättenausbau- und -sanierungsprogramm mit 200.000 Euro dotiert

Für das Sportstättenausbau- und -sanierungsprogramm scheinen 200.000 Euro im Stadtbudget auf. Das seit Jahren bewährte Programm dient für den Aus- und Umbau von Vereinssportanlagen.

Herausragende Projekte 2020:

  • Aufstockung des Vereinsheims der ASKÖ Steg
  • Sanierung der Tennisplätze der ASKÖ Kleinmünchen
  • Adaptierung des Trainingsplatzes der Union Pichling
  • Bewässerungsanlage für das Spielfeld der ASKÖ Fußballschule
  • Sanierung Sanitärbereich des Klubheims Ruderverein Ister
  • Generalssanierung des Daches des Vereinsheims ASKÖ Donau

„Eine Voraussetzung für die hohe Qualität im Sport ist eine moderne Infrastruktur. Die Stadt Linz ist daher bemüht allen Bewegungsbegeisterten attraktive Sportstätten zur Verfügung zu stellen und unterstützt die Vereine unter anderem bei Sanierungs- und AbauprojektenAusbauprojekten“, verweist Sportreferentin Hörzing auf die Infrastrukturinvestitionen, die den tausenden Vereinsmitgliedern zugute kommen.

163.000 Euro für den Nachwuchs

Die Nachwuchsförderung für Linzer Vereine beträgt 2020 insgesamt 163.000 Euro. Maßgeblich in dieser Kategorie ist neben dem Leistungsniveau auch die Anzahl der gemeldeten Kinder und Jugendlichen. Insgesamt ermöglicht die Stadt alleine mit diesem Budgetansatz etwa 6.000 Kids und Teens die Ausübung ihrer Lieblingssportart. Die Schulsportanlagen der Linzer Schulen stehen für das Nachwuchstraining kostenlos zur Verfügung. „Diese Aktion der Stadt Linz hat Vorbildwirkung für Gesamt-Österreich“, betont Sportreferentin Karin Hörzing.

Vorbilder spielen auch bei der 2018 ins Leben gerufenen Initiative „Sport & Spaß mit den Stars“ eine tragende Rolle. Die Bewegungsförderung der jüngsten Linzerinnen und Linzer war auch 2019 wieder ein voller Erfolg. Zirka 1.000 Kindergarten-Kids schnupperten in Kooperation mit den Linzer Sportvereinen und ihren Aushängeschildern in den verschiedenen Sportarten: Schwimmeinheiten mit olympiaerprobten Stars, motivierende Tennisstunden im Rahmen des Upper Austria Ladies Linz, jede Menge Doppelpässe mit den Fußballprofis im Linzer Stadion, Klettern mit den Profis oder Wurf- und Sprungübungen mit den Handball-Stars standen 2019 am Programm.

„Im Mittelpunkt dieser Aktionstage steht, die Freude am Sport zu wecken und den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder zu fördern. Ein herzliches Dankeschön an die kooperierenden Vereine, vor allem auch an die engagierten Kindergartenpädagoginnen und pädagogen, die dieses Format so großartig mittragen“, freut sich Initiatorin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing. 

361.000 Euro für die Förderung von Sportevents

Aus dem mit 361.000 Euro dotierten Fördertopf für Sportevents wird ein ganzer Reigen an hochklassigen Sportveranstaltungen mitfinanziert. Als einer der Höhepunkte in der Leichtathletik geht das Gugl-Meeting Indoor (8. Februar) am Jahresanfang in der TipsArena über die Bühne. Bei der bereits 19. Auflage des Linz Donau-Marathon (5. April) ist wieder die ganze Stadt auf den Beinen. Und alle Tischtennis-Enthusiasten kommen nicht nur bei den internationalen Tischtennis Youth Championships (10. bis 13. April in der TipsArena), sondern auch bei den hochklassigen ITTF World Tour Platinum Austrian Open im folgenden Herbst voll auf ihre Kosten.

Die 30. Jubiläumsauflage des Upper Austria Ladies Linz (11. bis 18. Oktober) verspricht einmal mehr höchstklassiges Damen-Tennis. Und das Austrian Masters Reit- und Springturnier (23. bis 26. April) wird 2020 die Fans des Pferdesports begeistern. Mit dem Lentos Jump, einem Radsprint auf den Schlossberg und den vielzähligen wie hochklassigen Lauf- und Triathlon-events ist auch der Sportkalender 2020 wieder prall gefüllt.

„Die Sportbegeisterten können sich auf mehr als 50 Einzelveranstaltungen freuen, mit denen sich Linz als moderne und zukunftsorientierte Sport- und Eventstadt positioniert. Dazu kommen hunderte Meisterschaftstermine, die in Summe eine Mischung aus bewährten und neuen Veranstaltungen ergeben. Für jeden Geschmack ist etwas dabei“, freut sich Vizebürgermeisterin Karin Hörzing auf ein abwechslungsreiches Sportjahr 2020. 

Rasenspielfelder werden kostenlos gemäht

Um den Linzer Sportvereinen bestmögliche Bedingungen für Trainings- und Spielbetrieb zu ermöglichen, übernimmt die Stadt Linz auch weiterhin die Mäharbeiten auf den Linzer Vereinssportanlagen. Für die zukunftssichere Erledigung dieser Aufgabe wurden zwei neue Mähtraktoren im Wert von 60.000 Euro angeschafft. Personell ist auch nach Auslaufen der Aktion 20.000 durch die Übernahme der Mitarbeiter für ausreichend Kapazitäten gesorgt.

Neue Online-Plattform „Venuzle“ ermöglicht einfache Sporthallenbuchung

Seit 1. November 2019 können Sportlerinnen und Sportler über die vomn gleichnamigen Grazer Unternehmen entwickelte  neue Online-Buchungsplattform „Venuzle“ (https://www.linz.at/sporthallenbuchung.php) insgesamt 90 Schulsporthallen im ganzen Stadtgebiet reservieren. Damit wird die Suche und Buchung einer geeigneten Sportstätte stark vereinfacht.

Drei Fotos geben den Interessierten einen Eindruck von der Sportstätte. Das gesamte Sportangebot ist zur besseren Orientierung entsprechend der Himmelsrichtungen in vier Regionen eingeteilt. Ob zu einer gewünschten Zeit ein passendes Angebot frei ist, lässt sich rund um die Uhr mit wenigen Klicks herausfinden und bei Verfügbarkeit gleich direkt buchen. Mehr als 8.000 SportlerInnen, der Großteil im Nachwuchs-Bereich, profitieren pro Woche von den Vorteilen von Venuzle.

Tarife bleiben unverändert

Analog zu den Bundesschulen führte die Stadt Linz im Jahr 2013 Betriebskostenentgelte für Schulsporthallen ein. Bei einem aktuell gültigen Basistarif von 15 Euro pro Stunde in einer Sporthalle zahlt beispielsweise eine Gruppe von zehn erwachsenen Hobbyfußballern pro Kopf und Trainingsstunde 1,5 Euro. Linzer Vereine erhalten eine Ermäßigung. Die Nachwuchs-Regelung stellt sicher, dass die Nutzung der städtischen Sporthallen für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre auch künftig gratis bleibt. Ebenso bleiben alle anderen Tarife unverändert. Ziel der Stadt ist es, ein leistbares Sportangebot für Personen aller Altersklassen anzubieten. 

Neues . Sportgesetz erforderte Anpassung der städtischen Sportförderungsrichtlinien

Mit dem am 4. Juli 2019 vom Landtag beschlossenen neuen Sportgesetz wurden die Bezirks- und Stadtsportausschüsse abgeschafft. Die Linzer Sportreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing wird bei regelmäßigen Jour Fixes den Dialog mit den Dachverbänden weiterhin mehrmals jährlich pflegen. Die legistische Veränderung machte darüber hinaus Adaptierungen in den Sportförderrichtlinien der Stadt notwendig. Deshalb hat der Gemeinderat der Stadt Linz in seiner jüngsten Sitzung die Anpassung der Sportförderungsrichtlinien an die neuen Vorgaben beschlossen. 

Druck auf öffentliche Hand nimmt zu

Nicht unerwähnt sollte an dieser Stelle bleiben, dass Sport und hier insbesondere der Spitzensport nicht alleine aus öffentlichen Subventionen finanzierbar ist. Die Erfahrung zeigt: Privates Sportsponsoring wird immer schwieriger und der Druck auf die öffentliche Hand nimmt permanent zu. Ohne private Investoren wird professioneller oder halbprofessioneller Sport auf Dauer nicht möglich sein. 

„Mit mehr als 400 Einzelsubventionen unterstützten wir als Stadt die vielzähligen Linzer Sportvereine. Ihnen und ihren oftmals ehrenamtlich tätigen Funktionärinnen und Funktionären gebührt großer Dank für ihr Engagement. Zusätzlich braucht es den finanziellen Einsatz von privater Seite. Allen Unternehmen und Privatpersonen, denen der Sport ein Anliegen ist und die hier finanziell unterstützen, gebührt ebenfalls Anerkennung. Sie leisten damit einen wesentlichen Beitrag für die Gesellschaft“, so die Linzer Sportreferentin. 

Sportinfrastruktur-Paket mit Jahrhundert-Lösung

Mit dem im Juli verkündeten Sportinfrastruktur-Paket der Stadt Linz und des Landes zeichnet sich eine erfolgreiche Zukunft ab, bei der sich sportliche Leistung und Infrastruktur auf höchster Ebene begegnen können. Im Fußball ist mit Stadionneubau und Stadionumbau gar eine Jahrhundert-Lösung in Sicht. Vor allem bleibt durch diese Lösung das Naherholungsgebiet in Pichling geschützt. Auch für die veränderten Rahmenbedingungen der Leichtathletinnen un Leichtathleten en wurden seitens des Landes bereits Ersatzflächen vorgestellt.

Mit dem Aus- und Umbau der Schulsporthalle in der Sport-NMS Linz-Kleinmünchen zu einer bundesligatauglichen Ballsporthalle werden sehr gute Voraussetzungen für den sportlichen Erfolg geschaffen. Die Handballer vom HC Linz AG erhalten eine Heimstätte modernen Zuschnitts und für die Volleyballerinnen von ASKÖ Linz-Steg ist ein Ende der anhaltenden Misere rund um die Suche einer verfügbaren und verbandskonformen Hallen über Bundesländergrenzen hinweg in Sicht. 

„Insgesamt 6,6 Millionen Euro – davon 6,1 Millionen Euro Investitionskosten seitens der Stadt Linz und einer zusätzlichen Kostenbeteiligung von 500.000 Euro seitens des Landes – werden für den Umbau am Standort in den nächsten Jahren investiert“, informiert Vizebürgermeisterin Karin Hörzing.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Sportreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing zum Thema „Sportbudget 2020"

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