Presseaussendung vom: 11.12.2019 |

Sicherheit auf den Weihnachtsmärkten Linzer Delegation informierte sich über die Standards in Berlin

Stadtrat Michael Raml besuchte mit der Geschäftsführung des Ordnungsdienstes und Stadtpolizeikommandant Karl Pogutter die Partnerstadt Berlin, um sich über die dortigen Sicherheitskonzepte zu informieren. Besonderes Augenmerk legten sie jahreszeitlich bedingt auf die speziellen Sicherheitsvorkehrungen bei den Weihnachtsmärkten. „Nach dem Attentat vor drei Jahren im Bezirk Charlotten-Wilmersdorf, bei dem zwölf Menschen getötet wurden, hat die Stadt Berlin die Sicherheitsmaßnahmen maximiert. Wir nützten die guten Beziehungen und informierten uns vor Ort über die Sicherheitskonzepte, um auch in Linz die bestmöglichen Vorkehrungen für die Sicherheit der Menschen zu bieten“, erklärt Stadtrat Michael Raml. „Tonnenschwere Sicherheitsgitter und spezielle Truck-Stopper sind in Linz aufgrund der örtlichen Gegebenheiten Gott sei Dank nicht unbedingt notwendig. Die Linzer Märkte sind gut geschützt“, resümiert der Sicherheitsreferent. 

Die Delegation besuchte gemeinsam den berühmten Bahnhof Zoo, um sich über die Obdachlosen-Problematik in Berlin und die laufenden Hilfsaktionen zu informieren. Generell zeigte sich, dass auch in Berlin Bettelei ein Thema ist. Vor allem bei den Weihnachtsmärkten sind viel Bettler aus osteuropäischen Ländern anzutreffen. „Mit dem Sektoralen Bettelverbot in der Linzer Innenstadt haben wir in Linz im Gegenzug zu Berlin eine rechtliche Grundlage geschaffen, um gegen aufdringliche Bettler vorzugehen und die Bevölkerung besser schützen zu können“, betont Sicherheitsreferent Stadtrat Raml.

Oberbürgermeister Reinhard Naumann und die Berliner Polizei haben die Linzer Delegation empfangen. Es wurden informative und konstruktive Gespräche geführt. Stadtpolizeikommandant Pogutter tauschte intensiv mit den Berliner Kollegen Erfahrungen aus.

Die Linzer Delegation besuchte zudem das Ordnungsamt Charlottenburg-Wilmersdorf. Bei der Kontrolle des ruhenden Verkehrs verwenden die deutschen Ordnungshüter seit kurzem moderne Smartphones und portable Drucker. Sie sind von dem System begeistert, es funktioniert perfekt. Diese Umstellung ist auch in Linz geplant. Handschriftlich ausgefüllte Strafzettel gehören bald der Vergangenheit an. Das Digitalisierungsprojekt wurde bereits im Herbst gemeinsam mit der IKT Linz und der Firma Huemer-IT gestartet. In Zukunft sollen sämtliche Prozesse digital ablaufen. Mit Hilfe einer eigens erstellten Smartphone-Applikation können Verwaltungsübertretungen im Bereich des ruhenden Verkehrs digital erfasst und bearbeitet werden. 2021 ist dann eine Erweiterung auf die restlichen Aufgabegebiete des Ordnungsdienstes geplant. 

Die alten Handys werden schrittweise durch neue Smartphones ausgetauscht sowie mobile Drucker für die Ausstellung der Organmandate angeschafft. Der Probebetrieb soll noch in der ersten Jahreshälfte 2020 starten. Dazu wird ein Team von zehn MitarbeiterInnen mit den neuen Geräten ausgestattet. „Wir versprechen uns durch die Umstellung einerseits mehr Sicherheit in der Bearbeitung und mehr Präsenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Außendienst“, erläutert der Geschäftsführer des Ordnungsdienstes Mario Gubesch, MBA.

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