Presseaussendung vom: 18.12.2019 |

Meilensteine 2019 – Fortschritte 2020 Erstmals 208.000 EinwohnerInnen

Bilanz 2019: Brückenbau, Stadtbahn- und O-Bus-Lösung, Neue Ausstellung AEC, Stadionlösung und Sicherung des Pichlinger Sees, 3.000 Wohnungen mit Baubeginn, Alkoholverbot sowie Innovations-Offensive  

Ausblick 2020: Fertigstellung Bypässe Voestbrücke, Klimaschutz und Industrie, Bewerbung als Europäische Innovations-Hauptstadt, Stadtentwicklungs-Plan, Neubauten Tabakfabrik und Hafenstadt, Wohnungsneubau sowie 1.100 neue Kinderbetreuungsplätze 

2019 war in vielerlei Hinsicht ein richtungsweisendes Jahr. Durch den Weiterbau der neuen Donaubrücken ist eine schrittweise Verkehrsentlastung der Linzer Innenstadt zu erwarten. Auch die 4. Donaubrücke wird ab heuer Realität. Ein Wermutstropfen in der Bilanz für 2019 ist die Bauverzögerung bei der Neuen Donaubrücke Linz durch einen Fehler bei der statischen Berechnung. Die Stadt Linz erwirkte einen Gemeinderatsbeschluss, um die daraus resultierenden Mehrkosten aufzufangen und um eine weitere zeitliche Verschiebung des Fertigstellungstermins hintanzuhalten.

Gemeinsam mit dem Land Oberösterreich wurde entschieden, eine Stadtbahnlösung in Kombination mit O-Buslinien auf der Trasse der ursprünglich geplanten 2. Schienenachse auszuarbeiten. Zudem binden neue Buslinien zwischen Urfahr, dem Industriegebiet am Hafen sowie Ebelsberg und Pichling künftig den Süden und Osten von Linz besser an.

Das Projekt tim (täglich intelligent mobil) der Linz AG wird im kommenden Jahr zusätzlich zu den bestehenden drei um zwei weitere Standorte erweitert.

Die Ausstellung im AEC wurde auf neue Beine gestellt und wartet mit neuen Vermittlungsformaten auf die BesucherInnen. 

Durch eine gemeinsame Lösung mit dem Land konnte über die Zukunft des Linzer Stadions und den Neubau einer Fußballarena für Blau-Weiss Linz entschieden werden. Eine Volksbefragung über ein für Pichling geplantes LASK-Stadion konnte somit abgewendet werden. 

Die Stadtbevölkerung ist auf 208.000 Personen angewachsen. Daraus resultieren neue Herausforderungen. Es wird leistbarer Wohnraum und die dazu gehörende soziale Infrastruktur benötigt. Dafür schuf die Stadt Linz heuer wesentliche Voraussetzungen. Mehr als 3.000 Neubauwohnungen stehen kurz vor Baubeginn.

Für ein Großprojekt in Bahnhofsnähe wurden die Weichen gestellt. In den kommenden zehn Jahren entsteht mit der Post City auf dem Areal des ehemaligen Postverteilerzentrums ein neuer Vorzeigestadtteil von Linz. 

Auch im Hinblick auf die Stärkung des Sicherheitsempfindens der Bevölkerung wurden Maßnahmen gesetzt. Im Jänner wurde das bestehende Alkoholverbot im Hessenplatzpark evaluiert und verlängert. Im Herbst wurden sodann im Rahmen einer Sicherheitskonferenz eine gemeinsame Vorgangsweise der Stadt mit allen beteiligten Institutionen und der Exekutive gegen aufkeimende Jugendgewalt vereinbart sowie die Erarbeitung einer Strategie zur Eindämmung der Suchtgiftproblematik initiiert. 

Das Linzer Innovationsprogramm und die Eröffnung des Innovations-Hauptplatzes schaffen die Voraussetzungen für den Aufbruch in die Zukunft.

Linz zählt zu den ersten Städten, die einen Chatbot, die Online-Assistentin „ELLI“, zur Kommunikation mit den BürgerInnen eingeführt hat.

Heuer wurde auch ein umfangreich angelegter City Branding-Prozess zur Weiterentwicklung der Marke Linz gestartet. 

Durch eine Neuorientierung der Kulturförderung werden mehr Mittel für die „Freie Szene“ bereitgestellt.

2020 wird das Jahr der Entscheidungen für den Fortschritt auf den eingeschlagenen Wegen. 

Mit der Inbetriebnahme der beiden Bypässe der Voest-Brücke ab Juni 2020 werden zahlreiche PendlerInnen von der Entflechtung der Verkehrsströme profitieren.

Mit einem grundlegenden Bekenntnis zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen und einer umfassenden Klimastrategie wurde der Fahrplan zur Bewerbung um die „Klimahauptstadt Europas" 2025 festgelegt.

Ein weiterer Schwerpunkt im kommenden Jahr ist die Bewerbung von Linz als europäische Innovationshauptstadt.

Die Arbeiten für einen neuen Stadtentwicklungsplan schreiten voran. Die Tabakfabrik mit dem geplanten Neubau 3 und das Hafenareal werden kontinuierlich weiterentwickelt

Mehr als 3.000 Wohnungen in Linz sind bereits bewilligt oder eingereicht. Damit sollte es möglich sein, mit der aktuellen Bevölkerungsentwicklung Schritt zu halten und den Bedarf an leistbarem Wohnraum zu decken.

Auf Grund von Bedarfsprognosen wurde ein Ausbauplan erstellt, um bis 2022 1.100 neue Betreuungsplätze für die jüngsten Linzerinnen und Linzer zu schaffen.

„Linz hat das vergangene Jahr gut bewältigt. Wichtige Weichenstellungen für eine positive Zukunftsentwicklung sind erfolgt. Das Abflachen des Bevölkerungswachstums nimmt etwas Druck von der Stadtentwicklung, und das ist gut so“, informiert der Linzer Bürgermeister Klaus Luger. Weiters zeigt sich Luger erleichtert, dass die Ermittlungen im Zusammenhang mit der Aktenaffäre generell eingestellt wurden. „Grundvoraussetzung für die positive Weiterentwicklung ist eine weitere Konsolidierung der Stadtfinanzen. Wir haben soeben im Gemeinderat ein Doppelbudget für die Jahre 2020 und 2021 beschlossen. Besonders wichtig für die Zukunft ist aber eine gerechtere Finanzbeziehung zum Land, wofür ich mich weiter einsetzen werde. Nach Konstituierung der neuen Regierung wird es im kommenden Jahr auch wichtig sein, Nahverkehrsmittel für den Großraum Linz zu lukrieren, um innovative Zukunftsprojekte, wie etwa eine Stadtseilbahn, zu stemmen“, sagt Luger. 

Bilanz 2019: Brückenbau, Stadtbahn- und O-Bus-Lösung, Stadionlösung und Pichlinger See, 3.000 Wohnungen, Alkoholverbot, Innovationsoffensive

Voestbrücke „im Rohbau“ fertig

Mit zwei Bypassbrücken verstärkt die ASFINAG aktuell die Voestbrücke. Die Fertigstellung des ersten Brückenzwillings ging 2019 in großen Schritten voran, ebenso nimmt die zweite Brücke bereits deutliche Konturen an. „Mit der Inbetriebnahme der beiden Bypässe ab Juni 2020 werden dann zahlreiche PendlerInnen von der Entflechtung der Verkehrsströme profitieren“, informiert Bürgermeister Klaus Luger. Mit täglich mehr als 100.000 Fahrten zählt die Voestbrücke zu den stärkst befahrenen Straßen in Linz.

Voest-Bypassbrücken (Fotos: PTU H.P)

Die 4. Linzer Donaubrücke wird endlich Realität

Vor fast 50 Jahren ist die Idee erstmals entstanden, nun wird sie endgültig in die Tat umgesetzt. Der Baubeginn der 4. Linzer Donaubrücke ist der Startschuss für den Westring. „Mit dem Baubeginn für die 4. Donaubrücke geht ein lange ersehnter Wunsch eines Großteils der Linzer Bevölkerung in Erfüllung“, sagte Bürgermeister Klaus Luger anlässlich des ersten Ankers, der zu Beginn des Jahres auf der südlichen Donauseite gesetzt wurde.

 Baustelle Westring (Fotos: PTU H.P)

Neue Donaubrücke Linz: Trotz Verzögerung geht Baufortschritt zügig voran

Die bisher erbrachten Tiefbauarbeiten für die Neue Donaubrücke Linz an Stelle der Eisenbahnbrücke gehen voran. Dies betrifft insbesondere die aufwendig herzustellenden Pfeiler in der Donau, den Vorlandpfeiler, die beiden Widerlager, die Stützmauern Richtung Hafenstraße und den Straßenbau, die ein Drittel der gesamten Bauleistungen ausmachen.

Auf Grund eines Planungsfehlers des Architekturbüros ergibt sich jedoch ein Mehrbedarf von zirka 500 Tonnen Stahl, ein höheres Schweißnahtvolumen und kritische Arbeiten, die nicht in den Wintermonaten durchgeführt werden können. Dies führt leider zu einer Bauzeitverschiebung von gesamt etwa zwölf Monaten und zu Mehrkosten. Ein Bonus-System soll die Fertigstellung der Brücke bis zum Schulbeginn 2021 gewährleisten. Die Stadt Linz hat gegen die Verursacher der Kostenüberschreitung bereits den Rechtsweg beschritten, um die SteuerzahlerInnen möglichst schadlos zu halten. Im Herbst 2020 sollen die beiden Brückenbögen über Wasser eingeschwommen werden, parallel wird auf dem in Urfahr gelegenen Donauufer der Brückenbogen über Land errichtet. 


Stahlbauarbeiten am Vormontageplatz der NDL (Foto: Mike Wolf)

Entscheidung für Stadtbahn und „O-Buslösung“

Gemeinsam mit dem Land Oberösterreich wurde entschieden, an Stelle der zweiten Straßenbahnachse eine Stadtbahnlösung in Kombination mit O-Buslinien auf der Trasse der ursprünglich geplanten 2. Schienenachse auszuarbeiten.

„Es ist die bessere Lösung, weil sie rascher und leichter umgesetzt werden kann", begründet Bürgermeister Klaus Luger diese Entscheidung. Die Stadt Linz soll sich zu 20 Prozent an den Infrastrukturkosten der Stadtbahn beteiligen. 

Auf der Stadtbahnachse sollen künftig die S 6 Mühlkreisbahn und die geplante S 7 Gallneukirchen/Pregartner Stadtbahn unterwegs sein. Beim Gasthaus Lindbauer wird ein Umstiegsknoten eingerichtet. Die O-Bus-Linie soll beim Mühlkreisbahnhof oder im Bereich Karlhof starten und dann wie die Stadtbahn über die neue Donaubrücke geführt werden. Weiters ist die Streckenführung über die Hafenstraße und die alte City-S-Bahn-Trasse bis zur Derfflingerstraße geplant. 

Neue Buslinien attraktivieren ÖV-Angebot 

Zu den wichtigsten Ausbauplänen der Linz AG Linien zählen die direkten öffentlichen Verkehrsverbindungen zwischen Urfahr, dem Industriegebiet am Hafen sowie Ebelsberg und Pichling durch die neuen Buslinien 13 und 14. Diese sollen mit 18 Meter langen Elektro-Hybridbussen fahren. Als Ausgangspunkt der Linie 13 mit der Endhaltestelle Pichlingersee ist der Mühlkreisbahnhof vorgesehen. Die Schnellbus-Linie 14 beginnt im Hafen und verläuft via Umfahrung Ebelsberg zum Bahnhof Ebelsberg.

Ausbau der tim-Mobilitätsknoten

Der Ausbau der neuen Mobilitätsknoten von „tim Linz - täglich. intelligent. mobil“ trägt dazu bei, unterschiedliche Verkehrsmittel miteinander zu verknüpfen. Nach der Eröffnung von drei tim-Mobilitätsknoten am Hauptplatz, an der Wiener Straße und bei der Johannes-Kepler-Universität eröffnen 2020 weitere Standorte in der Grünen Mitte sowie bei der Tabakfabrik. Bis Ende 2021 sollen im Stadtgebiet insgesamt neun tim-Standorte errichtet werden.

Neue Ausstellung im AEC

Ohne Beteiligung von Land und Bund finanzierten die Stadt Linz (2,5 Millionen Euro) und Ars Electronica (1,5 Millionen Euro) die Neuerfindung des Museums der Zukunft. Die Ausstellungsebenen in den beiden Untergeschossen wurden völlig neu gestaltet. Seit 30. Mai warten neue Vermittlungsformate auf die BesucherInnen. In einem neuen BioLab kann ausprobiert werden, wie sich Erbgut mit der Genschere CRISPR/Cas9 verändern lässt, es wird gemeinsam mit neuen TechtrainerInnen an selbstfahrenden Autos geschraubt und es können Roboter programmiert werden. 

Ein großer Bereich beschäftigt sich mit dem Thema „Global Shift – Leben im Anthropozän“ und dem Weltall. 

Naherholungsgebiet Pichlinger See bleibt unangetastet

Zu einem positiven Abschluss gelangte 2019 das gemeinsame Anliegen für den Erhalt des Naherholungsgebietes am Pichlinger See. „Das gemeinsame Handeln von Stadt und Land mit den VertreterInnen der BürgerInnen-Initiative hat dazu geführt, dass die Mitbestimmungsmöglichkeiten der LinzerInnen gewahrt bleiben, der Stadt aber eine mindestens eine Million Euro teure BürgerInnenbefragung erspart bleibt“, fasst Bürgermeister Klaus Luger die Ereignisse des Sommers zusammen.

Durch die Pläne des Infrastruktur-Sport-Pakets in Kooperation mit dem Land Oberösterreich und der darin vorgesehenen Übersiedlung des LASK auf die Gugl bleibt das Naherholungsgebiet Pichlinger See zur Gänze erhalten. Mit bis zu 40.000 Badegästen an Spitzentagen und zahlreichen SpaziergängerInnen auch in der kalten Jahreszeit zählt der See zu den beliebtesten Freizeitflächen in Linz.


Abgesagte Pläne für ein LASK-Stadion in Pichling 

LASK kehrt auf Gugl zurück – Stadionneubau für Blau-Weiß Linz

„Im Sommer 2019 wurden auch in sportlicher Hinsicht in Linz Weichen gestellt: Der Linzer Bundesliga-Club LASK wird in das Stadion auf die Gugl zurückkehren. Für geschätzte 50 Millionen Euro soll dort ein 16.500 Sitzplätze fassendes, länderspieltaugliches, reines Fußballstadion entstehen“, sagt Klaus Luger. „Das bestehende Donauparkstadion des FC Blau-Weiß wird ebenfalls neu gebaut“. Dies ergaben Gespräche der Stadtspitze mit dem Land Oberösterreich. Nachdem der LASK das alleinige Nutzungsrecht für die Gugl erhält, wird der Verein FC Blau-Weiß Linz das Donaupark-Stadion mit Hilfe von Stadt und Land neu bauen.

EinwohnerInnenzahl ist auf 208.000 angewachsen

Die jüngste Analyse der Stadtforschung zur Bevölkerungsentwicklung in Linz zeigt: Die „Marke“ von 208.000 Einwohnerinnen und Einwohnern mit Hauptwohnsitz in der Landeshauptstadt wurde vor kurzem überschritten. „Wir befinden uns also nach wie vor im Plus. Im Vergleich zu 2018 hat Linz etwa 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner mehr. Allerdings hat sich die starke Zuwanderung der vergangenen Jahre abgeschwächt. Diese aktuelle Tendenz hat ihre positive Seite, denn sie reduziert den Druck auf die Stadtentwicklung“, informiert Bürgermeister Klaus Luger.

Mit mehr als 3.000 Neubauwohnungen, die kurz vor Baubeginn stehen, schuf die Stadt wesentliche Voraussetzungen, um mit dieser Entwicklung Schritt zu halten. 

Stadtentwicklung Post City

In Bahnhofsnähe entsteht in den kommenden zehn Jahren ein neuer Vorzeigestadtteil von Linz, die Post City auf dem Areal des ehemaligen Postverteilerzentrums. Elf Baukörper werden errichtet. Es entstehen 40.000 Quadratmeter urbaner Lebensraum mit Büros, Wohn-, Geschäfts- und Erholungsflächen. 


Areal der Post City; Foto: PTU H.P.

Alkoholverbot am Hessenplatz hat sich bewährt

Bereits im Jänner 2019 konnte festgestellt werden, dass die vom Linzer Gemeinderat beschlossene ortspolizeiliche Verordnung für ein Alkoholverbot am Hessenplatz wirkt. Die Lage in dem innerstädtischen Park hat sich beruhigt und die Statistiken des Linzer Ordnungsdienstes zeigten einen markanten Rückgang von Beanstandungen. Eine völlige Umgestaltung des Parks erscheint deshalb nicht mehr notwendig, weshalb man sich für eine „Light-Version“ entschied, die teilweise bereits umgesetzt ist. Das Alkoholverbot wurde bis auf weiteres verlängert. Die weiteren Verdrängungsprozesse Richtung Südbahnhof konnten nach einer Sicherheitskonferenz durch die exzellente Zusammenarbeit von Polizei und Sozialarbeitern entschärft werden.

Im Hessenplatz-Park kehrte Ruhe ein; Foto: Stadt Linz 

Sicherheitskonferenz und Suchtgiftstrategie

Weitere Maßnahmen zur Verbesserung des Sicherheitsempfindens der Bevölkerung waren eine Sicherheitskonferenz am 18. November 2019, bei der gemeinsame Lösungen zur Problematik „Gewalt seitens Jugendlicher“ ausgearbeitet wurden. Mit einbezogen waren dabei die Polizei sowie Vertreter aus der Sozial- und Migrationsarbeit.

Vor allem eine bessere Vernetzung von Behörden, Stadt, Polizei und Sozialeinrichtungen kann hier zu einer Lösung beitragen. 

Parallel werden Strategien und Maßnahmen gegen den Suchtgiftmissbrauch erarbeitet. Durch noch stärkere Aufklärung über die Gefahren von Suchtmitteln jeglicher Art und Hilfe zur Selbsthilfe sollen in diesem Bereich Erfolge erzielt werden. 

Linzer Innovations-Hauptplatz startet durch

Seit dem Sommer 2019 bündelt die Stadt ihren Innovationsschwerpunkt im Linzer Innovations-Hauptplatz. Mit der Eröffnung dieser Einrichtung im Sommer 2019 wurden die Voraussetzungen für die Umsetzung und Weiterentwicklung des Innovationsprogrammes der Stadt Linz geschaffen. Dieses Programm beinhaltet 35 Handlungsansätze. Davon befinden sich derzeit elf Projekte in Umsetzung sowie weitere zehn Maßnahmen in der Konzeptionierungsphase. Neben den Handlungsansätzen des Innovationsprogrammes erfolgte auch der Start der Planung von sechs weiteren Innovationsprojekten.

Zudem wurden in den vergangenen sechs Monaten neun Events veranstaltet, bei denen mehr als 1.000 BesucherInnen gezählt wurden. Eine Kernaufgabe des Linzer Innovationsbüros ist auch die Vernetzung mit PartnerInnen. Im vergangenen halben Jahr konnte der Linzer Innovationshauptplatz mit rund 40 KooperationspartnerInnen, wie unter anderem mit der Johannes-Kepler-Universität, den Fachhochschulen, der Arbeiterkammer Oberösterreich, der Factory 300, der Creative Region, den Unternehmen Firma Simply Bread sowie Image FX, der Grand Garage, dem Ars Electronica und der Österreichischen Hochschülerschaft Projekte abwickeln.

Zu den Aufgaben des Innovationsbüros zählt nicht zuletzt auch die Bewerbung von Linz als europäische Innovationshauptstadt. 

Chatbot „Frag ELLI!”

Linz ist eine der ersten Städte, die einen Chatbot, die Online-Assistentin „ELLI“, zur Kommunikation mit den BürgerInnen eingeführt hat. Seit Juli 2019 können Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen unter fragelli.linz.at jederzeit per Chat stellen. Der Chatbot antwortet in Echtzeit. Mit ausgewählten Themenbereichen, wie etwa Pass- und Meldewesen, Haustiere, Parken, Veranstaltungsterminen und Fahrplanauskünften wurde gestartet. Das Portfolio wird nun ständig erweitert. Aktuelle Nutzungszahlen zeigen, dass das digitale Angebot der Stadt Linz durchaus angenommen wird. Wöchentlich werden bis zu 1.000 Nachrichten geschrieben.

L.I.N.Z. – lebenswert, innovativ, naturnahe, zusammen-zufrieden 

Die aktuelle Wahrnehmung der Marke Linz und damit die Ergebnisse der Online-Umfrage spielen eine wichtige Rolle bei der Neuausrichtung des Stadt-Images. Deshalb wurde ein umfangreich angelegter City Branding-Prozess gestartet, um unterschiedlichste Inputs zu einer neuen Markenstrategie zu formen. Neben einer Image-Umfrage fanden mehrere Workshops mit dem Stadtsenat und wichtigen Linz-Playern aus Wirtschaft, Kultur, Sozialbereich etc. statt. Etwa 100 Expertinnen und Experten nahmen an den Veranstaltungen teil. Linz soll sich als lebenswert, innovativ, naturnahe und zusammen-zufrieden präsentieren.

Neuorientierung der Kulturförderung – Mehr Mittel für die „Freie Szene“

Im Sinne einer „Kultur für alle“ und einer Teilhabe aller Menschen und Gruppen konnten bereits in der Vergangenheit wichtige Projekte, von der Neuausrichtung des Förderpreises „Stadt der Vielfalt“ bis zu mehrsprachigen und interkulturellen Vermittlungsangeboten für verschiedene Zielgruppen umgesetzt werden. Für die Zukunft gilt es nun, den bisher erfolgreich beschrittenen Weg einer offenen Kulturstadt weiter abzusichern und zu intensivieren. Im Besonderen kommt es darauf an, neben der Unterstützung neuer Formate (etwa im Bereich der „Digitalen Kunst“), die Entwicklung des freien Kunst- und Kulturschaffens für die Zukunft zu sichern. Dieses Anliegen ist im Linzer Kulturentwicklungsplan ein sehr wichtiges Thema. Aus dieser Intention heraus wird nun im kommenden Jahr das für heuer budgetierte Fördervolumen für die Freie Kunst- und Kulturszene von 1,9 Millionen Euro beträchtlich erhöht, und zwar um 250.000 Euro. „Vom Basiswert 2019 ausgehend, bedeutet das eine Erhöhung der Kulturförderung für die ,Freie Szene‘ um 13 Prozent. In Zeiten des Sparens geht Linz bei der ,Freien Szene‘ den umgekehrten Weg“, begründet Bürgermeister Klaus Luger die entsprechende Budgetumschichtung.

Ausblick 2020: Klimaschutz, Wohnungsneubau sowie Öffentlicher Verkehr stehen im Vordergrund

Linz unterwegs zur Klimahauptstadt Europas, um Industriestadt zu bleiben

Mit einer Grundsatzerklärung zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen und einer umfassenden Klimastrategie wurde der Fahrplan der Stadt Linz zur Bewerbung um die „Klimahauptstadt Europas" 2025 festgelegt. Dafür wird ein 19 Punkte umfassender Maßnahmenkatalog umgesetzt, der von der Einstellung eines Stadtklimatologen bis zu einer Baumpflanzungsoffensive reicht. Zudem werden etwa 1.000 Bebauungspläne mit Schwerpunkt auf Begrünungsmaßnahmen nachgerüstet („Ediktalverfahren“). „Beim Thema Klimaschutz ziehen trotz ideologischer und politischer Unterschiede alle Parteien an einem Strang. 2020 setzt die Stadt vermehrt auf Maßnahmen zur Reduktion von Schadstoffen und der Klimaerwärmung“, betont Bürgermeister Luger.

Die konsequente, umfassende Klimaarbeit der Stadt besteht aus zwei Handlungssträngen: aus Maßnahmen für den konkreten Klimaschutz und aus Aktionsplänen gegen die Auswirkungen der Klimakrise.


Grüne Dächer produzieren Sauerstoff und kühlen die Umgebung

Im eigenen Wirkungsbereich leistet die Stadt ihren Beitrag zum Klimaschutz, also zur Senkung der CO2-Emissionen, indem sie ehrgeizig daran arbeitet, die kommunalen Treibhausgasemissionen möglichst rasch zu reduzieren und langfristig weitgehend zu beseitigen.

Parallel dazu ist es notwendig, Aktionspläne gegen die bereits eingetretenen und unabwendbaren negativen Auswirkungen des Klimawandels zu entwickeln – etwa um BürgerInnen bestmöglich vor der Auswirkung der Sommerhitze zu schützen.

Der Handlungskatalog der Klimahauptstadt Linz enthält deshalb kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen in diesen beiden Handlungsfeldern. Unterschieden wird außerdem in Vorhaben, die selbständig im eigenen Wirkungsbereich umgesetzt werden können, sowie in Aktivitäten, für die es die Mitwirkung anderer (Unternehmen, Land, Bund etc.) braucht. 

In fünf thematischen Blöcken wurden Ziele sowie konkrete Handlungsschritte fixiert.

  • Organisation, Forschung und Information,
  • Stadtgestaltung, Bau und Grünraum,
  • Energie,
  • Natur und Ernährung sowie
  • Verkehr und Mobilität

Neben der Auflistung von konkreten, terminisierbaren Maßnahmen beinhalten die Themenschwerpunkte Grundideen, deren Konkretisierung weiterer Grundlagenarbeit bedarf. Als gemeinsames Ziel wird vereinbart, dass sich Linz bis zum Jahr 2025 um den Titel „Klimahauptstadt Europas" bewirbt.

Bewerbung zur Innovationshauptstadt 

Linz ist auf dem besten Weg, innovativste Stadt Österreichs zu werden. Ein wesentlicher Schritt auf diesem Weg war die Einrichtung des Innovations-Hauptplatzes, der am Hauptplatz seine Pforten öffnete. Er steht allen an Neuerungen interessierten LinzerInnen wie auch für Unternehmen, Start-Ups und Institutionen zur Verfügung. Eines der Hauptziele im kommenden Jahr ist die Vorbereitung der Bewerbung von Linz zur Innovationshauptstadt Europas (iCapital).

Stadtentwicklungsplan für Linz

Weiter voran schreiten 2020 auch die Arbeiten für einen neuen Stadtentwicklungsplan. „Andere Städte haben bereits ein solches Programm, das eine gesamtheitliche Betrachtung der räumlichen Entwicklung der Stadt und ihrer Potenziale beinhaltet. Bei diesem Projekt werden die Fragen der Verkehrslösungen für neue Wohngebiete ebenso eine wichtige Rolle spielen, wie etwa die Veränderungen der klimatischen Verhältnisse“, erörtert Bürgermeister Klaus Luger.

Tabakfabrik sowie Hafenstadt sorgen für prägende Architektur in der Stadt 

Konkrete Projekte der Stadtteilentwicklung werden dabei auch im kommenden Jahr sichtbar. So öffnet sich die Tabakfabrik nach dem Abriss der Magazine noch mehr Richtung Hafen und durch den „Neubau 3“ wird zur Gruberstraße hin eine neue Landmark entstehen. Im Hafen selber gehen die Arbeiten für das Projekt Neuland / Hafenstadt voran. Im Zuge der Verlandung der Hafenbecken wird hier den Linzerinnen und Linzern neuer Raum für Kultur- und Freizeitaktivitäten sowie für neue Arbeitsplätze zurückgegeben.

Derzeit entsteht an der Industriezeile, direkt gegenüber der Einfahrt zum Posthof, das neue Parkdeck – eine Hochgarage mit sieben Ebenen. In östlicher Richtung angrenzend wird das neue Ingate errichtet. Insgesamt bieten Parkdeck und Tiefgarage Platz für 650 Fahrzeuge. Die Stellflächen sind in erster Linie für die im Hafen angesiedelten Betriebe gedacht. Zirka 180 Stellplätze stehen jedoch für die Öffentlichkeit als Kurzparkplätze zur Verfügung. So finden etwa die Besucher des Posthofs künftig ausreichend Parkmöglichkeiten. 


Neubau 3 der Tabakfabrik; Rendering TFL

Projekt Neuland im Hafen; Rendering: Linz AG

Steigende Zahl der LinzerInnen erfordert auch 2020 einen konsequenten Wohnungsneubau

Mit mehr als 3.000 Wohnungen, die bereits bewilligt oder eingereicht sind, sollte es möglich sein, mit der aktuellen Entwicklung Schritt zu halten, um den Bedarf an leistbarem Wohnraum zu decken.

Neubebauung des Wimhölzel-Hinterlands; Rendering: transparadiso

So wie bei der Neubebauung des Areals der Kaserne Ebelsberg ist es gelungen, im Rahmen eines Kooperativen Verfahrens den Fahrplan für die weitere Entwicklung des Wimhölzel-Hinterlands in den kommenden Jahren festzulegen. Ab 2020 entstehen hier in vier Etappen mehr als 400 Wohnungen an Stelle von nicht mehr sanierungsfähigen Gebäuden. Einkommensschwächere MieterInnen werden bei der Umsiedlung von der Stadt finanziell unterstützt. 

Das starke soziale Netz erhalten: Kinderbetreuung und Pflege

Während in der SeniorInnenbetreuung in den kommenden Jahren ausreichend stationäre Wohnangebote vorhanden sind, sorgt der anhaltende Babyboom der vergangenen Jahre für weiteren Ausbaubedarf in der Kinderbetreuung. „Wir halten unser Versprechen, dass jedem Linzer Kind ab dem dritten Lebensjahr ein Platz in einem Kindergarten zur Verfügung steht, ganztägig und ganzjährig“, betont Bürgermeister Klaus Luger. Bis 2022 sollen 1.100 neue Betreuungsplätze in den Kindergärten entstehen. 

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger zum Thema „Meilensteine 2019 – Fortschritte 2020“)

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