Presseaussendung vom: 27.12.2019

Erstmalig 208.000 Linzerinnen und Linzer Markante Meilensteine für 2019: Neue Ausstellung AEC, Stadionlösung und Sicherung des Pichlinger Sees, 3.000 Wohnungen mit Baubeginn, Innovations-Offensive und Alkoholverbot

Im zu Ende gehenden Jahr 2019 wuchs die Linzer Bevölkerung auf 208.000 Personen an. Trotz der Abflachung dieses Trends ergeben sich daraus zusätzliche Herausforderungen. Es wird leistbarer Wohnraum und die dazu gehörende soziale Infrastruktur benötigt. Dafür schuf die Stadt Linz heuer wesentliche Voraussetzungen. Mehr als 3.000 Neubauwohnungen stehen kurz vor Baubeginn. Für ein Projekt in Bahnhofsnähe wurden die Weichen gestellt. In den kommenden zehn Jahren entsteht mit der Post City ein neuer Vorzeigestadtteil von Linz.

Die Ausstellung im AEC wurde auf neue Beine gestellt und wartet mit neuen Vermittlungsformaten auf die BesucherInnen. Durch eine gemeinsame Lösung mit dem Land konnten die Rückkehr des LASK ins Linzer Stadions und der Neubau einer Fußballarena für Blau-Weiss Linz ermöglicht werden. Eine Volksbefragung über ein für Pichling geplantes LASK-Stadion war somit obsolet geworden.

Auch im Hinblick auf die Stärkung des Sicherheitsempfindens der Bevölkerung wurden Maßnahmen gesetzt. Im Jänner wurde das bestehende Alkoholverbot im Hessenplatzpark verlängert. Im Herbst vereinbarten im Rahmen einer Sicherheitskonferenz zahlreiche beteiligte Institutionen und die Polizei eine gemeinsame Vorgangsweise gegen aufkeimende Jugendgewalt sowie die Erarbeitung einer Strategie zur Eindämmung der Suchtgiftproblematik.

Weitere markante Punkte im Jahr 2019 waren die Eröffnung des Linzer Innovations-Hauptplatzes, ein umfangreich angelegter City Branding-Prozess zur Internationalen Positionierung von Linz, eine Neuorientierung Der Kulturförderung sowie die erste Online-Assistentin, der städtische Chatbot „Elli“.

Die jüngste Analyse der Stadtforschung zur Bevölkerungsentwicklung in Linz zeigt: Die „Marke“ von 208.000 Einwohnerinnen und Einwohnern mit Hauptwohnsitz in der Landeshauptstadt wurde vor kurzem überschritten. „Wir befinden uns also nach wie vor im Plus. Im Vergleich zu 2018 hat Linz etwa 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner mehr. Allerdings hat sich die starke Zuwanderung der vergangenen Jahre abgeschwächt. Diese aktuelle Tendenz hat positive Seiten, denn sie reduziert den Druck auf die Stadtentwicklung“, informiert Bürgermeister Klaus Luger. Mit mehr als 3.000 Neubauwohnungen, die kurz vor Baubeginn stehen, schuf die Stadt wesentliche Voraussetzungen, um mit dieser Entwicklung Schritt zu halten. In Bahnhofsnähe entsteht in den kommenden zehn Jahren ein neuer Vorzeigestadtteil von Linz, die Post City auf dem Areal des ehemaligen Postverteilerzentrums.

Elf Baukörper werden errichtet. Es entstehen 40.000 Quadratmeter urbaner Lebensraum mit Büros, Wohn-, Geschäfts- und weiten, begrünten Erholungsflächen.

Neue Ausstellung im AEC

Ohne Beteiligung von Land und Bund finanzierte die Stadt Linz mit dem Ars Electronica Center 3,5 Millionen Euro in die „Neuerfindung“ des Museums der Zukunft. Die Ausstellungsebenen in den beiden Untergeschossen präsentieren sich völlig neu. Seit 30. Mai warten neue Vermittlungsformate auf die BesucherInnen.
Naherholungsgebiet Pichlinger See bleibt unangetastet

Zu einem positiven Abschluss gelangte 2019 das gemeinsame Anliegen für den Erhalt des Naherholungsgebietes am Pichlinger See. „Das gemeinsame Handeln von Stadt und Land mit den VertreterInnen der BürgerInnen-Initiative hat dazu geführt, dass die Mitbestimmungsmöglichkeiten der LinzerInnen gewahrt bleiben, der Stadt aber eine mindestens eine Million Euro teure BürgerInnenbefragung erspart bleibt“, fasst Bürgermeister Klaus Luger die Ereignisse des Sommers zusammen.

Durch die Pläne des Infrastruktur-Sport-Pakets in Kooperation mit dem Land Oberösterreich und der darin vorgesehenen Übersiedlung des LASK auf die Gugl bleibt das Naherholungsgebiet Pichlinger See zur Gänze erhalten. Mit bis zu 40.000 Badegästen an Spitzentagen und zahlreichen SpaziergängerInnen auch außerhalb der Badesaison zählt der See zu den beliebtesten Freizeitflächen in Linz.

LASK kehrt auf Gugl zurück – Stadionneubau für Blau-Weiß Linz

„Im Sommer 2019 wurden auch in sportlicher Hinsicht in Linz Weichen gestellt: Der Linzer Bundesliga-Club LASK wird in das Stadion auf die Gugl zurückkehren. Für geschätzte 50 Millionen Euro soll dort ein 16.500 Sitzplätze fassendes, länderspieltaugliches, reines Fußballstadion entstehen“, sagt Klaus Luger. „Das bestehende Donauparkstadion des FC Blau-Weiß wird ebenfalls neu gebaut“. Dies ergaben Gespräche der Stadtspitze mit dem Land Oberösterreich. Nachdem der LASK das alleinige Nutzungsrecht für die Gugl erhält, errichtet die Stadt Ein neues Donaupark-Stadion für die Blau-Weißen.

Sicherheitskonferenz und Suchtgiftstrategie

Weitere Maßnahmen zur Verbesserung des Sicherheitsempfindens der Bevölkerung legte eine Sicherheitskonferenz am 18. November fest, bei der gemeinsame Lösungen zur Senkung der Gewalt seitens Jugendlicher ausgearbeitet wurden. Mit einbezogen waren dabei die Polizei sowie Vertreter aus der Sozial- und Migrationsarbeit. Nur eine bessere Vernetzung von Behörden, Stadt, Polizei und Sozialeinrichtungen kann hier zu einer Lösung beitragen.

Alkoholverbot am Hessenplatz hat sich bewährt

Bereits im Jänner 2019 konnte festgestellt werden, dass die vom Linzer Gemeinderat beschlossene ortspolizeiliche Verordnung für ein Alkoholverbot am Hessenplatz wirkt. Die Lage in diesem innerstädtischen Park hat sich beruhigt und die Statistiken des Linzer Ordnungsdienstes zeigten einen markanten Rückgang von Beanstandungen. Eine völlige Umgestaltung des Parks erscheint deshalb nicht mehr notwendig, weshalb man sich für eine „Light-Version“ entschied, die teilweise bereits umgesetzt ist. Das Alkoholverbot wurde bis auf weiteres verlängert. Die Verdrängungsprozesse Richtung Südbahnhof konnten nach einer Sicherheitskonferenz durch die exzellente Zusammenarbeit von Polizei und Sozialarbeitern entschärft werden.

Linzer Innovations-Hauptplatz startet durch

Seit dem Sommer 2019 bündelt die Stadt ihren Innovationsschwerpunkt im Linzer Innovations-Hauptplatz. Mit der Eröffnung dieser Einrichtung im Sommer 2019 wurden die Voraussetzungen für die Umsetzung und Weiterentwicklung des Innovations-Programmes der Stadt Linz geschaffen. Dieses beinhaltet 35 Handlungsansätze. Davon befinden sich derzeit elf Projekte in Umsetzung sowie weitere zehn Maßnahmen in der Konzeptionierungsphase. Neben den Handlungsansätzen des Innovationsprogrammes erfolgte auch der Start der Planung von sechs weiteren Innovationsprojekten.

Chatbot „Frag Elli!”

Linz ist eine der ersten Städte, die einen Chatbot, die Online-Assistentin „ELLI“, zur Kommunikation mit den BürgerInnen eingeführt hat. Seit Juli 2019 können Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen unter fragelli.linz.at jederzeit per Chat stellen.

L.I.N.Z. – lebenswert, innovativ, naturnahe, zusammen-zufrieden

Die aktuelle Wahrnehmung der Marke Linz spielen eine wichtige Rolle bei der Neuausrichtung des Stadt-Images. Deshalb wurde ein umfangreich angelegter City Branding-Prozess gestartet, um unterschiedlichste Inputs zu einer neuen Markenstrategie zu formen.

Neuorientierung der Kulturförderung – Mehr Mittel für die „Freie Szene“

Im Sinne Der Teilhabe möglichst vieler Menschen und Gruppen konnten bereits in der Vergangenheit wichtige Projekte, von der Neuausrichtung des Förderpreises „Stadt der Vielfalt“ bis zu mehrsprachigen und interkulturellen Vermittlungsangeboten für verschiedene Zielgruppen, umgesetzt werden. Für die Zukunft gilt es nun, den bisher erfolgreich beschrittenen Weg einer offenen Kulturstadt weiter abzusichern und zu intensivieren. Im Besonderen kommt es darauf an, neben der Unterstützung neuer Formate (etwa für die „Digitale Kunst“), die Entwicklung des freien Kunst- und Kulturschaffens für die Zukunft zu sichern.

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