Presseaussendung vom: 27.12.2019

2019 im Zeichen von Verkehrs-Lösungen Brückenbauten, Stadtbahn- und O-Bus-Lösung, E-Mobilität sowie neue Buslinien für Linz

2019 war in vielerlei Hinsicht ein richtungsweisendes Jahr. Durch den Weiterbau der neuen Donaubrücken ist eine schrittweise Verkehrsentlastung zu erwarten. Auch an der 4. Donaubrücke wird seit heuer intensiv gearbeitet. Gemeinsam mit dem Land Oberösterreich wurde entschieden, eine Stadtbahnlösung in Kombination mit O-Buslinien auf der Trasse der ursprünglich geplanten 2. Schienenachse auszuarbeiten. Zudem binden neue Buslinien zwischen Urfahr, dem Industriegebiet am Hafen sowie Ebelsberg und Pichling künftig den Süden und Osten von Linz besser an. Ein, wenn auch großer Wermutstropfen des zu Ende gehenden Jahres liegt in der Bauverzögerung der neuen Eisenbahnbrücke durch einen Fehler der statischen Berechnung.

„Linz hat das vergangene Jahr gut bewältigt. Wichtige Weichenstellungen für eine positive Entwicklung sind erfolgt. Das Abflachen des Bevölkerungswachstums nimmt etwas Druck von der Stadtentwicklung, und das ist gut so“, informiert der Linzer Bürgermeister Klaus Luger. Weiters zeigt sich Luger erleichtert, dass die Ermittlungen im Zusammenhang mit der Aktenaffäre generell eingestellt wurden. „Grundvoraussetzung für die Fortsetzung des Linzer Weges ist eine weitere Konsolidierung der Stadtfinanzen. Wir haben im Gemeinderat mit einem Doppelbudget dafür die nächsten Schritte gesetzt. Besonders wichtig für die Zukunft ist eine gerechtere Finanzbeziehung zum Land, wofür ich mich weiter einsetzen werde. Nach Konstituierung der neuen Regierung wird es im kommenden Jahr auch wichtig sein, Nahverkehrsmittel für den Großraum Linz zu lukrieren, um innovative Zukunftsprojekte, wie etwa eine Stadtseilbahn, zu stemmen“, sagt Luger.

Voestbrücke „im Rohbau“ fertig

Mit zwei Bypassbrücken verstärkt die ASFINAG aktuell die Voestbrücke. Die Fertigstellung des ersten Brückenzwillings ging 2019 in großen Schritten voran, ebenso nimmt die zweite Brücke bereits deutliche Konturen an. „Mit der Inbetriebnahme der beiden Bypässe ab Juni 2020 werden dann zahlreiche PendlerInnen von der Entflechtung der Verkehrsströme profitieren“, informiert Bürgermeister Klaus Luger. Mit täglich mehr als 100.000 Fahrten zählt die Voestbrücke zu den stärkst befahrenen Straßen in Linz.

Die 4. Linzer Donaubrücke wird endlich Realität

Vor fast 50 Jahren ist die Idee erstmals entstanden, nun wird sie endgültig in die Tat umgesetzt. Der Baubeginn der 4. Linzer Donaubrücke ist der Startschuss für die Westumfahrung. „Mit dem Baubeginn für die 4. Donaubrücke geht ein lange ersehnter Wunsch eines Großteils der Linzer Bevölkerung in Erfüllung“, sagte Bürgermeister Klaus Luger anlässlich des ersten Ankers, der zu Beginn des Jahres auf der südlichen Donauseite gesetzt wurde.

Neue Eisenbahnbrücke: Trotz Verzögerung geht Baufortschritt zügig voran

Die bisher erbrachten Tiefbauarbeiten für die Neue Eisenbahnbrücke gehen voran. Dies betrifft insbesondere die aufwendig herzustellenden Pfeiler in der Donau, den Vorlandpfeiler, die beiden Widerlager, die Stützmauern Richtung Hafenstraße und den Straßenbau, die ein Drittel der gesamten Bauleistungen ausmachen. Im Herbst 2020 sollen die beiden Brückenbögen über Wasser eingeschwommen werden, parallel wird auf dem in Urfahr gelegenen Donauufer der Brückenbogen über Land errichtet.

Entscheidung für Stadtbahn und „O-Buslösung“

Gemeinsam mit dem Land Oberösterreich wurde entschieden, an Stelle der zweiten Straßenbahnachse eine Stadtbahnlösung in Kombination mit O-Buslinien auszuarbeiten. „Es ist die bessere Lösung, weil sie rascher und leichter umgesetzt werden kann", begründet Bürgermeister Klaus Luger diese Entscheidung. Die Stadt Linz soll sich zu 20 Prozent an den Infrastrukturkosten der Stadtbahn beteiligen.

Neue Buslinien attraktivieren ÖV-Angebot

Zu den wichtigsten Ausbauplänen der Linz AG Linien zählen die direkten öffentlichen Verkehrsverbindungen zwischen Urfahr, dem Industriegebiet am Hafen sowie Ebelsberg und Pichling durch die neuen Buslinien 13 und 14. Diese sollen mit 18 Meter langen Elektro-Hybridbussen fahren. Als Ausgangspunkt der Linie 13 mit der Endhaltestelle Pichlingersee ist der Mühlkreisbahnhof vorgesehen. Die Schnellbus-Linie 14 beginnt im Hafen und verläuft via Umfahrung Ebelsberg zum Bahnhof Ebelsberg.

Ausbau der tim-Mobilitätsknoten

Der Ausbau der neuen Mobilitätsknoten von „tim Linz - täglich. intelligent. mobil“ trägt dazu bei, unterschiedliche Verkehrsmittel miteinander zu verknüpfen. Nach der Eröffnung von drei tim-Mobilitätsknoten am Hauptplatz, an der Wiener Straße und bei der Johannes-Kepler-Universität eröffnen 2020 weitere Standorte in der Grünen Mitte sowie bei der Tabakfabrik. Bis Ende 2021 sollen im Stadtgebiet insgesamt neun tim-Standorte errichtet werden.