Presseaussendung vom: 20.01.2020

Hommagen – Literarische Porträts Beliebte Reihe startet am 22. Jänner im Wissensturm

In Zusammenarbeit mit der Grazer AutorInnenversammlung veranstaltet die Volkshochschule Linz auch 2020 die begehrte Vortragsreihe „Hommagen – Literarische Porträts”. Dabei setzen sich AutorInnen mit dem Werk und dem Leben anderer bedeutender SchriftstellerInnen auseinander. Kuratiert und moderiert werden die drei Abende im Seminarraum 15.04 von Andreas Weber. Beginn ist jeweils um 19 Uhr. Die Einzelkarte kostet fünf Euro, ermäßigt für Aktivpass-BesitzerInnen 2,50 Euro und für Ö1-Club-Mitglieder vier Euro.  

22. Jänner – Walter Kohl über Bob Dylan

Walter Kohl will versuchen, die Poetik des „Song-Poeten“ Dylan begreifbar zu machen, vor allem des späten Dylan, dessen Songtexte fast ausschließlich aus Zitaten aus unendlich weit auseinanderliegenden Quellen bestehen, und wie er mit diesem Verfahren aus der „gestohlenen Poesie“ seine ganz eigene Poesie macht. Und so mit den verschiedensten Stimmen menschliche Grunderfahrungen hörbar macht. Kohl wird auch auf die Lyrics des frühen Dylan eingehen, die ihn beeinflusst haben, die – neben anderen Stimmen – zu einer Art Hintergrundrauschen des Jung-Seins in der oberösterreichischen Provinz geworden sind, aus dem heraus Kohl selbst zu schreiben begonnen hat.

Walter Kohl wurde in Linz geboren und lebt seit 1996 als freier Schriftsteller in Eidenberg. Publikationen (Auswahl): Wie riecht Leben? Bericht aus einer Welt ohne Gerüche. Wien 2009. – Das leere Land. Wien 2011. – Mutter gesucht. Die Geschichte dreier ungleicher Schwestern. Wien 2012. – Ein Bild von Hilda als toter Mensch. Wien 2015. – Out Demons Out – ein Roman über die Edgar Broughton Band, Wien 2017

Hinweis: Damit der Eröffnungsvortrag über Bob Dylan nicht nur ein trockener Vortrag bleibt, werden auch Songs zu hören sein, interpretiert von der Linzer Sängerin Vaheen Said, begleitet von Walter Kohl auf der Gitarre – Lieder von Dylan plus ein paar Referenz-Werke der Populärmusik von The Rainbows, Iron Butterfly, The Beatles und anderen.

29. Jänner – Erich Wimmer über Haruki Murakami 

Für Erich Wimmer ist „der 1949 geborene japanische Autor Haruki Murakami der Homer der Moderne. Seine Romane sind Odysseen, die unwiderstehlich in mythologische Gefilde führen. Brunnenschächte, aus der Zeit gefallene Wälder, Stockwerke, die in keinem Bauplan ausgewiesen sind. An diesen Orten konfrontiert Murakami seine Leserschaft mit ihren verdrängten Gefühlen: Einsamkeit, Todessehnsucht und Liebe.“ 

Erich Wimmer: Ausbildung zum Geigenlehrer am damaligen Anton-Bruckner-Konservatorium der Stadt Linz, Studium der Kunstwissenschaft und Philosophie an der KTU Linz (Abschluss 2008), seit 1990 Lehrtätigkeit im Fach Violine an den Landesmusikschulen, freiberufliche schriftstellerische Tätigkeit seit 1995, Publikationen (zuletzt): Original Linzer Tortur. Kriminalroman, 2017; Saugust. Ein Mühlviertel-Krimi, 2014; Buddhakäse. Ein Kuh-Krimi, 2014; Fiel Sonne. Roman, 2014; Der Hauptzeitsee, Erzählung, 2014 (Neuauflage); Kuttenlos. Erfahrungen aus der Linzer Domeremitage. Roman, 2010 (Neuauflage)

5. Februar – Elisabeth Strasser über Hermann Bahr 

Der 1862 in Linz geborene Schriftsteller Hermann Bahr war eine der prägendsten Personen des Wiener Kulturlebens um und nach 1900. Er wurde zum „Organisator der österreichischen Literatur“, und in seiner schillernden Biografie spiegeln sich die kulturellen und politischen Strömungen der Zeit. Der Beitrag von Elisabeth Strasser aus der Reihe „Hommagen“ nimmt mit auf eine Zeitreise ins Linz des späten 19. Jahrhunderts und in das Umfeld der „Wiener Moderne“.

Elisabeth Strasser lebt seit 1998 in Linz; Studium der Germanistik in Wien. Autorin von Romanen, Erzählungen und Lyrik. Veröffentlichungen: Martin und der Klang des Schnees, 2013; Vom Leben der Kaulquappen. Erzählungen, 2014; Die Botschaft, 2015; 0-1-0-1. Roman, 2017