Presseaussendung vom: 28.01.2020 |

Internationaler Holocaust-Gedenktag in Linz NS-Überlebender Harry Merl berichtete aus seinem bewegten Leben

Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages der Vereinten Nationen luden österreichische FreundInnen von Yad Vashem und die Friedensstadt Linz am Montag, 27. Jänner, um 19:30 Uhr zur Gedenkstunde in das Alte Rathaus. Vizebürgermeisterin Karin Hörzing begrüßte die Gäste in Vertretung des Herrn Bürgermeisters und sprach kurze Einleitungsworte zum Anlass der Veranstaltung.

Höhepunkt der Veranstaltung im Pressezentrum im vierten Stock des Alten Rathauses war ein Interview mit Univ.-Doz. Dr. Harry Merl. Er hatte als erster Arzt im damaligen Wagner Jauregg Krankenhaus die Familientherapie eingeführt und war Wegbereiter der systemischen Psychotherapie in Österreich. 

Merl wurde als Vierjähriger aufgrund der Pogromnacht im November 1938 jäh aus seiner behüteten Kindheit gerissen. Seine Eltern wurden zur Zwangsarbeit gezwungen, er war täglich bis zu 14 Stunden alleine, seine Großmutter wurde von der SS erschossen. Über diese und ähnliche traumatischen Erlebnisse sowie seine Erfahrungen als Psychoanalytiker und vieles mehr sprach er am Montagabend.
 

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