Presseaussendung vom: 10.03.2020

Leistungsbilanz 2019 der Berufsfeuerwehr Linz Knapp 4.300 Einsätze absolviert – zwölf pro Tag

Übergabe von vier neuen Fahrzeugen

Durchschnittlich zwölf Einsätze pro Tag absolvierte im Vorjahr die Mannschaft der Berufsfeuerwehr Linz. Insgesamt 4.275 Mal rückte das erfahrene Team aus, um Menschen und Tiere in unterschiedlichen Notlagen zu helfen. Das 186 Mann starke Team der Berufsfeuerwehr absolvierte 2.748 Technische Einsätze, davon fünf Katastrophenhilfseinsätze. Von den 1.527 Brandeinsätzen waren 838 Melderalarme. Insgesamt galt es im Vorjahr 352 Brände zu löschen.  

„Eine gut funktionierende Feuerwehr ist in einer Stadt ein wichtiger Garant für die Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner. Durchschnittlich zwölf Einsätze pro Tag veranschaulichen, welch großes Arbeitspensum die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr für die Sicherheit der Linzerinnen und Linzer rund um die Uhr absolvieren. Voraussetzung dafür ist, dass die Mannschaft bestens organisiert, geschult und trainiert ist, sowie eine entsprechende Infrastruktur am aktuellen Stand der Technik“, schätzt Bürgermeister Klaus Luger die hervorragende Arbeit der Berufsfeuerwehr. 

„In einer ständig wachsenden Stadt mit vielen Industriebetrieben ist es nicht selbstverständlich, dass die Zahl der Feuerwehreinsätze in etwa konstant gehalten werden kann. Die Zahl der Hochhäuser wächst. Durch das hochmotivierte, professionelle Agieren der Mannschaft und die wertvolle Arbeit im Bereich des Vorbeugenden Brandschutzes können Schadensfälle minimiert bzw. verhindert werden.  Richtiges und rasches Handeln in den ersten Minuten ist entscheidend“, zeigt sich Sicherheitsstadtrat Michael Raml von der Professionalität der Berufsfeuerwehr beeindruckt. 

352 Brände – um 52 weniger als 2018

Insgesamt 352 Brände galt es im Vorjahr zu löschen, davon 86 Gebäude, 27 Fahrzeuge und 64 Müllbrände. 838 Alarme gingen über die etwa 626 angeschalteten Brandmeldeanlagen ein. Insgesamt absolvierte das Team 1.527 Brandeinsätze. 

Die Zahl der Brandeinsätze blieb in den vergangenen Jahren in etwa gleich hoch. Mitverantwortlich dafür ist sicherlich die Präventivarbeit im Bereich des Vorbeugenden Brandschutzes. Das Expertenwissen der Berufsfeuerwehr fließt bereits in die Planung von Neubauten wie den Brucknertower ein. Auch die Einrichtung von Großbaustellen wie zum Beispiel beim Bau der Bypassbrücken erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr. Die Brandschutzprofis führen zudem regelmäßig Kontrollen an bestehenden Gebäuden durch und prüfen die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen.

Art der Einsätze Anzahl
Meldealarme 838
Brand Betriebsbau 9
Brandverdacht 94
Gebäudebrände 86
Müllbrände 64
Brandnachbeschau 31
Fahrzeugbrände 27
Sonstige Brände 32
Wald- und Flurbrände 9
Ausbildung / Übungen / vorbeugende Maßnahmen 337
Gesamt 1.527

 

2.748 Technische Einsätze – um 150 weniger als 2018

Die technischen Einsätze machen mit 2.748 den Hauptteil der zu bewältigenden Arbeit aus. Die Einsatzkräfte retteten oder bargen im Vorjahr knapp 672 Personen, davon 277 Menschen aus defekten Aufzügen und 21 nach Verkehrsunfällen. Wegen Unfallverdacht öffneten sie 333 Wohnungen. 

830 Einsätze betrafen Tiere, davon 379 Bienen, Wespen und Hummeln, 30 Tiertransporte – doppelt so viele als im Jahr 2017. 328 Tiere wurden aus Notlagen befreit und 68 tote Tiere geborgen.

530 Mal fielen Sicherungsarbeiten an, darunter 364 Sicherungsdienste Straße (beispielsweise bei einer Ölspur), 80 Sicherungsdienste an Gebäuden und 86 Sicherungsdienste Unwetter (zum Beispiel werden vorsorglich kleinere Brücken gehoben). Es gab 73 Gefahrenstoffeinsätze, 46 Mal war austretendes Gas die Ursache. 

Art der Einsätze Jahr 2018 Jahr 2019
Einsätze mit Tieren 1.129 830
Sicherungsdienst Straße / Unwetter / Gebäude 431 530
Wohnungsöffnungen nach Unfallverdacht 318 333
Wasserschäden, teilweise mit Wohnungsöffnung 156 157
Diverse technische Einsätze 201 177
Übungen, Schulungen, Besichtigungen, Stellproben 256 193
Menschenrettung aus defekten Aufzügen 198 277
Gefahrenstoffeinsätze 47 73
Assistenzleistung für Polizei / Rettung 50 63
Bergearbeiten 36 37
Person in Gefahr 19 15
Menschenrettung nach Verkehrsunfällen 19 21
Menschenrettung 10 8
Serviceleistung für die Stadt 10 9
Rettung aus Höhen / Tiefen / Wasser 5 18
Taucheinsätze 12 2
Katastrophenhilfsdienste 6 5
Gesamt 2.903 2.748

Bei Katastrophen sind Know-how und Leistungsfähigkeit gefragt

Im Katastrophenfall sind das Know-how und die Leistungsfähigkeit der geschulten Berufsfeuerwehr-Mannschaft von unschätzbarem Wert. Wetterextreme mit Stürmen, sintflutartigen Regenfällen und Hagel erforderten im Vorjahr das Ausrücken der Einsatzkräfte. 

Die Katastrophenschutzpläne werden laufend aktualisiert. Zudem widmen sich die Sachverständigen dem Szenario, wenn für längere Zeit die Stromversorgung ausfällt und die gesamte Infrastruktur lahmgelegt ist. Es werden Konzepte und Maßnahmen erarbeitet, wie die Berufsfeuerwehr trotzdem schlagkräftig agieren kann. Außerdem wird das Programm „DIGIKAT“ implementiert. Die Internetanwendung unterstützt im Katastrophenfall Behörden und Einsatzorganisationen, die anfallenden Aufgaben gut aufeinander abgestimmt auszuführen. 

Unterstützung durch Freiwillige Feuerwehren und Betriebsfeuerwehren

Vier Freiwillige Feuerwehren und acht Betriebsfeuerwehren unterstützen die Berufsfeuerwehr Linz bei der Bewältigung der Aufgaben. Somit sorgten im vergangenen Jahr knapp 700 Feuerwehrleute für die Sicherheit der Bevölkerung. Um die Schlagkraft zu erhöhen und um die Ortskenntnisse zu verbessern, werden regelmäßig gemeinsame Übungen abgehalten. Bei den anschließenden Nachbesprechungen wird genau analysiert, ob Optimierungspotenzial vorhanden ist, das in Zukunft umgesetzt werden kann. 

Durch die starke Nord-Süd-Ausdehnung des Stadtgebietes sind die vier Freiwilligen Feuerwehren sehr wichtig. Im Norden von Linz stehen die Freiwilligen Feuerwehren Pöstlingberg und St. Magdalena für die Bevölkerung im Einsatz. Der Linzer Hausberg mit den schmalen und steilen Zufahrtswegen erschwert für die Berufsfeuerwehr das rasche Eingreifen. Die Unterstützung vor Ort durch die freiwilligen Kräfte ist daher immens wichtig für die erste Brandbekämpfung, Menschenrettung und die Löschwasserversorgung. Im Linzer Süden sind die Freiwilligen Feuerwehren Ebelsberg und Pichling sofort zur Stelle – letztere verfügt über eine gut ausgebildete Wasserwehr. Die Freiwilligen Feuerwehren rückten im Vorjahr mehr als 200 Mal aus und investierten dabei etwa 2.000 Stunden ihrer Freizeit, um anderen Menschen in Notsituationen zu helfen. 

Der hohe Stellenwert der acht Betriebsfeuerwehren ist unumstritten. Die gut geschulten Einsatzkräfte mit hervorragenden Ortskenntnissen leisten entscheidende Erstmaßnahmen in ihren Ausrückebereichen und bemühen sich um den vorbeugenden Brandschutz. Folgende Linzer Betriebe haben eine Betriebsfeuerwehr: voestalpine, Chemiepark Linz, Landestheater Linz, Linz AG, ÖBB Technisches Services-Werk Linz, Siemens, Linz Textil und Schiffswerft AG Linz. 

Leitstellenverbund für mehr Sicherheit

Gemeinsam mit dem . Landesfeuerwehrverband und der Freiwilligen Feuerwehr Wels hat sich die Berufsfeuerwehr Linz zum Leitstellenverbund zusammengeschlossen. Ziel ist es neben der unabhängigen Einsatzabwicklung und Einsatzverwaltung jeder einzelnen Einsatzorganisation für jeden Notfall gerüstet zu sein. Dazu wurden die Räumlichkeiten der Nachrichtenzentrale im zweiten Obergeschoß der Hauptfeuerwache neu errichtet. Die Implementierung der neuen Systeme gemeinsam mit der Umstellung auf Digitalfunk wird die Abteilung NEV noch die nächsten Jahre bis zur endgültigen Inbetriebnahme in Anspruch nehmen. 

Stadt Linz investiert 2,3 Millionen Euro in modernen Fuhrpark

Der Fuhrpark wurde um vier neue Rüstlösch-Fahrzeuge modernisiert. Am 25. April 2019 fand die feierliche Übergabe mit Bürgermeister Klaus Luger und Sicherheitsreferent Stadtrat Michael Raml statt. Die Berufsfeuerwehr verfügt über insgesamt sieben dieser Spezialgeräte. Bei durchschnittlich zwölf Einsätzen pro Tag werden diese dementsprechend beansprucht. Zwei dieser Fahrzeuge fahren bei Einsätzen neben dem Kommandofahrzeug und der Drehleiter immer aus. Sie sind wesentlicher Bestandteil des Zugs. Um am neuen Stand der Technik agieren zu können, investierte die Stadt Linz 2,3 Millionen Euro in die Modernisierung des Fuhrparks. Jeweils zwei Rüstlöschfahrzeuge stehen in der Hauptfeuerwache an der Wiener Straße und in der Feuerwache Nord an der Dornacher Straße. Die alten Einsatzwägen erhalten die Linzer Freiwilligen Feuerwehren, denen sie noch gute Dienste leisten werden. Die Berufsfeuerwehr arbeitet mit den Freiwilligen Feuerwehren Pöstlingberg, St. Magdalena, Ebelsberg und Pichling eng zusammen. Es ist bei Einsätzen von Vorteil, wenn im Feuerwehrbezirk Linz-Stadt gleiche Fahrzeuge verwendet werden.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger, Sicherheits- und Feuerwehrreferent Stadtrat Michael Raml und Branddirektor Dr. Christian Puchner über die „Leistungsbilanz 2019 der Berufsfeuerwehr Linz“)

Neuer Wohnsitz?
Fristen beachten!
Neuer Wohnsitz? Fristen beachten!

Jede Wohnsitzänderung ist der Stadt Linz innerhalb von 3 Tagen verpflichtend bekannt zu geben. Die Ab-, An- oder Ummeldung ist persönlich, postalisch oder online möglich.

Alle Details sowie den Meldezettel finden Sie im Service A-Z. Auch der städtische Chatbot ELLI beantwortet Ihre Fragen zum Meldewesen.

Mehr dazu