Presseaussendung vom: 22.03.2020

Stadträtin Fechter: „Zusammenhalt in Zeiten der Krise kennt in Linz keine Herkunft und Grenzen!“ Migrantinnen und Migranten in Linz beteiligen sich aktiv an der Bewältigung der Auswirkungen der Corona-Krise

Die Hilfsbereitschaft der Linzerinnen und Linzer scheint im wahrsten Sinne des Wortes grenzenlos: ob Nachbarschaftshilfe oder das Anbieten von Vereinsräumlichkeiten für den Notfall – täglich tauchen in Linz multinationale Beispiele für den Zusammenhalt in unserer Heimatstadt auf. „Ob Vereine wie ALIF oder Avrasya, ob einzelne LinzerInnen wie Mihails oder Alida – unsere positive Integrationsarbeit der letzten Jahre und Jahrzehnte war offenbar richtig, wir alle sehen Linz als unsere Heimat und uns als Linzerinnen und Linzer, die bereit sind, unseren Nachbarinnen und Nachbarn zu helfen", freut sich Integrationsstadträtin Regina Fechter.

24 konkrete Projekte und Ideen zur Nachbarschaftshilfe und zur Bewältigung der Auswirkungen der Corona-Krise haben sich mittlerweile auf innovationshauptplatz.linz.at vernetzt. Daran beteiligen sich auch viele Menschen mit so genanntem Migrationshintergrund, die aber offensichtlich zu 100 Prozent in Linz angekommen sind. „Etwa im Rahmen eines Projekts am Spallerhof, bei dem unter anderem der junge Mihails Einkäufe erledigt, oder mit der Idee von Alida, einfach Zettel mit notwendigen Einkäufen an die Türe zu heften, und die umliegenden NachbarInnen besorgen sie", zählt die Linzer Integrationsreferentin zwei individuelle Beispiele auf.

Auch die Vereine der Zugewanderten haben bereits ihre Unterstützung angeboten: „Spätestens jetzt zeigt sich, dass unser Weg der langjährigen, konstruktiven Zusammenarbeit mit diesen Vereinen der richtige Weg war", ist Regina Fechter überzeugt. So will der von manchen oft kritisierte Verein ALIF seine überwiegend aus Mitglieds- und Spendenvereinen finanzierte Vereinsräumlichkeiten als Notquartier im Quarantäne-Ernstfall zur Verfügung stellen. Die Jugendabteilung dieses Vereins hat ein eigenes Nachbarschaftshilfe-Projekt ins Leben gerufen, durch das in Linz und neun weiteren Kommunen Menschen bei wichtigen Besorgungen und Einkäufen unterstützt werden. Der Verein Avrasya hat direkt bei Bürgermeister Klaus Luger seine Hilfsbereitschaft deponiert, wo immer Bedarf gegeben ist. Der bosnische Verein NUR und der albanische Verein Bashkimi haben ihre jüngeren Mitglieder aufgerufen, älteren Menschen bei Besorgungen etc. zu helfen, und das Kroatische Zentrum hat eine eigene Hilfsaktion gestartet. „Es sind dies beileibe nicht alle Beispiele – die Hilfsbereitschaft in unserer Stadt ist so bunt und vielfältig wie das Leben in normalen Zeiten. Ich bin glücklich, dass der Linzer Weg der Integrationspolitik hier so positiv bestätigt wird. Wir haben stets einen offenen und kooperativen Zugang zu den Migrantenvereinen gepflegt. Jetzt zeigt sich einmal mehr, wovon ich immer überzeugt war: das von uns gepflegte Miteinander ist keine Einbahnstraße – wer stets mit Wertschätzung auf andere zugeht, bekommt Respekt und Solidarität zurück!" so Stadträtin Fechter abschließend.

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