Presseaussendung vom: 05.04.2020 |

Wir sind für Sie da! Bürgermeister Klaus Luger über die große Einsatzbereitschaft im Magistrat sehr erfreut

600 engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in verschiedenen Bereichen vor Ort

Weitere 700 arbeiten im Home Office

Um die notwendigen Anliegen der BürgerInnen möglichst effizient zu erledigen und Beiträge zur Eindämmung der Verbreitung des Corona-Virus zu leisten, sind im Magistrat derzeit fast 600 MitarbeiterInnnen unter Einhaltung von Sicherheitsauflagen in ihren Geschäftsbereichen vor Ort tätig. Bürgermeister Klaus Luger zeigt sich erfreut über die hohe Einsatzbereitschaft, die jede und jeder von ihnen in dieser schwierigen Situation täglich unter Beweis stellt.

Der Linzer Bürgermeister in seiner Funktion als Bezirkshauptmann ist übrigens jeden Tag mit einer Sekretärin in seinem Büro im Alten Rathaus anwesend. Die MitarbeiterInnen seines Geschäftsbereichs Büro Stadtregierung sind abwechselnd in zweigeteilten Diensten im Büro oder arbeiten im Home Office. Zwei MitarbeiterInnen vom Innovationshauptplatz betreuen die Plattform „LinzerInnen helfen LinzerInnen“.

Die Einsatzbereitschaft im Magistrat ist groß. Knapp 180 MitarbeiterInnen, die aktuell in ihrem „normalen“ Tätigkeitsbereich nicht benötigt werden, haben sich bisher für einen freiwilligen Einsatz gemeldet. Die Zahl verändert sich laufend. Immer mehr melden sich, um Sinnvolles zu tun. Inzwischen sind bereits etwa 50 MitarbeiterInnen in den Sanitätsdienst des Gesundheitsservice vermittelt worden. Zweimal wöchentlich werden weitere zehn MitarbeiterInnen eingeschult, die dann sogleich im Wechseldienst aktiv tätig sind.

Enge Kooperation von Gesundheitsservice und Bezirksverwaltung

Bei der Bewältigung der Corona-Krise nehmen die Geschäftsbereiche Gesundheit und Sport (GB GS) sowie Bau- und Bezirksverwaltung (GB BBV) eine Schlüsselrolle ein. Ein grundlegendes Ziel ist es, die Ausbreitungskurve des Coronavirus zu verflachen.

Der GB GS arbeitet dabei eng mit der Bezirksverwaltungsbehörde zusammen. Wurden mit dem Virus infizierte Personen ermittelt, führen MitarbeiterInnen von „Gesundheit und Sport“ im Umfeld der Betroffenen Erhebungen durch. So werden positiv getestete Personen eingehend darüber befragt, mit wem sie in den vergangenen zwei Tagen Kontakt hatten, welchen Menschen die Betroffenen in den letzten 48 Stunden die Hand gegeben haben oder mit wem sie innerhalb eines Zwei-Meter-Radius mehr als 15 Minuten lang zusammengetroffen sind. Alle diese Personen müssen ermittelt werden, sie werden unter Quarantäne gestellt.

Die Bezirksverwaltungsbehörde, konkret der Geschäftsbereich Bau- und Bezirksverwaltung (GB BBV), stellt die entsprechenden Bescheide aus. Das Kernteam des BBV ist nicht nur mit der Bescheid-Ausarbeitung und -zustellung befasst, sondern auch als interner Dienstleister für die Erhebungen für andere Geschäftsbereiche zuständig. Dazu kommen rechtliche Belange wie die Prüfung „coronabezogener“ Erlässe des Landes. Besonders wichtig ist die „Regie“ im behördlichen Krisenstab der Stadt Linz.

Assistenz durch GB Abgaben und Steuern

Zu den MitarbeiterInnen, die die Stadt „am Laufen“ halten, zählt auch das Team des Geschäftsbereichs Abgaben und Steuern. Seit einigen Tagen arbeiten sie mit viel Engagement im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Corona-Virus. Sie unterstützen auch andere Geschäftsbereiche, wie zum Beispiel „Gesundheit und Sport” im Rahmen der Hotline und in der Bau- und Bezirksverwaltung bei juristischen Fragen. Eine wichtige Rolle kommt der Abteilung Verwaltungsstrafen zu, die im Schichtdienst anwesend ist, um gegebenenfalls der Polizei bei Verstößen gegen das COVID-19-Gesetz beziehungsweise das Epidemiegesetz Auskunft gibt. Unterstützt wird das Team vom städtischen Beschäftigungsprojekt Jobimpuls und von Lehrlingen. In Summe sind 55 der mehr als 70 MitarbeiterInnen des Geschäftsbereichs Abgaben und Steuern im Dienst, um die Arbeit während der Corona-Krise zu bewältigen.

Kinderbetreuung bleibt aufrecht

Kindergarten Rohrmayrstaße;  Foto: ILG

In den neun geöffneten Kindergärten stehen täglich für die Betreuung der Krabbelstube-, Kindergarten- und Hortkinder zirka 50 MitarbeiterInnen aus dem Geschäftsbereich Kinder- und Jugendservices bereit. In der Zentrale sind zwei Personen anwesend, die anderen machen Home Office beziehungsweise sind stundenweise vor Ort, um das Wichtigste abzuarbeiten.

In der Abteilung Jugendgesundheit und Schulsozialarbeit des Geschäftsbereichs Soziales, Jugend und Familie unterstützen die Schulärztinnnen die Amtsärztinnen im GB Gesundheit und Sport. Täglich sind bis zu vier Ärztinnen von Montag bis Sonntag im Einsatz. Die SchulsozialarbeiterInnen im Kindergarten betreuen ihre Familien und SchülerInnen telefonisch und versuchen alle bestmöglich zu begleiten. Zudem sind 14 SozialarbeiterInnen dieser Abteilung im Home Office telefonisch für Schulen, Kindergärten und Familien erreichbar. Sie kontaktieren die Familien auch aktiv.

Im Geschäftsbereich Personal und Zentrale Services sind knapp 40 Personen im Einsatz. Die gesamte Postverteilung zwischen den Rathäusern und den Unternehmen, die Verrechnung der Bezüge, Personal-Einsatz und -Aufnahme oder die Versorgung mit dringend benötigten Gütern für die Sicherheit der MitarbeiterInnen und den Dienstbetrieb werden unter anderem von ihnen abgewickelt.

Informationen für Wirtschaftstreibende

Im Geschäftsbereich Finanzen und Wirtschaft sind derzeit etwa 15 Personen im Dauereinsatz beziehungsweise im Wechselbetrieb. Obwohl der überwiegende Anteil der MitarbeiterInnen nicht „vor Ort“ tätig ist, sichern diese via Home Office, dass der „Betrieb des Magistrates“ in finanzieller Hinsicht sichergestellt ist.

Verwaltungstätigkeiten in der Finanzdirektion, die Stadtkassa, der zentrale Rechnungseingang, Buchhaltung sowie Marktbetreuung und Haushaltsführung fallen in ihren Bereich. Der Geschäftsbereich hat auch Informationen für Wirtschaftstreibende zu COVID-19 ins Netz gestellt. Unter https://www.linz.at/wirtschaft/105591.php werden umfassende Informationen und Support für Unternehmen geboten. Unter anderem finden Interessierte hier auch in Frage kommende Formulare.

Der Geschäftsbereich Stadtgrün und Straßenbetreuung (SGS) hält grundsätzlich sein Service für die LinzerInnen im Freien aufrecht. Etwa 250 MitarbeiterInnen sind hier vor Ort im Einsatz. Sie leeren regelmäßig die Mistkübel entlang der Straßen, bei den Bus- und Straßenbahn-Haltestellen oder in den städtischen Parks und kümmern sich um die Pflanzen auf den öffentlichen Flächen, ebenso um die Reinigung der Stadtstraßen. Die Teams sind gesplittet unterwegs. Im Falle einer Infektion bleiben so die restlichen Teams gesamt einsatzbereit. Diese Maßnahme ist seit 13. März in Kraft, sie wurde bereits von anderen Städten und Institutionen übernommen.

Die Mitarbeiter von Stadtgrün und Straßenbetreuung sorgen weiterhin für ein „sauberes Linz“.

Servicebereiche und digitale Kulturangebote laufen weiter

Mehr als 30 MitarbeiterInnen im Geschäftsbereich BürgerInnenangelegenheiten sorgen dafür, dass der Betrieb im Servicebereich weiterläuft.

Eine wichtige Rolle nimmt der Geschäftsbereich BürgerInnen-Angelegenheiten (GB BA) ein, der weiterhin vor allem in systemrelevanten Segmenten seiner Aufgabenstellung nachkommt. Mehr als 30 MitarbeiterInnen sorgen hier dafür, dass der Betrieb vor allem in Servicebereichen weiterläuft. Die Abteilung Aufenthaltsrecht des städtischen Bürgerservice ist seit Montag mit zwei komplett unabhängigen Teams tätig, um eine Weiterarbeit auch bei einer etwaigen Erkrankung zu gewährleisten. Um die vier Personen sind ständig vor Ort an den Schaltern tätig. Sie wickeln sehr wichtige Verfahren ab. Im Home Office beantworten die MitarbeiterInnen möglichst alle Fragen von ausländischen StaatsbürgerInnen telefonisch oder schriftlich.

Der Geschäftsbereich Kommunikation und Marketing, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Linz rund um die Corona-Krise, ist täglich mit bis zu vier Leuten aus dem Online- und Medienservice-Bereich im vierten Stock des Rathauses vertreten. Ein Mitarbeiter hält hier beispielsweise den direkten Kontakt zum Büro des Bürgermeisters und des Krisenstabs. Der Rest des Teams stellt via Home Office den Informationsfluss zu dem LinzerInnen und den Medienvertretern sicher.

Ebenso aktiv sind die 55 MitarbeiterInnen des Geschäftsbereichs Kultur und Bildung. Sie arbeiten beinahe alle im Home Office, ihre Arbeit ist jedoch für das Funktionieren der Abläufe in den Schulen und besonders bei der Nachmittagsbetreuung von Kindern besonders wichtig. In der Volkshochschule laufen die Vorbereitungen für die Zeit nach Corona weiter. Die Stadtbibliothek hat während der Corona-Krise ein Einschreibsystem für digitale Medien umgesetzt, das einen einzigartigen „kontaktlosen“ Bildungszugang ermöglicht. Auf digitale Präsenz setzt auch die Musikschule. Beispiele dafür sind der Start der Youtube-Initiative: #mitmusikleichterdurchdiekrise und der Youtube-Kanal www.youtube.com/musikschulelinz, der Handy-Videos aus dem Übungsalltag der Linzer MusikschülerInnen präsentiert. In der Abteilung Linz Kulturprojekte werden die Planungen für Events besonders im Sommer fortgeführt, es werden zudem auch Szenarien im Falle von Veranstaltungs- oder Einreiseverboten für internationale KünstlerInnen ausgearbeitet. Die Abteilung Linz Kultur-Förderungen ist bemüht, Ansuchen von Kulturschaffenden so rasch wie möglich zu bearbeiten, um sie in ihrer teils prekären Situation zu unterstützen.

Sauberkeit ist wichtig

Nicht unerwähnt bleiben sollten im Rahmen dieser Übersicht über die Tätigkeiten während der „Corona-Krise“ auch die Leistungen der MitarbeiterInnnen des Geschäftsbereichs Gebäudemanagement und Tiefbau. So garantieren die PortierInnen der Rathäuser, die im Schichtdienst die Gebäudesicherheit, die Reinigungskräfte sorgen im flexiblen Einsatz für die trotz reduzierter Arbeiten notwendige Reinigung.

Hilfreiches Home Office

Insgesamt können derzeit 700 MitarbeiterInnen in ihrem Home Office die ihnen zugeteilten Aufgaben erledigen. Dies bedeutet für die NutzerInnen mittels Teleworking Vollzugriff auf ihre internen Daten und Anwendungen, ohne dass sie dafür an ihren Arbeitsplatz müssen. Alle anderen MitarbeiterInnen können via Webmail auf ihr Outlook-Postfach zugreifen, was auch intensiv genützt wird. 

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