Presseaussendung vom: 03.04.2020

Schönwetter am Wochenende: Bürgermeister und Sicherheitsstadtrat rufen zu Disziplin bei Aufenthalten im Freien auf

Das Wochenende und die Karwoche stehen bevor. Die Wetterprognosen sagen Sonnenschein und Temperaturen rund um 20 Grad voraus. Was in der Vergangenheit Grund zur Freude war, stellt Behörden und Einsatzorganisationen in Zeiten der Corona-Ausgangsbeschränkungen vor besondere Herausforderungen. Um die Weiterverbreitung des hochansteckenden Virus einzudämmen, müssen Menschenansammlungen – etwa auf beliebten Spazierstrecken – unbedingt vermieden werden. Wie seit Beginn der Beschränkungen bekannt ist, sind kurze Spaziergänge oder Jogging-Runden erlaubt, allerdings mit Einschränkungen:

  • Die Spaziergänge dürfen nur alleine oder in Begleitung von Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben, unternommen werden.
  • Der Sicherheitsabstand zu anderen Personen sollte mindestens einen Meter, besser sogar zwei Meter betragen.
  • Risikosportarten, wie etwa Mountainbiken, sollten unterlassen werden, um das Gesundheitssystem durch die erhöhte Verletzungsgefahr nicht zusätzlich zu belasten.

„Es geht um die Gesundheit von uns allen. Ich appelliere an alle Linzerinnen und Linzer – im Besonderen an ältere Menschen und Angehörige der Risikogruppen – die Wohnungen trotz des zu erwartenden Schönwetters nur sehr begrenzt zu verlassen und sich an die geltenden Bestimmungen zu halten. Die Stadt Linz behält es sich als wirklich letztes Mittel vor, Sperren von bestimmten Gebieten auszusprechen. Diese Maßnahme lässt sich auf Dauer dann vermeiden, wenn sich alle konsequent in einer gemeinsamen Anstrengung an die Bestimmungen halten“, blickt Bürgermeister Klaus Luger voraus.

Der für Sicherheit und Gesundheit zuständige Stadtrat Michael Raml betont: „Ich habe Verständnis für die Menschen, die ihre Wohnungen verlassen wollen. Wenn sich jeder an die Regeln hält, insbesondere an die Abstandsempfehlungen, dann können wir alle die schönen Tage möglichst sicher genießen. Einzelne Ignoranten tragen die Verantwortung, dass die Beschränkungen, die für uns alle unangenehm sind, länger andauern könnten. Daher werden diese auch gestraft.“

Vergehen im öffentlichen Raum werden von der Polizei geahndet und vom Geschäftsbereich Abgaben und Steuern der Stadt Linz im Bedarfsfall auch mit Strafen belegt. Auch uneinsichtige Betreiber von Gast- oder Freizeitstätten, die das behördlich ausgesprochene Betretungsverbot im Sinne des COVID-19-Gesetzes ignorieren, begehen eine Verwaltungsübertretung, die im Erstfall mit einer Geldstrafe zwischen 4.000 und 6.000 Euro geahndet wird. Hier liegt die Höchststrafe sogar bei 30.000 Euro.

„Sperren von öffentlichen Plätzen und Strafen sind auch in dieser Krisensituation die letzten Mittel, auf die man als Stadt zurückgreifen muss. Die derzeitige Lage erfordert von uns allen viel Disziplin und Vernunft. Im Sinne des Gemeinwohles liegt es bei jedem Einzelnen, vermeidbare Wege gar nicht erst zu unternehmen. Je mehr Rücksicht wir jetzt aufeinander nehmen, umso schneller kehren wir zur Normalität zurück“, appellieren Luger und Raml abschließend.

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Jede Wohnsitzänderung ist der Stadt Linz innerhalb von 3 Tagen verpflichtend bekannt zu geben. Die Ab-, An- oder Ummeldung ist persönlich, postalisch oder online möglich.

Alle Details sowie den Meldezettel finden Sie im Service A-Z. Auch der städtische Chatbot ELLI beantwortet Ihre Fragen zum Meldewesen.

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