Presseaussendung vom: 02.06.2020 |

Drei Ausstellungen im Botanischen Garten Zu sehen bis Oktober 2020

Neben der üppigen Pflanzenpracht der vier Hektar großen Anlage des Botanischen Gartens auf der Gugl können die Gäste bis Oktober zusätzlich drei Ausstellungen besichtigen:

Dinosaurier der Botanik – Pflanzenwelt der Urzeit 

Alle Lebensformen der Erde – Menschen, Tiere, Pflanzen, Pilze, Bakterien – sind aus einem gemeinsamen Ursprung hervorgegangen. Alles Lebendige ist aufgrund der Gene miteinander verbunden und hat eine mehr oder weniger lange Evolutionsgeschichte durchlaufen. Die Ausstellung in Kooperation mit dem Mineralienverein Steyr konzentriert sich auf die Entwicklungsgeschichte der Pflanzen. In Form lebender Beispiele und Fossilien wird veranschaulicht, wie sich das pflanzliche Leben auf der Erde von der Urzeit bis heute entwickelt hat. 

Bei der Betrachtung der Erdgeschichte zeigt sich, dass es immer wieder drastische Einbrüche gab: es kam zu Massensterben, die unterschiedliche Ursachen hatten und denen viele Arten zum Opfer gefallen sind. Sie markieren die einzelnen Zeitalter der Evolution. Wir befinden uns gerade an der Schwelle zu einem neuen globalen Artensterben, das jedoch nicht natürlichen Ursprungs ist, sondern das der Mensch verursacht. Das sollten wir uns täglich vor Augen führen!

Die Ausstellung ist so konzipiert, dass Beispiele noch existierender Pflanzen entsprechend ihres stammesgeschichtlichen Alters gezeigt werden: von den ältesten Formen, den Algen, Moosen, Bärlappen, Schachtelhalmen und Farne über die Palmfarne und Ursamenpflanzen wie der Ginkgo bis zu den Nadelbäumen und der ersten ursprünglichen Blütenpflanze, die es heute noch gibt, die Magnolie. Daneben werden Beispiele von Pflanzenfossilien in Vitrinen gezeigt, die der Mineralienverein Steyr zur Verfügung gestellt hat. Damit ist es möglich, eine Zeitreise über 550 Millionen Jahre zu machen und einen Eindruck zu gewinnen, wie sich das pflanzliche Leben auf der Erde entwickelt hat. Zu sehen bis 11. Oktober im Ausstellungshaus. 

Der Kaiser lässt grüßen – Die historische Parkanlage am Freinberg

Eine der schönsten, landschaftlich reizvollsten Parkanlagen, die Linz zu bieten hat, ist der Freinbergpark, der sich westlich des Stadtzentrums auf einem Hügel befindet und von dem aus man herrliche Ausblicke in das Mühlviertel, auf die Donau und das Alpenvorland bis zu den Alpen genießen kann. 

Diese Ausstellung – kuratiert von DIin Barbara Veitl – zeigt in Form von zehn Schautafeln einen spannenden Blick über die wechselvolle Geschichte von der Urzeit bis heute. Bereits seit der Biedermeierzeit wird dieses Gelände als Ausflugsziel genützt. 1865 begannen Linzer Bürger, die sich in einem Verschönerungsverein organisiert hatten, dieses zirka 21 Hektar große Park- und Waldareal mit Wegen und Aussichtsplätzen zu erschließen. Aber in der Geschichte kann man noch viel weiter zurückblicken: aus der Jungsteinzeit und der Bronzezeit sind Funde nachgewiesen und zirka 100 v. Chr. befand sich eine bedeutende Keltensiedlung am Freinberg. Der Wall, der sie umgab, ist noch heute im Gelände erkennbar.

Die Ausstellung zeigt mit vielen Fotos die landschaftliche Schönheit der großen Wald- und Parkanlage und verweist mit alten Bildern, Stichen und historischen Aufnahmen auf die lange und abwechslungsreiche Geschichte. Zu sehen bis 11. Oktober im Eingangshaus.

Kunstausstellung: 3 + 3 Konglomerat Wildwuchs

Skulpturale Interventionen in Kooperation mit dem Kunstforum Salzkammergut – 3+3: nimmt Bezug auf die Anzahl und Gleichstellung der Künstlerinnen und Künstler, die an der Ausstellung beteiligt sind: Juliane Leiter, Elisa Treml, Ulrike Wintersteiger, Ferdinand Reisenbichler, Markus Treml und Markus Moser. 

Konglomerat Wildwuchs bedeutet: Dreidimensionale Objekte, Skulpturen, Projekte in der Verbindung mit der Naturvielfalt des Botanischen Gartens. Eine Vielfalt der Ausdruckformen zwischen Harmonie und Chaos, von Materialien und Techniken, die jede/jeder für sich anwendet. Ein Konglomerat an Kunst, welches unabhängig voneinander ineinander wachsen kann, sich verbreitet, zu wuchern beginnt und dann doch ganz für sich steht. Die KünstlerInnen lernten sich durch gegenseitiges Interesse an ihren Arbeiten und über das Kunstforum Salzkammergut kennen. Die gelungene Symbiose von Kunst und Natur kann im Freigelände bis 26. Oktober bewundert werden.

„Gerade in den warmen Jahreszeiten wird die Linzer Naherholungsoase von den Gästen sehr geschätzt. Das belegen auch die Eintrittszahlen – mit 93.500 Besuchern wurde im Vorjahr ein neuer Rekord aufgestellt“, freut sich der für Lebensqualität und Stadtnatur zuständige Vizebürgermeister Mag. Bernhard Baier. „Ich bedanke mich bei den Verantwortlichen für das große Engagement, das diese Präsentationen ermöglicht hat“, so Baier weiter. Die Anlage ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. 

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