Presseaussendung vom: 04.06.2020 |

„Linz tierisch“ – wie steht es um die Artenvielfalt in Linz? Wir bitten die LinzerInnen mitzumachen

„Die Bedrohung der Artenvielfalt durch die Klimakrise ist ein Thema, das wir im städtischen Umwelt- und Naturschutzressort sehr ernst nehmen. Deshalb starten wir ein ,Mitmachprojekt’ der besonderen Art. Mit Hilfe der LinzerInnen will die Naturkundliche Station der Stadt Linz gemeinsam mit dem Naturschutzbund herausfinden, wie es um die Artenvielfalt in Linz steht”, informiert die für Umwelt und Naturschutz zuständige Stadträtin Mag.a Eva Schobesberger. Die Linzer Fauna soll unter reger Mithilfe naturinteressierter BürgerInnen neu erhoben werden.

Ob Biber, Vögel oder Insekten – bereits in den 1990er Jahren und Anfang der 2000er Jahre führte die Naturkundliche Station der Stadt Linz umfangreiche Kartierungen zu den verschiedensten in Linz vorkommenden Tiergruppen durch. Die Naturkundliche Station als Einrichtung der Stadt Linz, die sich speziell mit Fragen des Natur- und Artenschutzes im Stadtgebiet beschäftigt, startet nun ein Citizen Science Projekt. Im Zuge von „Linz tierisch“ werden Daten zur Linzer Tierwelt gesammelt, verarbeitet und ausgewertet. Alle Linzerinnen und Linzer können so mithelfen die Linzer Tierwelt neu zu entdecken.

Naturinteressierte BürgerInnen gefragt!

Ein Großteil der Datenerhebung soll im neu aufgerollten Citizen Science Projekt „Linz tierisch“ erfolgen, das als Kooperationsprojekt zwischen Naturkundlicher Station der Stadt Linz und dem Online-Portal www.naturbeobachtung.at des Naturschutzbundes angelegt ist. Auf dieser Meldeplattform können naturinteressierte BürgerInnen via PC oder mobiler Handy-App ganz einfach ihre Tiersichtungen, am besten mit Foto, einreichen. Die Meldungen werden im Anschluss von ExpertInnen bestimmt und validiert. Die so gewonnenen, wissenschaftlich qualifizierten Daten können dann in vielfältiger Weise ausgewertet und verwertet werden.

„Die gesammelten Daten dienen vor allem dem Zweck, um Vergleiche mit den Daten der letzten Kartierungen anstellen zu können. Diese Vergleiche sollen Aufschluss über Veränderungen der Artenzusammensetzung, Bestandsänderungen von Arten, Artenverlust und den Zuzug neuer Arten geben. Die sich daraus ergebenden Zusammenhänge mit den Faktoren Klimawandel, Lebensraumverlust, intensiver Land- und Forstwirtschaft sollen ebenfalls untersucht werden“, erläutert Friedrich Schwarz, Leiter des Botanischen Gartens.

Nachdem die von den Linzerinnen und Linzern getätigten Beobachtungen auf der digitalen Meldeplattform eingegangen sind, werden die Daten ausgewertet. Die für Linz und den Botanischen Garten relevanten Angaben befinden sich zunächst in einem Gesamtdatenpool, aus dem sie dann zur Weiterverwendung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Naturkundlichen Station herausgefiltert werden. „Die Datenaufbereitung unserer Expertinnen und Experten ist zwar aufwändig, hat im Gegenzug aber den großen Vorteil, dass das Projekt ohne finanzielle Mittel, einfach und sofort gestartet werden kann“, betont Schwarz.

Naturkundliche Station für Natur- und Artenschutz

Die Naturkundliche Station – seit 2005 mit dem Botanischen Garten vereinigt und dem Geschäftsbereich Stadtgrün und Straßenbetreuung (SGS) angeschlossen – ist die im Rahmen der Stadtverwaltung zuständige Abteilung für Anliegen des Naturschutzes und der Stadtökologie. Sie setzt sich für die Bewahrung und Entwicklung der Naturreichtümer sowie die zukunftsbeständige Flächennutzung in der Stadt ein.

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