Presseaussendung vom: 09.06.2020

Musikschule zieht positive Bilanz 3.850 SchülerInnen begeistern großes Publikum

Das bald zu Ende gehende Schuljahr 2019/20 war aufgrund der Corona-Krise außergewöhnlich – die Musikschule der Stadt Linz blickt dennoch auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Mehrere erfolgreiche Projekte und Veranstaltungen haben sowohl SchülerInnen als auch das Publikum begeistert. 

„In Sachen Budgetgebarung und Organisationsentwicklung ist die Musikschule auf einem überaus erfreulichen Weg, wie unter anderem aus dem aktuellen städtischen Controllingbericht hervorgeht. 3.850 SchülerInnen nutzten im vergangenen Jahr das wöchentliche Unterrichtsangebot. Manche von ihnen belegen zwei bis drei Fächer. Damit ist die Musikschule Linz mit 4.600 Unterrichtsfächern die größte Musikschule Österreichs“, ist Bürgermeister Klaus Luger stolz auf die Einrichtung der Stadt Linz.

Die Linzer Musikschule sorgt mit ihrem Haupthaus im Prunerstift und dem benachbarten Nebenhaus in der Fabrikstraße sowie weiteren 47 im gesamten Stadtgebiet verankerten Zweigstellen für eine umfassende musikalische Ausbildung. Dazu zählen auch die Sing- und Rhythmusschule, die derzeit in fast 30 Linzer Volksschulen angeboten wird.

Hoher Qualitätsanspruch bleibt aufrecht

Mit etwa 120 Musikschullehrkräften – das entspricht knapp 77 Vollzeitäquivalenten – ist der Personalstand in den vergangenen Jahren leicht gesunken, ohne dass qualitative Einschränkungen vorgenommen wurden. Wöchentlich boten die MusikschulpädagogInnen im vergangenen Schuljahr knapp 1.900 Unterrichtseinheiten an.

Durch Schulgeld-Mehreinnahmen und die stabile Situation der Personalkosten sind die durchschnittlichen finanziellen Aufwendungen je Unterrichtseinheit zudem sogar leicht gesunken. Damit leistet die Musikschule einen wirkungsvollen Beitrag zur positiven Budgetentwicklung der Stadt. 55 Prozent der Personalkosten für Musikpädagoginnen wurden aufgrund gesetzlicher Regelungen vom Land refundiert. 

62,1 Prozent weiblich

Besonderer Wert liegt darauf, vor allem Linzer Kindern und Jugendlichen – unabhängig von ihren sozialen Voraussetzungen – den Zugang zur Musik zu ermöglichen. Von 3.852 MusikschülerInnen sind 62 Prozent weiblich. 77,3 Prozent aller Kinder sind im Vor- und Volksschulalter, Jugendliche beziehungsweise junge Erwachsene. 897 musikinteressierte SchülerInnen standen im vergangenen Jahr auf der Warteliste, das ist eine Steigerung von 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und verdeutlicht das rege Interesse an musikalischer Ausbildung. Im oberösterreichweiten Vergleich ist die Wartelistenanzahl erfreulich gering. 

Projekt „Musikalischer Südwind“

Eine Besonderheit der Linzer Musikschule ist die Initiative „Musikalischer Südwind“, die auf mehr Chancengleichheit abzielt und insbesondere auch Kindern mit Migrationshintergrund einen problemlosen und unkomplizierten Zugang zur Singschule oder einem Instrument ermöglicht. Mittlerweile wurde durch das Südwind-Projekt, das österreichweit große Beachtung findet, mehr als 1.240 Kinder der Weg in die Musikschule geebnet und geöffnet. Darüber hinaus erhalten zirka 160 MusikschülerInnen aufgrund der städtischen Förderrichtlinien beziehungswiese der Aktivpass-Bestimmungen eine Schulgeld-Reduzierung oder teilweise sogar eine Schulgeld-Befreiung.

Großveranstaltungen begeistern 13.000 BesucherInnen

Besonders erfreulich ist die Bilanz der – noch vor der Corona-Krise – stattgefundenen Großveranstaltungen im vergangenen Schuljahr 2018/19. Insgesamt sorgten die musikaffinen SchülerInnen bei ihren Auftritten im letzten Schuljahr mit 13.000 VeranstaltungsbesucherInnen für ein Rekordjahr.

Nach den Absagen der für das Schuljahr 2019/20 geplanten Veranstaltungen wegen der gesetzlichen Covid-19-Bestimmungen, darf sich das Publikum wieder auf neue Konzerthighlights freuen. Bereits am 3. Juli ist das Schulschluss-Open-Air für 200 BesucherInnen am Herbert-Bayer-Platz (vor dem Architekturforum) geplant. Das Open-Air-Konzert wird von Ensembles und SolistInnen der Musikschule Linz gestaltet, das musikalische Spektrum reicht von Pop über Jazz bis zu klassischer Musik. 

„Mit dem Schulschluss-Open-Air am 3. Juli für 200 BesucherInnen am Herbert-Bayer-Platz zeigt die Musikschule, dass trotz der Corona-bedingten Schulschließung die Freude am Musizieren bei den Schülerinnen und Schülern ungebrochen ist. Mit dem engagierten Fernunterricht und den Auftritten auf dem Youtube-Kanal der Musikschule wurde die Motivation auch in diesen schwierigen Wochen aufrechterhalten”, bedankt sich Kulturreferentin Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer für den besonderen Einsatz der Lehrkräfte.

Im kommenden Schuljahr 2020/21 zeigen die herausragenden Talente der Musikschule Linz Anfang Oktober beim Konzertabend „Musikalische Glanzlichter“ ihr Können. Anfang Dezember musizieren die MusikschülerInnen im Rahmen von „Musikschule goes Brucknerhaus“ gemeinsam mit Stargast Willi Resetarits.

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