Presseaussendung vom: 01.07.2020

Neuerlicher Anstieg der Infizierten-Zahlen in Linz, Großteil aus Cluster „Pfingstkirche“ Stadt Linz verstärkt erneut Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus

Behördliches Betretungsverbot der „Pfingstkirche“ wird verhängt

Bürgermeister Luger ersucht Bevölkerung, die Vorsichtsmaßnahmen weiterhin einzuhalten

Derzeit sind in Linz 63 Personen an Covid-19 erkrankt, 385 Personen befinden sich in Quarantäne. Insgesamt ermittelte die Gesundheitsbehörde der Stadt Linz am 30.6. und 1.7. 2020 24 neue positive Fälle im Stadtgebiet (Stand: Mittwoch, 1. Juli, 9.30 Uhr). Davon sind 20 dem Cluster der „Gemeinde Gottes Pfingstkirche“ zuzuordnen, womit sich die Betroffenen-Zahl dieses Kirchen-Clusters in Linz auf 37 betroffene Personen erhöht. In Zusammenarbeit mit der Gesundheitsbehörde des Bezirkes Linz-Land wurde erhoben, dass das Infektionsgeschehen mehrere Standorte der Pfingstkirche in Linz-Stadt und Linz-Land umfasst und betroffene Personen teilweise mehrere Standorte frequentiert haben. Innerhalb des Clusters prägen einige wenige, teilweise kinderreiche Familien den Kern des Geschehens und beziehen Betriebe, Schulen, Kindergärten und Horte im Großraum Linz mit ein. Im Umfeld der „Gemeinde Gottes Pfingstkirche“ wurden bereits mehr als 100 Personen in häuslicher Quarantäne abgesondert. In der Stadt Linz wurden Covid19-Fälle in mindestens vier Kindergärten und vier Schulen in Verbindung mit dem Corona-Cluster „Pfingstkirche“ verzeichnet. Alle Personen aus den Linzer Kindergärten, die mit positiv getesteten Fällen in Kontakt standen, werden nun vorsorglich auf eine Infektion mit Covid-19 getestet, egal ob Symptome vorhanden sind oder nicht. Dasselbe gilt für die jeweiligen Schulklassen, in denen ein Covid-19-Fall verzeichnet ist. 

„Ein einzelner Cluster hat die Zahl der mit Covid-19 Infizierten in Linz stark angehoben. Durch die rasche und akribische Arbeit unserer Gesundheitsbehörde konnte der Kreis der Betroffenen und Kontaktpersonen aber schnell erfasst und abgesondert werden. Als Bürgermeister und Bezirkshauptmann von Linz appelliere ich an die Bevölkerung, auch künftig die bekannten und vielfach kommunizierten Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten, beispielsweise die Maskenpflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln sowie das Einhalten des 1-Meter-Abstandes. Auch hygienische Maßnahmen, wie Händewaschen oder Niesen in die Armbeuge sind nach wie vor wichtig“, betont Bürgermeister Klaus Luger. 

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde sind mittlerweile Profis im Bearbeiten derartiger Fälle. Wir haben rechtzeitig Vorsorge getroffen: Die Gesundheitsbehörde wurde personell wieder aufgestockt. Außerdem haben wir einen erweiterten Bereitschaftsdienst eingerichtet. Es ist wichtig, diese Entwicklung genau im Auge zu behalten, jeden einzelnen Fall genau zu bearbeiten um eine weitere Verbreitung in diesem Umfeld zu unterbinden. Das Ziel ist, auftretende Corona-Cluster zu isolieren – und nicht die gesamte Bevölkerung. Isolierte Fälle, wie aktuell bei der Freikirche, sind kein Grund zur Panik!“, betont Sicherheits- und Gesundheitsreferent Michael Raml. „Die Dynamik des Infektionsgeschehens ist für die städtischen Gesundheitsbehörden der Stadt Anlass für eine stärkere Überwachung der abgesonderten Personen sowie der einzelnen Standorte durch die Polizei, die bereits begonnen hat. Um weitere Verbreitungsaktivitäten zu unterbinden, wird auch ein behördliches Betretungsverbot nach dem Covid19-Maßnahmengesetz aller Veranstaltungsorte der Gemeinde Gottes Pfingstkirche verhängt.“

Ein Krisenstab des Magistrates unter Leitung von Bürgermeister Klaus Luger, Gesundheits- und Sicherheitsstadtrat Michael Raml und Magistratsdirektorin Ulrike Huemer berät laufend über die zu treffenden Maßnahmen.

Die Stadt Linz setzt zur Bekämpfung der Corona-Pandemie freiwillig stärkere Maßnahmen als von der Bundesregierung vorgegeben. Zusätzliche Testungen wurden von der Stadt Linz in Auftrag gegeben. So werden sowohl Kontaktpersonen der Gruppe 1 als auch der Gruppe 2 getestet, selbst wenn diese keine Symptome aufweisen. Nicht nur die Testungen verstärkt die städtische Gesundheitsbehörde, auch das Team rund um die Taskforce „Contact Tracing“ im Geschäftsbereich Gesundheit und Sport wurde personell aufgestockt. 
„Das rasche Contact Tracing der Stadt ist ein wichtiger Pfeiler für unsere effektive Eindämmungsstrategie der Corona-Pandemie. Damit können wir Infektionsketten frühzeitig durchbrechen“, erklärt Bürgermeister Klaus Luger. Zudem arbeitet der Magistrat verstärkt mit den Einsatzorganisationen zusammen, im Hinblick auf die Einhaltung der Quarantäne insbesondere mit den Polizeibehörden.

Verstärkte Kontrollen in öffentlichen Verkehrsmitteln

Noch immer gelten die bestehenden Regeln in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Die LINZ AG LINIEN informieren über Infoscreen, Durchsagen und Hinweis-Aufkleber. Zudem ist zusätzliches Servicepersonal unterwegs und weist auf die Mund-Nasenschutz-Pflicht hin.

„Wir haben mit Linz AG-Generaldirektor Erich Haider vereinbart, die Kontrollen in Fahrzeugen der LINZ LINIEN und an Haltestellen durch eigene Kontrolleure, den städtischen Ordnungsdienst sowie durch sechs zusätzliche Securities zu verstärken“, informiert Luger.

Appell an die Bevölkerung

„Unser Ziel ist es nach wie vor, einen zweiten Lock-Down zu verhindern, um einen weiteren wirtschaftlichen Schaden abzuwenden und Arbeitsplätze zu sichern. Wir dürfen das Virus nicht auf die leichte Schulter nehmen. Eigenverantwortung ist gefragt!“, appelliert Luger abschließend an alle Linzerinnen und Linzer.

Die Gesundheitsbehörde der Stadt Linz rät im Falle auftretender Symptome wie Kurzatmigkeit, Halsschmerzen, Katarrh der oberen Atemwege, Fieber, trockenem Husten oder plötzlichem Verlust des Geschmacks-/Geruchssinnes, umgehend die Gesundheits-Hotline unter der Telefonnummer 1450 zu kontaktieren.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger und Gesundheitsreferent Michael Raml zum Thema „Aktuelle Lage der Corona-Infektionen in der Stadt Linz“)

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