Presseaussendung vom: 07.07.2020

Trotz vorläufiger Stabilisierung: Aktuelle Maßnahmen notwendig, um zweiten Lock-Down zu verhindern 112 Covid-19-Infizierte in Linz – jeder zweite Fall ist auf Cluster „Pfingstkirche“ zurückzuführen

Weiterhin strenge Kontrollen von Lokalen und Veranstaltungen durch Magistrat und Polizei

Erste Sperre von Nachtlokalen

Städtische Kindergärten, Krabbelstuben und Horte bleiben geöffnet

Als grundsätzlich richtig bezeichnet Bürgermeister Klaus Luger die heute von Landeshauptmann Thomas Stelzer und Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander verlautbarten, verschärften Corona-Maßnahmen. Demnach kehrt das gesamte Land Oberösterreich und damit auch die Landeshauptstadt Linz ab Donnerstag zur allgemeinen Maskenpflicht in öffentlichen Räumen und zu den bekannten Abstandsregeln zurück. Unter anderem ist bis auf Weiteres in Supermärkten, auf dem Weg zum Tisch in Gastronomiebetrieben oder beim Bringen und Abholen von Kindern aus Kindergärten, Krabbelstuben und Horten ein Mund-Nasen-Schutz (MNS) zu tragen.

Linz verzeichnet derzeit 112 an Covid-19 erkrankte Menschen (Stand 16 Uhr), wovon ziemlich genau die Hälfte – nämlich 55 Fälle – auf den seit Ende Juni bekannten Cluster der „Gemeinde Gottes Pfingstkirche“ zurückzuführen ist. Aufgrund der sich heute abzeichnenden leichten Stabilisierung der Infiziertenzahl in Linz ist Bürgermeister Luger optimistisch, die Entwicklung im Griff zu haben: „Virologen und Pandemieexperten betonen derzeit laufend, dass wir alle in den kommenden Monaten mit Covid-19 sowie weiteren Clustern in ganz Österreich leben lernen müssen. Eine gewisse Anzahl an positiv getesteten Personen wird in einer Großstadt mit 208.000 Einwohnerinnen und Einwohnern mittelfristig Normalität werden. Derzeit reden wir – abzüglich der bekannten Cluster – von knapp 50 Infektionen in Linz.“

Trotz der leichten Stabilisierung der Lage setzt die Stadt weiterhin auf strenge Kontrollen von Nachtlokalen und Veranstaltungen in Bezug auf Abstandsregeln, Maskenpflicht und Sperrstunden. „Wir werden nicht zögern, alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um vermeidbare Infektionen oder gar Clusterbildungen zu verhindern“, betont Luger. Erste Sperren von Nachtlokalen werden aktuell vorbereitet.

Darüber hinaus fordert das Linzer Stadtoberhaupt einerseits mehr durchgeführte Tests und vor allem eine schnellere Bekanntgabe der Testergebnisse an Behörden und damit die Betroffenen. Luger: „Es ist höchst an der Zeit, dass auch in Linz eine Station für Drive-In-Tests errichtet wird. Derzeit müssen Verdachtsfälle aus Linz mit dem Auto oder per Rettungs-Transport nach Ansfelden gebracht werden, was die Kapazitäten der Rettungskräfte zusätzlich strapaziert“.

Die städtischen Kindergärten und Krabbelstuben bieten weiterhin ein Betreuungsangebot an gewohnten Standorten an. Dies sei notwendig, da viele Eltern in ihren Berufen derzeit stark gefordert sind und somit doppelten Druck ausgesetzt seien, so Luger. Nach dem wochenlangen Lock-Down im Frühling sei es darüber hinaus wichtig, Kindern ihr gewohntes Umfeld mit entsprechenden sozialen Kontakten zu bieten. „Die Anmeldezahlen für die Ferienöffnungen der städtischen Einrichtungen belegen, dass unser Weg richtig ist. In Kindergärten sind 60 Prozent der Kinder bereits angemeldet, in Krabbelstuben sogar 80 Prozent“, resümiert Bürgermeister Klaus Luger.

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