Presseaussendung vom: 09.07.2020 |

Linz bringt die Stadt ins Wohnzimmer Digitales Stadtmodell ermöglicht virtuelle Spaziergänge durch die Landeshauptstadt

64.000 Bauwerke und 180.000 Bäume in 3D erlebbar

Linz lädt zu einer Premiere der besonderen Art: Erstmals kann die Stadt von allen Einwohnerinnen und Einwohnern sowie von Gästen aus aller Welt in ihrer ganzen Schönheit dreidimensional erlebt und erforscht werden. Ohne dass man dazu einen Fuß vor „die Tür“ setzen muss. Bequem und von zu Hause aus. In hochauflösenden Bildern.

Wie das möglich ist, erklären die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Vermessung und Geoinformation des Geschäftsbereichs Planung, Technik, Umwelt der Stadt Linz, die in jahrelanger Arbeit das „Digitale Stadtmodell 3D Linz“ entwickelt haben. Unter ihrer „Regie“ wurde erst kürzlich der begehbare alte „Linz-Stadtplan“ im Foyer des Alten Rathauses neugestaltet. 

Neben dieser vermutlich größten begehbaren Stadtkarte Europas lädt nun auch ein hochauflösendes 3D-Stadtmodell über https://3d.linz.at/ zum Spaziergang und zum virtuellen Flug über die Stadt ein.

„Das 3D-Stadtmodell bietet nicht nur für alle Linzerinnen und Linzer die Möglichkeit, ihre Stadt in ihrer ganzen Vielfalt zu erleben und zu begehen, sondern auch für Stadtplaner, Architekten, Wirtschaftsförderer oder Ingenieursbüros die Gelegenheit, Linz und seine Lage am Schnittpunkt bedeutender Verkehrsachsen sowie seine Infrastruktur zu Wasser und zu Lande aus nächster Nähe kennenzulernen“, informiert der Linzer Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein. 

Einzigartiges Konzept 

Für das 3D-Stadtmodell wurden sämtliche Bereiche der Stadt mit Gebäuden und Straßen sowie Geländedetails, Dachformen, Brücken und Sehenswertes wirklichkeitstreu im Computer nachgebildet. Im 3D-System befinden sich circa 1,9 Terabyte an Daten. Das sind 1,9 Millionen Megabyte (oder circa 404 „übliche“ DVDs zu je 4,7 GB). Die Daten werden in dem 3D-Viewer-System so aufbereitet, dass diese auf circa 10 Prozent komprimiert werden. Der gesamte Inhalt von circa 40 DVDs wird damit fast gleichzeitig durch das Netz „gejagt“.

„Im Unterschied zu den virtuellen Darstellungsformen von Google Maps, die keinen Einfluss auf die Darstellung der Daten ermöglichen und auf nicht (selbst) bearbeitbaren Daten basieren, ist 3D Linz ein Online-Kartendienst der Stadt, der mit eigenen Darstellungsformen arbeitet, veränderbare Einzelobjekte aufweist und es damit ermöglicht, den Detaillierungsgrad selbst zu bestimmen“, unterstreicht der „gelernte“ Informatiker Vizebürgermeister Hein das Alleinstellungsmerkmal und die Vorteile von „3D Linz“. 

 
Virtueller „Flug“ über die Stadt

Erstellung in mehreren Schritten 

Das 3D-Modell der Stadt wurde in mehreren Arbeitsschritten erstellt und erfolgte, wie obenstehende Grafik zeigt, in Auswertung von Orthofotos bzw. Luftbildern, mit CAD-Zeichnungen, durch Geländeanpassung und Texturierung.

Berücksichtigt wurden in insgesamt 504 einzelnen Modellbereichen Gebäudeumrisse aus dem Naturbestand als Ergebnis der Befliegung und Gebäuderekonstruktionen mit Dachformen. 

Es erfolgte zudem eine manuelle Geländeanpassung und die Ausarbeitung von derzeit 26 Brückenmodellen. Auch der bestehende Linzer Baumkataster wurde in das virtuelle Stadtmodell eingearbeitet. Seit 2019 wurde an der Entwicklung der 3D- Anwendung „3d.linz.at“ gearbeitet.

Kennzahlen der Superlative 

Die Kennzahlen des 3D-Stadtmodells sind beindruckend und geben das Ausmaß der Vorbereitungen bis zur nunmehrigen öffentlichen Premiere wieder:

  • 33.500.000 Geländedreiecke dienten als Basis für das Höhenmodell.
  • 64.000 Bauwerke bzw. 3D-Objekte inklusive Brücken wurden eingearbeitet. 
  • 25.000 Baummodelle entsprechend den Angaben des Baumkatasters der Stadt Linz werden dargestellt.

Dazu kommen

  • 158.000 symbolische Nadelbaummodelle für Baumgruppen 
  • 17 markierte bzw. vordefinierte Ansichten von „Sehenswertes“ und 
  • 24.500 Linzer Adressen.


Der restaurierte Linzer Mariendom vor dem Hintergrund des Freinbergs

Einfacher Einstieg 

Der Online-Einstieg zu 3D Linz ist denkbar einfach. Über https://3d.linz.at/ und die gängigen Browser Mozilla Firefox oder Google Chrome gelangen die Userinnen und User ins Menü und können sofort per Mouseclick zum virtuellen Flug über Linz antreten.


Die einzelnen Bereiche können individuell herangezoomt werden

Verschiedenste Darstellungsvarianten 

Es werden, mit oder ohne Textur, verschiedenste Darstellungsvarianten, wie Luftbilder, eine Stadtkarte, Bauwerke in diversen Genauigkeitsausprägungen, Baummodelle, Visualisierungen von Baumgruppen, das Projekt der Neuen Donaubrücke und „Sehenswertes“ angeboten.


Neue Donaubrücke Linz 

Mehrfache Funktionsmöglichkeiten – Flug oder Spaziergang, alles ist möglich 

Für das Navigieren im Stadtmodell bestehen zudem mehrfache Funktionsmöglichkeiten wie Verschieben, Kippen, Drehen etc.

Sehenswertes kann mit der zugehörigen Website kombiniert werden. Möglich sind auch die Suche von Adressen, das Anzeigen der Ansicht im Vollbild, das Weiterempfehlen von Ansichten per kopier-/speicherbaren Links oder QR-Codes, das Ausdrucken, das Ein- oder Ausblenden der Übersichtskarte, die Anzeige von Verschattungen je nach Uhrzeit und Intensität sowie das wahlweise Aktivieren eines Flugmodus oder eines Fußgängermodus.

3D Linz hält einem Vergleich mit den bekannten Features von Google Maps, nicht nur Stand, sondern kann mit detailliertesten und speziellen eigenen Darstellungsformen aufwarten, die die digitale Stadtkarte somit einzigartig für Österreich machen. Der folgende Vergleich kann dies veranschaulichen:



3D Linz ist ein ideales Instrument für die Stadtplanung

Die virtuelle Darstellung von Linz mit nicht weniger als 64.000 verschiedenen Bauwerken (oder 3D-Objekten) ist weit mehr als ein „Nice to Have”. Sie liefert für die digitale Stadtplanung getreu der Devise ,planen, visualisieren und analysieren’ neue zukunftsorientierte Möglichkeiten im Infrastrukturressort der Stadt Linz und eröffnet allen Linzerinnen und Linzern die Möglichkeit, ihre Stadt zu erleben. Ich danke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Geschäftsbereichs Planung, Technik, Umwelt für diese innovative Ergänzung des städtischen Portfolios”, schließt Vizebürgermeister Markus Hein.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein zum Thema „Digitales Stadtmodell“)

Weitere GesprächspartnerInnen:
Direktor Dipl. Ing. Gunter Amesberger MAS MSc,
Dipl. Ing.in Dr.in Sylvia Krappmann
Madalina Mihai BSc, Geschäftsbereich Planung, Technik, Umwelt der Stadt Linz

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